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Kommentare zu:
"Lesbische" Werbung erregt Berlusconi und Italo-Homos


#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 Nyggy
  • 20.12.2010, 16:36h
  • Antwort auf #1 von FoXXXyness
  • Der Frage schließe ich mich an. Kann an dem Spot auch nichts Diskriminierendes finden.

    Man sollte mal die Kirche im Dorf lassen.
    Einerseits wird Sichtbarkeit verlangt, doch wenn der Ruf erhört wird, ist's auch wieder nicht richtig.

    Nicht immer alles so bierernst, sondern zur Abwechslung mal mit Humor nehmen...
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#3 weserAnonym
  • 20.12.2010, 16:51h
  • Antwort auf #2 von Nyggy
  • "Einerseits wird Sichtbarkeit verlangt, doch wenn der Ruf erhört wird, ist's auch wieder nicht richtig."

    Du hast da was falsch verstanden, Sichtbarkeit von lesbischen Darstellungen wie sie in diesem Spot gezeigt wird gibt genug.
    Was fehlt ist die Sichtbarkeit von schwulen, erotischen Darstellungen.
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#4 eumel4limaAnonym
  • 20.12.2010, 17:01h
  • "Was fehlt ist die Sichtbarkeit von schwulen, erotischen Darstellungen."

    In der Werbung???? Es tut mir echt Leid, aber in der Werbung geht es um möglichst große Zielgruppen. Wo sind denn z. B.: junge Türkinnen oder Eltern autistischer Kinder in der Werbung repräsentiert?!

    Klar - wer gerne auf freie Medien verzichten möchte, der kann auch fordern, dass mehr schwule repräsentiert werden.

    (Außerdem: Erotik muss ich persönlich auch zwischen Heteropaaren nicht am Nachmittag im Fernsehen sehen!!)
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#5 weserAnonym
  • 20.12.2010, 17:40h
  • Antwort auf #4 von eumel4lima
  • Schon mal daran gedacht das es neben den Schwulen viele Männer mit Bineigung gibt deren homoerotische Seite durch gegenwärtige gesellschaftliche Einflüsse permanent unterdrückt wird?
    Oder wie erklärst du dir die, im Gegenssatz zu früher, immer weniger werdende Bereitschaft junger Männer homosexuelle Erfahrungen zu machen?
    Und nein, es geht nicht nur um Werbung.

    Das Argument das lesbische Darstellung in Werbung, Fernsehen und Kino gerne von heterosexuellen Männern gesehen werden kann man auch umgekehrt anwenden, es gibt es viele heterosexuelle Frauen die schwule Darstellungen sexy finden.

    Wenn weiterhin schwules nicht sichtbar gemacht wird und der Schwule in den Medien nie erotisch oder sexy, sondern als alberne Witzfigur dargestellt wird, werden sich Klischees kaum ändern.
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#6 julian21
  • 20.12.2010, 19:46h
  • Antwort auf #2 von Nyggy
  • Ich finde den Clip auch nicht sonderlich schlimm. Ist ja nicht so, als dass Lesben jetzt bekannt dafür wären besonders gerne (Autos) zu klauen.

    Aber die Kritik geht denke ich in die Richtung, dass, wenn Lesben schon mal im Fernsehen gezeigt werden, sie dann nicht auch noch in nem negativen Licht (als hinterhältige Diebinnen) gezeigt werden sollten. Das finde ich dann schon wieder verständlich.

    Minderheiten - muss ich als Schwuler eigentlich nicht mehr sagen - sind ja generell besonders anfällig für Vorurteile. Perfekte Beispiele: Ausländer oder in Deutschland besonders Muslime (Stichwort: Zwangsheirat oder auch Homophobie).

    @ Kommentar #3
    "Sichtbarkeit von lesbischen Darstellungen wie sie in diesem Spot gezeigt wird gibt genug"

    Den Eindruck habe ich nicht.
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#7 eMANcipation*Anonym
  • 20.12.2010, 20:11h
  • Antwort auf #3 von weser
  • Sehr richtig!

    Vom üblichen Heterosexismus, bei dem Frauen als angeblich unwiderstehliche Sexobjekte dargestellt werden, gibt es mehr als genug.

    Besser gesagt werden wir damit rund um die Uhr auf allen Kanälen und an allen Orten so zugedröhnt, dass ich es nur noch zum Kotzen finde!

    Immer noch penetranter, noch aggressiver, und selbst schwule Männer haben anscheinend noch nicht so ganz begriffen, welch verheerende Folgen diese heterosexistischen Darstellungen -

    und dass Männer ausdrücklich NICHT und nicht einmal ansatzweise in vergleichbarer Weise gezeigt werden -

    gerade für die effektive sexuelle Freiheit und Selbstbestimmung junger Männer haben.

