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Diese zehn Titel sollten in keiner Sammlung fehlen. Queer.de empfiehlt Romane und Sachbücher, die bewegen und berühren.






1. Armistead Maupin - Michael Tolliver lebt
Michael Tolliver, Maupins Held aus sechs Bänden "Stadtgeschichten" kehrt noch einmal zurück. Er hat die achtziger Jahre und das große Aids-Sterben glücklich, wenngleich HIV-positiv, überlebt. Er gärtnert für potente Kunden, fühlt sich endlich wohl in seiner Haut und wohnt zufrieden mit dem 25 Jahre jüngeren Ben in einem selbstrenovierten Häuschen. Da ereilt ihn die Nachricht, dass Anna Madrigal einen Herzanfall erlitten hat und im Koma liegt. Die sechs Bände der Stadtgeschichten aus den achtziger Jahren sind echte Klassiker, der Autor hat seine Fans glücklicherweise noch einmal erhört und 2008 dieses Kleinod veröffentlicht.
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2. Matthias Frings - Der letzte Kommunist
Im Sommer 1980 zieht Ronald M. Schernikau (1960-1991) nach Westberlin. Er ist eine Lichtgestalt der Literatur, Autor der provokanten "Kleinstadtnovelle". Er stürzt sich ins Nachtleben, in die Welt der Cabarets, Saunen, Discos. Er trifft die Liebe seines Lebens. Doch in einem Punkt unterscheidet sich Schernikau von den anderen: Er ist Kommunist. Zum Entsetzen seiner Freunde will er DDR-Bürger werden. Im Herbst 1989 erfüllt sich sein Lebenstraum. Doch wenige Wochen später fällt die Mauer. Dem Journalisten und Wegbegleiter Matthias Frings ist eine lebendige Biographie gelungen, die auch das Lebensgefühl der Achtziger in Berlin wiederaufleben lässt.
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3. Michael Sollorz - Die Eignung
Lars Hagner ist Hausmeister in einem Ostberliner Neubaugebiet. Doch der unscheinbare 42-Jährige hat ein Geheimnis: In treuer Ergebenheit für seinen einstigen Zugführer bei der Bereitschaftspolizei folgt er Oberleutnant Bossert nach der Wiedervereinigung in eine konspirativ geführte Partisanenarmee, die für die gewaltsame Beseitigung des Kapitalismus kämpft. Der Berliner Michael Sollorz liefert ein beklemmendes Psychogramm mit überraschenden Wendungen. Wer einen der besten deutschen schwulen Autoren kennenlernen möchte, sollte mit diesem Roman einsteigen.
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4. Detlev Meyer - Im Dampfbad greift nach mir ein Engel
Mit Witz und Melancholie porträtiert der 1999 verstorbene Meyer in drei legendären Romanen das schwule Leben in den 80er Jahren. Sein Alter ego stürzt aus euphorischen Zuständen in Depressionen und sucht Zufucht in den Schwulen-Bars ("Im Dampfbad greift nach mir ein Engel"). Eine Fahrradtour mit dem Lebensgefährten wird wegen eines Seitensprungs zur "Tour der Leiden" ("David steigt aufs Riesenrad"), und schließlich holt den Dandy die Aids-Krise ein ("Ein letzter Dank den Leichtathleten").
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5. Karen-Susan Fessel - Leise Töne
Wer gute lesbische Literatur sucht, der stößt zwangsläufig auf Karen-Susan Fessel, die bereits acht Veröffentlichungen beim Querverlag gelistet hat. Im aktuellsten Werk "Leise Töne" erzählt sie von der Frage nach Schuld und Verantwortung, für sich selbst und für andere, von der Suche nach dem richtigen Platz. Dabei greift sie auch Tabuthemen wie die Sterbehilfe auf.
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6. Ralf König - Antityp
Der beste und bekannteste schwule Comiczeichner Deutschlands hat in den vergangenen Jahrzehnten so viele wunderbare Geschichten veröffentlicht, dass man gar nicht weiß, was man besonders hervorheben sollte. Wir greifen deshalb nicht zu seinem Klassiker "Der bewegte Mann", sondern zu seiner aktuellsten Veröffentlichung. In seiner Trilogie, die mit "Prototyp" und "Archetyp" begann, und nun mit "Antityp" abschließt, ist eine kritisch-witzige Auseinandersetzung mit den Geschichten aus dem Alten wie Neuen Testament und der Kirche, die eine fragwürdige Moral aufrecht erhält.
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7. Magnus Hirschfeld - Berlins Drittes Geschlecht
Dem berühmtesten Sexualforscher der Weimarer Republik, Magnus Hirschfeld gelingt es, schwules und lesbisches Leben in Berlin zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts anschaulich und umfassend darzustellen. Mag sein Bild der einträchtigen 'Brüderschaft' streckenweise auch an Gartenlaubenidyllen erinnern und die Betonung ihrer gesellschaftlichen Integration im Interesse der Sache geschönt sein, insgesamt liefert der Verfasser das eindrucksvolle Dokument homosexuellen Selbstbewusstseins vor dem Beginn des Nationalsozialismus, der auch die Community auslöschte.
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8. Pauls Bücher - Tagebuch einer SM-Beziehung
Diese Tagebücher beschreiben den Versuch, Verantwortung und Selbstaufgabe als konkrete Verhaltensweisen in Sexualität und Alltag zu verwirklichen. Zwei Männer leisten Pionierarbeit bei der Erkundung einer Lebensweise, die noch immer dem Tabu unterliegt, und das Tagebuch ist als Protokoll ihrer Wünsche und Probleme integraler Bestandteil dieses Versuchs. Hier geht es nicht darum, mal kurz den Macho raushängen zu lassen, sondern um gelebten SM - 24 Stunden an 7 Tagen jeder Woche. Ein Klassiker und Standardwerk für alle, die an SM interessiert sind.
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9. M. Schulze & Ch. Scheuß - Das Schwanzbuch
Eigenlob stinkt, deswegen sollten wir eigentlich keines unserer eigenen Werke in diese Liste mit aufnehmen. Wir tun es ausnahmsweise doch einmal, um an dieser Stelle ein aufrichtiges "Danke, Danke, Danke!" an all die Leser und Käufer unseres Sachbuchs zu sagen. Mittlerweile in vierter Auflage ist der nach wie vor aktuelle und zeitlose Ratgeber für "Mehr Spaß mit deinem Schwanz" ein kleiner Bestseller geworden, was wir nicht erwartet hatten. Obwohl, so schwanzfixiert, wie wir selbst sind...
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10. Peter Nathschläger - Geheime Elemente
Seit einem Jahr trauert der junge Martin um den Tod seines Bruders. Beinahe jeden Tag besucht er den Waldsee, in dem er ertrunken ist, und wirft Steine ins Wasser - seine Art, von ihm Abschied zu nehmen. Darüber hinaus erschwert ihm der ständige Streit mit Hotelierssohn Kai das Leben. Doch eines Tages im Sommer taucht aus dem Wasser ein elfenhafter Junge auf. Der Wiener Autor ist ein rastloser Dichter, der mit Vorliebe in seinen romantischen Liebesgeschichten mystische Erscheinungen und rätselhafte Phänomene auftauchen lässt, die das Schicksal seiner Protagonisten beeinflussen.
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Foto: CarbonNYC / flickr / cc by 2.0

