Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?13426

Diese zwei Jungs machen es richtig. (Bild: Foto: www.babylon-cologne.de)

Queer.de räumt auf mit Halbwissen sowie fatalen Irrtümern und macht dich fit für die winterliche Schwitzsaison.

Von Carsten Weidemann

Draußen ist es kalt und ungemütlich, die Badehäuser sind gut gefüllt. Doch beim Schwitzen in den Saunatempeln kann man schnell was verkehrt machen. Damit aus dem Schwitzen und Spritzen kein größerer Unfall wird, gilt es ein paar Regeln zu beachten. Wie man es in den schwulen Saunen richtig macht:

Mythos 1: "Saunieren ist gerade dann gut, wenn man erkältet ist."
Wenn die Nase trieft, der Hals entzündet oder gar das Fieber heranrollt, sollte man besser zuhause bleiben, und sich schonen. Die heißen Temperaturen und der Wasserdampf belasten den Körper. Wer bereits gesundheitlich angeschlagen ist, wird diesen zusätzlichen Kick nicht als entspannend empfinden, Krankheitssymptome können sich sogar verschlimmern. Allerdings ist es richtig, dass regelmäßiges Saunieren gut geeignet ist, um einer Erkältung vorzubeugen. Der Wechsel von heiß und kalt stärkt die Immunabwehr.

Mythos 2: "Ich gehe in die Sauna, weil ich abnehmen will."
Das ist vergebliche Liebesmühe. Es stimmt zwar, dass jemand nach mehreren Saunagängen weniger auf die Waage bringt als davor. Doch der Gewichtsverlust rührt allein vom Schwitzen her. Und diesen Wasserverlust sollte man schleunigst wieder ausgleichen durch Mineralwasser, beziehungsweise Obst- und Obstsäfte, keinen Alkohol. Wer richtig sauniert, hat nach dem letzten Gang seinen körpereigenen Wasserhaushalt durch ausreichendes Trinken wieder ins Gleichgewicht gebracht und wiegt kein Gramm weniger. Allerdings treiben einige Besucher den Abbau der Körperfette durch sportliche Betätigungen voran: Stundenlange Spaziergänge durch die Cruisinglabyrinthe und Matratzensport mit einem nackten Herren helfen.

Youtube | So stellen sich ausgelassene Heteros die schwule Sauna vor...

In diesem türkischen Bad wurde schon 1884 Wellness groß geschrieben (Bild: Wiki Commons / Missionary / CC-PD-MarkPD Old)

Mythos 3: "Je öfter und länger ich in der Saunakabine bleibe, desto besser."
Wie lange man in der Hitze verweilen soll und kann, das sagt einem eigentlich der eigene Körper sehr genau. Man muss nur auf ihn hören. Die Faustregel lautet: Nur solange saunieren, wie man sich wohlfühlt. Die meisten bleiben zwischen acht und zwölf Minuten im heißen, mehr als 15 Minuten sollten es keinesfalls sein. Und auch nach drei Saunagängen lässt sich der positive gesundheitliche Effekt auch nicht mehr steigern. Kalt duschen nach dem Aufheizen maximiert den Stärkungseffekt für das Immunsystem.

Mythos 4: "Trockensauna ist mir zu heiß, Dampf ist besser."
Die Dampfsauna ist traditionell ein erotischer Spielplatz für schwule Männer. Glitschige Körper und anonymes Befummeln bei Sichtweiten unter einem Meter, das turnt viele an und lässt sie mitunter 30 Minuten und länger darin Verweilen. Tatsache ist aber, dass die Körpertemperatur in feuchten Dampfbädern trotz gleicher Umgebungshitze höher ist als in einer trockenen Sauna. Die hohe Luftfeuchtigkeit verhindert das Verdunsten von Schweiß auf dem Körper. Der Körper wird aber durch den verdunsteten Schweiß gekühlt. Also auch hier nach maximal 15 Minuten raus und abkühlen.

Youtube | Dabei passiert dort ja eher dies...

Mythos 5: "Schwule Saunen sind doch nur zum Fi**** da."
Dieses Vorurteil rührt noch aus Zeiten, in denen tatsächlich die Betreiber der Herrensaunen einen Hauptaugenmerk auf das sexuelle Vergnügen der Gäste hatten und gern schon mal die Pflege des Saunabereiches vernachlässigten. Nichts ist ärgerlicher, als eine muffige kalte unbeleuchtete Trockensauna, in der es nach altem Poppers riecht. Doch das ist längst Geschichte. Dem Wellness-Trend haben sich mittlerweile fast alle schwulen Badehäuser angeschlossen. Regelmäßig bieten sie Aufgüsse und Spezial-Gesundheits-Events an.

Hast Du weitere Tipps und Tricks für den gesunden Sauna-Spaß auf Lager? Dann her damit! Poste über die Kommentar-Funktion.

Youtube | Und für alle ahnungslosen Homos: So geht es in den Hetero-Saunen ab.


#1 Albaboy
#2 chrisProfil
  • 30.12.2010, 21:40hDortmund
  • Also ich bin jetzt nicht so der Schwule-Sauna-Fan und ich weiß ja nicht, ob wir hier im Ruhrgebiet vielleicht einfach nur schlechte Gay-Saunen haben, aber meiner Erfahrung nach, ist da nicht so viel mit entspanntem, klassischen saunieren. Nicht mal da, wo die Bude selbst das Wort Wellness im Namen trägt. Ich meine, wie soll man denn da auch den Kopf frei und das eigne Dingen runter kriegen?
  • Antworten » | Direktlink »
#3 vingtans
  • 30.12.2010, 22:58h
  • Sexsaunagänger sind mir sowas von unsympathisch,pfui.

    und "wellness" ist was für ältere potsdammer anwaltsgattinnen.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 Ilovelife
  • 31.12.2010, 01:30h
  • Wieso @ chris, die Phönix in Essen ist doch ganz annehmbar
    Würd ich sogar (falls die DB denn mal fährt) mal wieder hin, weil: wenn es eine Sache gibt, die ich an unserer Hauptstadt gern schlechtmache, dann sind es unsere Gay-Saunen. Einfach nur schlimm, was einem hier zugemutet wird...
  • Antworten » | Direktlink »
#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 31.12.2010, 20:00h
  • In meiner Hamburger Zeit war ich oft in der Sauna, die eine war im Fitnessstudio und die andere war natürlich eine der angesagtesten Gaysaunen in der Hansestadt. Bei beiden waren meiner Fantasie wie immer keine Grenzen gesetzt!
  • Antworten » | Direktlink »