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Die Jury: Bruce Darnell, Sylvie van der Vaart, Dieter Bohlen (Bild: RTL)

40 Kandidaten schafften es ins Halbfinale der RTL-Castingshow. Queer.de hat die schwul-schrill-schrägsten rausgepickt.

Von Carsten Weidemann

In der zehnten und letzten der regulären Castingrunden am vergangenen Samstagabend sorgte Dirk Bergmann aus Winterberg zunächst mit seiner Biographie für Verblüffung. Im Sauerland betreibt der 33-jährige, der ohne Stimmbruch in die Pubertät kam, einen Puff. Er hat eine vierjährige Tochter und er ist schwul. Vom Aussehen her dem Klischee eines Zuhälters entsprechend, brachte er zwar mit dem Ballermann-typischen Schlager "Sie liebt den DJ" das Publikum in Stimmung. Doch die Jury aus Dieter Bohlen, Sylvie van der Vaart und Bruce Darnell war nicht sehr angetan. Dann allerdings bewies er mit einem gekonnten "Ave Maria", dass ihm die Natur tatsächlich seine hohe Kopfstimme gelassen hatte.

Direktlink | Schwuler Puffbetreiber aus dem Sauerland singt "Ave Maria"

Supertalent 2010 ohne Lady Gaga-Double


Kandidat Marc Eggers macht uns die Brezel (sieht irgendwie nach Kamasutra aus) (Bild: RTL)

Für den Einzug in die kommenden Liveshows hat es jedoch nicht gereicht. Die Jury schickte insgesamt 40 Teilnehmer ins Halbfinale. Geschafft hat es auch nicht das Kölner Kulturschock-Sternchen "Marcella Rockefella" mit seiner Lady Gaga-Performance (queer.de berichtete). Beim Supertalent zu scheitern ist jedoch keine Schande. Immerhin ist man aus 40700 Bewerbungen herausgefischt und auf die Bühne gebeten worden. Unsere Redaktion hat alle Halbfinalisten unter die Lupe genommen und präsentiert hier nun die ganz subjektive queere Liste mit schrillen, schönen und schwulen Highlights (Sorry Mädels, irgendwie ist bei unserer Auswahl die Frauenquote abhandengekommen).

Diese Herrschaften empfiehlt queer.de für das Supertalent-Finale

Bubble Beatz, das sind Christian (30) und Kai (31) aus St. Gallen. Sie sammeln Schrott, kreieren neue Musikinstrumente aus den Altwaren und entlocken ihnen Dancefloor-Hits mit knalligen Beats. Und da die Beiden wissen, das "sex sells", treten sie bei ihrer schweißtreibenden Performance ohne Leibchen auf.
Videos: Präsentation | Auftritt

Dancefloor Destruction (DDC) nennt sich eine Gruppe junger Breakdancer aus Schweinfurt. "Wir haben unsere Popöchen trainiert", behaupten sie frech grinsend bei ihrer ersten Präsentation. Ist nicht gelogen. Es gibt viele Breakdance-Teams, die 18 bis 27 Jahre alten Jungs von DDC jedoch überzeugten durch eine selten gesehene Choreografie. Dafür gab es Standing Ovations.
Videos: Präsentation | Auftritt

Marc Eggers (23) aus Hamburg bewegt sich im selben Feld wie DDC, er ist allerdings ein Solo-Breakdancer. Der Zivildienstleistende betreut derzeit einen gelähmten Jungen, dem er seinen Auftritt widmete. Eggers steht auf der Beauty-Liste ganz oben, das erkannte sogar Dieter Bohlen: "Wenn du so tanzt, wie du aussiehst, bist du schon weiter", prophezeite er. Die Performance war zwar nicht ganz so perfekt, weiter kam er dennoch.
Videos: Präsentation | Auftritt

Der aus Australien stammende Timothy Patch schockte das Publikum mit seinem ganz besonderen Maltalent. Nur mit einem überdimensionalen Zylinder auf dem Kopf bekleidet, begann er seine Nacktmalerei, und setzte Arsch und Schwanz als Malinstrumente ein. Das Kunstwerk selbst war Schrott, die Dödelmaltechnik jedoch so schrill, dass es grünes Licht von einer eigentlich eher angewiderten Jury gab.
Videos Auftritt

Eines der Casting-Nesthäkchen ist der 14-jährige Andrea Renzullo, der mit einer beeindruckenden Fifties-Retro-Haartolle auf die Bühne kam. Er liebt das Singen, und Leona Lewis ist sein Vorbild. Als er ihren Hit "Run" anstimmt, verwandelt er sich von Ausdruck und Gefühl her auch komplett in Leona Lewis, und bringt damit den sensiblen Bruce Darnell zum Weinen.
Videos: Präsentation | Auftritt

