Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?13439

Owen Honors redet über" Bräute in der Dusche" (Bild: Screenshot)

Im internen Fernsehprogramm des atomgetriebenen Flugzeugträgers USS Enterprise haben sich Offiziere wiederholt über Schwule lustig gemacht.

Wie die Zeitung "Virginian-Pilot" berichtet, ist die Videoserie von Kapitän Owen Honors in den Jahren 2006 und 2007 wöchentlich produziert worden, als das Schiff in Afghanistan im Einsatz war. Darin hat sich Honors, der damals Erster Offizier der Enterprise gewesen war und im Mai 2010 zum Kommandant des Flugzeugträgers ernannt worden ist, mit seinen Kameraden wiederholt über Schwule lustig gemacht. So erklärte er etwa: "Lass uns über mein Lieblingsthema reden, über etwas, das der schwule Typ da drüben nicht versteht: Bräute unter der Dusche". Gegner oder Konkurrenten wurden in den Videos wiederholt als "Fag" (Schwuchtel) bezeichnet.

Auch weitere am Samstag veröffentlichte Szenen bringen den Kapitän nun in Verlegenheit: So sind auf den Videos auch je zwei weibliche und männliche Matrosen zu sehen, die scheinbar miteinander duschen. Außerdem simulieren mehrere Soldaten Selbstbefriedigung. Die US Navy droht nun mit Konsequenzen: "Die Videos waren damals nicht akzeptabel, uns sie sind es auch in der heutigen Marine nicht", erklärte Marinesprecher Chris Sims. Führungsoffiziere hätten auch die Aufgabe, Vorbilder für die Soldaten zu sein. Daher werde die Marine nun eine Untersuchung der Vorfälle einleiten. Kapitän Honors hat sich bislang zu der Angelegenheit nicht geäußert.

Direktlink | Eines der Videos in voller Länge (einige Gesichter und Schimpfworte wurden vom "Virginian-Pilot" entfernt)

Rede vom früheren Präsidenten George W. Bush auf der USS Enterprise (Bild: US Navy)

Nach Angaben der Marine sollen heute keine derartigen Videos mehr gezeigt werden. Vor Jahren sollte durch den Dreh auf humorvolle Art der Zusammenhalt der Truppe gestärkt und die Matrosen für Probleme an Bord wie einem zu hohen Wasserverbrauch hinweisen. Der "Virginian-Pilot" berichtet jedoch, dass sich Soldatinnen über das Video beschwert haben und es als "sexistisch" bezeichneten.

Beschwerden von homosexuellen Soldaten gab es aus naheliegenden Gründen keine: Schwule und Lesben dürfen gegenwärtig nur im amerikanischen Militär dienen, wenn sie ihre sexuelle Orientierung geheim halten. Zwar ist die "Don't ask, don't tell"-Regelung kurz vor Weihnachten von Präsident Barack Obama aufgehoben worden, allerdings ist das Gesetz voraussichtlich noch mehrere Monate in Kraft (queer.de berichtete). (dk)



#1 weserAnonym
  • 03.01.2011, 12:15h
  • Über so etwas regen "wir" Schwulen uns ( zurecht) auf, auf der anderen Seite finden es einige Schwule lustig wenn man sie verarscht, siehe Herbichs Raumschiff Surprise. Dabei tragen doch genau solche Filme dazu bei das man Schwule in typisch "männlichen" Berufen nicht ernst nimmt und sich über sie lustig macht.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 NotionConcept
  • 03.01.2011, 12:45h
  • Antwort auf #1 von weser
  • Also so kann man das nicht ganz sehen, meiner Meinung nach.

    Ich arbeite in einem von Männern dominierten Beruf (Bevölkerungsschutz- und Katastrophenhilfe & Rettungsdienst). Zwar geht es meistens dort recht derb zu allerdings habe ich noch nie miterlebt, dass herablassend über irgendwelche Minderheiten geredet wurde. Ein Kollege in einem anderen Teil ist auch offen schwul und die Leute respektieren und akzeptieren sowohl ihn als auch mich, und das ohne dass es schonmal zu Problemen geführt hat. Bzw. Ein Problem gab es mal bei ihm wohl und da ist ein wieder anderer Kollege zum Chef gegangen und dann wurde dem herablassenden Typen gekündigt. Bei uns zählt die Leistung und das Verhalten und nicht die ethnische bzw. sexuelle Identität.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 jochenProfil
  • 03.01.2011, 12:49hmünchen
  • Antwort auf #1 von weser
  • Wer- und wann- und wie- und ob- man sich über Schwule und Lesben lustig machen darf???

