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(Bild: tm-tm / flickr / by-sa 2.0)

Gegen den erbitterten Widerstand der katholischen Kirche will das Fürstentum Liechtenstein eingetragene Partnerschaften einführen.

Der Landtag im Hauptort Vaduz hat am Donnerstag das Partnerschaftsgesetz in erster Lesung beraten. Nach Angaben des "Liechtensteiner Volksblattes" gibt es unter den Abgeordneten des Parlaments keine Stimmen gegen die Anerkennung von lesbischen und schwulen Partnerschaften. Mehrere Vertreter der Vaterländischen Union, einer liberal-konservativen Partei, die 13 der 25 Parlamentarier stellt, haben jedoch auf einem Abstandsgebot von eingetragenen Lebenspartnerschaften gegenüber der (heterosexuellen) Ehe bestanden. Einzelheiten des Gesetzes müssen noch ausgearbeitet werden. Es gilt aber als sicher, dass schwul-lesbische Paare kein Adoptionsrecht erhalten. Lesben wird der Zugang zur Fortpflanzungsmedizin weiterhin verwehrt.

Katholische Kirche: Anerkennung von Homo-Paaren ist ein "Skandal"

Trotz der Einschränkungen will die katholische Kirche in Liechtenstein unbedingt die Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften verhindern: Es gehe immerhin um den "Fortbestand der Gesellschaft, den allein die auf der Ehe begründete Familie und nicht eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft garantieren kann", erklärte Generalvikar Markus Walser gegenüber der "Basler Zeitung". Homosexualität sei eine "schwere Abirrung", so Walser weiter. Auch der Vaduzer Erzbischof Wolfgang Haas fährt schwere Geschütze auf: "Praktizierte Homosexualität ist objektiv eine schwere Sünde, deren rechtliche Anerkennung geradezu einen Skandal darstellen würde", sagte der 62-Jährige gegenüber der Tageszeitung "Liechtensteiner Vaterland".

Die beiden einzigen Nachbarländer des 36.000 Einwohner zählenden Staates haben bereits gleichgeschlechtliche Partnerschaften eingeführt. In der Schweiz sind nach einer Volksabstimmung seit 2007 eingetragene Partnerschaften möglich. In Österreich hat die Große Koalition das Partnerschaftsgesetz zum 1. Januar 2010 beschlossen. (dk)



Sechs Verpartnerungen in Liechtenstein

Rund ein Jahr nach dem Inkrafttreten des Partnerschaftsgesetzes haben sich drei schwule und drei lesbische Paare im Fürstentum Liechtenstein verpartnern lassen.
Liechtenstein: Volk votiert für Partnerschaftsgesetz

In einer Volksabstimmung haben zwei Drittel der Liechtensteiner für die Einführung von eingetragenen Partnerschaften gestimmt.
Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 daVinci6667
  • 17.12.2010, 16:31h

  • "Schwere Abirrung" Wie lange noch müssen Steuern zahlende Buerger wie Schwule und Lesben sich solche schwere Diskriminierung gefallen lassen? Die Katholen holen ihr Geld ja meist vom Staat!

    Mit dieser blutigen Hetze gegen uns muss endlich Schluss sein! Wir brauchen überall einen gesetzlichen Diskriminierungsschutz, der Vorrang gegenüber der Meinungsaeusserungsfreiheit und Religionsfreiheit hat, damit solche religiös-faschistischen Äußerungen endlich bestraft, und unsere Suizidraten auf ein durchschnittliches Niveau sinken!

    Und bitte, wer noch immer dieser menschenverachtenden "Kirche" angehört soll endlich austreten!
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#2 jojoAnonym
  • 17.12.2010, 16:35h
  • "Fortbestand der Gesellschaft, den allein die auf der Ehe begründete Familie... garantieren kann"

    oh, ich hasse es, wenn leute, die im bio-unterricht nichts begriffen haben, plötzlich anfangen, anderen die welt zu erklären. zum kinderkriegen braucht die gesellschaft weder ehe noch heterosexualität. vollends absurd wird das ganze, wenn man den "fortbestand der gesellschaft garantieren" will, indem man einem erheblichen teil der bevölkerung verbietet, familien zu gründen.
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 17.12.2010, 17:28h
  • Liechtenstein, das geographisch zwischen Schweiz und Österreich "eingeklemmt" ist, zeigt sich damit auch als willkommenes Paradies für LGBTler und vor allem der Sieg über die Katholische Kirche in Sachen Anerkennung von Homopartnerschaften ist schon ein Meilenstein.
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#4 FloAnonym
  • 17.12.2010, 17:54h
  • "Gegen den erbitterten Widerstand der katholischen Kirche "

    Immer wieder ist es diese menschenverachtende Organisation, die nicht die Trennung von Staat und Kirche akzeptieren kann und die damit zeigt, dass sie ihre Interessen (die mit Religion GAR NICHTS zu tun haben) über Demokratie stellen!
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#5 GeertAnonym
  • 17.12.2010, 18:21h
  • Wolfgang Haas ist einer der konservativsten Bischöfe in Europa. Er war seinerzeit Bischof in Chur/Schweiz und war dort nicht mehr zu halten, weil die katholische Basis ihm jegliche Mitarbeit verweigerte. Aus lauter Not hat man das Fürstentum Liechtenstein zu einem eigenen Erzbistum gemacht und Haas nach dort weggelobt.
    Er hat sich sofort dran gemacht, Liechtenstein zu einer Hochburg der Konservativen auszubauen. Von dort verbreitet er seine Hetzparolen in viele Länder. Ach ja: Schaut euch mal ein Bild von diesem Typen an: Nach der Bibel ist die Völlerei keine geringere Sünde als sexuelle Sünden....
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#6 Timm JohannesAnonym
  • 17.12.2010, 19:16h
  • Das ist eine erfreuliche Meldung aus Liechtenstein.

    Und was die katholische Kirchenleitung da wieder für eine Hetze betreibt, ist wiedermal unerträglich. Es ist immer die katholische Kirchenleitung in Europa, dies sich bei der staatlichen Anerkennung gleichgeschlechtlicher Paare negativ zu Wort meldet und entsprechende Schriftstücke an die verantwortlichen Regierungsvertreter schickt.

    Raus aus der Katholische Kirche, denn es gibt bessere christliche Kirchen und Kirchenleitungen, wo eine ganz andere Haltung vertreten wird, die konträr zur Haltung des Vatikans und Ratzingers liegt.

    Es würde mich freuen, wenn das kleine Liechtenstein nachzieht und zur Schweiz, Österreich und Deutschland aufschließt.
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#7 I.Ramos GarciaAnonym
  • 18.12.2010, 12:37h
  • die katholische Kirche sollte ja s. schweigen, wann sie e-e Herberge von Paederasten & Paedofillen ist. J-rmann weiss, dass 8 von 10 Pristern, schwul ist
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