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Sex und Showdown am Meer (Bild: Salzgeber)

Der Sommerfilm ist da, auch wenn es draußen noch kalt ist: "Plein Sud" ist ein wärmendes Roadmovie auf Französisch.

Von Carsten Weidemann

Aus Frankreich erwartet man für gewöhnlich keinen Western. "Plein Sud" ist aber einer, auch wenn keine Cowboys auftauchen, sondern schwule Jungs. Sébastien Lifshitzs dritter Kinospielfilm nach "Sommer wie Winter" ("Presque Rien" aus dem Jahr 2000) und "Wild Side" (2004) ist ein wundervoll unterhaltsamer Sommerfilm, der eigenartigerweise kurz vor Winteranfang am 16. Dezember in die Kinos kommt.

Die Story: Der 27-jährige Sam nimmt auf seiner Fahrt Richtung Spanien zwei Anhalter mit, Léa und Mathieu. Beide haben so allerhand private Probleme - und beiden lieben Männer. So ist es kein Wunder, dass sie mit dem hübschen Sam flirten, was das Zeug hält. Aber auch Sam hat so seine Probleme, sonst würde er nicht mit einer Pistole in einer Plastiktüte gen Süden fahren. In einem Shoppingcenter stoßen die drei auf Jérémie, einen potenten Heteroburschen. Dass hier die Gefühle wie wild fliegen, braucht an dieser Stelle nicht erwähnt zu werden.

Youtube | Trailer (OF mit dt. Untertiteln)

Typisch für Lifshitz ist die Erzählweise: In Rückblenden wird fragmentarisch die Jugend der Hauptfigur Sam gezeigt, so dass der Zuschauer erst am Ende des Films ein rundes Bild über den jungen Mann gebildet hat.

Es geht insbesondere um die Beziehung zur Mutter: Als Kind hat Sam miterleben müssen, wie sein Vater im Streit mit der Mutter Selbstmord beging. Er sah, wie seine Mutter mehr und mehr in den Wahnsinn abdriftete, ihn selbst und seinen Bruder Alex bedrohte. Schließlich musste sie sich in psychologische Behandlung begeben und ihre Kinder zur Adoption freigeben. Nach über 20 Jahren taucht sie wieder auf, führt in Spanien ein neues Leben und will ihren ältesten Sohn sehen. Dass das nicht ohne Probleme vonstatten geht, ist klar.

"Plein Sud" zeigt schöne, aber verschlossene Menschen in der atemberaubenden Landschaft Südfrankreichs. In der Welle der Gefühle entledigen sich die Protagonisten dabei oft ihrer Kleider. Am Ende rückt schließlich das Familiendrama in den Vordergrund, das aber ein ganz anderes Ende findet als man es vermuten könnte.



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 16.12.2010, 16:53h
  • Französische Filme sind schon immer etwas ganz Besonderes gewesen Sie sind hauptsächlich nicht so konstruiert wie die US-Spielfilme und was die Zensur angeht, so macht man nicht so ein Bohey wie in den USA!
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#2 asianvoiceAnonym
  • 17.12.2010, 10:06h
  • ........wie schoen das zu lesen,, mehr solche Filme ins Kino....

    habe gerade die Nachricht erhalten dass ,das sooo liberale Thailand mit der sog. Demokratischen Partei an der Macht ,wieder einmal zugeschlagen hat......
    die oberste Zensurbehoerte hat den Film

    Insects in the Backyard ..bei dem es um die Lebensgeschichte eines Transsexuellen geht .. aus moralischen Gruenden verboten....

    Transgender als Clouns sind weiterhin erlaubt,und taeglich im TV zu sehen.....

    Der Regiseuer hat darauf hin den Film verbrannt.

    Sie sitzen am Pc und leben immer noch im Mittelalter .....

    wann aendert sich das in Asien ??????

    asianvioce
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