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Bei der Münchner Premiere freute sich Rudolph Mooshammer über den "wunderbaren Schmarrn", auch bei der Preview in Köln einen Tag vor dem offiziellen Kinostart klopfte sich das Publikum auf die Schenkel. Die schwule Crew des Traumschiffs muss in der gelungenen Parodie auf das Science Fiction-Genre an der Seite von Till Schweiger die Erde retten. Michael Bully Herbig plaudert mit uns über seinen dritten Kinofilm.


Wie macht man aus einem Zwei-Minuten-Sketch einen 90 Minuten Film?
Nicht ganz leicht, da die Komik der Sketche ja eigentlich von der permanenten Langeweile der Protagonisten lebt. Das wichtigste war mir: Kork, Schrotty und Spuck dürfen die Geschichte nicht tragen müssen. Lass sie dabei sein, mehr nicht. Deshalb musste es einen Gegenpart geben. Und das konnte nur ein wahnsinnig gut aussehender Mann sein, der auf Frauen steht. Der dadurch entstehende Beziehungsclinch ist wichtiger, als der ganze Rest. Der muss funktionieren.

Der Film ist also zuallererst eine Beziehungsgeschichte?
Unbedingt!

Siehst du dich als Regisseur weniger im Bereich der Komik angesiedelt? Eher ein bisschen in der Tradition von Ingmar Bergman?
Vielen Dank für den schönen Vergleich. Auch wenn’s mir niemand glaubt: Ich bin eigentlich Autorenfilmer.

Hast du dann keine Angst, dass Menschen deinen Film als Comedy missverstehen?
Doch, habe ich. Weil es mir beim "Schuh des Manitu" auch schon so ging.

Bully, ist das nicht ein enormer Druck, unter dem du nach "Manitu" stehst?
Nachdem mein erster Kinofilm "Erkan & Stefan" mit über 1, 3 Millionen Zuschauern toll gelaufen ist, war der Druck auf "Der Schuh des Manitu" enorm hoch. Damals hatte ich gehofft, mit meinem zweiten Kinofilm wenigstens einen Zuschauer mehr als bei meinem ersten in die Kinos zu locken. Dass es dann am Ende nicht nur einer, sondern gleich über 10 Millionen mehr waren, hat mich echt umgehauen. Soll heißen, der Zweite hatte mehr als der Erste. Der Dritte muss nicht mehr als der Zweite, sollte aber mindestens soviel wie der Erste haben. Am schönsten für den Dritten wäre irgendwas zwischen dem Ersten und dem Zweiten oder dem Zweiten und dem Ersten, wenn Sie verstehen, was ich meine...

Zeitreisen waren also schon dein Kindheitstraum?
Ja, und wenn du dich dann damit auseinandersetzt, merkst du, wie unfassbar viele Möglichkeiten es gibt. Wir haben uns als erstes gefragt: Wo wollen wir eigentlich hin? Und gleich danach: Was können wir bezahlen? Das alte Rom, die Inquisition, die französische Revolution oder die WM `74...?

Hat dich eigentlich nie der Gedanke gestört, dass Zeitreisen mal grundsätzlich etwas Unlogisches sind?
Wieso das denn?

Es ist doch völlig klar, dass es sie nie geben wird. Sonst hätten uns doch schon längst Zeitreisende begegnen müssen.
Wenn sie sich zu erkennen geben würden! Aber woher willst du wissen, dass sie das auch tun? Nimm beispielsweise Bill Gates: Wissen wir, ob der nicht irgendwann in der Zukunft eine ganz schlimme Niete war? Und nur die clevere Idee hatte, mit ein paar Plänen für ganz simple Programme in die 80er Jahre zurückzureisen? Ich könnte mir doch auch die Platten von Elvis in den Koffer packen, ins Jahr 1955 zurückreisen und mit "That’s alright Mama" ein Weltstar werden. Solange ich mich nicht verrate, würde es niemand merken.

P.S.: Wer nach den Outtakes den Abspann bis zum Ende verfolgt, der wird noch mal belohnt.



#1 PeterAnonym
  • 22.07.2004, 23:52h
  • Ich hab mir den Film heute angesehen.
    Ich muss ganz ehrlich sagen, so oft hab ich noch nie im Kino gelacht! Allerdings war ich häufig der einzige der gelacht hat, da man Fime wie "Star Wars", "Ritter aus Leidenschaft" und auch "Der Schuh des Manitu" kennen muss, um alle Witze und Anspielungen zu diesen Filmen verstehen zu können.
    Allerdings bietet der Film so viel, sodass nicht nur Filmkenner und Schwule auf ihre Kosten kommen werden!

    Fazit: Auf keinen Fall verpassen!!!
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#2 SvenAnonym
  • 10.09.2004, 20:14h
  • Also ich habe im Kino noch nie so wenig gelacht. Der Film basiert meiner Meinung nach nur auf schwulern Klischees und überholten vorurteilen. Außerdem sind die Witze extrem flach. Die einzigen, bei denen man grinsen konnte, wurden schon in der Vorschau gezeigt. Sorry, aber diesen Film empfehle ich wirklich keinem!
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