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Volker Kauder (CDU) hält alle Schwulen und Lesben für schlechte Eltern (Bild: Frank Bergmann)

Politiker von SPD, FDP und Grünen zeigen sich empört über das negative Zeugnis, das CDU/CSU-Fraktionschef Volker Kauder allen Homo-Eltern ausspricht - selbst die LSU ist verschnupft.

Kauder hatte in einem Interview mit der "Berliner Zeitung" gesagt, dass Kinder sich generell nicht wünschten, bei gleichgeschlechtlichen Eltern aufzuwachsen (queer.de berichtete). Während sich Spitzenpolitiker der Union nach den Äußerungen bedeckt halten, kritisieren FDP-Politiker ihren Koalitionspartner. Fraktionsvizechefin Miriam Gruß nannte die Aussage Kauders "absurd": "Es ist nicht die Aufgabe von Herrn Kauder zu entscheiden, was sich Kinder wünschen. Für Kinder ist es entscheidend, dass sie stabile Bindungen haben", sagte die 35-Jährige aus Bayern. Der Dortmunder Bundestagsabgeordnete Michael Kauch, der selbst in einer eingetragenen Partnerschaft lebt, erklärte: "Es gibt Tausende Kinder, die bei Homosexuellen groß werden". Alle Studien würden belegen, dass dies keine negativen Folgen für die Kinder habe. Erst 2009 veröffentlichte das Bundesjustizministerium eine Untersuchung, die diese Behauptung untermauert (queer.de berichtete).

"Blanker Populismus", "dumpf-uninformiert"


NRW-Emanzipationsministerin Barbara Steffens: "Runder Tisch gegen Homophobie" für Homo-Gegner wie Kauder gegründet. (Bild: Grüne NRW)

Die grüne NRW-Emanzipationsministerin Barbara Steffens bezeichnete Kauders Äußerungen sogar als "blanken Populismus" und warf dem Tuttlinger Unwissenheit vor: "Er weiß nicht, wovon er redet", erklärte die 48-jährige Ministerin gegenüber der WAZ-Gruppe. "Für Menschen wie Kauder haben wir in NRW einen Runden Tisch gegen Homophobie gegründet."

Ähnlich äußerte sich Johannes Kahrs (SPD). Der Hamburger Bundestagsabgeordnete nannte Kauder "absolut realitätsfremd". Offenbar wolle der Unionspolitiker "mit dumpf-uninformierten, vordergründig 'wertkonservativen' Statements auf Stimmenfang für die Union gehen".

Selbst die Lesben und Schwulen in der Union (LSU) rüffeln ihren Parteifreund. "Es ist sehr ärgerlich, dass die Union immer wieder versucht, ihr familienpolitisches Profil auf Kosten gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften zu schärfen", kritisierte LSU-Chef Alexander Vogt. Selbstverständlich stehe auch für ihn das Kindeswohl an erster Stelle. Allerdings seien Probleme von Kindern gleichgeschlechtlicher Elternteile "auf das sonstige Umfeld" zurückzuführen, das Schwule und Lesben aus ideologischen Gründen ablehne. "Dort muss der Hebel angesetzt werden, nicht bei der Elternschaft", so Vogt. "Lesben und Schwule erziehen ihre Kinder mit der gleichen Liebe und Fürsorge wie Heterosexuelle. Sie sind keine Eltern zweiter Klasse!" (dk)



#1 Planlos
  • 21.12.2010, 12:47h
  • na ja bleibt zu hoffen das dem kauder im endefekt sein dummes gesülze im halz stecken bleibt ...und seine pollitikische kariere ein vorzeitiges ende beschert wird denn dan würde sich auch zeigen wie weit wir denn gekommen sind im kampf um gleichberechtigung...oder ob nicht doch alles blose lipenbekentnisse sind :0)

    in diesem sinne liebe freunde einen schönen tag noch !
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#2 stromboliProfil
#3 FloAnonym
  • 21.12.2010, 13:08h
  • Von der CSU/CSU erwarte ich nichts anderes...

    Natürlich sagen alle (seriösen) wissenschaftlichen Studien, dass Homosexuelle genau so gute Eltern sein können wie Heterosexuelle und dass Kinder da genauso gut aufwachsen.

    Aber Fakten und Argumente haben die Union noch nie interessiert und Wissenschaft mögen sie nur, wenn ihnen die Ergebnisse in ihr Weltbild passen.

