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Plakat bei einer Demonstration für die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben: "Lass uns das nächste Mal über deine Ehe abstimmen" (Bild: mind on fire / flickr / by-sa 2.0)

Der US-Bundesstaat Illinois hat die Einführung von eingetragenen Partnerschaften beschlossen.

Der Senat hat den "Civil Unions" mit 32 gegen 24 Stimmen zugestimmt. Zuvor hatte bereits das Repräsentantenhaus für den Entwurf votiert. Der demokratische Gouverneur des 13 Millionen Einwohner zählenden Staates hat angekündigt, das Gesetz zu unterschreiben. Es könnte dann am 1. Juli 2011 in Kraft treten. Das Gesetz beinhaltet praktisch alle Rechte und Pflichten der Ehe auf der Ebene des Bundesstaates.

Damit würden 15 der 50 US-Bundesstaaten Homo-Partnerschaften anerkennen. 10 Staaten bieten ihren eingetragene Partnerschaften, in fünf Staaten dürfen Schwule und Lesben heiraten - ebenso in der Hauptstadt Washington und dem Reservat der Coquille-Indianer im südlichen Oregon. Die Homo-Partnerschaften werden im Bundesrecht wegen des umstrittenen "Gesetzes zur Verteidigung der Ehe" allerdings nicht anerkannt. Dieses Gesetz ist allerdings von einem Bundesgericht für verfassungswidrig erklärt worden (queer.de berichtete). Bis zu einer endgültigen Entscheidung des Obersten Gerichtshofs wird das Gesetz aber voraussichtlich noch in Kraft bleiben.

Youtube | WGN berichtet über die Abstimmung im Parlament

"Separate but equal"

Homo-Aktivisten begrüßten die Entscheidung, sehen sie aber nur als ersten Schritt auf dem Weg zur Eheöffnung: "Das Ziel ist natürlich, diese 'Separate but equal'-Regelung zu beenden", erklärte Jacob Meister von der Civil Rights Agenda. "Separate but equal" (getrennt, aber gleich) ist der juristische Grundsatz, der von 1896 bis 1954 die Rassentrennung in den USA legitimierte.

Religiöse Aktivisten bedauerten dagegen die Einführung von Civil Unions. So erklärte die katholische Bischofskonferenz von Illinois: "Die Ehe ist nicht nur eine Beziehung zwischen Menschen. Die Ehe wurde von unserem Schöpfer in Harmonie mit der Natur von Man und Frau errichtet", so die katholischen Bischöfe. Rechte für Homo-Paare bedeuteten einen "schweren Konflikt mit der Religionsfreiheit". (dk)



#1 gvmucProfil
  • 03.12.2010, 15:39hMünchen
  • Was haben bitte schön Bürgerrechte mit Religionsfreiheit zu tun? Welches denekn liegt da zu Grunde?
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#2 MarekAnonym
#3 Timm JohannesAnonym
  • 03.12.2010, 16:03h
  • Eine gute Meldung aus den USA: dann also ab 1. Juli 2011 auch in Chicago.

    Nach erneutem Nachzählen sind es glaube ich sogar 16 Bundesstaaten in den USA, die entweder eine gleichgeschlechtliche Ehe oder eine Eingetragene Partnerschaft haben: Nevada fehlte in meiner Auflistung, wo Lebenspartnerschaften bereits erlaubt sind (Hawaii, Washington, Oregon, Kalifornien, Nevada, Colorado, Wisconsin, Maine, New Jersey, Maryland und Illinois). Ehen sind in fünf Bundestaaten New Hampshire, Vermont, Connecticut, Massachusetts und Iowa sowie in der Hauptstadt Washington D.C. erlaubt.

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    Als nächste US-Bundesstaaten könnten New York, Rhode Island oder Delaware folgen, wo Lebenspartnerschaften 2011/2012 politische Chancen auf Mehrheiten haben. Gerade im Bundessstaat New York wird darum derzeit heftig gerungen, da dort die Community in New York City drauf drängt.
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#4 AmiInBerlinProfil
  • 03.12.2010, 19:00hBerlin
  • Here I am, writing in English again -- but I can understand everything in this German report.
    I'm so proud of my home state!
    Like Iowa, it is not a terribly liberal state, but the people in the Midwest do have some decent values. (And, in Illinois, it doesn't hurt to have Chicago as a strong political force. "Downstate", as anywhere outside of the Chicago area is known, is heavily Republican/conservative.)
    WGN TV chose an interesting location for their report: "Adams & Halsted" -- a neighborhood on the north side of Chicago officially known as "Boys' Town" (the light behind the reporter was rainbow-colored).
    I'm saddened to see that their only religious reporting came from the Roman Catholic/conservative sector.
    The Evangelical Lutheran Church in America (ELCA), the largest Lutheran church in the US and one of the largest in the world, headquartered in Chicago, is one of the churches that is "open": non-celibate homosexual person may serve as clergy if they are in a committed relationship. (I am one of the pastors who was forced to resign/kicked out before this decision was adopted in August 2009.) I wonder if, now that the option is open to them, partnered gay pastors in the 3 "synods" in Illinois (as the church regions in the ELCA are called) will need to enter a civil union. Frankly, I think they should, for various reasons.
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#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
#6 Timm JohannesAnonym