Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?13209

(Bild: Gilead Sciences)

Das antritretrovirale Medikament Truvada senkt bei HIV-Negativen die Infektionsgefahr um durchschnittlich 44 Prozent.

Das ist das Ergebnis einer internationalen Studie unter Leitung des US-Wissenschaftlers Robert M. Grant, an der 2.499 homosexuelle, HIV-negative Männer zwischen 18 und 67 Jahren teilnahmen. Die Freiwilligen stammen aus Peru, Ecuador, Brasilien, Südafrika, Thailand und den USA. Die Hälfte der Teilnehmer erhielt Truvada, ein mehrere Wirkstoffe kombinierendes antritretrovirales Medikament des US-Herstellers Gilead. Der anderen Hälfte wurde ein Placebo verabreicht. Gleichzeitig erhielten alle Männer Kondome und wurden einmal im Monat mit Safer-Sex-Ratschlägen versorgt.

Nach 14 Monaten stellten die Forscher fest, dass sich insgesamt 100 der Teilnehmer mit dem HI-Virus angesteckt haben. 36 von ihnen hatten Truvada eingenommen, 64 das Placebo. Bei Männern, die die Truvada-Tabletten über mehr als 90 Tage ohne Unterbrechung einnahmen, errechneten die Forscher sogar eine Reduktion des Infektionsrisikos um mehr als 73 Prozent.

"Echter Durchbruch"

"Das ist ein echter Durchbruch", sagte Kevin Fenton, Direktor des staatlichen US-Gesundheitszentrums CDC, am Dienstag gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg. Studienleiter Robert M. Grant erklärte, dass das Kondom weiterhin noch die "erste Verteidigungslinie" sei. Da viele Männer aber Kondome nicht nutzten, müssten andere Präventionsmittel getestet werden. Es müssten noch Möglichkeiten entwickelt werden, den Wirkstoff zielgerichtet einzusetzen, etwa in Gleitmitteln.

Warnung vor zu hohen Erwartungen

Aids-Organisationen und Blogger warnen allerdings vor überhöhten Erwartungen: "Wie werden sich Menschen fühlen, die zwar eine derartige Vorbeugung machen, aber sich dennoch infizieren? Und zwar mit einem Risiko, das zumindest nach bisherigen Studiendaten deutlich über dem von Kondomen oder Viruslast-Methode liegt?", fragt etwa der deutsche Blogger Ondamaris. Er weist auch darauf hin, dass das Ergebnis nur unter Laborbedingungen erreicht wurde. In der echten Welt sei die Therapietreue weit geringer.

Amerikanische Aids-Gruppen warnen zudem vor den hohen Kosten des Medikaments. In den USA zahlt ein Patient für eine Jahresration zwischen 5.000 und 14.000 US-Dollar. Das führe dazu, dass sich nur Wohlhabende den Präventionsschutz leisten könnten: "In der Geschichte der HIV-Epidemie in diesem Land sticht hervor, wie ungleich wir die Menschen behandelt haben. Es wäre schade, wenn dieser aufregende Durchbruch die Ungleichgewichte noch verschärfen würde", erklärte Kyriell Noon vom Aids Project in San Francisco. (dk)



#1 seb1983
#2 sylviafeeProfil
  • 24.11.2010, 12:53hBerlin
  • Es zeigt eben das die Wissenschaft auf einem richtigen Weg ist, aber einen Durchbruch??? In was das sich von hundert "nur noch 56" anstecken???
    Das sind nach meinem Empfinden 56 zuviel und wenn man so leben wollte , das Medikament nehmen und munter unsafer drauflosvögeln, dann könnte man auch einen revolver nehmen, die sechs kammern mit vier scharfen patronen füllen und nach jedem sex einmal abdrücken.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 XDAAnonym
#4 loellieEhemaliges Profil
#5 XDAAnonym
  • 24.11.2010, 13:43h
  • Vielleicht solltest du froh sein, dass Forscher überhaupt ein Medikament entwickeln, vielleicht hilft es dir irgendwann auch mal (in der Zukunft) genau, dass diese Ergebnisse irgendwann getätigt worden sind -- vielleicht hilft das eine Imfpung zu ermöglichen in ferner Zeit ... aber maul mal lieber rum.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 SuperMarioEhemaliges Profil
  • 24.11.2010, 13:51h
  • Welchen Sinn soll das machen?
    Man nimmt als Negativer regelmäßig ein antiretrovirales Medikament ein, so als ob man positiv wäre.
    Ist es nicht gerade einer der Vorteile als Negativer eben ganau auf diese Medikamente mit all ihren schädlichen Nebenwirkungen verzichten zu können?
  • Antworten » | Direktlink »
#7 MIZAnonym
  • 24.11.2010, 14:42h
  • Antwort auf #6 von SuperMario
  • Für bestimmte Personenkreise könnte so eine Prophylaxe von großer Bedeutung werden, etwa für SexarbeiterInnen. Soll ja nicht immer so einfach sein, wenn die ihr Schutzbedürfnis und die Nachfrage der Freier nach kondomlosen Sex unter einen Hut bringen müssen.

    In jedem Fall finde ich so eine Entwicklung zunächst mal gut; die Richtung stimmt doch. Ob und wie das mal praxistauglich sein wird, das wird die Zukunft zeigen.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 carolo
  • 24.11.2010, 15:37h
  • Wer ist sonst noch dafür, hier künftig einen Preis für die schwachsinnigste Meldung des Monats zu verleihen...?

    Carolo
  • Antworten » | Direktlink »
#9 anonymusAnonym
  • 24.11.2010, 15:43h
  • Das was dieser Artikel doch wohl suggerieren soll/will, finde ich keine gute Idee.
    Ich nehm das Truvada jetzt schon sehr lange und diese Tabletten haben Nebenwirkungen in sich die sich gewaschen haben.
    Nein, der beste Weg eine HIV Ansteckung zu vermeiden ist - die Safer Sex Regeln kennen U N D
    praktizieren, sowie seinen Verstand eingeschaltet lassen - und Verantwortung für sich und den (Sex)partner übernehmen
  • Antworten » | Direktlink »
#10 SchrottboykottAnonym
  • 24.11.2010, 15:43h
  • Antwort auf #8 von carolo
  • Ich würd den Preis ausweiten, auf schwachsinnige Kommentare. Dann würdest du auf jeden Fall einen grossen Pokal kriegen für Dein Troll-Posting.

    Aber hauptsache mal was gesagt, nich wahr ?

  • Antworten » | Direktlink »