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Kommentare zu:
Raddatz: Schwulsein Grund für Westerwelles Abstieg


#1 GayreporterAnonym
  • 10.01.2011, 20:47h
  • Der Focus wird immer besser, er spricht das Thema wenigstens mal an im Gegensatz zum deutschen Medienmainstream. Ob das bei Westerwelle aber stimmt, glaube ich nicht. Der geht vielen eher auf die Nerven. Schweizer Medien (die haben oft eine bemerkenswert gute und neutrale Sicht auf Deutschland) haben das so geschrieben: Die Leute wollen ihn weghaben, weil er es gewagt hat, etwas in Frage zu stellen, was "ungeheuerlich" sei: die Beschneidung der sozialen Hängematte in Deutschland.
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#2 Jäcki65Anonym
  • 10.01.2011, 21:02h
  • Hubert Fichte, ein langjähriger Weggefährte Raddatz', drückte es mal so aus: "Die einzige Chance des Homosexuellen ist seine Brillanz." Und da Guido W. alles andere als brillant ist, fällt immer mehr meist Heterosexuellen zu ihm als erstes seine Homosexualität ein, da nennenswerte politische Erfolge nicht darstellbar sind. Und ein Politiker, der nicht trotz, sondern wegen seines Privatlebens erinnert wird, hat seine Glaubwürdigkeit bereits verloren.
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#3 erich mendeAnonym
#4 MinkAnonym
  • 10.01.2011, 21:25h

  • Diese Thesen sind hervorragend formuliert. Diese teile ich ausnahmslos. Die Politik von Ww. wird dadurch aber nicht besser oder entschuldbarer sondern bleibt... äh, sagen wir es mal so: großer Mist!
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#5 TeddyTeddyBumBumAnonym
  • 10.01.2011, 21:42h
  • Westerwelle macht ausgezeichnete, bürgerliche, liberal-konservative Politik, wie ich sie auch von ihm erwartet habe. Dass einige Menschen sich an seiner Homosexualität stören, gilt als sicher. Genau wie einige Menschen sich daran stören, dass unsere Kanzlerin eine Frau ist. Damit muss man leben bzw. versuchen, durch Bildung zu intervenieren. Das aber geht nur durch eine starke bürgerliche FDP ohne verweichlichte SPD-nahen wie Daniel Bahr und so.

    Die christlich-liberale Koalition hat sich als Bastion des Wohlstands gezeigt. Dass es nun Neider bzw. Irrläufer gibt, deren Zahl leider stetig wächst, die dies nicht einsehen, und lieber eine Rot-(rot-)Grüne Koalition oder ganz rechte Regierungen hätten, st nicht abzustreiten, aber auch die werden wir noch überzeugen!

    FDP, FDP!
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#6 FloAnonym
  • 10.01.2011, 21:44h
  • Wenn ich mir so ansehe, wie miserabel das Image von Spaßkanzler Guido auch unter Schwulen ist, so hat sein Abstieg wohl weniger mit seiner Homosexualität zu tun als vielmehr mit seiner absoluten Unfähigkeit sowie seinem Gelüge und Betrüge.

    Die FDP und allen voran Westerwelle haben KEIN EINZIGES Wahlversprechen gehalten:

    - Statt auch nur eines ihrer homopolitischen Versprechen zu halten (die eh schon deutlich hinter anderen Parteien zurückblieben) wurde bei Abstimmungen sogar GEGEN weiter Gleichstellung gestimmt. Das bisschen was gemacht wurde, geschah nur auf Druck von Gerichten, die die Regierung dazu gezwungen haben. Das hätte JEDE andere Regierung genauso umsetzen müssen.

    - Statt "mehr Netto vom Brutto" haben wir alle weniger Netto vom Brutto (wenn wir nicht gerade Millionäre sind, die von der FDP hofiert werden)

    - Statt das Steuersystem zu vereinfachen wird es laufend verkompliziert (z.B. weitere Ausnahmen bei Mwst.-Sätzen, etc.)

    - Statt ein faires Gesundheitssystem zu etablieren wurde kräftig erhöht, aber nur zu Lasten der Versicherten, damit Pharmaindustrie, Ärzte und Arbeitgeber ihren Willen bekommen.

    - Etc. etc. etc.

    All das (kombiniert mit der Arroganz der FDP) sind die Gründe für den Abstieg!!

    Es zeigt sich einfach, dass die FDP sachlich, fachlich und personell absolut unfähig ist. Und wenn sie dann auch noch lügen und betrügen und dabei ihre Arroganz raushängen lassen, hat man die Gründe für den Abstieg.

    Es gibt auch schwule Idioten und Westerwelle ist ihr Anführer. Das ist nun mal so.

    Deswegen ist die FDP genau da, wo sie hingehört: unter 5% !!!
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#7 Timm JohannesAnonym
  • 10.01.2011, 22:01h
  • Der Grund, warum Westerwelle derzeit in der Kritik steht, hat nicht nur eine Ursache allein. Monokausale Argumentation geht hier fehl, sondern mehrer Faktoren bewirken dies derzeit.

    Hauptgründe sind derezeit:

    Der Neid der anderen Parteien und Parteianhänger am parteipolitisch historischen Bundestagswahlsieg der FDP 2009. In diesem Ausmaß hatte keine Wahlprognose und kein Journalist mit einem solchen Sieg der FDP gerechnet. Das Zustandekommen der Regierung Merkel/Westerwelle ist nicht dem Erfolg der CDU zuzurechnen, sondern es ist ein Erfolg des Berliner Teams um Westerwelle/Leuttheusser-Schnarrenberger/Niebel/Brüderle.

    Neben dem Neid aufgrund des vorangegangen Wahlsieges der FDP 2009 sind es derzeit die Medien, die eine regelrechte Hatz gegen Westerwelle betreiben. Ich würde mich "schlapplachen", wenn die FDP bei den kommenden Wahlen sich hält und nicht unter die 5 Prozent rutscht.

    Es ist nämlich schon fast grotesk, wie da sowohl seitens der linken Journalisten bei Spiegel, stern und Co als auch bei den konservativen Journalisten bei Welt (Jungholdt, Schmidt, usw.), Financial Times, FAZ und Co sich seit Monaten die Journalisten die Finger wund schreiben, um Möglichst ALLES negativ von Westerwelle darzustellen. Das ist die reinste Medienkampagne gegen Westerwelle, die da linke und konservative Journalisten zugleich "abziehen" und fast schon zu simpel und zu durchschaubar.

    Drittens kommt hinzu: das Westerwelle natürlich in der Vergangenheit auch gern ausgeteilt hat und sich halt auch Feinde geschaffen hat. Und diese Feine wollen ihre Revanche.

    Viertens ist dies der Medienlandschaft Deutschlands geschuldet: es passiert zu wenig, worüber politisch täglich berichtet werden kann. Also wird darüber bereits auf Welt Online berichtet, das Westerwelle in Pakistan den Bus verpasst hat. Eine sensationelle Nachricht...

    Fünftens hat Westerwelle bis zum Regierungsantritt keine Fehler gemacht und die FDP eilte zu Oppositionszeiten unter seiner Führung von Sieg zu Sieg. Erst mit dem Wahlsieg im Herbst 2009 haben linke und konservative Journalisten, Blogger und Politiker begriffen, wie gefährlich und wahlentscheidend Westerwelle sein kann; man hat ihnen lange Zeit eher seitens der Gegner unterschätzt und jetzt versuchen die Gegner seit über einem Jahr ihn mit einer Kampagne im Image zu schaden, was auch zunehmend gelingt ("frei nach dem Motto: es wird wohl etwas Dreck kleben bleiben").

    Sechstens hat Westerwelle im Lager der homosexuellen Community wenig Rückhalt; das unterscheidet ihn von Politikern wie Volker Beck oder Klaus Wowereit, sondern er muss sogar aus dieser Ecke mit Angriffen rechnen. Selbst von Beust hatte mehr Sympathien als Westerwelle im Lager der Community und brauchte von dort als Konservativer keine Angriffe daher fürchten.

