Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?13211

Die erste der vier Fragen des Apps (Bild: Apple)

Apple warnte vor kurzem noch davor, dass es schwule Programme für das iPhone ablehnen könne - mit homofeindliche Apps hat der US-Konzern aber offenbar kein Problem.

Homo-Aktivisten in den USA schlagen Alarm: Apple hat eine Application (App) für das iPhone zugelassen, das auf der "Manhattan Declaration" basiert, einer Erklärung evangelikaler und katholischer Christen. Sie wurde vor einem Jahr formuliert und bereits von einer halben Million Menschen unterzeichnet. Ziel der religiösen Aktivisten ist es, für eine Ausweitung der Religionsfreiheit für Christen einzutreten und gegen Abtreibung und Homosexualität zu kämpfen.

Die App selbst ist relativ klein: Es stellt den Benutzern vier Fragen über Abtreibung und die Homo-Ehe. Wenn diese Fragen nicht im Sinne der Programmierer beantwortet werden, erklärt das App die Antworten als "falsch". Über einen Link wird dann die "Manhattan Declaration" angezeigt, in der Schwule und Lesben als "unmoralisch" beschrieben werden. Christen seien dagegen die "Erben einer 2.000 Jahre alten Tradition, das Wort Gottes zu verkünden".

Apple: Homophobie ab vier Jahren freigegeben


Das iPhone wurde 2007 unter großem Medienrummel auf den Markt gebracht. (Bild: William Hook / flickr / by-sa 2.0)

Apple hat das Programm für das iPhone genehmigt und ab vier Jahren freigegeben. Laut der Website des Unternehmens enthält das App "keinerlei zu beanstandende Inhalte".

Homo-Aktivisten kritisieren Apple scharf für die Zulassung: So wird auf Change.org dazu aufgerufen, sich bei dem Computerkonzern zu beschweren: "Das Manhanttan-Declaration-App soll Menschen auf eine Website locken, die mit hasserfüllten und diskriminierender Texten gefüllt ist. Ich hoffe, dass der iTunes-Store nicht dafür werben will", heißt es in einem vorgefertigten Brief an Apple.

Besonders verärgert Homo-Aktivisten, dass Apple zwar ein solch homofeindlichen Programm zulässt, schwul-lesbische Apps aber oft verbietet. Erst vor wenigen Wochen warnte Apple Entwickler, dass alleine die Benutzung des Wortes "Gay" zur Ablehnung führen könne (queer.de berichtete). Bereits zuvor hatte Apple mehrere schwule Apps auf seiner Plattform nicht zugelassen (queer.de berichtete). (dk)

Youtube | Demonstration des Apps (auf Englisch)


Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 stephan88Anonym
#2 TimonAnonym
  • 24.11.2010, 18:14h

  • Komisch, sobald nur schon das Wort gay vorkommt wird gleich zensiert. Aber Homohass wird sogar schon ab 4 Jahren freigegeben. APPLE ist zum kotzen!!!
  • Antworten » | Direktlink »
#3 alexander
#4 beatAnonym
  • 24.11.2010, 19:14h
  • Für mich ist schon länger klar das das iphone 4 mein letztes iphone war - und ich stelle fest das viele inzwischen so denken
    ein gutes Produkt wird durch kleinliches denken kapput gemacht
  • Antworten » | Direktlink »
#5 xeveron
  • 24.11.2010, 19:17h
  • Ziel der religiösen Aktivisten ist es, für eine Ausweitung der Religionsfreiheit für Christen einzutreten. Ja nun, entweder man tritt für ReligionsFREIHEIT ein, was dann aber bedeuten würde das jeder glauben darf was er will, oder man tritt für das Christentum ein. Religionsfreiheit nur für Christen nennt man anders, nämlich Diskriminierung.

    Aber das mit der Religionsfreiheit ist so eine Sache. Jeder beansprucht sie für sich selbst, ist aber nicht bereit sie irgendeinem anderen auch zu gewähren. Oder warum darf ich als Atheist auf Grund einer religiösen Ansicht keinen Mann heiraten?
  • Antworten » | Direktlink »
#6 loellieEhemaliges Profil
  • 24.11.2010, 19:47h
  • Ich geh davon aus das Jobs seiner schweren Krankheit wegen komplett durchgeknallt ist. Nahtodeserfahrung oder was und Wiedergeboren. Anders kann ich mir die systematische Homophobie die Apple seit geraumer Zeit fährt nicht erklären. Da verkommt der Scheck zu Prop8 zu einer fürchterlich ekeligen Marketingnummer.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 XDAAnonym
  • 24.11.2010, 19:53h
  • Kauft lieber ein anderes Telefon als das iphone. Das Samsung Galaxy i9000 ist super ...

    iphone fand ich schon immer doof.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 FoXXXynessEhemaliges Profil
#9 seb1983
  • 24.11.2010, 21:25h
  • Die Apple Jünger wirds wie üblich nicht stören. Immerhin das perfekte schwule Produkt: Durchgestylt bis zum Ende bei eigentlich biderem Inhalt, total überteuert und keiner brauchts.

    Darf man queer.de wenigstens noch auf Iphone und Ibook öffnen oder blockt Safari da schon?? Na das nächste Update kommt bestimmt und dann bleibt die Apple Welt so rein wie Jobs sich das wünscht

    Wie hat er selbst so schön gesagt: wer Sex will soll halt android kaufen
  • Antworten » | Direktlink »
#10 RalfAnonym
  • 24.11.2010, 22:46h
  • Es geht wie immer nicht um Religionsfreiheit, sondern um Religionsprivilegien: das Privileg, anderer Menschen Würde und Rechte mit Füßen zu treten; das Privileg, die eigenen, aus altorientalischer Belletristik geschöpften Wahnvorstellungen Staat und Gesellschaft als allgemeinverbindliche Rechtsquellen vorzuschreiben; das Privileg, ungehindert Hass verbreiten zu dürfen.
  • Antworten » | Direktlink »