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Papst Benedikt XVI. bei einem USA-Besuch 2008 (Bild: White House Photo by Shealah Craighead)

Papst Benedikt XVI. soll im September 2011 eine Rede im Bundestag halten. Der LSVD ist entsetzt über den "Kniefall vor einem Religionsführer".

Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) erklärte am Donnerstag, der Papst habe seine Einladung angenommen, eine Rede im deutschen Parlament zu halten. Für den Lesben- und Schwulenverband ist das ein Sündenfall: "Die Einladung des Papstes in den Deutschen Bundestag ist völlig unverständlich", sagte LSVD-Sprecher Manfred Bruns. "Der Bundestag macht damit einen Kniefall vor einem Religionsführer, der keinen Zweifel daran lässt, dass er wesentliche Grundlagen unserer Verfassungsordnung wie Gleichberechtigung und Diskriminierungsverbot ablehnt." Damit würde im deutschen Parlament eine "Bühne für Homophobie" geboten.

Erst letzten Monat wurde ein Buch veröffentlicht, in dem der Papst erklärte, dass der christliche Gott Homosexualität ablehne (queer.de berichtete). Zudem hat Benedikt XVI. die Einführung von eingetragenen Lebenspartnerschaften als "Legalisierung des Bösen" verschmäht. "Er verneint die Gewissenfreiheit von katholischen Abgeordneten, wenn er ihnen ultimative Befehle zum Abstimmungsverhalten über gleichgeschlechtliche Partnerschaften gibt", befürchtet Bruns.

LSVD empfiehlt Besuch des Homo-Denkmals in Berlin

Statt in den Bundestag sollte der Papst bei seiner Berlin-Visite zu einem Besuch des Denkmals für die im Nationalsozialisten verfolgten Homosexuellen eingeladen werden, empfiehlt Bruns. "Das wäre der richtige Ort, endlich die längst überfällige Entschuldigung für die jahrhundertelangen Verbrechen der Katholischen Kirche an Homosexuellen auszusprechen".

Grüne: Kein Konsens bei Papstbesuch

Laut Bundestagspräsident Lammert hätten alle fünf Partei- und Fraktionsführungen "Signale der Zustimmung" für die Papstrede übersandt. Dagegen verwehren sich nun als bislang einzige Partei die Grünen. Fraktionsgeschäftsführer Volker Beck erklärte, es gebe "kein Einvernehmen" mit seiner Fraktion. Er kritisierte, dass der Papst in erster Linie kein Staatsoberhaupt, sondern Chef einer Religionsgemeinschaft sei. Die Union wies diese Vorwürfe zurück: "Jetzt ist die Dagegen-Partei auch noch gegen den Papst", sagte süffisant der CDU-Abgeordnete Thomas Strobl gegenüber der "Stuttgarter Zeitung". (dk)

Bei Facebook regt sich Widerstand: Die Gruppe "Keine Rede vom Papst im Bundestag" wehrt sich gegen die Einladung von Norbert Lammert.

Wöchentliche Umfrage

» Soll der Papst vor dem Bundestag reden?
    Ergebnis der Umfrage vom 18.12.2010 bis 27.12.2010


Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 casihhAnonym
  • 17.12.2010, 12:50h
  • "Jetzt ist die Dagegen-Partei auch noch gegen den Papst", sagte süffisant der CDU-Abgeordnete Thomas Strobl gegenüber der "Stuttgarter Zeitung".

    Und das ist auch gut so!
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#2 KlofrauAnonym
  • 17.12.2010, 13:06h
  • Antwort auf #1 von casihh
  • Ich habe auch gerade bei Facebook ein "gefällt mir" für diese papstkritische Aktion gesetzt.

    Aber ich weiß, wie es enden wird: Die einzigen, die sich weiterhin gegen die Rede des Papstes im Bundestag stellen werden, sind die Grünen (und bei denen auch nicht alle, da es einige Grüne gibt, die Mitglied der katholischen Kirche sind).

