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Seit Samstag glücklicke Eltern: Elton John und David Furnish

Der britische Popstar Elton John ist Vater geworden. Wie der 63-Jährige einem Internetmagazin erzählte, sei Zachary Jackson Levon Furnish-John am 25. Dezember in Kalifornien von einer Leihmutter geboren worden. John will das Kind zusammen mit seinem Partner David Furnish (48) aufziehen.

Das Männer-Paar, das seit 17 Jahren zusammenlebt und seit fünf verheiratet ist, sagte in einer gemeinsamen Stellungnahme dem "US Magazine": "Wir sind überwältigt vor Freude und Glücklichkeit in diesem sehr speziellen Moment." Zachary sei gesund und auf dem besten Weg, er habe bei der Geburt 3,6 Kilogramm gewogen. "Wir sind stolze und glückliche Eltern."

John und Furnish gaben an, das Kind selbst aufziehen und die Arbeit nicht an ein Kindermädchen delegieren zu wollen. "Wir wollen aktive Eltern sein. Wir haben ja Erfahrungen mit Kindern durch unsere Hilfsaktionen in Afrika", sagte Furnish.

Wer von den beiden Männern biologischer Vater ist, wurde zunächst nicht bekannt. Die Identität der Leihmutter wollen Elton John und David Furnish zunächst geheim halten.

Das Paar hatte laut dem Sender BBC bereits im letzten Jahr versucht, in der Ukraine ein HIV-positives Kind zu adoptieren. Die Behörden wiesen die Pläne aber ab, da sie die Lebenspartnerschaft der beiden Männer nicht anerkannten. Zudem sei Elton John zu alt gewesen. Der Sänger hat zehn Patenkinder, darunter die Söhne von David und Viktoria Beckham.

Die schwule Vaterschaft ist in der Presse überwiegend positiv aufgenommen worden, bisweilen mit leichten Untertönen. "Elton John ist Vater und Mutter geworden. Häuser, Autos, Gemälde, Möbel und Koks allein machen auf Dauer eben nicht glücklich", ätzt etwa Willi Winkler in einer "Gratulation" in der "Süddeutschen Zeitung". Im Vergleich klingt die "Bild"-Zeitung harmlos: "Es war mit Sicherheit das schönste Weihnachtsgeschenk für Sir Elton John (63) und seinen Ehemann David Furnish (48)! Seit dem 25. Dezember sind sie Väter eines kleinen Jungen." (nb)



#1 dummfugAnonym
  • 28.12.2010, 09:26h
  • Gratulation an die Beiden! Das haben sie aber zeitlich gut geplant... oder wurde da nachgeholfen? :-)

    Wollen wir mal hoffen, das die Presse dem Kind eine glückliche Kindheit lässt und es nicht auf Schritt und Tritt verfolgt. Und nicht dauernd Spekulationen über Haarfarben in die Welt setzt...
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#2 EnyyoAnonym
  • 28.12.2010, 10:18h
  • Antwort auf #1 von dummfug
  • ... na mit Sicherheit werden die beiden sich die nächsten Monate jede Nacht um die Ohren hauen, um Windeln zu wechseln und Fläschchen zu geben!

    Ich (im Alter von David) kann mir Schöneres vorstellen und Elton wird auch nicht mehr so oft die Nächte durchmachen können...

    Und hoffentlich kriegt Zach noch eine Weile die Brust, das hat ja auch eine psychologische Komponente!

    Ich erinnere mich auch noch an die Geschichte um die Adoption des kleinen Ukrainers: zum Glück wird der nie erfahren, dass seine Alternative zur harten Landarbeit in der Kolchose ein Leben im westlichen Luxus gewesen wäre, den seine Regierung aufgrund von unhaltbaren Vorurteilen verursacht hat!
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#3 LeihvaterAnonym
  • 28.12.2010, 11:39h
  • Herzlichen Glückwunsch. Elternschaft ist schon wirklich etwas tolles. Und selbstverständlich gibt es keinen Grund dafür das Schwule nicht auch klasse Väter sein sollen.

    Aus dem sogenannten Embryonenschutzgesetz weht der gleiche Gestank wie einst aus den Nürnberger Rassengesetzen. Sowohl die Väter als auch insbesondere die Kinder sollten unsere ungeteilte Solidarität genießen.

    England zeigt einmal mehr den Faschisten die Stirn und läßt sich weder von den Deutschen, noch von den Franzosen vorschreiben wer Kinder haben darf und wer nicht. Prima! Weiter so!
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#4 KonstantinEhemaliges Profil
#5 Timm JohannesAnonym
  • 28.12.2010, 12:15h
  • Herzlichen Glückwunsch auch von mir an die Familie. Immer mehr schwule Paare entscheiden sich für Kinder, was bisher in den vergangenen Jahrzehnten aufgrund Gesellschaftsdrucks und gesetzlichen Verboten nicht der Fall war. Ich finde dies gut.

    Zwar ließe sich über das Alter des Paares streiten, da es aber auch Heteroväter in diesem Alter gibt, ist es im Sinne der Gleichstellung okay.

    Eher finde ich es generell nicht so toll, wenn Eltern bei der Geburt ihres Kindes schon über 60 Jahre alt sind. Da es aber schwierig ist, die Altersgrenze festzulegen, da dies unterschiedlich gewertet wird, ist dies ein schwieriges Thema. Nach meinem eigenen Empfinden sollte die Altersgrenze der Eltern bei 50 Jahren liegen, während ich eine Altersgrenze von 40 Jahren zu strikt bewerte.

