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Will den "Stellvertreter Christi auf Erden" öffentlich beten sehen: Katholik Wowereit

Berlin schwuler Bürgermeister umschmeichelt Benedikt XVI.: "Der Papst ist in der Stadt herzlich willkommen".

Von Carsten Weidemann

Wenn Papst Benedikt XVI. im September Berlin besucht, soll er nicht nur vor dem Bundestag reden, sondern auch eine große öffentliche Messe abhalten. Dies wünscht sich ausgerechnet der schwule Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit. Im Gespräch für den Massen-Gottesdienst ist nach einem Bericht der Tageszeitung "B.Z." das Olympiastadion.

"Die katholische Kirche sollte so selbstbewusst sein, dass sie sich nicht verstecken muss", sagte der SPD-Politiker bei seiner Jahres-Auftakt-Pressekonferenz: "Ich bin sicher, dass ein Gottesdienst gut besucht werden würde. Der Papst ist in der Stadt herzlich willkommen." Die Homophobie der katholischen Kirche spielte Wowereit herunter: Darüber könne man dann auch diskutieren, sagte der Regierende Bürgermeister.

Konkurrenten Künast und Wowereit in Papst-Frage einig

Vor Klaus Wowereit hatte bereits seine grüne Konkurrentin um den Posten des Berliner Regierungschefs, Renate Künast, schwul-lesbische Aktivisten mit ihrer Papstfreundlichkeit enttäuscht. Die Fraktionschefin der Grünen hatte im vergangenen Monat die Rede des Kirchenoberhaupts im Bundestag für "in Ordnung" erklärt und war damit ihrem schwulen Fraktionsgeschäftsführer Volker Beck öffentlich in den Rücken gefallen (queer.de berichtete).

In einer Online-Umfrage vom 8. bis 15. November 2010 hatten sich 44,7% der queer.de-User für Renate Künast als neue Regierende Bürgermeisterin von Berlin ausgeprochen, 43,6% votierten für eine weitere Amtszeit von Klaus Wowereit. 11,7% waren der Auffassung, keiner der beiden sollten die Hauptstadt regieren. Teilgenommen hatten 924 Leser.

Papst Benedikt XVI. wird vom 22. bis 25. September zu seinem dritten Deutschlandbesuch auch in Berlin erwartet. Der päpstliche Reisemarschall Alberto Gasbarri wird in den kommenden Wochen in die Hauptstadt reisen, um das genaue Besuchsprogramm zu klären.



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 GeertAnonym
  • 09.01.2011, 14:39h
  • Wowereit KANN überhaupt nichts anderes sagen - nach den Äußerungen von Künast. Immerhin ist im nächsten Jahr in Berlin die Wahl des Regierenden Bürgermeisters und Berlin ist mit über 300.000 Katholiken die drittgrößte katholische Stadt Deutschlands, nach München und Köln. Wowereit will schlicht und einfach wiedergewählt werden und auch Katholiken sind Stimmvieh.
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#2 jayAnonym
#3 DSDScAnonym
  • 09.01.2011, 14:43h
  • Für das Rahmenprogramm anlässlich des Vatikanbesuches im September sucht RTL ab sofort Castingfreudige für die Show:
    Deutschland Sucht Den Schönsten Chorknaben
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#4 eMANcipation*Anonym
  • 09.01.2011, 14:53h
  • Das sind die Erfahrungen, die die "Community" braucht, um endlich aufzuwachen und unsere Position in der Gesellschaft wieder wahrzunehmen.

    Wie lange wollen wir es uns noch leisten, tagtäglich zu Tausenden auf eine Seite wie queer.de zu kommen (zu Zehntausenden auf eine Seite wie GayRomeo)

    aber nicht zu gemeinsamem politischen Handeln fähig zu sein?

    Die Bereiche, in denen wir dringend handeln müssen und wo es um nichts Geringeres als das Lebensrecht von Schwulen und Lesben in unserer Gesellschaft geht,

    sollten inzwischen durch das wiederkehrende Spektrum an Meldungen und daraus entstandenen Diskussionsthreads mehr als deutlich geworden sein.