    Siebtens die sexuelle Orientierung kommt als Nebengrund allenfalls in Betracht; da hat der Autor des Buches Recht, ist aber nicht der einzige Grund und auch nicht der Hauptgrund der gegenwärtigen Kampagnen um Westerwelle.

    ---
    Wenn Westerwelle nicht der erste offen homosexuelle Vizekanzler und Aussenminister in Deutschland wäre, wäre es mir relativ egal, da mir der Charakter von Westerwelle zu kompliziert ist. Teile seines Wesens finde ich sehr sympathisch, andere Teile sind mir eher zu anstrengend.

    Da es nun aber halt Westerwelle als erster offen homosexueller Vizekanzler geworden ist, kann es mir nicht Recht sein, dass ein solcher Mann bereits nach einem Jahr als Minister aus dem Amt gemobbt wird. Und daher unterstütze ich Ihn und werde dieses Mobbing auch auf Queer im Forum nicht mittragen und im LSVD habe ich dies intern gottseidank auch mitverhindert.

    Insbesondere freut es mich, dass die FDP in Berlin mehr homopolitisch durchgesetzt hat, als es die Grosse Koalition geleistet hat (Gleichstellung in der Erbschaftssteuer; Gleichstellung in der Besoldung und Versorgung von Bundesbeamten, Hirschfeld-Eddy-Stiftung).

    Mir ist Schwarz/Gelb jedenfalls lieber als Schwarz/Rot, da passiert nämlich homopolitisch NICHTS; wobei am Liebsten wäre mir derzeit eine Mitregierung der Grünen, dies aber nur wenn die Linkspartei nicht dabei ist.

    ---
    Nebenbeibemerkt die positivste Meldung aktuell lese ich aber derzeit bei der SPD, die nunmehr die Abschaffung des Ehegattensplittings durchsetzen möchte und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gleichzeitig stärken möchte. Das finde ich schon seit langer Zeit dringend erforderlich.
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#8 Ilovelife
  • 10.01.2011, 22:03h
  • @gayreporter

    Wow. Die "Weltwoche" heißt bei dir also gleich "Schweizer Medien"...
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#9 jochenProfil
  • 10.01.2011, 22:07hmünchen
  • Antwort auf #6 von Flo
  • "...wie miserabel das Image von Spaßkanzler Guido auch unter Schwulen ist, so hat sein Abstieg wohl weniger mit seiner Homosexualität zu tun als vielmehr mit seiner absoluten Unfähigkeit...."

    Ich stimme Dir zu. Deine Argumentation ist sehr treffend!
    Was klar wurde bei der Rede auf dem 3-Königs-Treffen war doch , dass Westerwelle ein sehr guter Redner und Rethoriker ist, aber leider nur ein mässiger bis schlechter Regierungspolitker.

    Allerdings kommen jetzt auch die zum "Zug", denen die Homosexualtät Westerwelles, schon immer ein Dorn im Auge war, und nur auf Fehler warten, um dann auf ihn draufzuknüppeln.

    Ich möchte noch anmerken, dass die ganze Partei FDP momentan so ein schlechtes Ansehen hat, nicht nur Westerwelle.
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#10 jojoAnonym
  • 10.01.2011, 22:21h
  • Antwort auf #5 von TeddyTeddyBumBum
  • "...aber auch die werden wir noch überzeugen! FDP, FDP!"

    ja, inhaltsfreies herumkrakeelen fand ich schon immer total überzeugend...

    passt aber zum thema: ich kann mir westerwelle kaum noch ohne erhobenes fäustchen und angeschwollene stirnadern vorstellen, und ich vermute, so geht es vielen deutschen. das ist aber nicht gerade, was einen politiker pr-mäßig nach vorn bringt: schreihälse kommen eben nicht als kompetente menschen rüber - und sind auch selten welche.

    "Nicht Westerwelles Schwulsein an sich, sondern das Schwulsein als integrativer Bestandteil eines insgesamt exzessiven Politikstils, das ist Westerwelles Problem."

    äh, das verstehe ich nicht recht. ist schwulsein also auch etwas grundsätzlich "exzessives", oder wie? kann mir einer erklären, was da gemeint ist?
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#11 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 10.01.2011, 22:38h
  • Es ist erstaunlich, daß ausgerechnet Westerwelles Homosexualität dessen Abstieg ausgelöst haben soll. Wenn es so wäre, dann hätten Ole von Beust und Klaus Wowereit nach ihrem Coming-Out auch einen solchen gehabt, was aber nicht so war.
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#12 saltgay
  • 10.01.2011, 22:46h
  • Das absolut Unerheblichste an der Person Guido Westerwelle ist seine sexuelle Orientierung. Ich darf die Damen und Herren in diesem Forum an das Wahljahr 2005 erinnern, als ein Parlamentarier von "Schwesterwelle" sprach. Was schlug das hier für Wellen! Eilfertig versicherten die Neoliberalen Sparkassenschwuppen, dass die Homosexualität gar nichts mit der betreffenden Person zu tun habe. Das halte ich auch heute noch für richtig. Dass dieser Mann so unerträglich ist, liegt an seiner Persönlichkeit. Irgendwann konnte man auch den "Kaschmirkanzler" (Ausdruck v. W. Schäuble) nicht mehr sehen. Parvenues sind eben keine angenehmen Zeitgenossen. Was ist jedoch der Unterschied zwischen Schröder und Westerwelle. An Schröders Ehefrau bleibt nur zu bemerken, dass sie eine Bild-Zeitungsschreiberin war, was auf die charakterlichen Fähigkeiten schließen lässt, aber keinen Anstoß lieferte. Schröder ist eben als Proll authentisch und man nimmt es hin, dass dieser Mensch nur ein Ziel in seinem Leben hatte: ganz nach oben!

    Westerwelle jedoch ist der verklemmte Spießer mit dem Drang zum Höheren. Alles ist Fassade und verdeckt nur mühsam die geistige Armut dahinter. Da versucht jemand auf "fein" zu machen und merkt nicht, wie lächerlich er ist. Dazu kommt dieser unsägliche Hedonismus, die Asozialität seiner gesellschaftlichen Kompetenz. Er benimmt sich wie der Conferencier auf einer Werbeverkaufsveranstaltung, der Anti-Erdstrahlen-Matrazen verticken will. Die Verkaufsargumente werden ständig wiederholt, stichhaltige Begründungen werden durch nebulöse Behauptungen ersetzt. Alles ist Show. Ob unter den Schuhsohlen 18+ steht, oder der Besuch im Big-Brother-Container. Sein Weltbild heißt nur: "Gute Zeiten-schlechte Zeiten". Das ist seine Welt und die seiner Epigonen.

    Die älteren Mitbürger kriegen so jeden Tag ihre Erziehungsfehler auf das Butterbrot geschmiert. Denn dass diese Generation so egoistisch und abgestumpft gegenüber jeglicher sozialer Verantwortung ist, haben die Eltern zu verantworten. Die Generation Westerwelle hat den anstrengungslosen Wohlstand in ihren Anus geschoben bekommen, ohne auch nur das mindeste dazu selbst beizutragen.

    Ja, und da gibt es nun Übereinstimmungen mit den hedonistischen Sparkassenschwuppen. Dieses:"Genieße jeden Tag, als sei er dein letzter", verbunden mit dem "Nach uns die Sintflut", wobei dann Jene nach zehn JAhren erkennen müssen, dass leider keine solche Flut sie hinweg gespült hat. Sie werden dann zu den alternden Jammertucken, die sich im Bahnhofsumfeld und auf Klappen herumtreiben. Spätestens daran sieht man schon, dass es nur Ähnlichkeiten mit Guido Westerwelles Verhalten gibt. Insofern ist eine Verknüpfung von Homosexualität und Beliebtheit nicht zulässig.

    Der Mann ist einfach nur unerträglich, weil er so halbseiden wirkt. Im letzten Jahr hat er auch nichts ausgelassen, was diesen Eindruck bestätigt. Das ist sein Problem. Mich treibt jetzt vielmehr die Frage um: "Irgendeiner muss ihn doch gewählt haben? Aber Keiner will es jetzt gewesen sein."
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#13 MaikAnonym
  • 10.01.2011, 23:03h
  • Antwort auf #12 von saltgay
  • "Das absolut Unerheblichste an der Person Guido Westerwelle ist seine sexuelle Orientierung."

