Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?13380

LSU-Chef Alexander Vogt freut sich auf den Besuch des Papstes. (Bild: LSU)

Die Lesben und Schwulen in der Union bezeichnen die geplante Papst-Rede im Bundestag als "große Ehre" und weisen die scharfe Kritik von Volker Beck und dem LSVD als respektlos zurück.

"Der Staatsbesuch des Papstes und seine geplante Rede vor dem Deutschen Bundestag sind ein einmaliges Ereignis und eine große Ehre", erklärte LSU-Chef Alexander Vogt am Montag. Er forderte Homo-Aktivisten auf, dem Papst den "gebührenden Respekt" als Staatsoberhaupt zukommen zu lassen. "Mir fehlt jegliches Verständnis für den Tonfall, der hier von Volker Beck angeschlagen wird", erklärte Vogt. Auch der Lesben- und Schwulenverband solle sich mit seiner Kritik zurück halten: "Ein Verband, der sich für Toleranz einsetzt, sollte diese auch gegenüber Andersdenkenden walten lassen. Die Diktion des LSVD ist vollkommen überzogen und inakzeptabel."

Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) hatte am Donnerstag bekannt gegeben, dass Papst Benedikt XVI. als erster katholischer Kirchenführer im Bundestag eine Rede halten darf. Daraufhin kritisierte der LSVD, dass damit im deutschen Parlament eine "Bühne für Homophobie" geboten werde. Auch der grüne Fraktionsgeschäftsführer Volker Beck lehnte die geplante Rede ab (queer.de berichtete). Die Homo-Aktivisten erinnerten daran, dass der Papst und seine Kirche sämtliche Gesetze zur Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben - egal ob Antidiskriminierungsgesetz oder Lebenspartnerschaftsgesetz - kategorisch abgelehnt haben. Zuletzt hatte der Papst sogar erklärt, dass Gott persönlich Homosexualität ablehnt (queer.de berichtete).

Renate Künast auch papsttreu


Papst Benedikt XVI. verurteilt alle gesetzlichen Vorhaben zur Gleichstellung von Schwulen und Lesben, wird aber dennoch von einigen unter ihnen geliebt.

Für die Kritik am Papstbesuch wurde Volker Beck bereits von seiner Fraktionschefin Renate Künast gerüffelt (queer.de berichtete). Sie hatte erklärt, dass die erste Rede eines Papstes im deutschen Parlament trotz der Bedenken "in Ordnung" gehe.

Auch die LSU sieht in der homofeindlichen Politik der römischen Glaubensgemeinschaft kein Problem, sondern setzt sich für einen "intensiven Dialog mit der katholischen Kirche" ein. Viele Mitglieder der LSU sind in den christlichen Kirchen aktive und engagierte Mitglieder und erfahren in ihrer Arbeit Respekt und Anerkennung", sagte der der LSU-Bundesvorsitzende. Er erinnerte daran, dass die Grundlage christdemokratischer Politik ein "klares Wertebekenntnis" sei. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 daVinci6667
  • 20.12.2010, 14:52h

  • Soso eine große Ehre ist es für euch also eure Schrankschwester Benedicta zu begrüßen! Es scheint als waert ihr eurem "himmlischen Vater" (LOL) sogar noch dankbar für seine homophoben Äußerungen und nur schon froh, nicht wie im Mittelalter bei den Katholen üblich auf dem Scheiterhaufen oder Galgen zu enden! Mein Gott, ihr seid doch schwul/lesbisch, wie könnt ihr euch nur so verbiegen. Wie tief können GLBT,s in der Union denn noch sinken?
  • Antworten » | Direktlink »
#2 jojoAnonym
  • 20.12.2010, 15:14h
  • respekt? wofür genau? dafür, dass er als staatsoberhaupt legislative, judikative und exekutive vereint - also ein absolutistischer herrscher ist? sollen wir das oberhaupt des letzten explizit undemokratischen staates europas wirklich als solches respektieren?