    Die entscheidende Frage lautet: Weiterhin nur Voyeurismus und virtuell "Dampf ablassen", oder endlich hier und jetzt unseren Raum nutzen, um konkret etwas zu verändern?

    Die Hassverbreiter und Rollbacker schlafen im Gegensatz zu uns nämlich nicht - und viele tragische Schwule mischen kräftig mit dabei, um sich ihre Scheibchen vom Kuchen der Herrschenden zu sichern oder um jeden Preis "dabei zu sein"!
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#5 RalfAnonym
  • 09.01.2011, 14:55h
  • Neue Sportdisziplin in Berlin: Wettkriechen der Bürgermeisterkandidaten vor Deutschlands größtem Schwulenhasser. Beide unwählbar.
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#6 KonstantinEhemaliges Profil
#7 VolumeProProfil
  • 09.01.2011, 15:46hMönchengladbach
  • Wowereit hat seine Äußerungen als Oberhaupt Berlins getätigt.
    Als solches ist er verpflichtet die Interessen aller Berliner zu vertreten. Er kann ja jetzt nicht gegen eine Papstmesse sein, weil Wowereit als Teil einer Minderheit eben vom Papst diskriminiert wird. In dieser Hinsicht muss Wowereit leider zurückstecken.

    Wer hier politisches Engagment fordert, dem sei gesagt, dass es mit dem LSVD bereits eine politische Organisation gibt. Man muss also nur eintreten und dort mitmachen. Dann dürfte die Organisation auch schlagkräftiger werden.
    Der LSVD wird zwar nie die Schlagkraft des ADAC erreichen, aber vllt. wird er homophoben Organisationen wie der katholischen Kirche oder dem Islam etwas mehr entgegen zu setzen haben.
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#8 lukasAnonym
#9 alexander
  • 09.01.2011, 16:14h
  • bei aller liebe, soweit darf die parteienräson, gepaart mit wahlkampf nicht gehen, dass man seine eigene identität auf dem altar der wählerstimmen opfert !
    auch wenn in berlin 300 000 katholen leben, leben sie trotzdem in der diaspora, berlin war und bleibt doch überwiegend protestantisch, bei einer einwohnerzahl von ca. 3,5 millionen. wenn man von 10% schwulen und lesben in berlin ausgeht stellt sich durchaus die frage wem man sich andient ? zumal kath. wähler nicht unbedingt spd wählen !
    also ist der kotau von wowi überhaupt nicht gerechtfertigt !

    spricht diese tatsache doch wieder für den vielzitierten "rollback" ! emancipation, stromboli u.a. warnen, genau wie ich seit jahren davor diese allgemeine entwicklung zu unterschätzen ! denn , wie man sieht trägt sie bereits früchte !

    unverzeihlich ist besonders wowi`s satz : "die kath. kirche sollte so selbstbewusst sein, dass sie sich nicht verstecken muss !"
    und der lapidare zusatz, "man könne ja über die kath.homophobie diskutieren ?"
    so dumm kann nicht mal wowi sein, um die kriminelle verhaltensweise dieser sekte derartig zu verharmlosen !

    leider wieder eine politische haltung, die der allgemeinen lahmarschigen politischen entwicklung aller parteien in diesem land entspricht und es "kriminellen vereinigungen" so leicht macht auf allen ebenen boden zu gewinnen !
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#10 lukasAnonym
  • 09.01.2011, 16:15h
  • Antwort auf #8 von lukas
  • Nachtrag. Als ADAC Mitglied muss ich nur noch dafür sorgen das sich die Autolobby von den kleinen unwichtigen Konzernchen Cadillac ( General Motors), Mercedes, Rover und Fiat trennt, die allesamt am Bau feindlicher Objekte namens "Papamobil" beteiligt waren.
    Wer hilft mir?
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