    Nach der Papstrede (die höchstwahrscheinlich keine Anti-Homo-Elemente enthalten wird, denn ganz blöd ist auch Benedikta nicht) werden sich dann die Medien landauf, landab in ihrer Papst-Lobhudelei zu übertreffen suchen. Quer durch alle Gazetten werden "Benedetto!"-Rufe schallen, man schreibt sich in eine unkritische Euphorie hinein, die ihresgleichen suchen wird.

    Und wer es wagt, gegen diese papstfreundliche Besoffenheit auch nur den Hauch einer kritischen Stimme zu erheben, wird sofort plattgemacht. Und ihm wird im gleichen Atemzug unterstellt, ein Spielverderber zu sein, einer, der dem armen alten Papst nichts gönnen möchte. Man wird ihm vorwerfen, sowieso gegen alles zu sein.

    Wer weiß: Vielleicht ist bis dahin die Wählergunst für die Grünen tatsächlich verpufft (in den Umfragen verlieren sie neuerdings wieder Prozent um Prozent), und die uckermärkische Knopfleiste reüssiert wieder mit eiskaltem Grinsen.

    Wahrscheinlich wird sie den Pipifex Minimus höchstselbst mit Kniefall und Ringkuss empfangen. Vollverschleiert, selbstredend, denn eine Frau hat ihr Haupt zu verdecken. Wobei, "Frau" ... *brüll*
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#3 eMANcipation*Anonym
  • 17.12.2010, 13:06h
  • Antwort auf #1 von casihh
  • Es ist schon erstaunlich, wie in einem Land, in dessen Geschichte es immer wieder dringend einer starken DAGEGEN-Bewegung bedurft hätte,

    neuerdings wieder mit solchen dümmlichen Parolen zu punkten versucht wird!

    Ich bin stolz darauf, gegen Angriffe auf die demokratische Verfassung zu sein, gegen die Verschwendung von Milliarden Steuergeldern zu Lasten der Allgemeinheit und allein zur Bedienung der Sonderinteressen kapitalkräftiger Gruppen!
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#4 SnakebitProfil
  • 17.12.2010, 13:09hDortmund
  • was will den der hier? was er UNS zusagen hat wissen wir doch schon aber das mit der cdu is schon mal nicht schlecht ich meg net hier haben, ein man der uns lieber Tot als lebendig sehen will!
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#6 herve64Profil
  • 17.12.2010, 14:05hMünchen
  • Jetzt reicht es aber langsam mit der unterschwelligen Katholisierung dieses Landes! Vor dem Bundestag hat diese homophobe römisch-katholische Fummeltrine nichts zu suchen geschweige denn zu sprechen. Wir haben eine offizielle Trennung von Staat und Kirche, und die hat verdammt noch mal eingehalten zu werden.

    Alles Andere werte ich als Versuch der Regierenden, die freiheitlich-demokratische Grundordnung in Deutschland zu beseitigen, womit man das Recht oder besser gesagt die Pflicht zum Widerstand hätte.

    In diesem Sinne: entweder der Papst wird ausgeladen oder ab auf die Barrikaden!!!
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#7 SchrottboykottAnonym
  • 17.12.2010, 14:06h
  • Antwort auf #2 von Klofrau
  • "Ich habe auch gerade bei Facebook ein "gefällt mir" für diese papstkritische Aktion gesetzt. "

    du bist echt der retter der welt. würden mehr leute auf "gefällt mir" klicken, das böse wäre besiegt ^^

    facebook ist das neue rtl2

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#8 KlofrauAnonym
  • 17.12.2010, 14:18h
  • Antwort auf #7 von Schrottboykott
  • @ Schrottboykott:

    Es ist mir vollkommen egal, was Du von Facebook denkst. Ich bin dort auch nur sehr selten.

    Wenn man sich dort aber mit einem "gefällt mir" beteiligt, ist man dort mit vollem Namen und Gesicht zu sehen.

