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Kent Blackwelder

Ein zwölf Jahre altes Mädchen aus Tennessee sieht auf DVD ein paar Sekunden Werbung für schwule Erotik. Wegen psychologischer Schäden verlangt ihr Vater vier Millionen Dollar - erfolglos.

Zwei Jahre lang hat sich das Verfahren inzwischen hingezogen, nun haben die acht Geschworenen in Knoxville die Klage als unbegründet abgewiesen. Kläger war Kent Blackwelder, der 2001 als Kandidat der Realityshow "Big Brother" für 40 Tage Berühmtheit erlangt hatte.

Er verlangte vom kalifornischen Händler Specialty Publications vier Millionen Dollar Entschädigung, weil die Firma ihm eine schwule Werbe-DVD zugesandt hatte. Das Video versprach eine kostenlose Zusendung des pornografischen Films "Titan Men's Fresh Farm", wenn der Kunde das Magazin "Freshmen" abonniert. Seine minderjährige Tochter öffnete jedoch das Paket, hieß es in der Anklageschrift, weil sie dachte, es handele sich um eine Disney-DVD. Sie schaute daraufhin insgesamt fünf Sekunden Bilder von nackten Männern in eindeutigen Posen an.

Kläger: Nacktbilder sorgen für Psychoschock


Die Fünf-Millionen-Dollar-Sendung war eine Werbung für das Homo-Magazin "Freshmen". (Bild: Freshmen)

Blackwelder erklärte, er habe die Porno-Werbung nicht bestellt. Seine geschockte Tochter habe er nach dem Abspielen der DVD psychologisch behandeln lassen müssen. Daher sei eine hohe Schmerzensgeldforderung gerechtfertigt. Specialty Publications beteuerte jedoch, dass sich Blackwelder 2005 an einem Preisausschreiben des schwulen Reisemagazins "The Out Traveler" beteiligt habe und dabei seine Zustimmung für die Zusendung von Werbematerialien für Erwachsene gegeben habe. Außerdem sei die Sendung gut verpackt gewesen und habe sichtbare Warnhinweise enthalten.

Die Geschworenen folgten schließlich der Ansicht der Verteidigung. Anwalt Richard Hollow hatte argumentiert, dass es Aufgabe der Eltern sei, die eigene Post zu öffnen und Kinder von möglicherweise nicht altersgerechten Material zu schützen. (dk)



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 CGastAnonym
#3 lukeAnonym
  • 20.12.2010, 17:39h
  • "Blackwelder erklärte, er habe die Porno-Werbung nicht bestellt und habe seine geschockte Tochter psychologisch behandeln lassen müsse."

    Ich glaub, das Mädchen wird einen größeren Schaden davon getragen haben, 2 Jahre lang in ein Verfahren eingespannt gewesen zu sein, weil ihr gieriger Vater dachte, aus ihr und dem Umstand, dass sie 5 Sekunden diese DVD geschaut hat, schnell Kapital schlagen zu können.
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#4 vingtans
  • 20.12.2010, 19:39h
  • amis eben!!

    aber mal unter uns, ich hätte auch geklagt!

    klappt ja...gibts ja mitlerweile dutzende leute die millionen an schmerzensgeld bekommen haben, für zu heiße kaffeebecher oder gräten und haare im essen oder weil die bordsteine zu flach sind.

    da lohnen sich also bescheuerte klagen.
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#5 moneyAnonym
  • 20.12.2010, 20:14h
  • Ich habe auch als 12 jähriger bei meinem Bruder Pornos entdeckt als ich an seinem PC zocken wollte. Kann ich jetzt die Pornoindustrie verklagen? Oder meinen Bruder verklagen weil er keine Schwulenpornos rumliegen hatte und ich als schwuler Junge gezwungen war ein Heteropaar beim Sex zu sehen?

    Das so eine Klage wie in diesem Fall mit dem Mädchen nicht direkt abgewiesen wird ist unbegreiflich. Man überlege sich die teuren unnötigen Kosten wenn so ein Verfahren 2 Jahre dauert.
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#6 MaxiAnonym
  • 20.12.2010, 20:21h
  • "Seine Tochter öffnete jedoch das Paket, hieß es in der Anklageschrift, weil sie dachte, es handele sich um eine Disney-DVD"

    Die nackten Männer auf dem Cover mit Disney Figuren verwechselt?
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