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Heißt den Papst im Deutschen Bundestag willkommen: Grünen-Fraktionschefin Renate Künast (Bild: gruenenrw / flickr / by-sa 2.0)

Die grüne Fraktionschefin Renate Künast möchte den Papst im Bundestag reden lassen - anders als ihr schwuler Fraktionsgeschäftsführer Volker Beck.

"Der Papst ist eingeladen, das ist in Ordnung so", stellte Renate Künast am Samstag gegenüber "Spiegel Online" klar: "Da gehen wir hin - und zwar respektvoll." Die Fraktionschefin der Grünen widersprach damit öffentlich ihrem Parlamentarischen Geschäftsführer Volker Beck. Der schwule Parteifreund hatte noch am Freitag im Namen der Grünen-Fraktion gesagt: "Einvernehmen für die Einladung des Bundestags an den Papst, vor dem deutschen Parlament zu sprechen, gab es mit uns nicht" (queer.de berichtete).

Beck hatte darin erinnert, dass der Deutsche Bundestag "zu Recht zurückhaltend bei der Einladung ausländischer Staatsgäste" sei, zudem sei der Papst "in erster Linie das Oberhaupt einer Religionsgemeinschaft". Der Fraktionsgeschäftsführer begründete die Ablehnung auch damit, dass Benedikt XVI. homophob sei. "Der Papst hält mich für 'objektiv ungeordnet', so viel zur Toleranz des Papstes gegenüber Schwulen und Lesben", sagte Volker Beck gegenüber "Spiegel Online".


Erste offizieller Staatsbesuch: Im September 2011 will der Papst nach Deutschland kommen

CDU und CSU hatten Beck für seine Äußerungen scharf kritisiert: "Jetzt ist die Dagegen-Partei auch noch gegen den Papst", meinte etwa der CDU-Abgeordnete Thomas Strobl. Grünen-Fraktionschefin Künast plädierte nun dafür, nach dem Papst auch anderen Religionsführern Rederecht im Parlament einzuräumen: "Uns liegt am Herzen, alle Religionsgemeinschaften gleich zu behandeln."

Die Linksfraktion sehe der Rede mit Interesse entgegen, sagte unterdessen deren Sprecher Hendrik Thalheim. Amtsvorgänger von Benedikt XVI. hätten in Friedensfragen und sozialen Fragen zum Nachdenken angeregt.

Nach gegenwärtiger Planung soll Papst Benedikt XVI. im Rahmen seines Deutschland-Besuchs im September 2011 vor den Bundestagsabgeordneten sprechen. Bei der ersten offiziellen Staatsvisite will er auch das Bistum Erfurt und das Erzbistum Freiburg besuchen. Parlamentspräsident Norbert Lammert (CDU) teilte mit, das katholische Kirchenoberhaupt habe seine Einladung angenommen. (cw)

Wöchentliche Umfrage

» Soll der Papst vor dem Bundestag reden?
    Ergebnis der Umfrage vom 18.12.2010 bis 27.12.2010


#1 RobbieAnonym
  • 18.12.2010, 14:53h
  • Wo bleibt denn die oftmals eingeforderte Toleranz ?
    Ich finde Ratzinger soll im Bundestag reden warum denn auch nicht ?
    Er ist ein homophober alter Mann ist ein Opa auch trotzdem hab ich ihn auf seine Art gern. Man sollte bei aller oftmals berechtigten Kritik an dem Verein nicht außer Acht lassen das viele aus dem "führenden Management" zu einer Zeit aufgewachsen sind als Homosexualität unter Strafe bzw. KZ stand. Vieles ändert sich aber mancher kommt halt nicht aus seiner Haut raus. Es gibt gerade auch in der kath. Kirche genug positive Beispiele von Priestern vor Ort die sich einen Dreck um das scheren was Rom in Punkto Homosexualität sagt.
    Ich tue ich auch schwer mit der offiziellen Haltung der Kirche zu Homosexualität aber nur weil mir ein Punkt der mich zwar persönlich massiv einschränkt und verletzt muss der ganze Verein ja nicht schlecht sein.
    Oder gibt es jemanden der ernsthaft daran zweifelt das Mitgefühl und Barmherzigkeit etwas schlechtes sind ?
    Also lasst den alten Männern ihren Glauben und die nächste Generation kommt und wird sich wieder etwas mehr öffnen. Irgendwann wird es normal sein schwul zu sein, auch in der röm. kath. Kirche zwar nicht jetzt aber Ratzingers Urenkel werden es bestimmt erleben.
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#2 kokAnonym
  • 18.12.2010, 14:58h
  • Tja, wenn die Schäfchen nicht mehr in die Kirchen kommen, dann drängt sich die selbsternannte Faust Gottes den unwilligen Schäfchen halt in anderen Ställen auf ... Gott(!), wann wird endlich Staat und Kirche getrennt? Da könnte dann der Zipfelhütchenverein mal schauen, wie man für Geld arbeiten muss, wenn man es nicht irgendwie abpressen und -drohen kann ...
    Kotzt mich einfach an.
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#3 daVinci6667
  • 18.12.2010, 15:02h

