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Zwei Frauen diskutieren auf einer Parkbank in Doha, der Hauptstadt Katars. Geht´s um Fußball? (Bild: Rainer Ebert / flickr / by-sa 2.0)

Unter schwulen Sportlern regt sich Unmut über die Vergabe der Fußball-WM 2022 an das homofeindliche Land Katar.

Nun hat das Gay Football Supporter's Network beschlossen, zum Boykott dieser WM aufzurufen. Das GFSN vertritt schwul-lesbische Fans und Amateure in Großbritannien. Es veranstaltet jährlich einen nationalen Wettkampf zwischen den schwul-lesbischen Teams.

GFSN-Sprecher Ed Connell erklärte, dass Millionen homosexueller Fans in Katar wegen ihrer sexuellen Orientierung verhaftet werden könnten. Auf Homosexualität stehen in dem arabischen Land fünf Jahre Haft. Er sieht generell einen homophoben Trend im Weltfußball: "Die FIFA hat erst vor kurzem die homophoben Ausbrüche des kroatischen Managers nicht verurteilt und nun die Entscheidung für Katar. Es muss noch viel getan werden im Fußball." Vlatko Marković, der Chef des kroatischen Fußballbundes, hatte Anfang November ein Schwulenverbot in der Nationalmannschaft ausgesprochen (queer.de berichtete). Nach Kritik hat sich Marković für seine Aussage entschuldigt.

Auch Entscheidung für Russland problematisch


Peter Tatchell ist der bekannteste Homo-Aktivist Großbritanniens und Politiker der englischen Grünen. (Bild: BinaryApe / flickr / by 2.0)

Andere Homo-Aktivisten haben sowohl die Entscheidung für Katar als auch die für Moskau 2018 kritisiert. "Beide Länder haben einen sehr schlechte Menschenrechtsbilanz", sagte der britische Aktivist Peter Tatchell. "Sie diskriminieren nicht nur Schwule und Lesben, sondern auch Frauen und schränken die Versammlungs- und Pressefreiheit ein". Der Sport sollte nie den Vorrang vor Menschenrechten haben, so Tatchell.

Zunächst findet im kommenden Jahr jedoch die Frauen-Weltmeisterschaft in Deutschland statt. Im Vorfeld hat sich die deutsche Nationaltorhüterin als bisexuell geoutet (queer.de berichtete). Ihre Stellvertreterin hat sich bereits im vergangenen Jahr mit ihrer Freundin verpartnert. Bei den Männern lässt ein Coming-out jedoch immer noch auf sich warten. (dk)



Schwule Fußballfans verurteilen WM-Vergabe an Katar

Beim 8. internationalen Treffen des Netzwerkes der schwul- lesbischen Fußballfanclubs (QFF) wurde eine Resolution gegen die Vergabe der WM 2022 an Katar beschlossen.

17 Kommentare

#1 Timm JohannesAnonym
  • 07.12.2010, 17:11h
  • Also was Russland angeht...ja die Lage dort ist schwierig: egal ob Homopolitik, Pressefreiheit, Korruption, Alpha-Rüde Putin, usw.
    Gleichwohl dort sind homosexuelle Handlungen legal und mit viel Mühe und Not fanden bereits die ersten LGBT Demonstrationen dort statt. Die Entscheidung für Russland durch die FIFA geht meines Erachtens in Ordnung, denn noch nie haben in Osteuropa die Fussballweltmeisterschaften stattgefunden und wir sollten "sowieso" auf Russland ein Stück weit zugehen.

    ---

    Was Katar angeht: das sehe ich allerdings auch so. Dort bestehen Strafgesetze und jedes homosexuelle Paar muss mit Verhaftungen rechnen. Es ist nicht in Ordnung, dass solche Grossveranstaltungen von dieser internationalen Dimension in solchen extrem homophoben Ländern stattfinden, wo es staatliche Strafgesetze gibt.

    Mein Fazit: Russland okay, Katar nein.

    Besser wäre es gewesen, wenn statt Katar Australien ausgewählt würde. Denn auch in Australien/Neuseeland haben noch nie Weltmeisterschaften im Männerfussball stattgefunden.
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#2 TimonAnonym
  • 07.12.2010, 17:28h
  • Dass es bei solchen Sportveranstaltungen schon lange nicht mehr um Sport und sportliche Grundprinzipien geht, sondern nur noch um das Big Business, ist ja schon lange klar.

    Aber die Entscheidung für ein Land, wo viele Fans und Spieler am besten nicht hin sollten, weil ihnen dort Verhaftung, lange Haft, Folter oder gar Ermordung droht, ist der Höhepunkt der Entwicklung.

    Da es denen nur noch so sehr um wirtschaftliche Interessen geht, sollten wir sie genau da anpacken, wo es ihnen am meisten weh tut: genau beim Geld! Das ist eine Sprache, die auch der größte Faschist versteht...
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#3 GeertAnonym
  • 07.12.2010, 19:02h
  • Millionen homosexueller Fans bei der Weltmeisterschaft????

