Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?13177

Ist Brasiliens liberales Image bald im Ar***? (Bild: gaypridebrazil.org)

Homophobe Gewalt am Rande des Gay Pride in der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro bereitet der Community Sorgen.

Von Carsten Weidemann

Rio de Janeiro, so verheißen es die Kataloge der schwulen Reisebüros, sei der "geilste Ort auf Erden". Diesem Ruf folgen im Schnitt rund drei Millionen schwul-lesbische Touristen aus aller Welt. Und ähnlich wie der Mardi Gras in Sydney ist die LGBT-Parade unterm Zuckerhut ein alljährlicher starker Magnet. Doch am vergangenen Sonntag hat das Image des liberalen und erotischen Plätzchens einen deutlichen Schaden erlitten.

Wie das Onlinemagazin 365gay.com berichtet, habe es am selben Wochenende, an dem tausende auf den Straßen tanzten, an einem Strand zwischen Ipenema und Copacabana einen gewalttätigen und offensichtlich homofeindlichen Übergriff gegeben. Ein 19-jähriger Schwuler sei von mehreren Männern in Militäruniformen beleidigt, bedrängt und angeschossen worden.

Die genauen Umstände der Tat müssen noch geklärt werden, doch für die hiesigen LGBT-Gruppen gehört der Vorfall mit in die Reihe von homophoben Taten, derer es nicht wenig gibt. Das von der Stadt 2009 initiierte Antigewalt-Projekt "Rio Sem Homofobia" zählte im vergangenen Jahr rund 600 Gewalttaten.

Die brasilianische Rainbow-Gruppe fordert und eine umfassende Aufklärung der Schießerei am Strand und erhöht den Druck auf die Politiker. In Brasiliens Senat hängt derzeit eine Antidiskriminierungsregelung in der Luft, die auch die sexuelle Identität und Orientierung mit berücksichtigt.



Rekord-Pride in Taiwan: 30.000 kamen

Die schwule-lesbische Parade in Taiwan hat sich mit ihrer achten Ausgabe zum größten CSD Asiens entwickelt.
Der 10. Oktober 2010 - ein guter Tag für Serbien

Die erste öffentliche Demonstration für die Rechte von Lesben, Schwulen und Transgendern in Belgrad war trotz der rechtsextremen Krawalle ein großer Erfolg. Ein Gastkommentar von Volker Beck.
CSD und Krawalle in Belgrad

In der serbischen Hauptstadt haben am Sonntag über 1.000 Menschen für LGBT-Rechte demonstriert. Die Polizei sperrte sie von nationalistischen Krawallmachern ab, die mit Steinen und Brandbomben warfen.
#1 GeertAnonym
  • 19.11.2010, 18:32h
  • Beim Karneval von Rio kommen jedes Jahr hunderte von Menschen ums Leben. Sie werden tot getrampelt, betrinken sich zu Tode usw. Da ist es wohl nicht ganz so schlimm, wenn mal eine
    19jährige Husche "beleidigt" wurde....
  • Antworten » | Direktlink »
#2 tristanAnonym
#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
#4 Ex-LiedelAnonym
#5 Frankyboy
  • 19.11.2010, 19:18h
  • Antwort auf #1 von Geert
  • "Da ist es wohl nicht ganz so schlimm, wenn mal eine 19jährige Husche "beleidigt" wurde...."

    Lieber Geert, ich schlage Dir mal vor, nachts durch deutsche Großstädte mit Deinem Freund Hand in Hand zu schlendern! Und falls Dich irgendwelche Homohasser "beleidigen" (so Deine Wortwahl) oder zusammenschlagen (vielleicht ja auch mit bleibenden Schäden) ist es ja nicht so schlimm - es kommen ja jährlich Hunderte von Menschen durch tödliche Unfälle um...

    Vielleicht schaltest Du mal Dein Hirn ein, bevor Du solche dummen Kommentare von Dir gibst!
  • Antworten » | Direktlink »
#6 goddamn. liberalAnonym
#7 Nir KatzAnonym
  • 19.11.2010, 20:10h
  • Man gibt bei Google ein süd- oder mittelamerikanisches Land ein und den Begriff Polizeigewalt.

    Das gibt es schon mal Hinweise.

    Der letzte hingerichtete Gay-Aktivst, der weltweit relative Bekanntheit erreichte, war aus Honduras.

    Das Problem rechtsgerichteter, gewaltbereiter homophober Männerbünde in Uniformberufen, ist in den Machokulturen des Kontinentes seit Jahren bekannt.(-> s.a. Todesschwadrone)

    Schwule wehren sich und es ist ihnen Erfolg zu wünschen.

    Der Arm der Zentralgewalt reicht bis heute noch nicht für den Menschenschutz auf den Zuckerrohrplantagen. Dort werden massig Arbeitssklaven gehalten, die bei Flucht eleminiert werden und deren Leichen "verschwinden".
  • Antworten » | Direktlink »
#8 FragezeichenAnonym
  • 19.11.2010, 21:57h
  • Erzählt uns hier nicht ständig jemand, dass Brasilien das reinste Paradies für Homos ist????
    *amkopfkratz*
  • Antworten » | Direktlink »
#9 eMANcipation*Anonym
  • 19.11.2010, 22:05h
  • Das ist natürlich eine sehr schlimme Gewalttat, die einer gründlichen Aufklärung bedarf.

    Allerdings verstehe ich nicht so ganz, weshalb dadurch gleich der "schwule Ruf" Rios in Gefahr sein soll?

    Solche Gewalttaten finden ja auch in anderen, vermeintlich schwulenfreundlichen Metropolen wie Amsterdam, Berlin, London etc. regelmäßig, auch im Umfeld von CSD-/Pride-Veranstaltungen, statt.

    Die Tatsache, dass in Rio und überhaupt in Brasilien insgesamt ein sehr offenes und tolerantes Klima in Sachen Homosexualität und ein hohes Maß an Sichtbarkeit und Selbstbewusstsein von Schwulen auch und gerade im Alltag herrscht - ich habe das dort während zwei Jahren Studiums, Praktika, Diplomarbeit und Lebens als gerade frisch geouteter Schwuler in unterschiedlichsten sozialen Kontexten selbst erlebt - wird dadurch sicher nicht in Frage gestellt.

    Die erwähnte Antidiskriminierungsregelung, die derzeit im Senat "in der Luft hängt", ist übrigens das Gesetzesprojekt PLC 122/2006, welches Homophobie umfassend ächtet und sowohl Alltagsdiskriminierung als auch Hassrede sehr viel weitergehend unter Strafe stellt als hiesige "Antidiskriminierungsregelungen". Da die Regierung der Arbeiterpartei (PT) nach den Präsidentschafts- und Kongresswahlen vom Oktober ab dem kommenden Jahr auch im Senat über eine sehr viel größere Mehrheit verfügt, stehen die Chancen für eine baldige Verabschiedung gut (die Abgeordnetenkammer hat dem Gesetz bereits zugestimmt).

    Ach ja,

    Rios Gay-Parade hatte in diesem Jahr rund 1,2 Millionen Besucher, ist damit nach dem größten CSD der Welt in Sao Paulo die zweitgrößte in Brasilien und

    wäre meiner Meinung nach auch grundsätzlich eine Meldung UND Fotogalerie wert gewesen.

    www.arco-iris.org.br
  • Antworten » | Direktlink »
#10 eMANcipation*Anonym