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Kondome? Gott bewahre!

Keine frohe Weihnachtsbotschaft: Die Katholische Glaubenskongregation erlaubt nach wie vor keinen Gebrauch von Gummis.

Von Jürgen Friedenberg

Papst Benedikt XVI pfeift sich wieder einmal selbst zurück. Eine kurz vor Weihnachten von der Katholischen Glaubenskongregation veröffentlichte Note "Über die Banalisierung der Sexualität" stellt klar, dass die Worte des Papstes in dem Aufsehen erregenden Interview mit seinem Biographen Peter Seewald "weder die Morallehre noch die pastorale Praxis ändern." Dies wurde so gedeutet, dass der Vatikan, unter bestimmten Voraussetzungen, erstmals den Gebrauch von Kondomen erlaube.

Doch das Kondom bleibt verboten. Dies ist der Kernsatz der ungewöhnlichen Vorweihnachtsbotschaft des Vatikans. Keine frohe Botschaft also, sondern eine bedauerliche Banalisierung der Sexualität durch die für die "Bewahrung der reinen Lehre" verantwortliche zentrale katholische Institution.

Ausdrücklich wird in der Note darauf verwiesen, dass der eheliche Geschlechtsakt "offen sein muss für die Erzeugung von Nachwuchs." Nach wie vor leugnen die Glaubenshüter die universelle Bedeutung der Sexualität, die ja weit über das körperliche Geschehen hinaus reicht und das Leben des einzelnen, seiner nächsten Mitmenschen und der Gesellschaft wesentlich beeinflusst.

Verzweifeltes Bemühen

Ist es auch Wahnsinn, hat es doch Methode: schon mehrmals hat dieser Papst missverständliche oder auch missverstandene Formulierungen gebraucht und sie dann, wenn das Echo seinen Erwartungen nicht entsprach, nachträglich zu relativieren versucht.

Es mag sein, dass Benedikt in seinem verzweifelten Bemühen, althergebrachte kirchliche Traditionen und zukunftsträchtige An- und Einsichten miteinander zu versöhnen, bewusst diese verbale Schaukelpolitik betreibt. Ob es dem Papst gelingen kann, den Teufel mit Belzebub auszutreiben, ist zumindest fraglich, denn er setzt dabei seine Glaubwürdigkeit aufs Spiel.



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 MarekAnonym
  • 23.12.2010, 16:08h
  • Die können noch so viele Ablenkungsmanöver starten:
    ändern werden die sich nie!!

    Das wird immer eine rückwärtsgewandte, totalitäre Organisation bleiben, die am liebsten Demokratie und Rechtsstaat abschaffen will um wieder (wie im Mittelalter) selbst autokratisch zu herrschen und den Menschen diktieren zu können, wie sie zu leben haben.

    Um ihr Ziel totaler Bevormundung zu erreichen, nehmen die sogar in Kauf, dass Menschen sterben.
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#2 bastapapsta
  • 23.12.2010, 16:14h
  • "Ob es dem Papst gelingen kann, den Teufel mit Belzebub auszutreiben, ist zumindest fraglich".

    Wie soll der sogenannte Papst seine eigene schizopfhrene imaginäre 2. Hälfte "austreiben" ?

    Dazu müsste er ja selbst verschwinden, wenn man seinen Schatten nicht mehr sehen soll.
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#3 herrenlosAnonym
  • 23.12.2010, 16:23h
  • Antwort auf #2 von bastapapsta
  • "...denn er setzt dabei seine Glaubwürdigkeit aufs Spiel."

    dazu müsste er allerdings erstmal eine haben.

    bei menschen, die neben den weltlichen Herren nicht auch noch geistlich-religiöse herren nötig haben, mit sicherheit nicht.
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#4 alexander
  • 23.12.2010, 16:27h
  • von mir aus kann er sich schaukeln was er will ?

    immer wieder die letztendlich gleiche leier, deshalb wohl gebetsmühle ?

    60% der deutschen bevölkerung gehören der evangelischen und katholischen kirche an und das sind jeweils ca, 30% pro kirche .
    also müssen sich 70% den katholenterror unfreiwillig antun und auch noch finanzieren !

    und vor allem ist es ein unding, dass diese "minderheit" unsere politik und damit auch in erheblichem mass UNSER leben massregelt !!!

    die trennung von staat und kirche muss als erstes endlich in reales handeln umgesetzt werden !
    jeder politiker kann privat glauben was er will, aber er gehört sofort aus dem amt entfernt sobald er ZU KREUZE KRIECHT !!!
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#5 J. G. H.Anonym
#6 bastapapsta
#7 FloAnonym
  • 23.12.2010, 16:53h
  • Der Grund, weshalb die Kirche etwas gegen Sex, Selbstbefriedigung, Verhütung, etc. hat, ist ganz einfach:
    es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Sex ein Grundbedürfnis eines gesunden, erwachsenen Menschen ist und dass Sexualität sehr wichtig für körperliche und geistige Gesundheit ist.

    Und glückliche Menschen brauchen keine Heilsprediger, die sie ausnehmen und ihnen Vorschriften machen...

    Die wollen die Leute absichtlich dumm und unzufrieden halten, denn nur dann lassen sie sich gut bevormunden und lenken - und das auch noch, ohne es zu merken....

    Das ist das Geschätfsmodell der Kirche.

    Merke: um ein gutes Mitglied einer Schafherde zu sein, muss man vor allem eines sein: ein Schaf!

    Flo
    PS: Schlimm ist, dass die sich mit ihren Gehirnwäsche-Anhängern nicht zufrieden geben, sondern alle unter ihre Kontrolle bringen wollen. Und die Politik macht das mit. Das zeigt, dass die viel zu mächtig sind und das dringend geändert werden muss.
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#8 stephan
  • 23.12.2010, 17:29h
  • ... wie sagt Hagen Rether so treffend über diesen Mann "In unseren Psychiatrien sitzen Leute für weniger ... "
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#9 FranziAnonym
#10 TierAnonym
  • 23.12.2010, 18:21h
  • Antwort auf #5 von J. G. H.
  • Im Gegensatz zum Menschen fallen Tiere aber nicht auf die RKK rein.
    Tiere töten wenn sie Hunger haben, aber nicht wie der Mensch systematisch und völlig sinnlos.
    Das gefährlichste Lebewese der Erde ist und bleibt der Mensch.
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