    Das sehen nicht wenige Leute anders:

    75 Prozent der Befragten an, die "offen gelebte Homosexualität" Westerwelles sei "kein Problem bei seiner Amtsführung"; 22 Prozent sahen hingegen ein Problem, der Rest war unentschlossen.

    Leute, es geht nicht darum das Westerwelle ein schlechter und unfähiger Politiker ist ( das ist er eindeutig), sondern darum das schwule Politiker zu sehr auf ihre Homosexualität reduziert werden. Allgemein, nicht nur Westerwelle.
    Egal ob es sich dabei um positive oder negative "Vorbilder" handelt.
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#14 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 10.01.2011, 23:07h
  • Übrigens, beim Voting "Welcher Schwule nervt am meisten?" fehlt ein Name: Volker Beck!
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#15 OliAnonym
  • 10.01.2011, 23:21h
  • Ich denke nicht, dass Westerwelles Unbeliebtheit etwas mit seiner Homosexualität zu tun hat. Sicher, für so manche mag das eine Rolle spielen, aber sicher ist da auch was dran, dass vielen die sexuelle Orientierung nur so lange egal ist, wie diese Person etwas tut, was ihnen nützt, zweifle ich auch nicht an.
    Aber nicht nur Westerwelle allein steht in der Schusslinie, sondern die ganze FDP. Und da Westerwelle nun mal Parteichef ist, steht seine Person doch automatisch ganz besonders in der Schusslinie. Das ist nun mal ganz normal. Dazu kommt, dass Westerwelle nun einfach kein warmherziger Sympathieträger ist, dem man so manches verzeihen würde. Das liegt aber nicht an seiner Homosexualität, sondern weil er nun mal so ist. Mich kann er abseits seiner Leistungen auch nicht gerade für ihn einnehmen.

    Die von Raddatz vertretene These stimmt - vielleicht für 22% der Menschen und auch für diese nicht ausschließlich. Westerwelles Homosexualität ist für diese auch nur ein Aspekt. Für den weit größeren Rest gibt es andere Gründe. Westerwelles Abstieg kann deshalb kaum als Zeichen für Homophobie gesehen werden.

    Und ehrlich gesagt, sind doch Schwule und Lesben mehrheitlich auch von seiner und der Arbeit seiner Partei enttäuscht, wenn es um die gebotene Gleichstellung geht: Nur umzusetzen, wass das Bundesverfassungsgericht entscheidet, ist noch keine Leistung.
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#16 LorenProfil
  • 11.01.2011, 01:28hGreifswald
  • Antwort auf #15 von Oli
  • Wsterwelle hat die FDP zu ihrem besten Wahlergebnis auf Bundesebene geführt, obwohl wohl jedem Wähler klar war, dass er schwul ist. Sein Abstieg begann nach meiner Erinnerung, als er von der Opposition in die Regierung wechselte und strategische Fehlentscheidungen traf (Hotel-Mehrwertsteuer, wobei es ihm nicht gelang zu kommunizieren, dass neben der FDP auch und insbesondere die CSU daran beteiligt war; als unanständig begriffene Diffamierungen von Hartz4-Beziehern - Stichwort: "spätrömische Dekadenz"; das Beharren auf nicht realisierbaren Steuersenkungen bei steigenden Staatsausgaben und "Schuldenbremse", das wohl selbst beim Koalitionspartner CDU als "Beratungsresistenz" empfunden wurde). Zudem hat er in seiner Amtszeit als Generalsekretär wie als Parteivorsitzender das Image der FDP auf das der marktliberalen Wirtschaftspartei verengt und ihre Wurzeln als Bürgerrechtspartei vernachlässigt, was der FDP insgesamt in den Zeiten der Finanzkrise alles andere als gut bekommt. Anstatt selbst als Motor einer Erweiterung der Themenpalette der FDP im öffentlichen Bewusstsein zu wirken, delegierte er dies an Lindner & Co., so dass nun der derzeitige Generalsekretär als Nachfolger einer erneuerten FDP gehandelt wird.

    Fazit: Als "Oppositions-Lautsprecher" im Bundestag und Wahlkämpfer aus der Opposition heraus war Westerwelle sehr erfolgreich - und zwar als in der Öffentlichkeit bekannter schwuler Politiker, aber für erfolgreiches Regierungshandeln und die mediale Vermittlung fehlen ihm Strategien, die sein Image in der Öffentlichkeit aufpolieren. Sollte er diese nicht schnellstens entwickeln, wird er wohl in nicht allzu ferner Zukunft den Weg von Schröder, Fischer, Koch u.a. beschreiten und seine Beziehungen zur Wirtschaft nutzen, um sein Leben nach der Politik zu gestalten.
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#17 herve64Profil
  • 11.01.2011, 08:28hMünchen
  • Unabhängig von der Person Westerwelles und seiner Amtsführung ist die These von Raddatz nicht von der Hand zu weisen. Der eigentliche Grund für Homophobie dürfte der Neid auf die Leute sein, die ihr Leben inklusive ihrer Sexualität frei und ungezwungen gestalten.

    Was Westerwelles Unbeliebtheit angeht: da dürften sowohl die These von Raddatz, als auch die des WAZ-Chefredakteurs Ulrich Reitz eine Rolle spielen. Es kommt halt auch immer darauf an, wer jemanden wegen was ablehnt.
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#18 alexander
  • 11.01.2011, 08:47h
  • es ist weitaus schlimmer gekommen, als vor der wahl erwartet ! wer die fdp politik seit ihrem bestehen verfolgt hat, weiss, diese partei sonnte sich immer in der rolle als zünglein an der waage. hatte allerdings auch "einzelne" fähige politiker zu bieten, die ihr dieses spielchen ermöglichte !
    seit westerwelle in dieser partei die leiter erklomm, war jedem denkenden bürger klar, dieser mann ist eine mogelpackung !
    hier wurden fast alle negativen seiten von ww angesprochen, dieser mann hat nur einen positiven zug : er ist ein halbwegs guter rhetoriker, aber das war es auch schon !!!

    lügen, charakterarmut und heuchelei, seien sie auch noch so vollmundig "präsentiert", haben bekanntlich "kurze beine" !

    zumal auch völlig klar war, dass die fdp ihr gutes wahlergebnis nicht ihrer position oder politik verdankte, sondern den unentschlossenen wählern, die mit unseren "volksparteien" uneins waren und sind !

    niemand konnte wirklich von ww erwarten, dass er nun offensive "schwulenpolitik" betreiben würde, schon gar nicht als aussenminister, aber das er gegen seine und unsere interessen stimmt, und im gleichen atemzug wie fürstin olga sein privatleben inszeniert, wohlgemerkt nach seinem zwangsouting, ist ein skandal !
    dadurch wurden alle schwulen in den dreck gezogen und gelten jetzt landläufig als unseriös und unglaubwürdig !

    wie abgebrüht er ist, beweist die tatsache, dass er sich wirklich einbildet er kann so weitermachen ?

    unterm strich hat dieses drama in erster linie nichts mit seinem schwulsein zu tun, im gegenteil er hat die community schamlos ausgenutzt und missbraucht ! denn jeder der erfolg hat, hat seine groupies, ob schwul oder hete !
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#19 herve64Profil
  • 11.01.2011, 08:58hMünchen
  • Was meine persönliche Ablehnung Westerwelles angeht basiert sie im Wesentlichen darauf, dass er als offen schwuler Politiker einerseits jeglichen emanzipatorischen Versuch in bezug auf Homosexualität mit allen Mitteln blockiert, seinen Einfluss, den er Kraft seines Amtes hat, hierfür ungenutzt verstreichen lässt, gleichzeitig aber jeglichen Vorteil, den andere erkämpft haben, wie z. B. die Homo-Ehe für seine eigennützigen Zwecke nutzt.
    Kurz: Westerwelle ist ein klassischer Opportunist, und so jemanden braucht niemand als Politiker.
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#20 Sebastian P.Anonym
  • 11.01.2011, 09:03h
  • Der Grund, weshalb Westerwelle (und übrigens auch der Rest der FDP) bei Schwulen wie Heteros gleichermaßen verhasst ist, ist die grenzenlose Inkompetenz und Unfähigkeit, die die wieder mal beweisen. Verbunden mit Lügen, dass sich die Balken biegen und peinlicher Arroganz.