Von der Bundeswehr auf die Straße. Michael Hemmersbach (27) schmiss seine Karriere beim Bund und verlor wegen Geldmangel seine Wohnung. Seitdem schlägt er sich als Straßenmusiker durch, lebt von dem bisschen, was er einnimmt. Der junge Lebenskünstler mit dem fröhlichen Blick singt seine sehr persönliche Version des Klassikers "Streets of London".
Videos: Präsentation | Auftritt

Robert Maaser (20) sieht nicht nur aus wie ein durchtrainierter Sportstudent, er ist es auch, an der Uni in Leverkusen. Als Tänzer in einem enganliegenden Zebrakostüm und schwarz-weiß geschminkten Gesicht bewegt er sich akrobatisch mit einer Art "Rhönrad für Arme", das nur aus einem Reifen ohne Zwischengestänge besteht. Eine anmutige Vorstellung, die überzeugte.
Videos: Präsentation | Auftritt



#1 SauerländerAnonym
#2 herve64Profil
  • 21.11.2010, 11:23hMünchen
  • Eine Hitliste von Selbstdarstellern, die die Welt nicht braucht. Genauso wenig übrigens wie die Juroren dieser Show.
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#3 bananasEhemaliges Profil
#4 kokAnonym
#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
#6 FoXXXynessEhemaliges Profil
#7 SauerländerAnonym
  • 21.11.2010, 13:53h
  • Antwort auf #3 von bananas
  • Ah ok
    Ging aus dem Text nicht hervor. Bei " Schwulem Puffbetreiber" denkt man eher an was homosexuelles.

    @kok: Jep, sind ja auch alles noch recht junge Männer.

    @Foxxxyness: Danke für die Links, nur wie soll ich eine Zeitreise ins 18.Jahrhundert bewerkstelligen?

    Aber normale schwule Kneipen gibts hier schon, sicher auch Stricher und Callboys, nur anscheinend kein Schwulenpuff
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#8 eMANcipation*Anonym
  • 21.11.2010, 14:01h
  • "begann er seine Nacktmalerei, und setzte Arsch und Schwanz als Malinstrumente ein. Das Kunstwerk selbst war Schrott, die Dödelmaltechnik jedoch so schrill, dass es grünes Licht von einer eigentlich eher angewiderten Jury gab"

    Schon klar, wehe es steht ein einziges Mal männliche Nacktheit, Körperlichkeit oder gar Geilheit (ganz ohne Aufpasserinnen) im Vordergrund, dann ist die ach so geile heterosexistische Gesellschaft einschließlich sich anbiedernder schwuler Clowns gleich "angewidert"!

    Hätte eine Frau das gemacht, wäre kollektives Anschmachten Pflicht gewesen.
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#9 herve64Profil
  • 21.11.2010, 17:24hMünchen
  • Antwort auf #8 von eMANcipation*
  • Was interessiert mich die Art und Weise seiner Malerei, wenn das Endresultat nichts taugt? Man schaut viel zu sehr auf die Instrumente, mit dem etwas entsteht, aber nicht auf das Wesentliche, sprich: das Ergebnis. Kein Wunder, dass Deutschland in bezug auf kreatives Schaffen vollkommen auf den Hund gekommen ist bei solch billiger und oberflächlicher Betrachtungsweise!

    Und damit wir uns nicht falsch verstehen: ich habe an sich nichts gegen männliche Nacktheit. Im Gegenteil: es wird viel zu wenig getan, damit ein Schwanz in der Öffentlichkeit genauso sichtbar gemacht wird wie weibliche Quarkbeutel, aber bitte dann ganz gezielt auch mit eben diesem Anspruch und nicht mit derartigen Clownerien, die mir dann noch als "künstlerisches Schaffen" verkauft werden soll. Das ist einfach nur noch dumm und billig.
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#10 daVinci6667
  • 22.11.2010, 02:14h
  • Antwort auf #8 von eMANcipation*
  • Oh ja eMancipation, dass mit dem kollektiven Anschmachten von den ach so geilen, schönen Frauenkörpern, geht mir ja sowas auf den Sack!

    Dabei meinen die Heteros das meistens gar nicht ehrlich (hat mir ein Hetero-Freund mal selbst gebeichtet) Alles was nackt und weiblich ist, MUSS einfach kommentiert oder besser gleich mit einer spontanen Versteifung beantwortet werden, ansonsten sie gleich ihre Männlichkeit in Gefahr sehen.

    Aehnlich sehe ich das mit der vom Schwanz "angewiderten" Jury. Bestimmt MUSS da der Hetero-Mann wieder Ekel heucheln und die Hetero-Frau soll ja ihre Schwanz-Gelüste auch nicht zu laut zeigen!

    Daher, mal unabhängig vom künstlerischen Wert des entstandenen Bildes, schade habe ich diesen "Schwanz-Künstler" nicht gesehen. Das wäre ja mal sowas von einer Abwechslung gewesen!
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