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FDP-Chef Guido Westerwelle hat sich am Montag erstmals öffentlich mit seinem Lebensgefährten gezeigt. Beim Geburtstagsempfang von CDU-Chefin Angela Merkel in Berlin saßen der 43-jährige Ex-Spaßpolitiker und der sechs Jahre jüngere Michael Mronz nebeneinander in der ersten Reihe. Entsprechende Fotos veröffentlichte am Mittwoch die "Bild"-Zeitung. Mronz ist Geschäftsführer des traditionellen Reittuniers CHIO in Aachen, zuvor war der 36-Jährige Manager der Kölner Basketballmannschaft "RheinEnergie".

Richtig offen ist das Coming-out jedoch nicht. Ein FDP-Sprecher wollte sich gegenüber der Nachrichtenagentur AFP nicht zum Auftritt des Paares am Montagabend äußern: "Privatleben ist Privatsache, zumal dann, wenn jemand wie FDP-Chef Guido Westerwelle sein Privatleben niemals selbst zum Gegenstand öffentlicher Bericherstattung gemacht hat." Auch Michael Mronz wollte nichts sagen. "Bitte haben Sie Verständnis dafür. Ich habe mich bisher nicht zu meinem Privatleben geäußert und werde dies auch in Zukunft nicht tun", sagte er dem Kölner "Express".

Von Westerwelle war erwartungsgemäß auch nichts zu hören. "Ich lebe mein Leben und mehr sage ich dazu nicht", reagierte Westerwelle laut dpa am Mittwoch in Berlin auf die Reporter-Frage, was er von den Schlagzeilen der Boulevard-Presse über seine Liebesbeziehung zu einem 36-jährigen Geschäftsmann halte. Erst im Juni hatte er gesagt: "Ich bleibe bei der Erkenntnis, wenn man die Medien einmal in sein Schlafzimmer einlädt, bekommt man sie dort nie wieder heraus." Der bekannteste offen schwule Politiker, Berlin Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD), hatte nach seinem legendären Coming-out seinen Freund offiziell vorgestellt - ins Schlafzimmer der beiden durfte jedoch auch die schwule Presse noch nicht schauen.

Der FDP-Politiker (und Westerwelle-Gegner) Wolfgang Kubicki gratulierte Westerwelle über "Focus Online" dennoch zu dessen Outing. "Ich freue mich für Guido, dass er einen Lebenspartner gefunden hat. Denn nichts ist wichtiger im Leben eines Politikers als eine stabile Zweier-Beziehung." Das Outing zeige, "wie unverkrampft unsere Gesellschaft mittlerweile mit gleichgeschlechtlichen Beziehungen umgehen kann", so Kubicki.

Gerüchte und Gewissheiten hatte es im Fall Westerwelle immer gegeben. Erst vor wenigen Wochen hatte der "Spiegel" berichtet, Westerwelle habe erstmals einen männlichen Begleiter zu einem Unionsführungstreffen mitgebracht. Kameras waren damals nicht dabei. (nb)

21. Juli 2004, akt. um 15.30h



67 Kommentare

#1 KurtAnonym
  • 21.07.2004, 12:51h
  • Bin ja mal gespannt, ob er jetzt vielleicht eine Eingetragene Partnerschaft abschließt - nachdem er deren Einführung so vehement bekämpft hat. Wie schön, daß nun auch die Schwesterwelle von den Errungenschaften anderer profitieren kann... ;-)
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#2 MarkusAnonym
  • 21.07.2004, 13:15h
  • Ich weiß gar nicht, was ihr wollt. "Offen schwul geht anders". Was soll er denn och anstellen? Sich dum Deppen der Nation machen, sich hinstellen und sagen "Ich bin schwul!" ? Es weiß doch eh jeder, dass er schwul ist. Seit Jahren ist er auch ab und zu in der Szene zu sehen. Wo er dann sein Bier getrunken und Männern nachgeschaut hat. Er hat es doch nie richtig versteckt, oder gar behauptet, nicht homosexuell zu sein.