    Das war bei der FDP übrigens noch NIE anders!! Nur waren sie jetzt halt sehr lange in der Opposition und dann scheinen manche Leute das zu vergessen bzw. es gibt dann Neuwähler, die die Zeit davor nicht kennen. Und dann glauben manche denen ihre geschliffene Rhetorik. Aber sobald sie dann nicht mehr in der Opposition sind, sondern in Regierungsverantwortung, reicht schön reden nicht mehr. Und dann zeigt sich die geballte Inkompetenz!

    Die FDP kann es einfach nicht. Die sind schlicht überflüssig! (Zumal die eh nur Schoßhündchen der Union sind, da können deren Wähler gleich das Original wählen.)
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#21 herve64Profil
#22 RaffaelAnonym
  • 11.01.2011, 09:28h

  • Die FDP ist käuflich. Außer Steuersenkungen für Hoteliers und andere Großspender machen die GAR NICHTS!
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#23 Timm JohannesAnonym
  • 11.01.2011, 11:15h
  • @Flo und jochen
    Es ist schlichtweg falsch, wenn ihr die ganze Community hier vereinnahmen wollt, dass sie gegen Westerwelle sei. Einfach schlichtweg gelogen.

    Westerwelle ist nicht so beliebt wie Volker Beck oder Klaus Wowereit unter homosexuellen Wählern, aber ein Teil der homosexuellen Wähler schätzt Ihn durchaus. Ihr täuscht Euch in Eurer Wahrnehmung.

    Zweitens es ist schlichtweg falsch und entspricht den den Tatsachen, wenn jojo behauptet, das unter Schwarz/Gelb keine homopolitischen Versprechungen eingehalten werden. Du kannst gern hier Lügen verbreiten, jojo, mußt dich aber nicht wundern, wenn andere diese hier dann auch entsprechend aufdecken.

    * Unter Westerwelle/Merkel wurde im Rahmen des Jahressteuergesetz die Gleichstellung der Lebenspartnerschaften in der Erbschafssteuer bei den Steuersätzen durchgesetzt. Zu Zeiten der Grossen Koalition wurde dies verpennt.

    * Unter Westerwelle/Merkel wurde die Gleichstellung in der Grunderwerbssteuer durchgesetzt und die Befreiung der Lebenspartner untereinander durchgesetzt. Zu Zeiten der Grossen Koalition wurde dies verpennt.

    * Unter Westerwelle/Merkel wurde die Gleichstellung beim BaföG durchgesetzt. Zu Zeiten der Grossen Koaltition wurde dies verpennt.

    * Unter Westerwelle/Merkel wurde die Hirschfeld-Eddy-Stiftung nunmehr finanziell ausgestattet. Auch zu Zeiten von Rot/Schwarz verpennt.

    * Unter Westerwelle/Merkel wird die Gleichstellung bei Besoldung und Versorung der Bundesbeamten/Soldaten/Entwicklungshelfer durchgesetzt. Auch von Rot/Schwarz verpennt.

    Nee sind wir mal ehrlich, lieber jojo, die Grosse Koalition hat NICHTS zustandegebracht. Und noch eine zweite Grosse Koalition da habe ich echt 2012 keinen Bock drauf.

    Entweder die Grünen regieren mit, das ist okay: dann aber ohne Linkspartei bitte. Oder aber Schwarz/Gelb macht weiter. Bloss keine Stillstandskoalition und keine Mitregierung der Linkspartei.

    -----

    Raddatz hat nur insofern Recht, das die Homosexualität einen untergeordneten Nebengrund derzeit in der Hetzkampagne darstellt. Aber sie ist nicht der Hauptgrund und auch nicht der einzige Grund. In erster Linie ist es der Neid und Frust, der gegnerischen Wahlanhänger, Blogger und Parteien, die der FDP und Westerwelle einfach nicht den hohen Wahlsieg 2009 gönnen. Das ist für die heute noch ein Schock, das die FDP derart hohe Wahlanteile erreichen konnte und dies verdankte die FDP vor allem Westerwelles Auftreten. Westerwelle haben selbst innerhalb der Community Typen wie Flo, hannbibal und Co. total in seiner Wirkung auf die Bevölkerung damals unterschätzt. Und daher wird jetzt auch so emsig gegen das Image von Westerwelle angeschrieben und im Fernsehen angestänkert.
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#24 RoggeAnonym
  • 11.01.2011, 11:26h
  • Der Grund des Abstiegs liegt wohl eher an Westerwelles Verachtung für den einfachen und aus seiner Sicht ungebildeten Menschen von der Straße, denen er ja spätrömische Dekadenz bescheinigt. Außerdem kommt seine Klientelpolitik nicht gut an.
    D ohne FDP, ach das ist ein süßer Traum von mir.
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#25 stromboliProfil
  • 11.01.2011, 11:30hberlin
  • Antwort auf #7 von Timm Johannes
  • ist das eine drohung die du verbreitets mit der behauptung einfluss im lsvd zu haben???

    Schwesterwelles nierdergang ist unmittelbar mit seiner persönlichkeitsstruktur verbunden, immer mehr leute feststellen, westerwelle habe keine EIGENE persönlichkeit, sondern eine geliehene!
    Geliehen im sinne, weder im beginn seines aufstieges eine schwulenpolitische interessenlage erkennen zu lassen sondern im gegenteil, eine konsevativ gefärbte haltung, die einem norbet geis , volker kauder nahestand, nicht einem volker beck! Nun wird ein politanalyst deines kalibers sofort die notwendigkeit der koalitionsfähigkeit einbringen.. auch wenns auf kosten von uns ging... was dir ohnehin immer egal scheint, solange irgendwo eine steuererleichterung als kompensation winkt.. dann läuft die fdp-schwuppe zur hochform auf, auch ohne auf ihre stichwortgeber brunne,glasspool etc. und unzähligen ...... zurückgreifen zu müssen!

    Als es dann zum zwangsouting kam, die fakten auf dem tisch lagen, war nicht erstaunen, sondern verärgerung gemeinsamer konsens in der schwul/lesbischen community! Auch unpolitsche schwuppen hatten das eiertanzspiel der fdp in erinnerung!
    Man muß schon anhänger sein, um dies zu verdrängen.. deshalb sei dir hier nachsicht geschuldet!
    Man konnte ja zu beust stehen wie man will, aber er war nicht leithirsch im verfahrenswerk der gegen schwule gleichstellungsanträge im parlament oder bundesrat geführten diffamations und verweigerungskampagne!

    Und Wowereit.. na ja, eine eigene geschichte die , nimmt man sie als maß, etwas darüber aussagt, was ein schwuler mit mumm in den knochen hätte machen können, wenn eben den mut gehabt..! Was auch relativ ist sieht man sein verhalten zum papstbesuch!
    Aber vieleicht auch hier der sichtbare anpassungsversuch: allen recht tun wollen ohne anzuecken, ohne position beziehen wollen.

    Aber wenn wir das mal kur bewerten, zeigst deutlich das wir immer noch nicht die notwendige kraft zur abgrenzung aufbringen.. also werden immer irgendwelche entscheidungsträger solche entscheidungen mittragen.

