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Zwei Frauen beginnen nach einer Party das Liebesspiel mit einer Augenbinde. Das ist zu heiß fürs italienische Werbefernsehen: Ein 30-sekündiger Werbespot für den Renault Twingo ist nun von der privaten Sendergruppe Mediaset sowie der öffentlich-rechtlichen RAI abgelehnt worden (beide Ketten unterstehen Ministerpräsident Silvio Berlusconi).

Der Spot rief nicht nur Moralwächter auf den Plan. In Foren haben Schwule und Lesben den Spot als diskriminierend bezeichnet. Ein Kaufanreiz für Lesben ist die Twingo-Reklame ohnehin kaum: Die Moral des Werbefilms ist eher, dass sich Lesben vor diebischen Renault-Fahrerinnen in Acht geben müssen. (dk)



16 Kommentare

#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 Nyggy
  • 20.12.2010, 16:36h
  • Antwort auf #1 von FoXXXyness
  • Der Frage schließe ich mich an. Kann an dem Spot auch nichts Diskriminierendes finden.

    Man sollte mal die Kirche im Dorf lassen.
    Einerseits wird Sichtbarkeit verlangt, doch wenn der Ruf erhört wird, ist's auch wieder nicht richtig.

    Nicht immer alles so bierernst, sondern zur Abwechslung mal mit Humor nehmen...
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#3 weserAnonym
  • 20.12.2010, 16:51h
  • Antwort auf #2 von Nyggy
  • "Einerseits wird Sichtbarkeit verlangt, doch wenn der Ruf erhört wird, ist's auch wieder nicht richtig."

    Du hast da was falsch verstanden, Sichtbarkeit von lesbischen Darstellungen wie sie in diesem Spot gezeigt wird gibt genug.
    Was fehlt ist die Sichtbarkeit von schwulen, erotischen Darstellungen.
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#4 eumel4limaAnonym
  • 20.12.2010, 17:01h
  • "Was fehlt ist die Sichtbarkeit von schwulen, erotischen Darstellungen."

    In der Werbung???? Es tut mir echt Leid, aber in der Werbung geht es um möglichst große Zielgruppen. Wo sind denn z. B.: junge Türkinnen oder Eltern autistischer Kinder in der Werbung repräsentiert?!

    Klar - wer gerne auf freie Medien verzichten möchte, der kann auch fordern, dass mehr schwule repräsentiert werden.

    (Außerdem: Erotik muss ich persönlich auch zwischen Heteropaaren nicht am Nachmittag im Fernsehen sehen!!)
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#5 weserAnonym
  • 20.12.2010, 17:40h
  • Antwort auf #4 von eumel4lima
  • Schon mal daran gedacht das es neben den Schwulen viele Männer mit Bineigung gibt deren homoerotische Seite durch gegenwärtige gesellschaftliche Einflüsse permanent unterdrückt wird?
    Oder wie erklärst du dir die, im Gegenssatz zu früher, immer weniger werdende Bereitschaft junger Männer homosexuelle Erfahrungen zu machen?
    Und nein, es geht nicht nur um Werbung.

    Das Argument das lesbische Darstellung in Werbung, Fernsehen und Kino gerne von heterosexuellen Männern gesehen werden kann man auch umgekehrt anwenden, es gibt es viele heterosexuelle Frauen die schwule Darstellungen sexy finden.

    Wenn weiterhin schwules nicht sichtbar gemacht wird und der Schwule in den Medien nie erotisch oder sexy, sondern als alberne Witzfigur dargestellt wird, werden sich Klischees kaum ändern.
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#6 julian21
  • 20.12.2010, 19:46h
  • Antwort auf #2 von Nyggy
  • Ich finde den Clip auch nicht sonderlich schlimm. Ist ja nicht so, als dass Lesben jetzt bekannt dafür wären besonders gerne (Autos) zu klauen.

    Aber die Kritik geht denke ich in die Richtung, dass, wenn Lesben schon mal im Fernsehen gezeigt werden, sie dann nicht auch noch in nem negativen Licht (als hinterhältige Diebinnen) gezeigt werden sollten. Das finde ich dann schon wieder verständlich.

    Minderheiten - muss ich als Schwuler eigentlich nicht mehr sagen - sind ja generell besonders anfällig für Vorurteile. Perfekte Beispiele: Ausländer oder in Deutschland besonders Muslime (Stichwort: Zwangsheirat oder auch Homophobie).

    @ Kommentar #3
    "Sichtbarkeit von lesbischen Darstellungen wie sie in diesem Spot gezeigt wird gibt genug"

    Den Eindruck habe ich nicht.
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#7 eMANcipation*Anonym
  • 20.12.2010, 20:11h
  • Antwort auf #3 von weser
  • Sehr richtig!

    Vom üblichen Heterosexismus, bei dem Frauen als angeblich unwiderstehliche Sexobjekte dargestellt werden, gibt es mehr als genug.

    Besser gesagt werden wir damit rund um die Uhr auf allen Kanälen und an allen Orten so zugedröhnt, dass ich es nur noch zum Kotzen finde!

    Immer noch penetranter, noch aggressiver, und selbst schwule Männer haben anscheinend noch nicht so ganz begriffen, welch verheerende Folgen diese heterosexistischen Darstellungen -

    und dass Männer ausdrücklich NICHT und nicht einmal ansatzweise in vergleichbarer Weise gezeigt werden -

    gerade für die effektive sexuelle Freiheit und Selbstbestimmung junger Männer haben.

    Um die Darstellung selbstbewusster lesbischer Identität geht es hier aber ganz sicher auch nicht!
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#8 eMANcipation*Anonym
  • 20.12.2010, 20:21h
  • Antwort auf #5 von weser
  • Zunächst einmal geht es um HOMOsexuelles Interesse, das zunehmend verdrängt und von Anfang an unterdrückt wird.

    Inwieweit sich das in irgendeine bisexuelle Orientierung einfügt, könnte man dann beurteilen, wenn in dieser Gesellschaft nicht jedem Menschen von kleinauf eine heterosexuelle Identität aufgeherrscht werden und insbesondere jungen Männern als notwendige Bedingung für ihre "Männlichkeit" eingehämmert werden würde.

    Dann wäre nach meiner Einschätzung so mancher "Hetero mit Bineigung" nämlich ziemlich schwul!

    Weiterhin finde ich den Begriff "Bereitschaft" unpassend - du meintest sicherliche die effektive, gefühlte FREIHEIT, homosexuelles Interesse überhaupt zuzulassen und sich nicht von Anfang an und nicht zuletzt dank der hier diskutierten, immer aggressiveren heterosexistischen Bilderflut, vor sich selbst und anderen als heterosexuell beweisen zu müssen. Big brother Facebook is watching you!
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#9 Nyggy
  • 21.12.2010, 07:55h
  • Klappt ja wunderbar, die "Minderheiten" untereinander auszuspielen.
    "Wir sind die größer (oder vielleicht kleinere?!) Minderheit und deswegen sind wir viiiieeeel schlimmer dran, als ihr!"

    Sorry, aber wie soll denn die sogenannte Mehrheit das Ausgrenzen beenden, wenn die sogenannten Minderheiten sich untereinander gegenseitig in die Pfanne hauen...

    Naja, ich als Lesbe bin hier unter Schwulen die Minderheit, also krieg ich jetzt mein Fett weg...
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#10 julian21