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Auch Infektionen, Tropenaufenthalte oder ein mindestens sechsmonatiger Besuch des BSE-Landes Großbritannien in den 80er und 90er Jahren kann zum Ausschluss vom Blutspenden führen. (Bild: Latente / flickr / by-sa 2.0)

Die Bundesregierung hat erklärt, dass Schwule in Deutschland nicht mehr generell von Blutspenden ausgeschlossen seien - in der Realität wird das Verbot jedoch noch angewendet.

Die Richtlinien der Bundesärztekammer seien im Juli neu gefasst worden und erwähnten das Merkmal Homosexualität nicht mehr, so die Antwort der Regierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion. Es würden nun vielmehr Personen ausgeschlossen, "deren Sexualverhalten ein gegenüber der Allgemeinbevölkerung deutlich erhöhtes Übertragungsrisiko für durch Blut übertragbare schwere Infektionskrankheiten ... birgt". Dennoch könnten Männer, die Sex mit Männern haben (MSM), anders als andere Gruppen behandelt werden, da sie im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung "ein höheres Infektionsrisiko" aufweisen. Das sei deutlich bei den Zahlen der HIV-Neudiagnosen - hier sind MSM weit überproportional vertreten.

Zwar wird das Blut der Spender stets auf sexuell übertragbare Krankheiten getestet. Weil in den ersten Tagen nach einer HIV-Infektion selbst modernste Bluttests die Viren nicht nachweisen können, werden Schwule als Risikogruppe bis dato generell ausgeschlossen.

Neuer Fragebogen soll echtes Risiko herausfinden

In der Antwort der Bundesregierung heißt es weiter, dass eine Expertengruppe am Robert-Koch-Institut derzeit neue Fragebögen erarbeite, mit der das Risiko minimiert werden kann. Sie sollen eine noch gezieltere Erfassung des sexuellen Risikoverhaltens ermöglichen. Nach einer Probephase sollen diese Fragebögen in ganz Deutschland eingesetzt werden. Derzeit werde der Wortlaut der Fragebögen für potenzielle Blutspender nicht in den Richtlinien vorgegeben, sondern von den privatrechtlich organisierten Blutspendediensten formuliert.

Die Deutsche Aids-Hilfe fordert schon länger ein Ende des generellen Schwulenverbots: "Das erhöhte Infektionsrisiko ist zwar statistisch gegeben, trifft aber nicht auf jeden Schwulen und Bisexuellen zu - und wenn, dann auch nicht in allen Lebensabschnitten", erläutert DAH-Medizinreferent Armin Schafberger. "Außerdem haben auch viele Heterosexuelle zumindest zeitweise höhere Infektionsrisiken". Es sei jedoch schwierig, mit möglichst einfachen Fragen das Infektionsrisiko zu erfassen. "Und das bei über vier Millionen Blutspenden im Jahr und in einer Situation, die nicht geeignet ist für eine ausführliche Beratung zur Sexualität und für Rückfragen bei Unklarheiten", so Schafberger. (dk)



#1 FranziAnonym
#2 alexander
  • 02.12.2010, 11:49h
  • ich habe es schon immer geahnt, schwules blut macht schwul !
    ich sollte doch mal die klinik verklagen in der ich meine letzte transfusion bekam, ich belle jetzt häufiger und komme an keiner hundedame mehr vorbei ?
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#3 stromboliProfil
#4 FranziAnonym
#5 alexander
#6 alexander
#7 belloAnonym
#8 FranziAnonym
#9 stromboliProfil
#10 Diz!Anonym
  • 02.12.2010, 12:42h
  • Zitat:
    "Weil in den ersten Tagen nach einer HIV-Infektion selbst modernste Bluttests die Viren nicht nachweisen können, werden Schwule als Risikogruppe bis dato generell ausgeschlossen."

    Aha. Das gilt also nur für Schwule. Eine HIV-Infektion kan bei heterosexuelen Menschen natürlich bereits nach 30 Sekunden nachgewiesen werden. Nee, is klar.
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