    Zum altagsgeschäft des spätrömisch dekandenten hedonisten:
    Ein politiker , der ernsthaft versucht den begriff von freiheit und gleichheit mit dem begriff des "berechtigten unterscheidens von anspruch auf gleichheit", karikieren zu können, der chancengleichheit reduziuert auf bereits vorhandene - weiterzugebende standesgemäß ("erworbenes anrecht auf ungleichheit"! -- orginalton!) berechtigte ansprüche ..,. hätte in zeiten einer marie antoinette erfolg gehabt ( der man den spruch nachsagt: wenn es dem volk an brot fehlt , kann es doch kuchen essen...) , in zeiten, wo die zukunft eines menschen bereits in den schulen , der herkunft entschieden werden, ist dies program der besitzenden, die besitz und vorteile mit allen ihnen zu verfügung stehenden tricks erhalten wollen.
    Für uns schwule ein beispiel der wurzeln, in der z.b. homophobie entsteht: im anspruch der "berechtigten unterschiedungen" sind seine auftraggeber und redenschreiber geübt; darauf bassiert die heteronormative vormacht!
    Es ist ein "KULTURBILD" , dass von leuten wie ihm mitgetragen wird!
    Und: getragen , forciert, wird dies durch den (schwulen) aufsteigertypus, dessen wiedergeburt westerwelle in tragisch perfekter weise darstellt!
    Das durchzieht seine ganze denkwelt bis hin zu fragen , welche seine eigene persönlichkeitwerte betreffen!

    Solange seine sexualität gedeckelt war durch kollektives schweigen , solange konnte er mit eigenen schweigen bei für schwulen entscheidenden fragen sich spielraum verschaffen! So wird durch nichts tun, auch aktives verhindern... goutiert durch wohlwollendes schulterklopfen seiner förderer... da ist der gute in bringschuld, entsprechend seine einflussnahme auf innerparteiliche opponenten, die sehr wohl ein schwulenfreundliches bewusstsein hatten/haben! !

    Begnadeter redner, kommunikator? Wem ist nicht die "grosse" rede desasterwelles im bundestag zur frage der schutzwürdigkeit homosexueller in erinnerung... die präzise ablehnung der stiftungsvorhaben , die verweigerung der gleichstellungen im steuerrechtlichen... "wir müssen nun die entscheidungen der gerichte abwarten.." ; hoffent, dass sich die urteile gegen unsere schwulen interessen richten, weils so die interessen der liberalkonservativen förderer... im fischteich wertkonservativer wählerschichten befriedigt..
    Was die 14% dann auch erklären: die mixtur aus gnademlosem neoliberalismus in wirtschaftsfragen und die wertkonservative zurückhaltung in menschenrechtsfragen bezüglich unserer sexualität, währen die menschenrechte der hotelunternehmungsminderheit in unserer gesellschaft, sofortige hilfe zukam, so zeigte es sich in prozente!
    Da wurde cdu abgeschöpft, während die bei der enttäuschten klientel der rechtskonservativen spd abschöpften.
    Das alles aber ist kein konzept oder wirtschaftsmodel mit zukunft.
    Die koalition heute fährt die " früchte " der grossen koalition ein (!!.. bestätigt durch marktanalysten) ohne den eigentlioch notwendiegen umbau von wirtschaft und gesellschaft anzudenken!

    Wer die peinliche rede am 6 jan. verfolgt hat, kann nun die banalität des desasterwellchen denkgerüstes beurteilen, weil in der sich ständigen wiederholung nun sichtbar wird, wie gering die inhaltliche substanz des dekadenten wirtschafts-kulturbanausen ist...

    Und nun rächt sich auch die, als "privatsphäre" vor sich her getragene sexualität, als identitätsstiftende persönlichkeitsstruktur:
    Der aufsteigende homosexuelle, beobachtet von der mehrheitsgesellschaft die weiterhin (!) misstrauisch beobachtet was da vor ihren augen an "anpassung" abläuft.
    Weil anpassen an was, an welches "selbstverständnis"?

    Entsprechend ja auch die mediale "aufmerksamkeit" beim mitnehmen seines partners auf auslandsflüge.. hier die bruchlinie sichtbar wird, die entsteht, wenn mit zweierlei persönlichkeit hausiert wird: Das konservative weltbild abdeckeln durch überkompensation, oder dass selbstverständliche einfordern eines vorganges, der in herteronormierter denkweise null problem gewesen wäre! Um dann im streitfalle UNS als zeugen aufzurufen die plötzlich "solidarität" bezeugen sollen mit einem "charakterschwein" , das uns solidartät verweigert...?!

    Deshalb:
    Dank schwesterwelle wird nun das schwule DOCH wieder zum mittragenden motiv der "aufmerksamkeit ihm gegenüber , jener "aufmerksamkeit" , in "...der deutsche Spießer" nur erfolgreichen Homosexuellen ihre Neigung "verzeihe".!

    Nun man den kreis schließen kann: nur der schwule spießer noch westerwelle unterstützen kann, weil nur so sein/euer eigenes denkmodel des angekommen seins im entscheidungsolymp seine bestätigung findet..
    An dir bestens nachvollziehbar.

    Deshalb gilt auch hier die regel:
    lieber ein ende mit schrecken , als ein schrecken ohne ende!
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#26 stromboliProfil
  • 11.01.2011, 12:06hberlin
  • Antwort auf #16 von Loren
  • früher hat man gesagt; schuster bleib bei deinen leisten...
    Wehner z. b. hat seine zeit als bundesminister als vergeudet bezeichnet.. "als fraktionsvorsitzender habe er mehr einfluss auf Brandt /Scheel gehabt , als sonst wer... "!
    Einpeitscher..
    Das hätte auch westerwelles funktion sein können.. aber nein.. er brauchte den pomp des amtes.. nicht nur vize, nein, "repräsentant der brd" in der welt.., nichts geringeres.

    Da zeigt sich das persönlichkeitsprofil: auffallen um jeden preis!

    Auch hier im forum reißt das ein; unterlegt mit dem hinweis auf abgeschlossene hochschulbesuche wird die beweislast der eigenen aussage unterfüttert!
    Der aufsteiger muss auch zeigen, wo er gelandet ist...
    Na , diese tiefflieger stürzen bekanntlich auch ab!
    Beim nach treten helfen auch lobeshymnen auf die eigen erbrachte leistung... aber vorsicht; nur beim aufstieg auf der erfolgsleiter.. beim abstieg tritt man sich selbst auf die füsse dabei...
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#27 jojoAnonym
  • 11.01.2011, 12:34h
  • Antwort auf #23 von Timm Johannes
  • "...wenn jojo behauptet, das unter Schwarz/Gelb keine homopolitischen Versprechungen eingehalten werden. Du kannst gern hier Lügen verbreiten, jojo, mußt dich aber nicht wundern, wenn andere diese hier dann auch entsprechend aufdecken."

    ich habe mich zu dem thema hier überhaupt nicht geäußert, timm. wenn du jemanden öffentlich der lüge bezichtigst, solltest du zumindest sicherstellen, dass du den namen richtig gelesen hast, du differenzierungskünstler!

    peinlich, timm, peinlich.

    ps: ich halte eine entschuldigung für angebracht.
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#28 HumorlosAnonym
  • 11.01.2011, 13:03h
  • Nööö, das Problem ist ein ganz anderes!

    80 Prozent der FDP-Wähler haben erst nach der letzten Bundestagswahl bemerkt, dass sie überhaupt kein Hotel besitzen.....!
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#29 Leo20mal6Anonym
  • 11.01.2011, 13:28h
  • “Wenn ich mir so ansehe, wie miserabel das Image von Spaßkanzler Guido auch unter Schwulen ist, so hat sein Abstieg wohl weniger mit seiner Homosexualität zu tun als vielmehr mit seiner absoluten Unfähigkeit sowie seinem Gelüge und Betrüge”

    Doch, ich denke das auch seit Monaten, dass bei allen die unbewusste Homophobie mitspielt. Auch bei den Homosexuellen oder VOR ALLEM?!

    Schlechte Politik hin oder her, auf einen Heterosexuellen in der Situation hätte man niemals soooo eingedroschen!!!

    Und “der König von Deutschland” ^^ Helmut Schmidt hat es bei Maischberger ja mit einer sehr menschenverachtenden Geste zusammengefasst, indem er ihm keine Silbe schenkte.