    Ich finde den Weg, den er eingeschlagen hat den elegantesten: Einfach irgendwann mit dem Lebensgefährten auftauchen. Das zeigt dann nämlich eine gewisse Selbstverständlichkeit mit diesem Thema umzugehen. Anders als bei vielen Schwulen, die sich über dieses Thema definieren und darüber vergessen, daß das Leben aus vielen anderen Dingen besteht, die viel wichtiger sind! Aber so bekommt man es dann halt nicht hin, dass dieses Thema mal eine Selbstverständlichkeit wird!

    Ich wünsche den beiden viel Glück!
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#3 Daniel SchröderAnonym
  • 21.07.2004, 13:16h
  • Es gibt Schwule, mit denen möchte man eigentlich nicht in einen Topf geworfen werden...

    Lieber Gott, bitte lass Westerwelle hetero werden!
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#4 helmutAnonym
#5 DanielAnonym
#6 JensAnonym
#7 Rüdiger K.Anonym
  • 21.07.2004, 13:53h
  • Typisch "schwul", wie darauf jetzt reagiert wird.

    Alle (Homos) wollen haben, daß ihr "Anders"-sein als 'normal' angesehen wird.
    - Aber was soll das denn jetzt werden?
    - Warum soll es noch größer an die Glocke gehängt werden?

    Wir wissen es schon länger, als es der Spiegel uns als "Sensation" verkaufen wollte.

    Guido ist schwul - na und?

    Er und seine Partei genossen noch selten meine Sympathie, aber in diesem Falle gebe ich ihm und seinem Freund Recht.

    Jede/r ist selbst der Herr (oder Frau) über sein/ihr "Coming-Out" und wie Westerwelle sich nun 'geoutet' hat ist für mich 'gut so' und damit basta.
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#8 tomAnonym
#9 AnnetteAnonym
  • 21.07.2004, 14:20h
  • Bin schon da meine Herren,

    stimmt richtig schwul geht anders und für mcih ist das noch kein beweis den aus westerwelles mund habe ich noch nciht gehört. Ja ich bin schwul und das ist mein freund. Solange ich das nicht höre ist das für mich typisch bildzeitung und bleibt ein gerücht. Denn man kann auch nur einen guten freund wohin mitnehmen es gibt auch männerfreundschaften für mcih ist das ein wenig faul alles aber warten wir es ab ob Guido auch dazu steht, ich glaube es nicht.
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#10 GerdAnonym
  • 21.07.2004, 14:34h
  • Ich halte es auch für vollkommen ausreichend, wie Westerwelle seinen Freund in der Öffentlichekeit vorstellt.

    Dieser Weg ist genausogut wie der Weg von Wowereit. Dies sollte jedem selbst überlassen bleiben, ob er zuerst verkündet, er sei schwul und dann seinen Freund mitbringt, oder ob er seinen Freund mitbringt und nicht "gross" drüber redet. Das ist einfach eine Typfrage und beides ist in Ordnung. Man muss nicht jedem ausdrücklich mitteilen, dass man homosexuell ist (es reicht vollkommen, wenn dies im engen Freundes-/Familienkreis) geschieht und man den Rest dann vor vollendeten Tatsachen (.d.h.den Freund einfach mitbringt) stellt.

    Viel wichtiger halte ich es, dass Westerwelle in Fragen der Homopolitik zumindest auf Bundesebene nicht mehr angreifbar ist; denn die FDP hat eine gute Positionierung mittlerweile hinbekommen und der FDP ist beispielsweise eher im mitregierten Bundesland Baden-Württemberg (es fehlt dank FDP dort immer noch die Öffnung der Standesämter und die landesrechtlichen Anpassungsgesetze) weiterhin ein starker Vorwurf zu machen.

    Insgesamt freue ich mich für Herrn Westerwelle, denn es gibt nichts schöneres als einen festen Freund an seiner Seite zu haben...
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