    Um die Darstellung selbstbewusster lesbischer Identität geht es hier aber ganz sicher auch nicht!
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#8 eMANcipation*Anonym
  • 20.12.2010, 20:21h
  • Antwort auf #5 von weser
  • Zunächst einmal geht es um HOMOsexuelles Interesse, das zunehmend verdrängt und von Anfang an unterdrückt wird.

    Inwieweit sich das in irgendeine bisexuelle Orientierung einfügt, könnte man dann beurteilen, wenn in dieser Gesellschaft nicht jedem Menschen von kleinauf eine heterosexuelle Identität aufgeherrscht werden und insbesondere jungen Männern als notwendige Bedingung für ihre "Männlichkeit" eingehämmert werden würde.

    Dann wäre nach meiner Einschätzung so mancher "Hetero mit Bineigung" nämlich ziemlich schwul!

    Weiterhin finde ich den Begriff "Bereitschaft" unpassend - du meintest sicherliche die effektive, gefühlte FREIHEIT, homosexuelles Interesse überhaupt zuzulassen und sich nicht von Anfang an und nicht zuletzt dank der hier diskutierten, immer aggressiveren heterosexistischen Bilderflut, vor sich selbst und anderen als heterosexuell beweisen zu müssen. Big brother Facebook is watching you!
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#9 Nyggy
  • 21.12.2010, 07:55h
  • Klappt ja wunderbar, die "Minderheiten" untereinander auszuspielen.
    "Wir sind die größer (oder vielleicht kleinere?!) Minderheit und deswegen sind wir viiiieeeel schlimmer dran, als ihr!"

    Sorry, aber wie soll denn die sogenannte Mehrheit das Ausgrenzen beenden, wenn die sogenannten Minderheiten sich untereinander gegenseitig in die Pfanne hauen...

    Naja, ich als Lesbe bin hier unter Schwulen die Minderheit, also krieg ich jetzt mein Fett weg...
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#10 julian21
#11 Nyggy
#12 stromboliProfil
  • 21.12.2010, 10:19hberlin
  • Antwort auf #8 von eMANcipation*
  • ziehen wir mal die diskussion um unter anderen aspekten auf:
    Statt einer erziehung mit hetero oder homonormierten vorgaben, sollte eine geschlechterneutrale erziehung stattfinden: bi - sexualität nicht eine bindende form dann darstellt, sondern die wahlfreiheit offenhält sich zu sexualität zu beziehen ohne dabei bipolar zu denken.
    Im besten falle dann eine gesellschaft heranwächst die homo/heteroseximus als möglichkeit einer ihr liebgewordenen sexualpraxis versteht und nicht als gesellschaftliches dogma.

    Erst die universellen angebote machen freie entscheidungen möglich!
    Dann bräuchten wir uns auch nicht mehr über die jungen männer mit eingehämmerten männlichkeiten nach heterosexiastischer vorlage gedanken zu machen.

    Bisexualität also das experiment der zukunft sein wird, nachdem homosexualität seine chance der gesellschaftlichen veränderung verspielt hat!
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#13 eMANcipation*Anonym
  • 21.12.2010, 10:51h
  • Antwort auf #12 von stromboli
  • Wie soll denn eine Gesellschaft mit effektiver Gleichberechtigung von Homo- und Heterosexualität jemals Realität werden,

    wenn Homosexualität ihre "Chance der gesellschaftlichen Veränderung verspielt"???

    Wie soll es dann jemals zur Auflösung von "eingehämmerten Männlichkeiten nach heterosexistischer Vorlage" kommen?

    Welchen Beitrag siehst du von so genannten Bisexuellen zur Emanzipation von der Heteronormativität und vom Heterosexismus?

    Ich sehe da praktisch überhaupt nichts, sondern eher, dass sich die von dir zitierte "Bisexualität als Experiment der Zukunft" in einer wieder zunehmenden Verdrängung von Homosexualität aus dem Bewussten und Sichtbaren äußert und dann allenfalls wieder versteckte Homosexualität bedeutet.

    Tut mir leid, aber nur wenn Schwule ihre Chance NICHT verspielen, effektive Freiheit und Selbstbestimmung herzustellen, wird es aus meiner Sicht jemals zu den "universellen Angeboten, die freie Angebote möglich machen" kommen!

    Und momentan, da gebe ich dir Recht, versagen wir da kläglich, weil wir noch nicht einmal das Ausmaße des herrschenden Heterosexismus und dessen Reproduktionskanäle erfasst haben, geschweige denn ihnen selbstbewusst, kreativ und frech etwas entgegensetzen!
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#14 eMANcipation*Anonym
#15 Sunbear
  • 22.12.2010, 09:52h
  • Was ist jetzt bitte an dem Werbespot so "Aufregend"?
    So ein stinkelangweiliger Werbespot.

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#16 DerBastiAnonym
  • 22.12.2010, 13:36h
  • Klar das der Clip Berlusconi stört - wenn ein 70jähriger alter Sack in einem Twingo eine 17jährige befummelt hätte, wär der Clip für solche Leute aber noch akzeptabel.
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