    In Leo-Manier: Packt euch mal an die eigene Nase und nicht immer an den Schwanz;)))
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#30 eMANcipation*Anonym
  • 11.01.2011, 13:44h
  • Nach allem, was über Westerwelles Klassenkampf für die oberen Prozente der Einkommenspyramide schon gesagt wurde, bleibt noch die Frage:

    Seit wann ist Herr Westerwelle denn "schwul" ???

    Das ist mir - und sicherlich auch ihm - ja ganz neu... Antworten » | Direktlink »
#31 gatopardo
  • 11.01.2011, 13:59h
  • Raddatz´ These halte ich für genial. Schade ist es allemal, dass ein schwuler deutscher Aussenminister nun ausgerechnet Westerwelle sein musste. Wie schön wäre es gewesen, wenn man einen bekennenden Homosexuellen nicht aus neoliberalen und konzernfreundlichen Kreisen gewählt hätte, der das Land in einem glänzenderen Licht erstrahlen lassen würde. Eine durch und durch verpasste Chance !
  • Antworten » | Direktlink »
#32 LorenProfil
#33 FloAnonym
  • 11.01.2011, 14:45h
  • Antwort auf #23 von Timm Johannes
  • Ich nehme nicht die ganze Community ein. Es wird immer Leute geben, die sich gerne verarschen lassen - Du bist der beste Beweis.

    Aber wenn ich mir die aktuellen Werte ansehe, werden das zumindest immer weniger. Und das ist gut so, denn Intelligenz ist immer gut. Ebenso wie aus seinen Fehlern zu lernen und auf diese "Partei" nicht mehr reinzufallen.

    Zu Deinen Punkten brauche ich nichts mehr schreiben: Dir wurde schon oft genug erklärt, dass es ein Unterschied ist, ob eine Partei aus freien Stücken etwas macht oder ob sie gegen alles stimmt und das erst umsetzt, wenn sie von Gerichten dazu gezwungen wird. Das hätte JEDE andere Regierung genauso umsetzen MÜSSEN.

    Aber das hast Du bisher nie kapiert und wirst das auch weiterhin nicht kapieren. Damit bist Du der ideale Wähler für die FDP: einer, der sich alles weismachen lässt.

    Wähl Du nur fleißig weiter die FDP - DU wirst den größten Schaden daraus ziehen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #23 springen »
#34 stromboliProfil
  • 11.01.2011, 15:14hberlin
  • Antwort auf #27 von jojo
  • ...ach lass die kindlein lallen , denn sie sind auf den kopf gefallen!
    Zu was eine entschuldigung zudem hier nütze sein soll?
    Da äussert sich ein herr im sinne seines meisters.. in wiederholungen und platten floskleln.
    Schau dir die rede an, wie der parvenü westerwelle da steht, nach zustimmung gierend, inhalt mit aufgewärmtheiten als erfolgsmeldungen einheischend verkauft.. .. wie da beim entdecken einer "eigenen leistung" die grinserei losgeht und sich einen satz weiter zur maske verzerrt, wenn er an der kritik an seiner person versucht vorbei zu hampeln..
    Jemanden mit so offensichtlichen störungen ernst nehmen zu wollen, ist fatal für die politik, hier bestenfalls zeitverschwendung in diesem forum.
    So auch unser deutungskünstler und neuer lsvd beweger... heisse luft und nichts dahinter.
    Heruntergeleierte erfolgsmeldungen von irgendwelch imaginären fronten an denen er und seinesgleichen schlachten schlagen und natürlich ständig gewinnen, sein als angehängsel nicht zu vergessen.
    Da brauchts dann die glassbrunnse und sonstige lesben im sich trauen, die über sonstig schmuddeligen inhalte von religionen hinwegtäuschen .

    Beim aufschneiden erwischt( ich will hier nicht von lügen sprechen...), werfen die dir im umkehrverfahren selbiges vor in der hoffnung, es bleibt immer was hängen.
    So machen sich charaktere ohne eigenschaften unabkömmlich und wichtig... Antworten » | Direktlink » | zu #27 springen »
#35 Leo20mal6Anonym
  • 11.01.2011, 17:00h
  • Antwort auf #32 von Loren
  • ne eine psychologische Komponente gibt es immer, du hast anscheinend keine antenne dafür, abgesehen davon dass das hier keine wissenschaftsdebatte ist.
    erinner dich doch auch mal daran wie er kririsiert wurde als er mit seinem typen verreiste. klar gab es auch reale gründe ihn zu kritisieren, weil er wohl “vetternwirtschaft“ betreibt, aber ich denke auch damals wurde die angelegenheit mit dem homosexuellen vermischt.
    Gutenberg verreiste mit seiner frau in ein kriegsgebiet und Helmut Schmidt meinte nur: das erschien ihm schon irgendwie ungewöhnlich.
    Mehr nicht.
    seid doch so nicht blauäugig.
    ist doch ne chance dass sich die deutsche gesellschaft reflektieren kann bezüglich den Umgang mit echter präsenter Homosexualität auf nicht-entertainment- Bühne, schließlich ist er der erste bekannt schwule in solch einer position.

    und die leo-manier: egal wie tief westerwelle fallen wird, er hat doch den geilsten mann im bett ^^

    ps. stromboli, mach dich nicht so breit ;))))))
  • Antworten » | Direktlink » | zu #32 springen »
#36 MarekAnonym
  • 11.01.2011, 19:15h
  • Diese penetrante Schwesterwelle soll sich wieder eine 18 unter die Sohle kleben und sich nochmal in den Big Brother-Container setzen. Oder wieso fährt er nicht mit seinem Guidomobil in den RTL-Dschungel?
  • Antworten » | Direktlink »
#37 stromboliProfil
  • 11.01.2011, 19:34hberlin
  • Antwort auf #35 von Leo20mal6
  • schatzerl, nur schmale handtücher bekommen in meiner gegenwart platzangst... da nützen auch angebotene 20x6 als verdrängungsmaß nicht viel.. aus der art "kräfte messen" bin ich heraus gewachsen!

    Ansonsten bestätigst du ja meine these:
    Es gibt sehr wohl mittlerweile einen zusammenhang von tun und bewertung seitens der heten...
    Was aber nicht der homosexualität an sich geschuldet ist, sondern, wie Raddatz sehr richtig analysiert, dem versagen.. dagegen hilft auch kein emanzipatorisches kraut, da will der spießer sein entsprechendes opfer!

    Das guttemberg sich seine eskapaden leisten kann, funktioniert nur, weil er momentan aus sicht der wähler keine fehler macht.. ansonsten hätte man ihn ebenso in der luft zerrissen.

    Vergleicht man nun beide charakteren, stellt man schnell die unterschiede fest.
    Deshalb ist das entertainment projekt westerwelle (guidomobil-"18+") im projekt schwesterschwelle untergegangen; der entertainer in gutemberg kommt auf leisen sohlen daher und überrascht, der aufschneider westerwelle macht krach, bevor er was begonnen hat.
    Da ist die nähe zu dirk bach grösser als das aussehen vermuten lässt.. egal wie geil man den partner dann finden mag... was nebenbei auch kein argument für westerwelle ist!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #35 springen »
#38 TimonAnonym
  • 11.01.2011, 19:38h
  • 1. Westerwelle wird von Homosexuellen wie Heterosexuellen gleich stark gehasst und verachtet.

    2. Auch der Rest dieser degenierten Partei ist genauso verhasst (ebenfalls gleich bei homo- wie heterosexuellen).

    Fazit:
    Es hat also wohl doch nichts mit Homophobie zu tun (oder sind die Wähler, die die Different zwischen 16% und 4% ausmachen plötzlich alle homophob geworden?) ! Sondern es liegt wohl einfach an Westerwelle selbst und der ganzen Gurkentruppe FDP!
  • Antworten » | Direktlink »
#39 Leo20mal6Anonym
  • 11.01.2011, 22:09h
  • Antwort auf #37 von stromboli
  • klar ist westerwelle ne laute zicke die scheisse baut. keine frage.

