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Sepp Blatter bei der Pressekonferenz (Bild: Screenshot)

FIFA-Chef Sepp Blatter hat Schwulen und Lesben empfohlen, bei einem Besuch der WM 2022 im Emirat Katar auf Sex zu verzichten.

Er reagierte damit auf die Frage einer Journalistin auf einer Pressekonferenz in Johannesburg, die sich nach dem Wohlbefinden von schwulen und lesbischen Fans bei der WM in Katar erkundigte. Schließlich sei Homosexualität dort verboten. Die Frage führte zunächst zu Gelächter bei Blatter und im Publikum. Als der Pressereferent schließlich schon um die nächste Frage bat, erklärte der offensichtlich amüsierte Schweizer: "Ich würde sagen, sie sollten sich von sexuellen Aktivitäten fernhalten."

Später erklärte der 74-Jährige: "Wir sind offen für alles und jeden, ob rechts, links oder was auch immer." Wenn Schwule und Lesben ein Spiel irgendwo in Katar 2022 ansehen wollten, so Blatter, "dann werden sie mit Sicherheit hereingelassen." Die schwulenfeindliche Gesetzgebung schob er dabei auf den Islam: "Das ist eine andere Kultur, weil es eine andere Religion ist. Im Fußball kennen wir aber keine Grenzen."

Youtube | Im britischen Nachrichtensender "Sky News" wird die Blatter-Aussage zu Homo-Sex als "Gaffe" (Ausrutscher) bezeichnet.

Zu viel Aufregung um WM in Katar

Der Chef des Weltfußballverbandes kritisierte, dass es zu viel Aufregung um einen Wettkampf gebe, der erst in zwölf Jahren stattfinden wird. Die Ungleichbehandlung von Fans würde die FIFA jedoch in keinem Fall akzeptieren, so Blatter: "Es wird keine Diskriminierung gegen Menschen geben", ist er sich sicher. Das sei schließlich so in den FIFA-Statuten festgelegt.

Zuvor hatten Homo-Aktivisten die Vergabe an das Emirat kritisiert, weil dort auf Homosexualität fünf Jahre Haft stehen. Es gibt auch immer wieder Berichte über die Auspeitschung von Schwulen. So wurde 1995 ein Amerikaner zu sechs Monaten Haft und 90 Peitschenhieben wegen homosexueller Handlungen verurteilt. Der schwul-lesbische britische Fan- und Amteurspielerverband Gay Football Supporter's Network hat zum Boykott der WM aufgerufen (queer.de berichtete). (dk)



Schwule Fußballfans verurteilen WM-Vergabe an Katar

Beim 8. internationalen Treffen des Netzwerkes der schwul- lesbischen Fußballfanclubs (QFF) wurde eine Resolution gegen die Vergabe der WM 2022 an Katar beschlossen.
#1 Frankyboy
#2 CarstenFfm
  • 14.12.2010, 12:11h
  • Schwuler Sex geht wohl in arabischen Ländern, wenn man es diskret macht.

    Aber nicht nur in Bezug auf Schwule sondern generell stellt sich die Frage, wie sich WM Partystimmung mit islamischer Tradition vereint. Stichwort leichtbekleidete weibliche Fans oder Alkohol (dort nicht grundsätzlich verboten, aber nur ein sehr wenigen teuren Hotels und Restaurants erhältlich). Und wie viele Fans kommen überhaupt für 30 Tage in ein Land, was nur aus Wüste und einer einzigen Stadt besteht und wo es 45 Grad warm ist.... auch wenn die Stadien klimatisiert sind, man ist ja auch mal draußen.
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#3 eMANcipation*Anonym
  • 14.12.2010, 12:17h
  • Nana,

    bloß keine Aufregung jetzt.

    Wie wir spätestens seit den Safety-Instruktionen innovativer Fluggesellschaften wissen,

    spielen Schwule kein Rugby und auch kein Fußball oder andere heterosexuelle Macho-Männersportarten!

    Oder kennt ihr etwa einen einzigen schwulen Profi-Fußballer?

    Da sollte man also schon Spaß verstehen, sonst gibt's einen Knick in der "Logik"!
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#4 bananasEhemaliges Profil
#5 daVinci6667
  • 14.12.2010, 12:39h

  • Allein schon die Tatsache, dass eine solche Frage zu Gelächter im Publikum und bei Blatter fuehrt ist, zu Ende gedacht, eine ungeheuerliche Diskriminierung!

    Ich denke, wir sollten die FIFA mit Anfragen zupflastern und ihn daran erinnern, dass die FIFA keine Diskriminierung erlaubt. Die sollen Druck machen, dass bis zum Beginn der Spiele dieses ungeheuerliche Gesetz fällt! Tatsache aber ist, wuerden sie uns ernst nehmen, wuerden die Spiele erst gar nicht an ein homophobes Land vergeben!
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#6 eMANcipation*Anonym
  • 14.12.2010, 12:49h
  • Antwort auf #4 von bananas
  • Dir ist offenbar die Ironie meines Beitrages entgangen.

    Man kann es ja nicht in dem einen Thread ganz spaßig finden,

    dass die vermeintlich typischen, machohaften Vertreter dieser Sportarten krampfhaft als *natürlich* heterosexuell dargestellt werden

    und zur Vergewisserung über diese angebliche Tatsache explizit Schwule "abblitzen" lassen

    und sich ein paar Threads weiter oben über den diskriminierenden Umgang mit Schwulen im Profi-Fußball aufregen.

    Das passt irgendwie nicht zusammen!
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#7 julian21
  • 14.12.2010, 12:50h
  • Antwort auf #3 von eMANcipation*
  • Wie sehr mich dieser lachende, grinsende Blatter anwidert...

    Ich glaube auch, das hier gleich wieder einige ganz unverfroren ihre Doppelmoral zeigen. Auf der einen Seite ist es okay, dass die Vorurteile immer wieder ausgerollt werden und sich so immer mehr und immer deutlicher ein schwules Klischee manifestiert, aber sich dann aufregen, wenn jemand Hochoffizielles, von dem man meinen könnte er hätte ein bisschen mehr Respekt und Aufgeklärtheit in sich, diese Vorurteile aufsaugt und über uns ach so lustige humorvolle Schwule (und unsere Verfolgung) lacht.

    Sind auch oft die selben, die nach Homophobietoleranz gegenüber reaktionären ultrakonservativen Hotelbesitzern schreien (@bananas, Franzi und andere Clowns, die in einer Blase zu leben scheinen, in der Heteronormativtät eine Verschwörungtheorie ist).
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#8 FranziAnonym
  • 14.12.2010, 12:54h
  • Eben - und weil Homosexualität in Katar im 21. Jahrhundert immer noch verboten ist, dürfte dort auch NIEMALS eine Fusball WM 2022 stattfinden !!
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#9 loellieEhemaliges Profil
#10 FranziAnonym
  • 14.12.2010, 13:04h
  • Antwort auf #7 von julian21
  • ... Homophobietoleranz gegenüber reaktionären ultrakonservativen ...

    Ich wusste gar nicht, das Man(n) neuerdings hier einen Duden oder Doktortitel braucht, um den Müll zu übersetzen, den du da von dir gelassen hast !! Wenn du meinst, du müsstest mich hier schon öffentlich und namentlich angreifen, dann schreib es in "deutsch" damit ich es auch beim 1. mal lesen verstehe !! :-)
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