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Bei einer Demonstration in Brisbane fordern Aktivisten die Öffnung der Ehe. (Bild: David Jackmanson / flickr / by 2.0)

Im australischen Parlament werden die Stimmen für die Ehe-Öffnung lauter - die katholische Kirche fordert nun ihre Mitglieder auf, sich für die Wiederherstellung der "naturgegebenen Ordnung" einzusetzen.

Die Erzdiözese Sydney hat zusammen mit zwei landesweiten katholischen Lobbygruppen einen Brief veröffentlicht, in dem sie alle Katholiken in Australien auffordert, gegen Homo-Rechte aufzubegehren: "Die Ehe zwischen Mann und Frau ist kein religiöses Konstrukt, sondern eine natürliche Institution, die es in allen Kulturen und Religionen gibt. Die Ehe ist eine einmalige naturgegebene Verbindung von Menschen, die sich sexuell ergänzen."

Nach Ansicht der Katholiken bedrohen Homo-Rechte die Kinder in der Gesellschaft. Eine Öffnung der Ehe würde die "Bedeutung und Würde von Mutter- und Vaterschaft" schmälern. Dabei bezeichneten die katholischen Aktivisten den Sex von unfruchtbaren heterosexuellen Paaren als akzeptabel, da "die körperliche Liebe angelegt ist, Leben zu geben". Bei Homosexuellen sei das nicht so. Eine Öffnung der Ehe würde daher nicht "lebensspendend" sein, sondern nur eine "romantische Beziehung ohne wahre Gemeinschaft oder Hoffnung auf Fortpflanzung".

Bewegung in der Labor Party


Finanzministerin Penny Wong (Labor Party) setzt sich für die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben im Eherecht ein. (Bild: nccarf_au / flickr / by-sa 2.0)

Die regierende sozialdemokratische Labor Party spricht sich zwar im Parteiprogramm gegen eine Öffnung der Ehe aus, allerdings werben nun mehrere ihrer Abgeordneten offen für eine Änderung der Parteilinie. Das Thema gewann im November an Bedeutung, als das Parlament einen homofreundlichen Antrag der Grünen mit 73 gegen 72 Stimmen annahm. Darin werden die Abgeordneten aufgefordert, die Menschen in ihrem Wahlkreis nach der Meinung zur Ehe-Öffnung zu befragen. Auch die offen lesbische Finanzministerin Penny Wong hat im Laufe dieses Antrages erstmals ihre Unterstützung der Ehe-Öffnung öffentlich bekannt gegeben. Homo-Gegner innerhalb der Labor Party warfen Wong daraufhin vor, sich von den Grünen überrollen zu lassen.

Premierministerin Julia Gillard, eine Atheistin, und Parteichef Kevid Rudd, ein Anglikaner, haben sich bislang gegen eine Gleichstellung von Schwulen und Lesben im Eherecht ausgesprochen. Seit 2004 ist die Ehe in Australien per Gesetz als Verbindung zwischen Mann und Frau definiert (queer.de berichtete). In vier der sechs Bundesstaaten sowie in der Hauptstadt Canberra haben Regionalparlamente jedoch eingetragene Partnerschaften eingeführt. (dk)



#1 FloAnonym
  • 21.12.2010, 15:29h
  • Immer die Katholiken...

    Die können einfach nicht akzeptieren, dass in einer Demokratie andere Maßstäbe herrschen als in ihrem totalitären Verein und würden am liebsten Demokratie und Rechtsstaat ganz abschaffen um wieder (wie im Mittelalter) selbst zu herrschen und die Leute nach Belieben bevormunden und ausnehmen zu können.

    Das ist eine verfassungsfeindliche Organisation, die Demokratie und Rechtsstaat abschaffen will und schlimmer als jede Sekte ist. (Der Unterschied zwischen Kirchen und Sekten ist eh nur die Größe/Macht und die Geschichte.)

    Eigentlich gehören die verboten - dass sie es nicht sind, zeigt, wie mächtig sie sind.

    Und wenn man sieht, wie sehr auch in Deutschland JEDE im Bundestag vertretene Partei vor dem Papst den Bückling macht, wird klar, dass wir auch in diesem degenerierten Land nichts mehr mit Demokratie und Rechtsstaat zu tun haben.

    Wir sollten uns das nicht länger bieten lassen und endlich die Dinge selbst in die Hand nehmen!!
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#2 jojoAnonym
  • 21.12.2010, 15:30h
  • "eine natürliche Institution, die es in allen Kulturen und Religionen gibt"

    äh, was denn jetzt: natürlich oder kulturell? beides sind bekanntlich gegensätze.

    davon abgesehen: wer sich auch nur ansatzweise mit geschichte und mit anderen kulturen beschäftigt, der weiß, dass die definition der lebenslangen einehe zwischen mann und frau globalhistorisch betrachtet eher ein kuriosum als die regel ist. m.e. wird sich diese fixe idee in ein paar generationen auch in unserer gesellschaft wieder erledigt haben.

    und nicht zuletzt: kennen diese idioten nicht einmal das alte testament? ehen mit mehreren frauen, hunderte von konkubinen, sklavinnen als gebärmaschinen, zwangsheiraten... wer nicht einmal die eigenen kulturellen wurzeln kennt, der soll mal schön die klappe halten, wenn es um angeblich universelle traditionen geht!

    ich lasse mir von blinden nicht die welt der farben erklären.
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#3 jojoAnonym
#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 21.12.2010, 17:37h
  • In Australien gibt es Katholiken? Wer hat die denn da ausgesetzt? Dieses Randgrüppchen wird jedoch keine Chance haben, die Eheöffnung aufzuhalten!
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#6 GeertAnonym
  • 21.12.2010, 17:45h
  • Bevor jetzt wieder die anderen Kirchen gelobt werden: In Australien sind die Anglikaner, was Homosexualität betrifft, noch schlimmer als die Katholiken. So ist der -evangelikale- anglikanische Erzbischof von Sydney einer der größten kirchlichen Homohasser weltweit.
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#7 FoXXXynessEhemaliges Profil
#8 Carlos223Anonym
#9 FloAnonym
  • 22.12.2010, 10:49h
  • Ich finde es auch immer wieder witzig bis peinlich, wie diese Pfaffen von Naturordnung, Naturrecht, Naturgesetz, o.ä. schwadronieren.

    Ginge es nach denen, wäre die Welt noch heute eine Scheibe und rothaarige Frauen würden als Hexen verbrannt. Und noch heute verbreiten die ihre kruden Theorien zur Evolution, zu Kondomen, etc.

    Also wenn es eine Institution gibt, die mit der Natur und ihren Gesetzen rein GAR NICHTS zu tun hat, dann ist es ja wohl die Kirche!
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#10 jojoAnonym