Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?13468

Trotz Ablehnung und "Heilungsversuchen": Manga und Sori kommen am Ende zusammen

"Dakan - Schicksal" ist der erste in Westafrika gedrehte Homo-Film - in wunderschönen Bildern und mit Happy End. Das Drama ist nun als DVD bei Salzgeber erschienen.

Von Carsten Weidemann

"Dakan - Schicksal" ist der erste in Westafrika gedrehte Film über eine schwule Liebe. In wunderschönen Bildern, mit der Musik des legendären Sory Kouyaté und mit einem unmissverständlichen Happy-End für die Liebe von Manga und Sori widerspricht Regisseur Camara den Vorurteilen vieler schwarz-afrikanischer Politiker und Kirchenmänner, dass Schwulsein "unafrikanisch" sei.

Die Story: Manga und Sori sind noch Schüler, als sie sich ineinander verlieben. Dass sich ihre Klassenkameraden über sie lustig machen, stört sie nicht. Aber als sie ihren Eltern von ihrer Liebe erzählen, stoßen sie auf Ablehnung und Unverständnis. Soris Vater, ein angesehener Geschäftmann, möchte, dass sein Sohn in seine Fußstapfen tritt, und sorgt dafür, dass die beiden Liebenden in getrennte Klassen versetzt werden. Mangas Mutter sieht ebenfalls all ihre Hoffnungen in ihren einzigen Sohn zerstört.

Youtube | Trailer zum Film (leider ohne deutsche Untertitel)

Unter dem Druck versuchen beide Jungs, gegen ihr Schwulsein anzugehen. Manga sucht bei einer traditionellen Heilerin Hilfe, um seine Liebe zu "kurieren", später geht er erfolglos eine Beziehung zu einer jungen Frau ein. Sori zieht auch mit einer Frau zusammen und wird Vater. Doch am Ende sehen die beiden jungen Männer ein, dass sie nur voreinander geflüchtet sind, und ihre Liebe triumphiert gegen alle Widerstände.

"Dakan - Schicksal" wurde u.a. mit dem Großen Preis der Jury beim renommierten schwullesbischen Filmfestival Outfest in Los Angeles ausgezeichnet.

Dakan - Schicksal, Spielfilm, Guinea/Frankreich 1997, Regie & Drehbuch: Mohamed Camara, Mitwirkende: Mamady Mory Camara, Aboucar Touré, Cécile Bois, Länge: 89 Minuten, franz. OF mit dt. Untertiteln, Salzgeber



#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 15.01.2011, 11:48h
  • Als ich gelesen habe, daß der Film u. a. in Guinea gedreht wurde, habe ich auf Wikipedia folgendes entdeckt:

    de.wikipedia.org/wiki/Gesetze_zur_Homosexualit%C3%A4t

    Im Nachbarstaat Guinea-Bissau ist Homosexualität erlaubt. Das Gleiche gilt auch für Mali und Sierra Leone, beides ebenfalls Nachbarstaaten Guineas. Was ich damit sagen will ist, daß die Dreharbeiten in Guinea bestimmt sehr schwierig gewesen sein dürften. Dennoch ein mutiger Schritt, dort einen solchen Film zu machen!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 baobabAnonym
  • 15.01.2011, 13:25h
  • Lesenswert

    "In 37 von 53 Staaten Afrikas existieren Gesetze, die homosexuelle Handlungen unter Strafe stellen.Machthaber in etlichen Staaten des Kontinents wettern gegen die „unafrikanischen, dekadenten“ Lebensweisen des liberalen Nordens und inszenieren sich als Wahrer „originär afrikanischer“ Traditionen.

    Homoverbände und kritische Geister aus Afrika wie Europa und den USA behaupten hingegen meist,Homophobie sei ein westlicher Import. Beide Positionen bestimmen projektive Blicke.Von David Schwarz..."

    www.hinterland-magazin.de/pdf/15-94.pdf
  • Antworten » | Direktlink »
#3 reidschuulAnonym
  • 15.01.2011, 14:05h
  • "...Der Vorsitzende der lokalen Aids-Organisation NGENT widersprach den Politikern: "Analsex wird auch von Heterosexuellen praktiziert", erklärte Rubaramira Ruranga. Er widersprach auch der Aussage, Homo- und Bisexualität seien unafrikanisch: "Als ich jung war, sah ich wie Männer Sex mit Männern aus meinem kleinen Dorf haben. Sie haben das draußen im Busch gemacht, als wir gejagt haben."..."

    www.queer.de/detail.php?article_id=11812
  • Antworten » | Direktlink »
#4 really homegrownAnonym
  • 15.01.2011, 14:28h
  • Nordafrika?

    Wird die Luft für Gays dünner oder frischer?

    Dass sich nur unter dem Aufbau wachsender und immer drängender werdenden Spannungen an sozialen Bedürfnissen vorbei regieren lässt und die Macht des Apparates, samt Geheimdiensten, doch als begrenzt zeigen kann - je nachdem, wo die Armee steht.

    Und zum zweiten: dass sich das Rad nicht auf immer anhalten oder zurückdrehen lässt, wenn ein bestimmtes politisches Bewusstsein sich in der Öffentlichkeit durchsetzt und das Veraltete, nur Repressive, am Herrschaftssystem offenlegt. Einfacher gesagt: die tunesischen Ereignisse der letzten Tage und Wochen werden auch von der Bevölkerung anderswo debattiert. Auf Dauer bleibt so etwas nicht ohne Wirkung....

    www.heise.de/tp/r4/artikel/34/34019/1.html
  • Antworten » | Direktlink »
#5 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 15.01.2011, 17:26h
  • Antwort auf #4 von really homegrown
  • In Tunesien ist gestern der Präsident nun endlich aus dem Land gejagt worden. Ob Ghaddafi ihm in Kürze Exil gewährt???

    Ob sich für die LGBT-Community in Tunesien jetzt ein Silberstreif am Horizont zeigt, ist abzuwarten. Ich denke jedoch eher nicht!
  • Antworten » | Direktlink »
#6 dembaAnonym
  • 11.06.2011, 21:25h
  • In Guinea Bissau ist Homosexualität erlaubt?
    Gibt es dazu sichere Quellenangaben?
  • Antworten » | Direktlink »