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Eine transsexuelle Gefängnisinsassin namens Mercedes hat in Brisbane (Australien) bereits im Dezember 2002 einen Eimer kochendes Wasser über einen Mitgefangenen geschüttet, nachdem er sie nach ihrem Angaben misshandelt hatte. Ein Gericht verurteilte die 29-Jährige - mit bürgerlichem Name Damien Edward Chandler - nun zu zwei Jahren Haft. Sie muss allerdings nicht zurück ins Gefängnis, da sie bereits 320 Tage abgesessen hatte und der Richter die Restzeit zur Bewährung ausgesetzt hat.

Das Kochwasser-Opfer Gregory Catton erlitt bei dem Angriff Verbrennungen im Brustbereich, sowie an Schultern, Armen, Hals und Schenkeln. Die Attacke ereignete sich im Gemeinschaftsraum, als Catton gerade fernsah. Chandler hatte ihn wiederholt beschuldigt, sie zu missbrauchen, was Catton aber stets zurückwies.

Des weiteren hatte Chandler wiederholt beantragt, verlegt zu werden, da sie mehrmals Angriffen wegen ihrer Transsexualität ausgesetzt war. Richter Ian Wylie sagte in seinem Urteil auch ausdrücklich, dass es ein großer Fehler der verantwortlichen Behörden gewesen sei, Chandler in einem Männergefängnis ihre Haftstrafe absitzen zu lassen: "Eine Person wie er sollte nicht der Umgebung eines Männergefängnisses ausgesetzt sein", so Wylie, "und man könnte sagen, dass die Schutzhaft, unter der er stand, am Ende wohl nicht soviel Schutz geboten hat."

Chandler wurde wegen eines Überfalls inhaftiert. Als mildernden Umstand hatte das Gericht damals ihre Drogensucht anerkannt. Das Kochwasser-Opfer Catton, ein ehemaliger Polizist, saß eine dreieinhalbjährige Haftstrafe wegen Korruption und Drogenhandels ab. (dk)

15. Juli 2004, 17:10 Uhr