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Sanddollars (Seeigel-Skelette) gelten in den USA als Glücksbringer - an den Stränden von Florida hat man gute Chancen auf einen Fund. (Bild: Visit St. Petersburg/Clearwater)

Bei St. Petersburg denken viele ans eisige Russland - die gleichnamige Stadt in Florida ist jedoch zusammen mit Clearwater ein Zufluchtsort für durchgefrorene Europäer. Auch die Entertainment-Metropole Orlando liegt nur einen Katzensprung entfernt.

Von Dennis Klein

Während wir in Deutschland Winterreifen an unsere Autos schrauben, planschen die Menschen in Florida im Meer. Ein idealer Badeort ist die Metropolen-Region St. Petersburg/Clearwater, das laut Küstengeologen und Reiseportalen die schönsten Strände der USA zu bieten hat. Selbst im Winter sinkt die Durchschnittstemperatur auf niedrigstens 24 Grad. Besucher können sich außerdem auf 360 Sonnentage im Jahr einstellen. Und auch Schwule kommen in der homofreundlichen Atmosphäre zwischen Muskelpaketen und Beachboys ganz auf ihre Kosten.

Die Region mit ihren weißen Sandstränden liegt geschützt auf einer Halbinsel, die vom Golf von Mexiko umrahmt wird. Die perfekte Bräune kann man sich in Sunset Beach zulegen, die wenige Kilometer von St. Pete Beach entfernt auf Treasure Island ("Schatzinsel") liegt. Am südlichen Ende liegt der schwule Strand, an dem man erste Kontakte mit Einheimischen schließen kann. Auch Nicht-Romantiker sollten den Sonnenuntergang hier nicht verpassen. Amerikanische Kleinkariertheit findet der Besucher übrigens nicht: So ist hier - anders als an den meisten anderen Stränden - auch der Genuss von Alkohol offiziell erlaubt.

Die Auszeichnung für den "Best City Beach on the Gulf of Mexico" holte jedoch mit dem Clearwater Beach ein anderer beliebter Strand - und das jedes Jahr seit 1999. "Beach Hopping" lohnt sich also!

Relaxen in Clearwater, Party in St. Petersburg


Fünfstöckiges Vergnügungszentrum: das Pier von St. Petersburg (Bild: Wiki Commons / BucsWeb / CC-BY-SA-2.5)

Die beiden Städte Clearwater (110.000 Einwohner) und St. Petersburg (250.000 Einwohner) sind das urbane Zentrum der Halbinsel. Die Orte liegen 25 Kilometer voneinander entfernt. Während Clearwater aufgrund des herrlichen Strands eher für den Strandurlaub bekannt ist, kennt man die Downtown von St. Petersburg als einen Ort der tausend Möglichkeiten: Tagsüber ist in "St. Pete", wie die Einheimischen ihre Stadt nennen, das Pier ein Muss. Dieses Vergnügungsviertel liegt direkt am Wasser und besteht aus einer fünstöckigen, umgedrehten Pyramide. Shops, Restaurants und Live-Musik locken Touristen an, während am eigentlichen Pier Boote andocken. Der Ort ist auch historisch von Bedeutung: 1914 fand hier der erste Linienflug der Welt statt. Für fünf Dollar konnte man damals von St. Petersburg nach Tampa fliegen.

Erster Anlaufpunkt im schwulen Leben ist das Künstlerviertel Grand Central, durch das man ohne Auto schlendern kann. Drei Kilometer von der Innenstadt entfernt, bietet der Distrikt Kneipen und Clubs. Der gleich daneben gelegene Stadtteil Kenwood ist hier als "Gayborhood" bekannt. Ein idealer Abend beginnt hier mit einem Besuch in der Tag-und-Nacht-Bar Detour (2612 Central Ave). Die Bartender verraten gerne, wo es denn in St. Pete gerade die interessantesten Events gibt - und so mancher Einheimische ist stolz drauf, Touristen die Höhepunkte seiner Stadt - oder auch nur seine eigene Wohnung - zu zeigen. Ein Abend, der hier startet, endet so gut wie immer an einem ganz anderen Ort als geplant.