    Und die FDP ist auch nicht besser - die sind doch eh nur das Schoßhündchen der Union.
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#4 KameliendameEhemaliges Profil
  • 21.12.2010, 14:07h
  • Wieso ist die LSU denn verschnupft?
    Das was der ätzende Kauder sagt liegt doch genau auf der Linie des Papstes. Und über den freuen sie sich doch noch.
    Wie lächerlich.
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#5 el fuegoAnonym
#6 kauderwelschAnonym
  • 21.12.2010, 14:41h
  • Antwort auf #4 von Kameliendame
  • aud den linien des papstes

    domradio

    Er finde, „dass der Papst im Bundestag reden sollte, wenn er das möchte“, so Özdemir. Er sei grundsätzlich für einen ehrlichen und offenen Dialog, der bekanntlich nur möglich sei, wenn man zuhöre, miteinander rede und nicht die Tür verschließe. Angesichts der globalen Herausforderungen habe der Werte-Kompass der Religionen eine wichtige Funktion. Der Papst sei Repräsentant einer der bedeutendsten Religionen weltweit, die gerade in Deutschland eine zentrale Rolle habe. „Ich bin daher gespannt, welche Themen der Papst in seiner Rede ansprechen wird“, meinte Özdemir.

    www.domradio.de/aktuell/70112/alles-andere-als-unisono.html
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#7 eMANcipation*Anonym
  • 21.12.2010, 14:59h
  • Eigentlich können sich die Herrschaften ihre Empörung sparen, denn schließlich
    haben sie gerade beschlossen, einem noch viel schlimmeren Hassverbreiter und geistigen Brandstifter eine Plattform im Bundestag zu bieten, der Leuten wie Herrn Kauder regelmäßig und nachweislich die Vorlagen liefert.

    Das Letzte, was wir brauchen, ist geheuchelte Empörung über Entwicklungen, die diese so genannten Volksvertreter mit ihrem eigenen Verhalten, mit den legislativen Freibriefen für Diskriminierung und Menschenfeindlichkeit und inzwischen mit der demonstrativen Umarmung von Hasspredigern selbst befördern.

    Sehen wir der Realität ins Auge: Mehr als fadenscheinige, verlogene Heuchelei haben wir in diesem Land offensichtlich nicht zu erwarten - schon gar keinen effektiven Schutz vor den ganz alltäglichen Angriffen auf unsere Menschenwürde und unser uneingeschränkt gleiches Lebensrecht!
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#8 FloAnonym
  • 21.12.2010, 15:25h
  • Antwort auf #6 von kauderwelsch
  • Wenn Herr Özdemir findet, man solle ruhig Hassprediger im Bundestag ein Forum bieten, wieso dann nicht auch Nazis?

    Vielleicht ist auch da nur ein "ehrlicher und offener Dialog" möglich, wenn man "zuhöre und miteinander rede" und "nicht die Tür verschließt".

    Ist Özdemir wirklich so dumm, dass er glaubt, der Papst würde auf Dialog Wert legen? Dann möchte ich aber auch, dass ein Gegner genauso lange reden darf und der Papst sich das auch anhören muss. Oder ist Özdemir letztendlich auch nur einer, der viel labert, aber den Schwanz einzieht, wenn es drauf ankommt und doch wieder nur den Bückling macht?

    Wenn alle im Bundestag vertretenen Parteien uns ins Gesicht spucken und Hasspredigern ein Forum bieten, wird es Zeit, statt auf die Politik nur noch auf uns selbst zu vertrauen und die Dinge selbst in die Hand zu nehmen.
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#9 eMANcipation*Anonym
  • 21.12.2010, 15:26h
  • Antwort auf #7 von eMANcipation*
  • PS:

    Wir brauchen keine "Runden Tische" gegen Homopobie,

    sondern glasklare Gesetze gegen Homophobie und deren Verbreitung

    und einklagbaren Schutz gegen Homophobie vom Kindergarten und der Schule an,

    wie gegen jede andere Form des Rassismus auch!
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#10 anandaAnonym
  • 21.12.2010, 15:34h
  • Antwort auf #9 von eMANcipation*
  • Jeder sollte sich den Ansprüchen "dieser Gesellschaft" verweigern, in die innere Emigration gehen und Gott und den Papst einen guten Mann sein lassen.
    Anders, wenn überhaupt, kann man nicht glücklich werden oder leben.
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