    ---
    Was die Leihmutterschaft angeht, das finde ich sowieso viel besser, als die Adoption eines fremden Kindes. Wenn ich mit meinem Mann mich für Kinder entscheiden würde, dann wäre es der Weg der Leihmutterschaft. Nur leider muss man dies im Ausland dann machen, da dies in Deutschland den Ärzten laut Embyronenschutzgesetz verboten ist.

    Nach Ricky Martin und seiner Familie jetzt also Elton John und seine Familie
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#6 gatopardo
  • 28.12.2010, 13:17h
  • Antwort auf #3 von Leihvater
  • Ja, zuerst einmal sind fortschrittliche Gesetze zu beglückwünschen, wie sie z.B. in Grossbritannien und Spanien gelten. Als fast 70jähriger bin ich allerdings schon mit einer aus dem Tierheim adoptierten 10monatigen Mischlingshündin total überfordert, wie sollte das dann mit einem neugeborenen Kind gehen, bei dem ich obendrein schon 90 werden muss, bevor es erwachsen sein wird ? Auch David wird dann wohl inzwischen das Rentenalter erreicht haben. Das mit dem unnötigen Kindermädchen in Eltons Haushalt wollen wir deshalb mal nicht so ernst nehmen......
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#7 eMANcipation*Anonym
  • 28.12.2010, 13:37h
  • Antwort auf #4 von Konstantin
  • Ich würde mir ebenfalls wünschen, dass wir schwule Identität nicht vorrangig durch Imitation der Hetero-Norm konstruieren, die die eigene Fortpflanzung bekanntermaßen zur "Krönung" und moralischen Pflicht jeder menschlichen Existenz erhebt.

    Woher kommt die Vorstellung, als Schwuler oder überhaupt sein Leben SO und nicht anders führen zu müssen, wenn nicht von der gesellschaftlichen Indoktrination?

    Bewusst und stolz gelebte, ANDERE schwule Identitäten sehr viel sichtbarer und gerade jungen Männern als alternative Identifikationsmodelle jenseits überkommener Normen als Angebote zu machen, sehe ich als zentrale Aufgabe der nächsten Jahre!
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#8 HannibalEhemaliges Profil
  • 28.12.2010, 13:42h
  • es ist kaum zu glauben wie die vorzeige-homos den heteros immer mehr in den arsch kriechen und versuchen, sich möglichst mainstream-like und heteronormativ zu verhalten! dann sollen sie doch gleich hetero werden! sowas hat mit schwuler identität nichts, aber auch gar nichts mehr zu tun! ich muss kotzen. für sowas habe ich NICHT gekämpft!
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#9 Timm JohannesAnonym
  • 28.12.2010, 13:57h
  • @Konstantin
    Eigentlich "sagt" dein Profilbild schon alles über Dich aus. Wenn Du die Familiengründung durch schwule Paare als "spießig" empfindest, so kann ich Dich in deiner gedanklichen Wahrnehmung nur bedauern.

    Mache ruhig weiter deine Fickdates, tummel dich durch sämtliche Betten und hole Dir jeden Tag wieder einen neuen Typen ins Bett. Wenn es Dich glücklich macht, so sei es Dir von Herzen gegönnt. Habe ich auch mit Anfang/Mitte 20 gemacht und bin so ziemlich in jedem Laden in Köln, Berlin und in Hamburg gewesen. War auch okay, aber glücklich gemacht, hat mich erst mein Mann, der mich seit einem Jahrzehnt in meinem Leben begleitet und mit mir die Sorgen und Freuden des Lebens teilt. .

    Das ein Teil der schwulen Paare ganz anders denkt als Du, solltest Du irgendwann einmal in deinem Leben kapieren. Für sie zählen Zweisamkeit, gemeinsames Leben mit Garten, Haus, gemeinsames Spaziergehen im Wald, gemeinsamer Urlaub und vertrautes Einschlafen am Abend.

    Und bei einigen schwulen Paaren (Mitte/Ende 30/Anfang 40), die ich so kenne, ist das Kinderthema doch sehr häufig in Gesprächen präsent (die große Frage nach: "Was wäre, wenn wir Kinder hätten").
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#10 eMANcipation*Anonym
  • 28.12.2010, 14:34h
  • Antwort auf #8 von Hannibal
  • Es ist eben so, wie es in der Gesellschaft insgesamt im Zuge der kapitalistischen Entwicklung war und ist:

    Weg von einer großen, solidarischen Familie, einer "Community" im wahrsten Sinne des Wortes,

    und hin zu den kleinfamiliären Einheiten, in denen es vorrangig um die eigenen Besitztümer einschließlich der eigenen Kinder (Timm Johannes: "Wir HABEN Kinder") geht

    und die natürlich wunderbar gegeneinander ausgespielt werden und in eine Konkurrenzsituation gebracht werden können.

    (Siehe die vorherrschende Einstellung: Die beste Bildung, die besten Lebensbedingungen für MEIN Kind, nicht etwa für alle Kinder usw.).

    Ich würde mir eine ganz andere schwule Community wünschen, die sich insgesamt als große Familie versteht und dabei nicht so zwang- und krampfhaft und unreflektiert der heterosexuellen Vorstellung von "Familie" und einem angeblich vollwertigen Leben hinterrennt.
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