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Derrick Burts alias Derek Chambers

Ein amerikanischer Pornodarsteller, der sich mutmaßlich bei einem Filmshooting mit HIV infiziert hat, fordert nun, Barebackfilme zu verbieten.

Derrick Burts, der in Heterofilmen unter dem Künstlernamen Cameron Reid und in Schwulenfilmen als Derek Chambers Bekanntheit erlangte, wurde erst vor zwei Monaten positiv getestet. Er trete nun an die Öffentlichkeit, um weiteren Darstellern das Schicksal einer HIV-Infektion zu ersparen. Auf einer Pressekonferenz in Los Angeles sagte er am Mittwoch, dass insbesondere in der Hetero-Pornobranche keine Kondome verwendet würden. In der schwulen Filmindustrie würde zwar meist geschützter Verkehr stattfinden, die Darsteller würden aber nur unzureichend auf sexuell übertragbare Krankheiten getestet.

Der 24-Jährige beschreibt gegenüber der "Los Angeles Times", wie er von seiner Infektion erfahren hat: So habe er am 9. Oktober einen Anruf der Adult Industry Medical Healthcare Foundation erhalten, die vor einem Hetero-Pornodreh Darsteller in Kalifornien untersucht. In der Klinik mussten daraufhin alle Kolleginnen und Kollegen untersucht werden, mit denen Burts gearbeitet hat. Auch seine Freundin musste einen HIV-Test machen lassen. Alle Ergebnisse waren negativ.

Die Klinik habe ihn mit seiner Infektion alleine gelassen, beklagt Burts. Man wüsste dort, dass er sich bei einem "uns bekannten Positiven" angesteckt habe. Wegen der ärztlichen Schweigepflicht könne man ihm aber weder den Namen noch des Geschlecht des Darstellers sagen, so Burts. Er selbst glaubt, dass er sich bei einem Dreh in Florida angesteckt habe - beim ungeschützten Oralsex in einer schwulen Produktion. In Wirklichkeit ist eine Übertragung auf diesem Wege zwar möglich, aber extrem unwahrscheinlich. Die Klinik geht jedoch in einer Pressemitteilung davon aus, dass sich der Pornodarsteller durch "private, persönliche Aktivitäten" angesteckt habe. Burts bezeichnet das als "kompletten Unsinn": "Das kann nicht sein. Die einzige Person, mit der ich privat Sex hatte, war meine Freundin."

Youtube | Szenen aus der Pressekonferenz

"Gay for Pay"

Burts gehört eigenen Angaben zufolge zu den "Gay for Pay"-Darstellern in schwulen Pornoproduktionen - also Heteros, die für einen Gehaltsscheck in schwulen Sexszenen auftreten. Auf der Pressekonferenz beschrieb er, dass er über eine Werbeanzeige zur Pornoindustrie gekommen ist. Er traf sich dann mit einem Agenten, der ihm von "einem besseren Leben" vorschwärmte: "Der Mann sagte mir, ich könne tausende Dollar mit einem einzigen Shooting machen. Mein Aussehen sei perfekt und praktisch eine Gelddruckmaschine." Dabei soll der Agent dem jungen Burts die schwule Pornoindustrie empfohlen haben, "weil man dort richtig gut Geld machen kann."

Kurze Zeit später kam die Ernüchterung: Nach nur einem Monat im Job hat sich Burts bereits mit Chlamydien, Tripper und Herpes infiziert. Sein Agent empfahl ihm jedoch, weiter zu machen - wenige Monate später bekam er die Nachricht von seiner HIV-Infektion.

In Kalifornien tobt seit Jahren ein Streit um Barebacking in Pornos. Die meisten Studios im schwulen Segment benutzen Kondome für Analsex. Zuletzt versuchte die Aids Healthcare Foundation mit Petition, Barebacking in Filmen verbieten zu lassen. Ein Gericht stoppte jedoch Ende letzten Jahres dieses Ansinnen (queer.de berichtete). Erst vor kurzem wurde bekannt, dass ein schwules Barebackstudio eine Geldstrafe in Höhe von umgerechnet 16.200 Euro zahlen muss, weil es seine Mitarbeiter nur ungenügend geschützt habe (queer.de berichtete). (dk)



#1 yomanAnonym
  • 09.12.2010, 14:28h
  • es wird allerhöchste zeit!

    nur damit sich irgendjemand "besser" an den pornos aufgeilen kann, weil sie bareback sind, sollte niemand seine gesundheit aufs spiel setzen.