    als person hat zunächst mal jeder mensch meinen respekt. den muss sich auch niemand verdienen. man kann ihn aber verspielen!
  • Antworten » | Direktlink »
#3 RalfAnonym
  • 20.12.2010, 15:15h
  • Ein Verband, der sich für Menschenrechte einsetzt, darf dem Papst keinen Respekt zollen, und der Besuch eines Menschenverächters und Hasspredigers ist keine Ehre; dass man ihn zu einer Rede im Bundestag einlädt, ist gar eine Schande. Wenn es noch eines Beweises bedurfte, dass die LSU massiv gegen Schwule und Lesben arbeitet, dann hat sie ihn jetzt geliefert. Hass ist nicht die Meinung Andersdenkender, und Hass ist nicht zu tolerieren. Wie lange dauert es noch, bis auch Achmadinedschad im Bundestag seine Hetze verbreiten darf? Wird die LSU dann genauso auf dem Bauch im Dreck vor ihm kriechen wie jetzt vor seinem Geistesverwandten Ratzinger?
  • Antworten » | Direktlink »
#4 jojoAnonym
  • 20.12.2010, 15:15h
  • Antwort auf #1 von daVinci6667
  • "Wie tief können GLBT,s in der Union denn noch sinken?"

    wie sagen doch die anhänger dieser gottheit? "man kann nicht tiefer fallen als in gottes hand."
    und manchmal hält er die hand anscheinend sehr sehr tief...
  • Antworten » | Direktlink »
#5 eMANcipation*Anonym
  • 20.12.2010, 15:28h
  • Nicht nur virtuell aufregen, sondern gemeinsam - wie von @stromboli angeregt - eine Petition gegen diesen unerträglichen Angriff auf die demokratische Verfassung organisieren!

    Wenn wir hier nicht ein deutliches Zeichen setzen, dann ist der Damm in Richtung des religiös befeuerten Rollbacks endgültig gebrochen.

    Jetzt brauchen wir eine breite Allianz von Schwulen, Lesben, Feministinnen, überhaupt aufgeklärten Menschen und Demokraten, die sich mit ganzer Kraft dagegen wehrt,

    dass eine angebliche demokratische Volksvertretung zur Propaganda-Plattform für religiöse Hassverbreiter wird, die in unzähligen Fällen nachweislich unser gleichberechtigtes Lebensrecht angegriffen und sich als geistige Brandstifter betätigt haben und weiterhin betätigen!

    Wer hat Ideen für den Petitionstext?
  • Antworten » | Direktlink »
#6 KünastAnonym
  • 20.12.2010, 15:49h
  • R. Künast zu Papst und Beck: Es gibt keinen Dissens zwischen Volker Beck und mir. Wo nun die Mehrheit des Ältestenrates entschieden hat, den Papst zur Rede im Bundestag einzuladen, gehen wir dort hin. Aber unser Ziel der Gleichbehandlung der Religionen bleibt bestehen, wir nehmen die Diskrimierung Homosexueller nicht hin und erwarten die vollständige Aufklärung der Fälle sexuellen Mißbrauchs von Kindern.

    www.facebook.com/home.php?#!/renate.kuenast
  • Antworten » | Direktlink »
#7 HumorlosAnonym
  • 20.12.2010, 15:53h
  • Das ruft förmlich nach einem Nackt-Gottesdienst von Bischöfin Eva Brunne im Berliner Dom!!!

    Macht Benedikt zu einer Luther'schen !!!!
  • Antworten » | Direktlink »
#8 goddamn. liberalAnonym
  • 20.12.2010, 16:21h
  • Der Dialog zwischen Herrenmensch und Untermensch ist manchmal recht schwierig...
    man stelle sich einen Dialog zwischen einem schwulen Häftling und einem Lager- bzw. Gefängniskommandanten im Spanien Francos (anscheinend Overbecks Idealstaat) oder Adenauers CDU- Staat vor, dessen Mentalität Ratzinger bis heute prägt. Schwierig auch für ganz brave LSUler...
  • Antworten » | Direktlink »
#9 LorenProfil
  • 20.12.2010, 16:33hGreifswald
  • Homo-Gurke für Kauder, okay.
    Aber lässt sich da nicht für Vogt und seine Gurkentruppe auch noch ein -der Bedeutung angemessenes- erbärmlich winziges Gürkchen irgendwo finden?
  • Antworten » | Direktlink »
#10 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 20.12.2010, 16:39h
  • Die LSU hat sich wohl die liebe Frau Renate Künast als Beispiel genommen. Die findet es ja auch gut, daß der Papst im Bundestag sprechen darf. Warum also sollte man da anderer Meinung sein???
  • Antworten » | Direktlink »