  • Schade. Von der Kuenast haette ich was anderes erwartet. Wäre ich Deutscher wuesste ich nun nicht mehr sicher, ob ich die wirklich wählen sollte.

    Hier sind man mal wieder wie fast allmächtig die kath. Kirche ist. Bleibt nur zu hoffen und zu beten dass diese menschenverachtende Organisation aufgrund massiven Mitgliederschwunds an Bedeutung verliert oder wir doch noch mal entschlossene Regierungen wie in Spanien oder Argentinien bekommen. Ansonsten wird das nie was mit der wirklichen Gleichstellung. Die konservativen Religionen sind unsere größten und ärgsten Feinde!
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#4 carolo
  • 18.12.2010, 15:03h
  • Sieh mal an, schon ganz OB, die Gute.

    Die hat bestimmt schon ein Bildchen von Willy Brandt und Kennedy im Smartphone, das sie immer heimlich anguckt, wenn gerade niemand in der Nähe ist. Und - mal ehrlich - mit wem wollte man das sonst noch toppen...? Da bietet sich Benedikta doch geradezu an.

    Als nächstes flott eine große Koalition mit der CDU und schon ist sie die nächste Bundeskanzlerin.

    Sag noch mal einer, daß Macht nicht korrumpiert.
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#5 LarsAnonym
  • 18.12.2010, 15:09h
  • Wäre der Schwulenverband RKK nicht so heuchlerisch homophob und indoktrinierend, gäbe es auch keinen Grund den Papst nicht sprechen zu lassen.
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#6 gavros
  • 18.12.2010, 15:25h
  • Frau Künast ?

    Vatikan soll Mitarbeit an Missbrauchsbericht erschwert haben

    Neue Details aus den Wikileaks-Papieren: Die Untersuchung von Kindesmissbrauch durch Priester hat demnach zu starken Verstimmungen zwischen dem Vatikan und Dublin geführt.

    Unterdessen zitierte die New York Times aus weiteren von Wikileaks veröffentlichten Depeschen, worin US-Diplomaten ihre Sorge über "Überbleibsel anti-semitischer Einstellungen" unter Mitarbeitern des Vatikan äußerten. Demnach hieß es in einer US-Depesche von 2002, dass ein nicht genannter älterer Mitarbeiter französischer Abstammung sich beschwert habe, dass das starke Interesse der US-Regierung am modernen europäischen Antisemitismus aus dem "exzessiven Einfluss von Juden in euren Medien und eurer Regierung" stamme.

    www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2010-12/vatikan-irlan
    -wikileaks
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#7 goddamn. liberalAnonym
  • 18.12.2010, 15:26h
  • Antwort auf #1 von Robbie
  • Dafür, dass im NS-Staat Schwule ins KZ kamen, hat der Klerikalismus jahrhundertelang Vorarbeit geleistet. Genauso wie der NS-Völkermord an den Juden die massive säkularisierte Verschärfung der mittelalterlichen Judenpogrome war, waren Sachsenhausen u. Buchenwald biologistisch begründete Nachfolgeeinrichtungen der kirchlichen Sodomiterverbrennungen im Spätmittelalter. Umso schamloser, dass sich Prof. Ratzinger nicht davon distanziert...
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#8 EnyyoAnonym
  • 18.12.2010, 15:31h
  • Ja, es ist wirklich erschreckend, dass nun selbst die Grünen einknicken - hoffentlich hat ihnen Künast da keinen Bärendienst erwiesen. Dass selbst die Linken auf den Zug aufspringen, erstaunt mich ebenfalls.

    Es gibt doch glücklicherweise genug Menschen im Land, die Contra Kirche sind (aktuell die Meldungen über stark gestiegene Austrittszahlen bei den Katholen wegen der vielen Kindesmissbraucher). Also warum biedern sich jetzt plötzlich alle dort an?
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#9 Sunbear
#10 delihoAnonym