    dieses "schwul kann machen, was es will, sonst ist es diskriminierung" kotzt mich dermaßen an!!!
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#2 BenAnonym
  • 09.12.2010, 14:28h
  • Das er eine Freundin hat beweißt noch keine Heterosexualität. Vielleicht ist er Hetero, vielleicht aber auch Bi:

    "People involved in the gay pornographic industry consider that some gay pornographic actors who identify as straight are not truly heterosexual. Because some gay men consider heterosexual men to be objects of fantasy, some gay porn producers have almost certainly described some actors as heterosexual to increase sales and publicity for their product. Moreover, many gay or bisexual men who star in gay porn films may wish to be identified publicly as heterosexual for personal or professional reasons."
    "There is also a theory that some of the "straight" actors are actually closeted or bisexual and using their acting in gay porn is a legitimate career step which allows them to also experiment with their sexuality"

    en.wikipedia.org/wiki/Gay-for-pay

    Ich kann mir vorstellen das solche verkappten Bi´s, die unter anderem in Gayporn mitspielen sich aber offiziell als Straight bezeichnen, auch privat mit dem ein oder anderen Kerl rummachen.
    Daraus wird dann das er offiziell erklärt das er privat nur mit seiner Freundin Sex hatte, sich also privat nicht habe anstecken können.
    Also ich halte es für beides möglich, das er sich beim Dreh angesteckt hat oder auch privat durch "fremdgehen".
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#3 ImanuelCortezProfil
  • 09.12.2010, 14:29hKarlsruhe
  • .. und nun gehts wieder von vorne los..

    Verbote Verbote Verbote Verbote Verbote
    Die lösen alle unsere Probleme !

    Lasst es uns doch so machen die in den Emiraten:
    da gibt es eine "Klinik" (man könnte auch Gefängnis dazu sagen) Da werden alle HIV-postiven und AIDS-Kranken eingeschlossen & HIV-postive erhalten Einreiseverbot. Problems gelöst ! (?)

    Jetzt klickt alle Minus damit die drei Kästchen schnell rot werden wie bei meinen Postings üblich ! Danke!
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#4 ImanuelCortezProfil
  • 09.12.2010, 14:32hKarlsruhe
  • @yoman :

    Um einen Bareback-Porno im Gaybereich zu finden muss ich einige Minunten lang rumklicken.
    Im Hetereobereich kann ich Wochen damit verbringen safe Szenen zu finden !

    Deswegen stinkt die Diskussion zum Himmel !
    Wenn Verbote, dann generell.

    Aber auch dann sind diese SCHWACHSINNIG !
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#5 Frankyboy
  • 09.12.2010, 14:32h
  • Jeder kennt die Gefahren/Risiken bzgl. HIV. Wenn die Darsteller sich auf den Deal des Barbacking einlassen um damit mehr Kohle zu machen, selbst schuld wenn es schief geht! Klingt hart, ist aber die Realität.
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#6 ImanuelCortezProfil
  • 09.12.2010, 14:34hKarlsruhe
  • Du hast natürlich vollkommen Recht Frankieboy, aber von der Realität wollen hier viele Leser nix wissen. Eine linke Scheinwelt in der man sich verschanzt rockt hier total !
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#7 Frankyboy
#8 ImanuelCortezProfil
  • 09.12.2010, 14:38hKarlsruhe
  • Frankieboy - Ironie
    Ironie - Frankieboy.

    So jetzt habe ich dich vorgestellt und nun lese mein Posting nochmal.. das war nicht PRO der Handhabung in den Emiraten..!
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#9 Frankyboy
#10 SchneeflockeAnonym
  • 09.12.2010, 15:25h
  • USA: 317 Mio. Einwohner, davon 1,2 Mio. infiziert.
    BRD: 82 Mio. Einwohner, davon 70.000 infiziert

    Wir müssen doch was richtig machen in der HIV-Prävention! Dazu gehört auch die Erkenntnis, dass man mit restriktiven Verboten und Vorschriften nicht sonderlich erfolgreich gegen die HIV-Epidemie ist.

    Gerade die Vereinigten Staaten zeigen sehr deutlich, wie man als reiches Land in der HIV-Prävention versagt. Dort paart sich eine rigide Sexualmoral mit seuchenpolizeilichen Ansätzen in der Prävention. Das Ergebnis ist einer der höchsten HIV-Prävalenzwerte in der westlichen Welt.
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