    Das ist auf jeden Fall mehr, als anonym in einem Internetforum wie diesem bekloppte Kommentare zu schreiben. Fass Dir daher selber an die eigene Nase!
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#9 Timm JohannesAnonym
  • 17.12.2010, 14:21h
  • Wir wollen den nicht im Bundestag hören, so wie er gegen homosexuelle Paare sein Leben lang gehetzt und geschrieben hat.

    Benedikt XVI. ist ein geistiger Hetzer. Zwar sagt er, das jeder einzelne Mensch wertvoll ist und geachtet gehört und nicht diskriminiert werden darf, aber mit aller Kraft fordert er homosexuelle Menschen immer wieder, wo er nur kann, zu einem Singleleben und zu einem Leben ohne Sex auf: dieser Mann ist Mitschuld, dass die Einführung der Lebenspartnerschaft es so "schwer" in Deutschland hatte.

    Während andere christliche Kirchenleitungen (Anglikaner in der USA/in Kanada, Lutheraner in Schweden, Finnland, Norwegen, Dänemark sowie Unierte und Reformierte (Schweizerische Kantonskirchen), Niederländische Protestantische Kirche, Reformed Chuch USA, Presbyterian Church USA und auch hier in Deutschland die EKD mit ihren Landeskirchenleitungen homosexuelle Paare ethisch anerkannt und theologisch akzeptiert haben und viele gute Synodenentscheidungen in den einzelnen Landeskirchen hierzu ergingen (siehe aktuell in der bayrischen Landeskirche sowie das Papier "Verantwortung und Verlässlichkeit stärken")), hat der Vatikan immer noch überall auf der Welt durch seine Bischöfe vor Ort versucht, die staatliche Anerkennung homosexueller Partnerschaften zu verhindern.

    Gerade einmal Bischof Zollitsch, Bischof Allgermissen und Bischof Bode äußerten sich positiv zum familienrechtlichen Institut der Lebenspartnerschaft: aber das war es dann in den Reihen der deutschen katholischen Bischöfe ("und die neu ernannten sind nicht viel besser: Overbeck und Tebbarz van Elst": aber die wirkten vor ihrer Ernennung in Münster und Ratzinger wusste genau, wen er da ernennt; schliesslich war Ratzinger auch früher in Münster tätig und hat dort gute Kontakte")

    Dies macht die katholische Kirchenleitung nicht nur in Deutschland, sondern in viel schlimmeren Ausmaß in Polen, Mexiko oder Peru.

    Nein dann ladet doch lieber den buddhistischen Dalai Lama zu einer Rede ein oder die offen lesbische lutherische Bischöfin Eva Brunne aus Schweden: was soll denn Ratzinger ausgerechnet dort: okay er ist Deutscher, aber das bin ich auch und ist noch kein Grund allein.

    Mein Gott was bin ich froh, wenn Ratzinger einmal das Zeitliche segnet. Der katholische Klerus ist gottseidank "sowieso" am Aussterben, da sie verbissen am Zwangszölibat für Priester und an der Ausgrenzung von Frauen im Priesteramt festhalten.

    Nee gehe man mir bloß weg mit Ratzinger, da bekomme ich einen Kotzanfall und da bin ich dann lieber Lutheraner, wo Frauen Pastorin und Bischöfin sein dürfen und homosexuelle Paare einen Segnungsgottesdienst nach ihrem Gang zum Standesamt erhalten können.
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#10 stromboliProfil
  • 17.12.2010, 14:40hberlin
  • Antwort auf #2 von Klofrau
  • quasi als verfassungsgeschenk auch noch der §130 StGB (Volksverhetzung) in den faltigen hintern geschoben, kann er so das halali auf schwul/lesbisches, unter beifall der volksvertreter einleuten!

    Jede generation, jedes parlament hat seine sternstunden: reichstag 1933 mit ermächtigungsgesetz, bonner bundestag mit radikalenerlass, warum also nicht auch der neo reichstag ...
    und es wird sich immer eine minderheit finden lassen, gegen die der staat zu schützen ist!
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