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  • 17. Dezember 2010, noch kein Kommentar

FIFA-Chef Sepp Blatter (Bild: Wiki Commons / Marcello Casal Jr./ABr / CC-BY-2.5-BR)

FIFA-Chef Sepp Blatter habe mit seiner Aufforderung, Schwule und Lesben sollten bei der WM in Katar keusch bleiben, das "Maß des Erträglichen deutlich überschritten", kritisiert die deutsche Fanorganisation Queer Football Fanclubs (QFF).

Der Präsident des Weltfußballverbandes hatte vor wenigen Tagen bei einer Pressekonferenz in Johannesburg Schwulen schmunzelnd Verhaltenstipps für die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 im Emirat Katar gegeben: "Ich würde sagen, sie sollten sich von sexuellen Aktivitäten fernhalten", so der 74-Jährige (queer.de berichtete). In Katar drohen Schwulen und Lesben unter Berufung auf die islamische Scharia bis zu fünf Jahre Haft und bis zu 90 Peitschenhiebe.

Die FIFA kämpft gegen Rassismus und Diskriminierung, nicht gegen Homophobie

Die Organisation QFF, in der schwul-lesbische Fanclubs in Deutschland, der Schweiz und Spanien vertreten sind, hat die Äußerungen Blatters nun scharf kritisiert: "Zwar ist die FIFA eine Organisation, die sich immer gegen Rassismus und Diskriminierung ausspricht, dennoch ist Blatters Aufruf zur Leugnung der sexuellen Identität unerträglich", erklärte Sprecher Dirk Brüllau in einer Presseerklärung. "Deshalb bittet QFF um eine klare Stellungnahme seitens der FIFA und regt an, dass man in diesem Zuge auch den Artikel 58 in den FIFA-Regularien, der sich gegen Diskriminierung wendet, um den Passus 'sexuelle Identität' erweitert."

QFF hatte sich bislang mit Kritik an der WM-Vergabe nach Katar zurückgehalten. Nach Blatters Keuschheitsgebot "grummelt" es jedoch an der Basis, so Brüllau. Er stellte jedoch fest: "Ausdrücklich beteiligte sich QFF aber nicht an dem Boykott-Aufruf der britischen Homosexuellenorganisation Gay Football Supporters' Network (GFSN), die sich Sorgen um die Unversehrtheit der homosexuellen Sportler und Fans machte". (dk)



Schwule Fußballfans verurteilen WM-Vergabe an Katar

Beim 8. internationalen Treffen des Netzwerkes der schwul- lesbischen Fußballfanclubs (QFF) wurde eine Resolution gegen die Vergabe der WM 2022 an Katar beschlossen.