    “ansonsten hätte man Gutenberg ebenso in der luft zerrissen”

    und das glaube ich halt nicht: “das in der luft zereissen”

    genau deiner meinung, der homosexuelle darf nicht versagen, wenn ers tut dann haut man doppelt drauf.

    deswegen “dürfte” sich auch nicht irgendein depp von fußballprofi outen, sondern es müsste ein “star“ sein. so sieht die realität aus.
    und wenn dann auch der in der nächsten spielzeit schlechter spielt würde man doppelt als normal draufhauen. tja so sind die menschen.

    da westerwelle politisch indiskutabel ist, greift schon das Mronz-Argument!!!;))
    warte ich muss den kurz googeln...

    grrrrrr. shit keine nacktfotos....
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#40 todesmaskeEhemaliges Profil
  • 11.01.2011, 22:15h
  • Antwort auf #7 von Timm Johannes
  • Es hat überhaupt nichts mit Neid zu tun. Er ist ein Lügner, wer lügt, lügt immer. Das habe ich an ihm schon von Anfang an gespürt. Wenn er jetzt noch behauptet, er könne alles wegen der CDU nicht durchsetzen, dann hätte er den Koalitionsvertrag mit Ihr auflösen sollen. Aber selbst das kommt für ihn nicht in Frage, also müssen wir davon ausgehen, dass er nur machtgeil ist. Daher verdient er es nicht, von uns respektiert zu werden. Für mich ist er ein miserabler schwuler egozentrischer Gauner.

    Mann, bin ich froh, dass er bald weg ist vom Schaufenster.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #7 springen »
#41 BurkhardAnonym
#42 SchrottboykottAnonym
#43 AntineoliberalerAnonym
#44 stromboliProfil
#45 Simon-ACAnonym
  • 12.01.2011, 10:24h
  • Antwort auf #40 von todesmaske
  • Zumal vor der Wahl gesagt wurde "Ohne xyz werden wir keinen Koalitionsvertrag unterschreiben." Dann wurde das bei den Koalitionsverhandlungen (trotz des guten Ergebnisses) aufgegeben und jetzt will uns dieses verlogene Pack weismachen, mehr ginge halt mit der Union nicht.

    Die FDP scheint ihre Wähler für sehr dumm zu halten. Okay, 4% der Wähler sind das offenbar auch. (Obwohl da natürlich auch noch einige Großspender dabei sind, die sich die FDP-Politik gekauft haben.)
  • Antworten » | Direktlink » | zu #40 springen »
#46 stromboliProfil
  • 12.01.2011, 10:35hberlin
  • Antwort auf #39 von Leo20mal6
  • leo, nicht alles durcheinander mischen!
    Den weg analysieren.. das macht sinn!

    Westerwelle hat auf eine karte sein "renomee" gesetzt die seine sexualität aussen vor zu halten versuchte.. das ist in unserer WELT der bipolaren struktur hetero - homos unmöglich, wenn nicht das zuvor geübte mediale schweigen über das persönliche eingehalten wird.
    Seit W.Brandt ist das anders!
    Politische gegnerschaften werden nun auch unter einbeziehung der privatsphäre aufgemischt.
    Kohl hat da seine erfahrungen machen müssen, die spd'ler ohnenhin unter konservativer beobachtung standen... und nun kommen wir schwulen hinzu, die in politik drängen ..
    Bei einer person wie Beck, man kann inhaltlich zu ihm stehen wie man mag.., offen war er von anfang an, bleibt kein zweifel.. da wird mal die häme des politschwulen drüber vergossen ( auch aus unseren eigenen reihen.. (foxxi wird immer fix und fertig, wenn er den namen hört...) aber grundsätzlich bleibt der unangreifbar im "privaten" weil das "private " so von ihm abgeschafft wurde! Das ist folge einer idee der frühen 70ziger: schwul ist politisch , nicht privat, weil in alle (!) lebensbereiche hineinwirkend!
    Was ihn und z.b. Wowereit von westerwelle unterscheidet!
    Dessen vormaliges "zögern" ist nicht vergessen und nun, wo die fassade bröckelt wird die ruine sturmreif geschossen!
    Und in der drucksituation zeigt der nun zusätzlich ein beratungs resitentes trotzverhalten, dass eher ein kindliches gemüt als erwachsenes reflektieren andeutet...
    In einer woche vieleicht, werden wir ein interview sehen, in dem der ärmste seine gegner als homophobe ideologen erklären wird, wie er die kritiker seiner rundflüge als homophob erkannte..
    Was für den gewöhnlichen heterosexuellen wiederum ein vermeindlich sicheres zeichen unsicherer persönlichkeit .. eben die eines ewig "unentschiedenen" schwulen darstellt...

    Nebenbei: sind doch wir es, die in der "diskussion " um unser darstellungsbild eben diese tuntig-nicht konkret fassbare weil nicht männlch genug sich darstellende "diskussion nach aussen führen..
    Dem siehts man an, dem nicht... der ist weibisch, der ist aufgesetzt macho..
    alles sichten die den hetero , wenn um dessen innenansicht geht einen scheiß interessieren.. ausser er begibt sich in gefahr als schwul gesehen zu werden...
    Da schließt sich der kreis der diffamierung und Raddatz hat neben dem bedürfnis sein buch zu verkaufen, auch recht mit der durchdringung solcher wahrnehmungsstrukturen...
    Es ist der spießer hetero aber auch der spießer in uns selbst, der solche projektionen zulässt!

    Wir sollten daraus lernen und wie so "schön" von dir formuliert, nicht mit unseren eiern spielen sondern die gegenseite an den selbigen zu packen, bis es weh tut!
    NUR: ich unter-stütze nicht westerwelle in einem antibashingverfahren , wissend, dass dies weder bei ihm erfahrungen frei setzt, die ihm sein zu voriges verhalten sichtbar macht, noch wird es auf dauer dem ansehen der schwulen nützen, ihn sich als ans kreuz genageltes leitideal vor die nase setzen zu lassen...; ich will, dass der kerl die fliege macht an einen ort wo er UNS nicht mehr schaden kann!

    Mit der homophobie im einzeln ( Schmidt ??; der hat seine verachtung gezeigt auf die frage ob westerwelle als aussenminister seinen verpflichtungen nachkommt..!) wird man sich unabhängig von dem fall schwesterschwelle beschäftigen müssen und nur als beispiel des -so nicht- ihn in erinnerung behalten!

    Also noch mal: nicht der star macht die musik im selbstdarstellungskonzert... sondern die spürbare bereitschaft, dass an last auf sich zu nehmen und zu bewältigen, dass uns die heteronormierte umgebende gesellschaft nun mal weiterhin auf sattelt!
    Ich halte nichts von der wirkung des star-outings.. bin aber froh über jeden, der sich öffentlich macht!
    Ansonsten:..."und wenn dann auch der in der nächsten spielzeit schlechter spielt würde man doppelt als normal draufhauen";
    willkommen in der/unserer realität!Antworten » | Direktlink » | zu #39 springen »
#47 stromboliProfil
#48 Mariposa Anonym
  • 12.01.2011, 10:40h
  • Schon wieder geht es um unseren peinlichen Politclown WW, der für mich politisch und vor allem im AA eine absolute Zumutung für Deutschland ist.

    Meines Erachtens schreibt Raddatz Humbug - der einzige Grund für den Abstieg von WW ist eben seine Inkompetenz. Allerdings braucht er nun wirklich nicht mit seinem Macker nicht in die Kamera lächelnd auf dem roten Teppich stolzieren (gefällt mir bei Auftritten des Gel-Grafen mit seiner Gattin genauso wenig - auch wenn es hier wenigstens noch professioneller wirkt). WW hat vergessen, daß man Beruf und Privatleben strikt trennen sollte (gefällt mir zum Beispiel gut bei Steinmeier oder auch Wowereit).

    Wenn wir wirklich einen guten Außenminister hätten, würde der sich zum Beispiel unabhängig von seiner sexuellen Orientierung für die Rechte für die Homosexuellen weltweit einsetzen. Stattdessen gibt es peinliche WW-Auftritte bei der UNO.... Zudem setzt er sich mit seiner öffentlich lautstark verkündenten vollzogenen "Ehe" (die es so in Deutschland gar nicht gibt) nur ins gemachte Nest - immerhin hat seine famose "liberale" Partei gegen das von rot-grün beschlossene LPG gestimmt....