    Man sollte bei der Wahrheit bleiben, wenn man ernst genommen werden möchte!
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#4 seb1983
  • 07.12.2010, 21:33h
  • Antwort auf #3 von Geert
  • Nur weil es nicht zum "gay lifestyle" passt heißt das nicht dass sich schwule Männer nicht für Fußball interessieren.

    Traurig wenn Schwule Vorurteile gegen sie schon so verinnerlicht haben und sich brav in ihre Rolle fügen.
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#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 07.12.2010, 22:07h
  • Bei der Vergabe der Fußball-WM nach Qatar 2022 hatten die FIFA-Granden die Dollarzeichen in den Augen! Herr Blatter und Konsorten sollten endlich das Feld für fähigere Köpfe räumen!
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#6 smallAnonym
  • 07.12.2010, 22:23h
  • Es gibt sie, die schwulen Fans! Meistens dezent im Hintergrund, aber es gibt sie!

    Aber neben der hier angesprochen Problematik gibt es mittlerweile Hunderttausende weiblicher Fans, die bei 45 Grad gerne mit äußerst knappen Oberteilen und bemalten Titten in den Städten des Gastgeberlandes feiern.
    Na dann, gehen wir es an, ich freu mich drauf.... *g*

    Abgesehen von der hier angesprochenen Problematik, ist das ganze sowieso das korrupteste, was die Fußballwelt je gesehen hat und das mit einer Arroganz der FIFA, die ihres gleichen sucht.
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#7 ellosAnonym
#8 De_Gelderlander
  • 08.12.2010, 06:03h
  • Hm, Fussball trifft nicht unbedingt meinen Geschmack, aber das jetzt jeder wegen der Bestechlichkeit einiger weniger FIFA-Mitarbeiter von einer "gekauften" WM in Katar spricht halte ich für extrem übertrieben.

    P.S.: Katar hat sich bei HochTief eingekauft...

    www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,733018,00.html

    ...nicht das jetzt irgendwer wieder von einer "drohenden Islamisierung" schwadroniert....
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#9 danielcoAnonym
  • 08.12.2010, 09:13h
  • Zur menschenrechtlichen Situation von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender weltweit
    1. In welchen Ländern sind nach Kenntnis der Bundesregierung einver- nehmliche homosexuelle Handlungen zwischen erwachsenen Personen strafrechtlich verboten?
    Nach Kenntnis der Bundesregierung sind einvernehmliche homosexuelle Hand- lungen unter Erwachsenen in folgenden Ländern verboten: Afghanistan, Alge- rien, Antigua und Barbuda, Ägypten, Äthiopien, Bahamas, Bahrain, Bang- ladesch, Barbados, Bhutan, Botswana, Brunei Darussalam, Burkina Faso, Demokratische Republik Kongo, Dominica, Eritrea, Fidschi, Gabun, Gambia, Ghana, Grenada, Guinea, Guyana, Indien, Irak, Iran, Jamaika, Jemen, Kamerun,
    K A T A R,
    Kenia, Kiribati, Kuwait, Lesotho, Libanon, Libyen, Malawi, Malaysia, Malediven, Marokko, Mauretanien, Mauritius, Myanmar, Namibia, Nauru, Nepal, Nicaragua, Niger, Nigeria, Oman, Pakistan, Palästina, Panama, Papua- Neuguinea, Salomonen, Sambia, Samoa, St. Kitts und Nevis, St. Lucia, St. Vin- cent
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#10 JimAnonym
  • 08.12.2010, 13:47h
  • Antwort auf #6 von small
  • Ich freue mich nicht darauf das alle Kulturen "verwestlicht" werden sollen. Zwischen totaler Verschleierung und knappsten Frauenklamotten liegen noch viele Graustufen.
    Hier in Europa tragen Frauen äußert knappe Oberteile. Das nicht nur bei Feiern sondern generell gehört es zur Weiblichkeit angeblich dazu sich möglichst figurbetont und knapp zu kleiden. Hingegen tragen die Jungs hier in Deutschland auf den Straßen, wenn nicht gerade Feste, Paraden oder ähnliches stattfinden, selbst im Sommer T-Shirts und weite Hosen, also zeigen viel weniger Haut als Frauen.
    Sicher ist es richtig sich für die Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern in anderen Kulturkreisen einzusetzen. Man sollte aber nicht vergessen das wir in Deutschland auch noch meilenweit davon entfernt sind Frauen und Männer als gleichwertig sexuelle Wesen wahrzunehmen und nicht die Frau als reines Objekt und den Mann als weniger begehrenswertes Subjekt.
    Gerade als Schwuler verstehe ich deshalb nicht wiso dir als Schwulen diese Einseitigkeit der westlichen Gesellschaft nicht auffällt.
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