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The Peel Hotel in Melbourne: Ab sofort dürfen auch Heten an die Stange (Bild: Andrew Thompson)

Der schwule Pub "The Peel Hotel" im australischen Melbourne darf seine Gäste nicht mehr nach der sexuellen Orientierung fragen. Um Heterosexuelle vor Diskriminierung zu schützen, hat das Victorian Civil and Administrative Tribunal (VCAT) eine 2007 erteilte Ausnahmegenehmigung zurückgenommen.

Noch vor drei Jahren war der Gay-Bar im Stadtteil Collingwood von den Behörden gestattet wurden, "Menschen, die sich nicht als homosexuelle Männer identifizieren", legal den Eintritt zu verwehren. Außerdem hätten sie sich vor allem auf Jungesellinnen-Abschiedspartys wie Zootiere gefühlt. "Wir richten uns vor allem an homosexuelle Männer und wollen diese schützen", so McFeely. (queer.de berichtete). Die Antidiskriminierungsstelle folgte damals der Argumentation des Inhabers Tom McFeely, dass andernfalls der Charakter der einzigen Gay-Bar der Stadt in Gefahr sei. Vor allem auf Jungesellinnen-Abschiedspartys hätten sich seine Gäste wie Zootiere gefühlt, klagte McFeely im Dezember 2006 gegenüber der Presse: "Wir richten uns vor allem an homosexuelle Männer und wollen diese schützen."

Einem Bericht der Tageszeitung "Herald Sun" zufolge hat das VCAT nun Bauchschmerzen bekommen, ob die Frage nach der sexuellen Orientierung wirklich mit den Antidiskriminierungsrichtlinien der Stadt und der Achtung der Menschenrechte vereinbar sei. Für die kommenden drei Jahre wurde die Ausnahmegenehmigung deshalb gelockert: "The Peel Hotel" darf seine Gäste nun nicht mehr nach ihren sexuellen Präferenzen befragen. Allerdings ist es dem Pub erlaubt, seine Besucher vor Eintritt über das Konzept aufzuklären. Die Entscheidung, ob man im "Peel" ein Bier trinken möchte oder nicht, ist damit jedoch allein dem Gast überlassen.

Die schwule Bar hat der neuen Regelung nicht widersprochen. Unabhängig von den Auflagen des VCAT hat "The Peel Hotel" das Recht, störende oder pöbelnde Gäste vor die Tür zu setzen. (cw)



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#1 bananasEhemaliges Profil
  • 06.01.2011, 13:14h
  • Ich glaube, das ist auch bei uns in Deutschland eine "Grauzone". Eigentlich muß eine Gaststätte (o.ä) eine Herren.-und eine Damentoilette, getrennt voneinander haben, sonst gibt es keine Konzession. Die Damentoilette ist dann meist der Darkroom und es kontrolliert nur niemand mehr. Was ich übrigens nicht bedauere. Es ist dann nur eben so und meist geduldet, solange sich eben niemand beschwert.
    Hier kann man nur sagen, Pech gehabt.
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#2 herve64Profil
  • 06.01.2011, 13:36hMünchen
  • Na ja, es kommt halt auch immer darauf an, welchen Charakter die schwule Location an sich hat. Handelt es sich um eine reine Bar, dann spricht m. E. nichts dagegen, dass dort auch Frauen oder Hetero-Männer verkehren. Handelt es sich bei diesem Schuppen allerdings um ein Etablissement mit Darkroom oder sonstigen Cruising-Einrichtungen, dann sind Frauen und Hetero-Männer Störfaktoren.
    Allerdings könnte man das ganze Spielchen auch mal umdrehen: inwieweit ist es eigentlich zulässig, in Frauenkneipen Männern grundsätzlich den Zutritt zu verwehren? Oder mit welchem Recht kann man als schwules Paar aus einem (Hetero-)Schuppen heraus geworfen werden? Von den diskriminierenden Stammtischwitzen, die dort über Schwule kursieren, mal ganz zu schweigen.

    Kurz und gut: wieso hat eigentlich eine Personengruppe das Recht, eine andere auszuschließen und die andere umgekehrt wiederum nicht?
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#3 Leo20mal6Anonym
#4 herve64Profil
#5 realistAnonym
#6 Leo20mal6Anonym
  • 06.01.2011, 14:30h
  • Antwort auf #5 von realist
  • in der antike war Mann flexibler. konnte beides ficken und mit den fraune auch kinder machen.
    heute sind die menschen doch alle völlig verklemmt und männer müssen deswegen männer heiraten..

    Brüste sind auch geil
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#7 schwulenaktivist
  • 06.01.2011, 14:30h
  • Solche Probleme kennen wir in Basel gar nicht! ;)

    Aber Leute, die nur kommen, um Schwule anzustarren, die gehören hinauskomplimentiert!
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#8 bananasEhemaliges Profil
  • 06.01.2011, 14:43h
  • Antwort auf #7 von schwulenaktivist
  • Die meisten Zuschauer beim CSD kommen auch, um Schwule anzustarren, als wenn Ausserirdische gelandet sind. Ist leider so. Und veile Schwule päsentieren sich dann auch recht zeigefreudig. Womit wir wieder bei "Klischee" wären.
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#9 jojoAnonym
  • 06.01.2011, 15:06h
  • Antwort auf #2 von herve64
  • werden in unserer gesellschaft tagtäglich heterosexuelle von homos dumm angeglotzt, wenn sie sich mal einen kuss geben oder nur an der hand halten? werden heteros von homos angepöbelt oder bedroht?
    nein.
    umgekehrt ist es aber der fall.

    erstens also: man kann dieses thema nicht sinnvoll diskutieren, wenn man die gesellschaftliche realität ausblendet und so tut, als ließen sich die rollen von hetero / homo ebensogut austauschen. jedes gedankenexperiment in dieser richtung beginnt bereits auf einem holzweg.

    der zweite punkt: das "angebot" von bestimmten kneipen umfasst eben nicht nur getränkekonsum, sondern auch "soziale angebote", konkret z.b. die möglichkeit, potentielle sex- oder lebenspartner kennenzulernen. heteros können das so gut wie überall. für schwule klappt es aber nicht mehr, wenn in "ihrer" kneipe oder party wie überall sonst auch 90% heteros rumhängen. es muss erlaubt sein, zielgruppenspezifische angebote zu machen und die qualität dieser angebote zu sichern, indem man andere zielgruppen fernhält. eine "schwule" kneipe zu betreiben, in der man auch möglichst vor allem schwule gäste haben will, ist was anderes als z.b. seine currywurst nicht an schwarze zu verkaufen.

    und ein letzes: niemand beschwert sich, dass zur katholischen eucharistie nur katholiken zugelassen werden oder im kegelclub sinnvollerweise niemand aufgenommen wird, der gar nicht kegeln will. nur bei schwulen schreit immer gleich einer "ghetto!", wenn man mal unter sich sein will...
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#10 jojoAnonym
  • 06.01.2011, 15:11h
  • Antwort auf #8 von bananas
  • na und? du wirst sicher wissen, woher das wort "demonstration" kommt, nicht wahr? wenn jemand an einem csd teilnimmt und sich dann empört, dass er angeglotzt wird, dann macht er m.e. irgendeinen denkfehler... ;-)
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