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Das neue Linzer HOSI-Zentrum in der Fabrikstraße 18 wurde im vergangenen Jahr eröffnet

Unbekannte verübten am Samstag einen Buttersäure-Anschlag auf das Zentrum der Homosexuellen Initiative Linz (HOSI) in der oberösterreichischen Landeshauptstadt.

Während im Café-Restaurant "julius" des Zentrums rund 30 Gäste zu einer Weihnachtsfeier versammelt waren, schütteten die Täter Buttersäure vor die Tür des Veranstaltungsraums. Der intensive Gestank ist nach Angaben der HOSI trotz umfassender Reinigungsmaßnahmen noch immer wahrnehmbar.

"In der beinahe 30-jährigen Geschichte der HOSI Linz ist so etwas noch nicht vorgekommen", reagierte Vereinssprecher Gerhard Friedinger besorgt. Er vermutet Homo-Hass als Motiv: "Beschimpfungen ja, beleidigende Postkarten auch - aber so etwas, das ja beinahe einer Sachbeschädigung gleichkommt und unter dem nicht nur unsere Aktiviten zu leiden haben, sondern vor allem auch die Gäste unseres Cafés und die Mieter in den oberen Stockwerken, das ist neu", sagte Friedlinger.

Einschüchtern lassen will sich die HOSI Linz jedoch nicht. So wird an allen geplanten Veranstaltungen festhalten. Friedlinger nannte den Anschlag sogar "eine Herausforderung, der wir uns gerne stellen": "Mit solchen Aktionen bringt man uns nicht zum Aufgeben - ganz im Gegenteil. Intoleranz, Homophobie und Gewalt - noch dazu gerade so kurz vor Weihnachten - zeigen uns, dass noch ein gutes Stück Arbeit vor uns liegt."

Das Zentrum in der Fabrikstraße war im vergangenen Jahr eröffnet worden. Der Anschlag zeige, wieviel noch zu kämpfen sei: "Es ist zwar schön, gut und richtig, dass Lesben und Schwule mittlerweile rechtlich nahezu vollständig gleichgestellt sind. Dennoch zeigt aber gerade der Buttersäure-Anschlag wie wichtig auch weiterhin Aufklärungs- und Informationsarbeit sind, um Vorurteile und Homophobie abbauen zu können", so Friedinger. "So besorgniserregend solche zunehmend gewalttätige gesellschaftliche Tendenzen auch immer sind, so sehr spornen sie uns auch an, weiter den Dialog mit der heterosexuellen Mehrheitsgesellschaft zu suchen um mehr und mehr Akzeptanz und Verständnis für lesbische und schwule Lebensweisen zu erreichen." (cw)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 20.12.2010, 16:45h
  • Da hatte wohl jemand die Redensart "für frischen Wind sorgen" allzu wörtlich genommen! Naja, nun weiß die HOSI Linz natürlich, was da "der Duft der großen weiten Welt" bedeutet!
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#2 FloAnonym
  • 20.12.2010, 17:31h
  • All die Politiker und Pfaffen, die uns ständig diskriminieren sind mitschuldig an sowas und noch vielen Dingen mehr. Sie schaffen ein Klima, das Mobbing, Gewalt, Anschläge, Selbstmorde, etc. erst evoziert.
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#3 jojoAnonym
#4 FloAnonym
  • 22.12.2010, 18:41h
  • Antwort auf #3 von jojo
  • Danke für Deine Zustimmung!

    Wobei dieses Beispiel zeigt, wie unsinnig die Bewertungsfunktion ist: ich habe "-1" bei 3 Stimmen und Deine Zustimmung zu meinem Beitrag hat "+2" bei 2 Stimmen.

    Diese albernen Bewertungskästchen kann man auch ganz entfernen...
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