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Almdudler-Chef beim "Pink Wave"-Festival 2008 in Pörtschach (Bild: Fotostudio Horst/pinklake.at)

Thomas Klein ist verheiratet, hat drei Kinder und steht an der Spitze von Österreichs Kultbrause-Unternehmen. In seiner Autobiografie "Zwischen Schein und Sein" outet er sich nun erstmals offiziell als homosexuell.

Von Carsten Weidemann

Beim ersten "Pink Lake"-Festival vor zwei Jahren in Pörtschach am Wörthersee (das damals noch "Pink Wave" hieß) hörte er gar nicht mehr auf zu tanzen, in seinem langen Lodenmantel und mitten auf einem Brunnen im schönen Garten der Villa Wörth. "Des is normal, des is der Almdudler-Thomas", klärten die Kärntner die staunenden deutschen Besucher der schwul-lesbischen Trachtenparty auf.

Keine Frage: Er ist eine der schillerndsten Unternehmerpersönlichkeiten Österreichs. Thomas Klein steht in dritter Generation an der Spitze der Traditionsmarke Almdudler, wird von vielen beneidet, von den aufregendsten Frauen begehrt - und ist trotzdem nicht glücklich. Schon mit 20 muss Klein, Jahrgang 1963, nach dem Suizid seines Vaters als geschäftsführender Gesellschafter die Marke Almdudler übernehmen, modernisieren und harte Entscheidungen treffen, um sie aus den roten Zahlen zu führen.

Privat hofft er, trotz seiner sexuellen Identitätsprobleme den richtigen Weg als Ehemann und Vater eingeschlagen zu haben. Doch seine jahrelange Zerrissenheit führt zu schweren Depressionen, die sein Leben immer stärker dominieren. Der Erfinder des legendären Werbespruchs "Wenn die kann Almdudler hab'n, geh' i wieder ham" verzweifelt immer mehr an seinem Leben, verlässt tagelang nicht sein Bett, liegt nächtelang wach und denkt nicht nur einmal daran, dem allen ein Ende zu setzen.


Das Buch enthällt einen 40-seitigen Ratgeber für Leser, die unter Depressionen leiden

Zum hundertjährigen Jubiläum der Firma A. & S. Klein erzählt Thomas Klein erstmals die Geschichte seines Lebens. Sein Buch "Zwischen Schein und Sein" ist eine mutige Geschichte zwischen Hoffnung und Verzweiflung, Euphorie und Depression. Offen und schonungslos schildert der Ehemann und Vazter dreier Kinder, wie er am Suizid seines Vaters zu zerbrechen drohte, wie sein langwieriges Coming-out zur schmerzhaften Auseinandersetzung mit der Wahrheit wurde, wie er aus einer ins Schlingern geratenen Traditionsmarke wieder ein hippes, erfolgreiches Unternehmen machte und schließlich seine schweren Depressionen überwand.

Thomas Kleins Homosexualität war in Österreich seit langem ein offenes Geheimnis, seine Firma sponserte zuletzt auch Community-Events wie das Pink-Lake-Festival am Wörthersee. Dennoch lehnte der schrille Almdudler-Boss Interviewanfragen - auch von queer.de - zu seiner sexuellen Orientierung immer wieder ab. Jetzt wissen wir warum: Weil er auch mit seinem Coming-out seinen eigenen großen Auftritt haben wollte...

Thomas Klein: Zwischen Schein und Sein, ca. 300 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, durchgehend vierfarbig, Prima Vista Verlag, Wien 2010, 22,95 €

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#1 carolo
#2 gatopardo
  • 28.11.2010, 15:02h
  • Einiges hat sich immerhin geändert. Während wir als "innerlich emanzipierte" Schwule früher die Neigungen von Prominenten stets frühzeitig bemerkt hatten, so sind sie selber oft daran verzweifelt oder haben dieses "schreckliche Geheimnis" mit ins Grab genommen. Interessant wäre es allerdings zu erfahren, wie sich dieser Thomas Klein, den wir 2008 am Wörthersee erleben konnten, vor Ehefrau und Kindern offenbart hat oder wie diese es aufgenommen haben. Man hört da doch immer wieder von schweren familiären Konflikten.
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 28.11.2010, 15:37h
  • Wieder eine Schrankschwester, die endlich einmal den Ausgang gefunden hat. Trotzdem muß es nicht noch als Buch veröffentlicht werden. Immerhin ist er keine prominente Persönlichkeit und das Gesöff wird sowieso nur heimlich konsumiert.

    Mir tun nur die Frau und die Kinder leid, die davon nix wußten. Da ist aber eine Entschuldigung fällig!
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#4 babbischAnonym
#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
#6 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 28.11.2010, 16:00h
  • Antwort auf #4 von babbisch
  • Was ist denn eine Scheibe Sissi? Sissies gab es doch nur in den Hollywoodfilmen aus der Zeit, bevor es den unsäglichen Hays-Code gab. Mit Sissies wurden schwule Rollen (mit dem Hang zur Übertreibung) genannt.

    Und überhaupt: Almdudler ist für mich ein anderes Wort für Oralsex.
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#7 PloedeQAnonym
#8 alexander
  • 28.11.2010, 17:40h
  • wenn es ihm jetzt besser geht, ok !
    hat er doch jahrelang zeit gehabt, über seine schwulen ambitionen nachzudenken ?
    drei kinder wollen gemacht sein, auch in einer langen ehe ! allerdings ist mir das buberl ein wenig zu extrovertiert und wer sich seine bilder anschaut, kann sich den rest denken.
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#9 s palin t partyAnonym
#10 die palinAnonym