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#1 KevinAnonym
#2 rio silverAnonym
#3 GayOBoyAnonym
#4 BulldodgeAnonym
  • 29.12.2010, 10:32h
  • Das ist aber eine sonderbare und sehr am Tagesabverkauf orientierte Liste, die ihr da präsentiert habt. Hier mal zehn meiner Favoriten:

    - Hubert Fichte: Versuch über die Pubertät (Eigentlich sein gesamtes Werk, doch im 'Versuch' wurde er zum ersten mal einer breiteren Öffentlichkeit als schwuler Autor präsent)
    - Jean Genet: Notre-dame-des-fleurs (Natürlich auch seine übrigen Romane, aber in diesem Werk erreicht seine Artifizialität eine unerreichte Spitze
    - Hans Henny Jahnn: Die Nacht aus Blei (Für alle, denen 'Fluss ohne Ufer' zu dick ist)
    - Thomas Mann: Der Erwählte (Wie alle Romane dieser größten Klemmschwester der deutschen Hochliteratur ist auch dieses Buch nicht explizit schwul, doch in keinem anderen Werk hat Mann seinem Unterbewusstsein so deutlich erlaubt, an die Oberfläche zu treten)
    - Christopher Isherwood: Der Einzelgänger
    (Und weil der Isherwood schon genannt wurde, ein anderes Buch, um die 10 vollzumachen:) - William S. Burroughs: The wild boys
    - Marcel Proust: Auf der Suche nach der verlorenen Zeit (insbesondere die nach dem Tod der Mutter verfassten Bände ab 'Sodom und Gomorrha)
    - Ronald M. Schernikau: Kleinstadtnovelle
    - Laud Humphreys: Tearoom trade - impersonal sex in public places
    - Larry Townsend: The leatherman's handbook
    - Dannecker / Reiche: Der gewöhnliche Homosexuelle (Obwohl in seiner Soziologiegläubigkeit sehr den Geist der 70er Jahre atmend, ist diese erste große wissenschaftliche Studie über Homosexualität in der BRD immer noch ein lesenswerter Klassiker.)
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#5 WitchofHope
  • 29.12.2010, 12:42h
  • Was mich bei der Vorstellung der "schwul-lesbischen" Bücher stört, ist, dass nur eine Frau darin vertreten ist, also wieder einmal die schwule Machtpräsenz gezeigt wird. Dabei gibt es sehr viele lesbische Autorinnen, die in keinem lesbischen oder transidenten Haushalt fehlen sollten. Ich erinnere nur an:

