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2010 ist so gut wie vorbei und wir in der Redaktion haben schon den ersten Ohrwurm für 2011. Er stammt vom spanischen Popsänger Enrique Iglesias, der zum Höhepunkt seiner Karriere vor einigen Jahren schon ein Schnuckel war und es bis heute geblieben ist (obwohl auch schon 35).

Seine neue Single für den Januar 2011 ist "Tonight (I'm loving you)" und Enrique hat eine Hardcore-Version samt Video aufgenommen, die in diesen Tagen ihren Weg ins Internet gefunden hat und in Kürze sicher den Weg zu Tanzflächen auf der ganzen Welt finden wird. "Tonight (I'm fucking you)" ist einfach zum träumen (auch wenn der Rap und die Bezugspersonen stören).



Das wäre doch mal ein schöner Trend für 2011, wenn mehr Sänger dem Beispiel folgen würden und expliziter werden. Natürlich wünschen wir uns das nicht von jedem, bei Elton John oder Justin Bieber wäre das recht schauerlich. Auch in der Volksmusik wären Lieder übers Ficken alles andere als erotisch (obwohl eine entsprechende Ankündigung von Carmen Nebel ein TV-Highlight wäre). Dürfen aber Hetero-Machos, nein, Metrosexuelle wie Enrique übers Pimpern singen? Aber immer doch. (cw)



#1 eMANcipation*Anonym
  • 31.12.2010, 12:33h
  • Man muss es schon als extrem tragisch bezeichnen, dass Schwule auch noch den immer aggressiveren Heterosexismus, die immer penetrantere, kommerziell gesteuerte Heteropornographisierung unserer massenmedialen Welt bejubeln, die zu einem wesentlichen Teil dafür verantwortlich ist, dass gerade junge Männer immer weniger Freiraum haben, homosexuelles Interesse und homosexuelle Gefühle überhaupt zuzulassen, geschweige denn frei und unbefangen auszuprobieren.

    Es wundert mich immer wieder, dass Frauen und Feministinnen gegen diese Art der sexistischen Darstellung nicht kollektiv aufstehen, aber noch mehr wundert es mich, dass Schwule nicht erkennen, dass es genau diese Art der Bilderflut und der omnipräsenten massenmedialen heterosexistischen Inszenierungen ist, die zu der neuen Qualität der offenen Aggression gerade unter Jugendlichen gegen alles, was von dieser angeblichen Norm abweicht, entscheidend beiträgt. Es ist diese heterosexistische Dauerbeschallung, die zunehmend das Bewusstsein prägt und die "Vorbilder" diktiert.
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#2 GraffitiAnonym
  • 31.12.2010, 12:37h
  • Enrique ist nicht einmal oben ohne zu sehen. Dafür machen nackte Frauen in einer Orgie miteinander rum. Was soll an diesem Video für Schwule interessant sein?
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#3 eMANcipation*Anonym
  • 31.12.2010, 12:45h
  • Antwort auf #2 von Graffiti
  • Ich dachte auch immer, dass es für Schwule interessant ist, wenn Schwule singen: "Ich fick' dich."

    Oder wenn Männer zumindest genauso dargestellt werden wie Frauen.

    (Beides weit weg von den herrschenden Zuständen, auch weil wir als Schwule den Status quo ja so toll finden.)

    Aber wahrscheinlich bin ich einfach zu wenig heterrormäßig sozialisiert und assimiliert?
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#4 GraffitiAnonym
  • 31.12.2010, 13:01h
  • Antwort auf #3 von eMANcipation*
  • Ich frage mich auch, bedient der Markt eigentlich nur noch die eine Hälfte der Bevölkerung, also heterosexuelle Männer und Lesben? ( Wobei ich denke das viele Lesben nicht auf für Männer gemachte Erotik stehen?)
    Es ist schon paradox. Für sehr viele Frauen und schwule Männer ist Enrique sehr sexy und es wäre sicher verkaufsfördernd wenn er in dem Musicclip erotischer in Szene gesetzt würde und die Orgie was die Geschlechter betrifft zumindest gemischter wäre.
    Stattdessen nur nackte Frauenhaut...
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#5 SchorschAnonym
  • 31.12.2010, 14:50h
  • Was für ein absurder Gedanke, Elton John und Justin Bieber in einem Atemzug als Negativbeispiele zu nennen! Mit Justin Bieber wäre das natürlich keineswegs "schauerlich" (es sei denn, in dem Video kämen dann auch Frauen vor), sondern garantiert interessanter als bei diesem älteren Herrn, der schon weit in den Dreißigern steckt und den schmierigen Macker-Charme eines südländischen Clubhotel-Animateurs verströmt. Auf Damen-Kegelclubs dürfte es wirken.
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#6 gatopardo
  • 31.12.2010, 15:56h
  • Dieses Video hat den Charme eines unterdurchschnittlichen Amateurwettbewerbs und das Verb "to fuck" beinhaltet doch wohl keine revolutionäre Neuheit ? Schon gar nicht für Schwule, die wir ein weniger verklemmtes Verhältnis zum Sex haben und ihn zwanglos in den täglichen Sprachgebrauch einfliessen lassen. Dann der mediterrane Hintergrund, wo man in aufdringlichen anglo-amerikanischen Abläufen erkennt, dass Schnulzensänger Enrique eigentlich in Miami bleiben sollte, in dessen Umfeld er ohnehin auf die meisten Fans zählen kann, von denen er in Spanien wohl nur träumen kann.
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#7 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 31.12.2010, 19:55h
  • Bei Justin Bieber kann ich mir das überhaupt nicht vorstellen, daß der einen Song übers Kopulieren in die Charts bringt. Wundern würde ich mich jedoch nicht, hat er doch jede Menge weibliche Groupies an der Backe kleben. In Deutschland hat sich das sowieso nur einer getraut: Sido mit seinem - wie können wir ihn vergessen - "Arschficksong"!
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#8 KasselschnulliAnonym