    Ja man darf. - Auch Schwule u. Lesben haben es - wie alle anderen auch - verdient mal verarscht zu werden.

    Wenn aber Schwulsein oder Lesbischsein als das Letzte hingestellt wird, - dann hört der Spass auf!
  • Antworten » | Direktlink »
#4 anonymusAnonym
  • 03.01.2011, 13:21h
  • Die Amis haben doch eine Freiwilligen Armee. Als schwuler/lesbischer Einwohner dieser Nation werde ich also nicht gezwungen in die Armee einzutreten...
  • Antworten » | Direktlink »
#5 Timm JohannesAnonym
  • 03.01.2011, 13:45h
  • Mir fällt auf, das solche negative Nachrichten zu LGBT-Themen im deutschen Sprachraum immer wieder zuerst in den Springer-Konzern Zeitungen BILD und Welt zu lesen sind.

    *
    www.welt.de/politik/ausland/article11943123/Bizarre-Schwulen
    -Videos-auf-US-Flugzeugtraeger.html


    Danach springen dann einige andere Zeitungen manchmal auf das Thema auf und schreiben dann auch darüber. Positive Meldungen zu LGBT Themen hingegen werden zuerst bei der Sueddeutschen, beim Spiegel, bei der Frankfurter Rundschau, bei der taz und bei RTL-Medien verbreitet und natürlich in Homo-Medien wie Queer beispielsweise. In die Regionalzeitungen schaffen es in der Regel hingegen weder negative noch positive Meldungen zu LGBT-Themen.

    Gerade die Zeitung Welt empfinde ich schon als leicht unterschwellig homophob in der Auswahl von LGBT-Nachrichten.

    Mich würde einmal interessieren, welcher Nachrichtenkanal in den USA beispielsweise diese Nachricht als erstes verbreitet hat. War es Fox-News ? Würde mich jedenfalls nicht überraschen...

    Gera
  • Antworten » | Direktlink »
#6 weserAnonym
  • 03.01.2011, 13:54h
  • Antwort auf #3 von jochen
  • "Ja man darf. - Auch Schwule u. Lesben haben es - wie alle anderen auch - verdient mal verarscht zu werden."

    "Mal" ist gut...es geschieht eben nicht mal, sondern sehr, sehr häufig, gemessen an den wenigen Situationen in denen Schwule in Filmen usw. überhaupt mal eine Rolle spielen.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 finding nemoAnonym
#8 Timm JohannesAnonym
  • 03.01.2011, 14:55h
  • Nachdem nunmehr "Don't ask, don't tell" in den USA zu einem glücklichen Ende gebracht wurde und nunmehr us-amerikanische, homosexuelle Soldaten offen in der US-Armee sich zeigen dürfen, schließt die USA zu seinen NATO-Verbündeten auf.

    Hier in Deutschland sind wir schon ein grosses Stück weiter. In erster Lesung wurde das Gesetz zur Gleichstellung von verpartnerten Bundesbeamten/Soldaten verabschiedet: Künftig erhalten verpartnerte, deutsche Soldaten die gleiche Besoldung und Versorgung, wenn sie zum Standesamt gehen.

    ---
    Nur im NATO-Staat Türkei "ticken" die Uhren bei diesem Thema noch ganz anders. Aber im Taurus-Gebirge und mitten in Kurdistan an der Grenze zu Irak und Iran würde ich sowieso jedem homosexuellen Menschen eher raten, dort nicht als Soldat zu arbeiten.
    Problem daran ist nur, dass in der Türkei Wehrpflicht besteht, die gottseidank nunmehr in Deutschland dieses Jahr abgeschafft wird.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 I.Ramos GarciaAnonym
  • 03.01.2011, 15:23h
  • es ist ja klar, dass der Mensch, wenn man sodas nennen koente, k-n schwulen Maenner kennengelernt habe
  • Antworten » | Direktlink »
#10 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 03.01.2011, 17:55h
  • Dieser Typ ist einfach nur peinlich! Vielleicht hätte man es ihm selbst mal unter der Dusche besorgen sollen!
  • Antworten » | Direktlink »