Wer seinen Urlaub erst im nächsten Jahr plant, kann zudem am größten CSD Floridas teilnehmen: Der nächste "St. Pete Pride" findet am 25. Juni 2011 statt.

Nur 90 Minuten entfernt: Orlando mit Disney World und großer Szene


Shirtlose Barkeeper und jede Menge Spaß: Orlandos berühmtester Gay-Club "Savoy" (Bild: savoyorlando.com)

Auch mehrere Museen locken die Besucher an: So enthält das Salvador-Dali-Museum in St. Petersburg die größte Sammlung des spanischen Malers außerhalb Europas. Zudem genießen das Kunstmuseum und das Holocaust-Museum einen sehr guten Ruf.

Nur ein Katzensprung ist es von St. Pete in die Entertainment-Metropole Orlando. Keine 90 Minuten dauert die Fahrt in die 144 Kilometer entfernte Großstadt, die (nicht nur) mit Disney World, SeaWorld und dem Universal Orlando Resort lockt. Die Szene ist hier ein wenig großstädtischer als in St. Petersburg. Insbesondere der edle Bar-Club Savoy (1913 North Orange Ave) ist eine Reise wert: Hier locken Tänzer, hemdlose Barkeeper und gute Happy-Hour-Preise.

Da viele europäische Besucher von Clearwater/St. Pete in der Regel am Orlando International Airport landen, sollte man ruhig auch ein paar Übernachtungen in der Metropole einplanen. Lufthansa fliegt den Orlando International Airport täglich von Frankfurt aus an. Ab Sommer 2011 wird auch Air France die Destination ab Paris ansteuern.



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 01.01.2011, 17:02h
  • Von den beiden Schnuckels aus der Gaybar würde ich mich auch gerne bedienen lassen (natürlich ja nicht nur aus gastronomischen Gründen)!
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#2 herve64Profil
  • 01.01.2011, 20:05hMünchen
  • Clearwater ist in erster Linie nicht für seinen herrlichen Strand bekannt, sondern als Hauptsitz der Scientology-Church und des sexistischen "Hooters"-Konzerns.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Igor84Profil
#4 didiAnonym
  • 02.01.2011, 08:47h
  • Antwort auf #3 von Igor84
  • Der Unterschied ist das die Jungs in der Gaybar für die selbe Zielgruppe, also Jungs/ Männer da sind.
    Hooters ist aber kein Lokal nur für Heteromänner, sondern ist auch tagsüber für ganze Familien geöffnet und nicht erst ab 16 oder 18. Die Kinder lernen dort also von klein auf das Frauen dumme Blondchen sind die sich halbnackt zu kleiden haben, die Männer aber normal angezogen rumlaufen.
    Zudem steht Hooters abends als Zielgruppe fürs weggehen für gemischte Gruppen ( Männer und Frauen).
    Also müssten genauso halbnackte Männer dort arbeiten dürfen. Das ist dort aber nicht erlaubt, obwohl sich nach Umfragen die weiblichen Gäste von Hooters auch männliche Kellner wünschen.

    Es ist diese Einseitigkeit, die den Sexismus ausmacht.
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#5 herve64Profil
#6 KonstantinEhemaliges Profil
#7 eMANcipation*Anonym
  • 02.01.2011, 17:08h
  • Antwort auf #4 von didi
  • "Die Kinder lernen dort also von klein auf das Frauen dumme Blondchen sind die sich halbnackt zu kleiden haben, die Männer aber normal angezogen rumlaufen."

    Zugleich wird Jungs - wie auch durch die immergleichen massenmedialen Inszenierungen - von kleinauf eingehämmert, was bzw. wen Männer einfach unwiderstehlich "sexy" zu finden und als "Sexobjekte" zu betrachten haben und welche Verhaltensweisen ihre männliche Geschlechtsidentität angeblich ausmachen.

    Es geht also ebenso sehr um Heterosexismus im Besonderen wie um Sexismus im Allgemeinen.
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#8 herve64Profil