    Radcliffe Hall: Quell der Einsamkeit

    Leslie Feinberg. Träume in den erwachenden Morgen (und auch Transgender Warrior, leider nur in Englisch)

    Erika Fischer: Aimee und Jaguar

    Rita Mae Brown: Rubinroter Dschungel

    Und das sind nur die Bucher, die mir spontan einfielen.

    Also, wenn ihr das nächste Mal eine Liste macht, dann bitte nicht mit einer "Alibilesbe", sondern fünfzig-fünfzig, wenn es geht, und, bei Büchern geht das!
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#6 FrankAnonym
  • 29.12.2010, 13:05h
  • Antwort auf #5 von WitchofHope
  • Wenn ich mich nicht irre wird diese Seite hauptsächlich von schwulen Männern gemacht.
    Warum machen sich Lesben nicht selbst die Mühe und organisieren mehr im Rahmen der Homosexuellenbewegung?
    Es ist einfach vorhandene Pfade, die andere für einen geebnet haben, zu nutzen. Aber dann noch fordern das die Macher der Seite gefälligst zu 50 % lesbische Themen abhandeln sollen finde ich dreist.
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#7 jojoAnonym
  • 29.12.2010, 14:46h
  • Antwort auf #6 von Frank
  • nö, finde ich okay. wenn man den anspruch erhebt, ein medium für schwule und lesben zu machen, dann sollte man sich wenigstens bemühen, die interessen der zielgruppen auch zu bedienen. erst recht, wenn man diesen anspruch im titel eines beitrags noch mal ausdrücklich wiederholt.

    wenn nicht genügend lesben im redaktionsteam sind, um das zu leisten, dann muss man entweder welche einstellen oder seinen offziellen anspruch realistischer formulieren.

    ich schließe mich der kritik an.
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#8 orlando.Anonym
  • 29.12.2010, 16:38h
  • Antwort auf #5 von WitchofHope
  • "Dabei gibt es sehr viele lesbische Autorinnen, die in keinem lesbischen oder transidenten Haushalt fehlen sollten."

    Was hat denn Transidentität speziell mit lesbisch zu tun? Wie du sicher weisst sind nicht alle Transidenten lesbisch ;)...

    "dann bitte nicht mit einer "Alibilesbe", sondern fünfzig-fünfzig"

    Und wo sind sie jetzt, die Transidenten/Transgender/Transsexuellen, die du mit deinem Fünfzig%lesbisch: Fünfzig%schwul Argument plötzlich vergisst?

    Ich bin mir übrigens sicher das eine von Lesben initiierte Homepage, trotz Anspruch an die ganze Queer Comunity, den Schwerpunkt auf Lesbisches setzen würde.
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#9 alexander
  • 29.12.2010, 18:37h
  • was soll dieser dämliche streit um lesbisch oder schwul ?
    mich stört eher der anspruch : "die besten schwul lesbischen bücher"........... ?

    gott sei dank ist das abgebot besser und auch grösser, aber was soll`s, ist es doch wenigstens ein hinweis !

    wer mehr interesse hat findet genügend im netz.

    mir fehlt noch : "nacht in der stadt", von john rechy.
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#10 lesenderrrAnonym
  • 29.12.2010, 21:56h
  • Also ausser Antityp sollte auch noch Archetyp und Prototyp mit dabei sein.

    Im übrigen auch jedes Buch von Ralf König.

    Ansonsten lese ich lieber Gesellschaftskritische Literatur von Wiczorek, Wallraff, etc.
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