Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?13243

Seit 2007 hat Apple weltweit über 50 Millionen iPhones verkauft. (Bild: Andy on Flickr / flickr / by-nd 2.0)

Der Konzern Apple hat nach Protesten von Homo-Aktivisten ein schwulenfeindliches Programm aus seinem "App Store" entfernt.

Die iPhone-App der "Manhattan Declaration" bezichtigt Schwule und Lesben, "unmoralisch" zu leben und setzt die Gleichbehandlung von gleichgeschlechtlichen Paaren mit der Legalisierung von Inzest gleich (queer.de berichtete). Homo-Aktivisten waren empört, weil der kalifornische Konzern zuvor die Benutzung von einigen homofreundlichen Apps verboten hatte. Erst vor wenigen Wochen hatte Apple Entwickler gewarnt, dass alleine die Benutzung des Wortes "Gay" zur Ablehnung führen könne (queer.de berichtete). Mit dem App der "Manhattan Declaration" hatte Apple jedoch zunächst keine Probleme. Der Computerriese gab dem Miniprogramm sogar eine Altersfreigabe ab vier Jahren und bescheinigte "keinerlei zu beanstandende Inhalte".

Nun hat der Konzern die App kommentarlos entfernt. Auf Medienanfragen zum Thema hat Apple nicht reagiert.

Apple-Marktmacht: Beliebige Zensur?


Nicht mehr im App Store zu finden: Die beanstandete "Manhattan Declaration".

Kritiker warnen bereits davor, dass der Computerkonzern mit seiner Marktmacht nach Belieben Informationen manipulieren kann und unliebsame Inhalte - etwa gegen Minderheiten - schlicht löschen könnte. Apple kann bislang wahllos die Inhalte kontrollieren, da es noch keine Aufsichtsbehörde gibt. Anfang des Jahres gab es auch in den Medien Beschwerden, weil Apple unter anderem ein App der "Bild"-Zeitung ablehnte, da dort zum Teil unbekleidete Frauen zu sehen waren. Beobachter bemängelten, dass der Konzern versucht, die strikten US-Moralvorstellungen auch in Europa durchzusetzen.

Bislang galt Apple als äußerst homofreundliches Unternehmen. So spendete der Computergigant vor zwei Jahren 100.000 US-Dollar an die Befürworter der Homo-Ehe (queer.de berichtete). Die Firma argumentierte damals, dass sie das Recht auf Ehe als Bürgerrecht ansehe, das jedem Menschen zustehe. (dk)



#1 Sebi-ACAnonym
  • 29.11.2010, 15:45h
  • Es ist ein Armutszeugnis für Apple, dass man zwar jegliche Inhalte und Apps mit einem Bezug zu Homosexualität oder auch nur dem Wort gay schon vor der Veröffentlichung verbietet, dass aber homophobe Inhalte erst dann verboten wird, wenn der Imageschaden groß genug wird, dass es um den Gewinn geht...
  • Antworten » | Direktlink »
#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 29.11.2010, 19:40h
  • Glückwunsch an die Aktivisten, daß sie Apple dazu gezwungen haben, dieses Schundapp zu entfernen. Es lohnt sich also doch, gegen eine Firma von Welt vorzugehen!
  • Antworten » | Direktlink »
#3 bjoernAnonym
  • 29.11.2010, 19:59h
  • ich frag mich gerade nur wie TitanMen es dann geschafft hat das gesammte porno video on demand programm ipad und iphone kompartiebel zu machen....
  • Antworten » | Direktlink »
#4 jardindelanuit
  • 29.11.2010, 20:09h
  • Nicht nur technische Unannehmlichkeiten haben mich dazu bewogen, mir nie mehr einen Apple (oder sonstiges von dieser Firma) anzuschaffen. Es ist wirklich vor allem diese sexualfeindliche Firmenpolitik! Leute, die die Welt von Pornographie "befreien" wollen (und auch sonst eine solche Zensurschiene fahren), werde ich sicher nicht weiter unterstützen. Das fällt zwar einzeln überhaupt nicht ins Gewicht, aber wenn mehr ihren Unmut äußern würden, könnte sich vielleicht was ändern. Und selbst wenn nicht, so hab ich wenigstens nicht den Reichtum derer finanziert, die ich ablehne.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 FoXXXynessEhemaliges Profil