    Da könnte sich WW mal zum Beispiel bei Hape Kerkeling eine Scheibe abschneiden. Auch dieser bekennt sich zu seinem Schwulsein, geht aber damit nicht peinlich hausieren und wird selbst von konservativen Deutschen geschätzt.

    Allerdings ist ein spürbares Ansteigen von Homophobie nur wegen WW aufs Schärfste zu bekämpfen. Immerhin haben die "Bewegungsschwestern" schon viel erreicht und lassen sich dieses von einem Betriebsunfall in der deutschen Geschichte nicht kaputtmachen.

    Spätestens 2012 ist eh Feierabend mit der schwarzen Witwe Merkel und ihrem Schoßhund. Diese "Tarumkonstellation" hat dann Deutschland endgültig in den Dreck gefahren und der Wähler wird die FDP mit unter 5 Prozent bestrafen.
  • Antworten » | Direktlink »
#49 Mariposa Anonym
#50 Roter ReckeAnonym
#51 Mariposa Anonym
  • 12.01.2011, 10:55h
  • Antwort auf #23 von Timm Johannes
  • Bitte nie wieder das schwarz-gelbe Hornissennest !!!!!!!! Was ist denn mit den grauen homophoben Eminenzen (Geis & Konsorten), über die Du Dich ja schon zurecht echauffiert hast ???? Für mich persönlich gibt es da nicht nur homopolitisch rein gar nix zum Freuen. Kohl reloaded - NEIN DANKE !!!!

    Das Thema Linkspartei auf Bundesebene hat sich womöglich eh bald erledigt, wenngleich ich die FDP noch deutlich schlimmer finde (es winken "Fast Drei Prozent) ...
  • Antworten » | Direktlink » | zu #23 springen »
#53 Iceman
  • 12.01.2011, 11:52h
  • Also für mich ist Westerwelle seit dem Tag unbeliebt, als er seine eigenen schwulen und lesbischen MitbürgerInnen im Bundestag verraten hat. Siehe dieser Artikel
    www.queer.de/detail.php?article_id=13019

    Sich dem Druck des großen Koalitionspartners einfach zu beugen, ist in meinen Augen feige. Früher war man da bei den Liberalen anders eingestellt und brachte sogar eine Regierung zum Sturz (wir erinnern uns 1982/83)! Auch, dass man sich beim Gesetz gegen Volksverhetzung zurück hält ist für mein Verständnis schwach: siehe dieser Artikel
    www.queer.de/detail.php?article_id=13356

    Und wenn man dann noch "Wochen der schwul-lesbischen Gleichstellung" ankündigt und meint, dass man mit der LGBT-Politik der Bundesregierung zufrieden ist, dann ist das aus meiner Sicht blanke Heuchelei.
    Dieser Artikel
    www.queer.de/detail.php?article_id=13246

    Guido, du hast uns verraten!
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#54 Leo20mal6Anonym
  • 12.01.2011, 12:27h
  • Antwort auf #46 von stromboli
  • Stimme zu!

    Aber ups ich hatte den Artikel gar nicht bis zum Schluss gelesen. da steht:
    “Die Schlussfolgerung von Reitz: "Nicht Westerwelles Schwulsein an sich, sondern das Schwulsein als integrativer Bestandteil eines insgesamt exzessiven Politikstils, das ist Westerwelles Problem”

    Das ist das, was alle eigentlich rauschschreien möchten, aber aus politischer Korrektheit nicht tun. Nämlich: Typisch Schwuchtel! Inkompetent, laut, exzentrisch, kindlich...etc..

    Oder was bedeutet dieser Satz von Reitz sonst?
    Dem ist doch die Pathologisierung von Homosexualität mehr als inhärent. Es gibt doch keine “Homosexualität an sich”. In der Phantasie vielleicht, im realen Leben kann sie doch nur eingebettet in einer mehr oder minder auffällige Persönlichkeitsstruktur eines Menschen wahrgenommen und beobachtet werden.

    Ich finde es gut, dass Westerwelle “auffällig” ist, nicht eine assimilierte polit. Souveranität eines Wowereits hat.
    Abgesehen davon bedeutet die Rolle Westerwelles für mich etwas anderes:

    Er tritt als bekannt schwul verheirateter Aussenminister auf und schüttelt Hände in Ländern in denen Homosex. noch Todsünde ist.
    Die “dumbe” ausländische Masse kennt doch nicht unsere innerpolitischen Probleme mit ihm. bei denen heisst es nur “dass ist der deutsche arschficker aussenminister, und einen mann hat er auch schon geheiratet”.

    klar wäre es schön, wenn er noch politisch kompetent wäre, keine frage, aber ich denke, dass, was die enttabuisierung von homosexualität betrifft, Westerwelle rückblickend eine Vorreiterrolle markiert haben wird.
    Der nächste international wahrgenommene homosexuelle Politiker kanns doch nur besser machen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #46 springen »
#55 stromboliProfil
  • 12.01.2011, 13:51hberlin
  • Antwort auf #54 von Leo20mal6
  • "Ich finde es gut, dass Westerwelle “auffällig” ist, nicht eine assimilierte polit. Souveranität eines Wowereits hat. "

    Westerwelle ist doch nicht aus sich heraus "auffällig"! Im gegenteil; erst durch den versuch "unauffällig zu sein wird der herr auffällig..
    Schatzerl, das muss man unterscheiden lernen!

    Und es ist weitaus überschätzt sein händeschütteln in fremden ländern , wo er ohnehin in homophoben erklärtermaßen den lebenspartner nicht mit nimmt um unannehmlichkeiten zu vermeiden ( schaden von deutschen volk abwenden?? würd ich ihm glatt zutrauen so zu argumentieren, wenns drauf ankäme!) also dort eine mediale reaktion vorhanden sein müsste um überhaupt reaktion zu erzeugen...
    Bleibt auch da nur die regenbogenpresse und vorhanden/nichtvorhanden zensur!

    Wahrgenommen wird solches in unseren eigenen kreisen.. wie wir hier bei queer.de sehen können.. so auch in anderen ländern schwule sich über die entwicklung ausserhalb ihres lebensortes informieren! Aber im eigenen kreis enttabuisieren wollen, ist eulen nach athen tragen..

    Nix da mit vorreiter sein.. das hat er sich in seiner "politbiographie" selbst verkorkst..er wird als zwischenstadium in die schwullesbische geschichte eingehen.. als das beispiel des nicht sich trauens, zum zeitpunkt wo es angebracht war, dann, als endlich klarheit, seine sonderstellung missbrauchend !

    Nun wirds zeit, dass neue nachrücken ( mehr als die kauch's und lsu braucht das schwule land! ) und es den wirklich wahrgenommenen schwulen politiker geben wird!
    Da war/ist diese kleinbürgerliche klemmschwester zutiefst ungeeignet dafür!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #54 springen »
#56 Mariposa Anonym
  • 12.01.2011, 14:30h
  • Antwort auf #55 von stromboli
  • Gerne !!! Es gibt ja zum Glück noch die Schwusos. Da werde ich gerne dazu beitragen, daß dieser "Haufen" alles andere als spießig und altbacken rüberkommt.

    Ich kann nur fordern: Keine Stimme von rosa für schwarz-gelb !!!

    Die ersten Stiche gegen dieses unsägliche Bündnis folgen am 20.Februar in Hamburg. Weitere werden dieses Jahr hoffentlich noch folgen....
  • Antworten » | Direktlink » | zu #55 springen »
#57 Timm JohannesAnonym
  • 12.01.2011, 16:24h
  • @Flo
    Ich lasse mich nicht verarschen, sondern Du bist, der hier verarscht wird, da Du sehr naiv immer nur einer Partei "hinterherläufst" wie ein kleiner Dackel.

    ----

    Ich weiß sehr genau, wann ich wem und wo meine Wahlstimme gebe. Und falls Du es nicht begriffen haben solltest, aber eher ist davon auszugehen, dass Du es sehr bewusst immer wieder überliest, ich wähle UNTERSCHIEDLICH und bin nicht an eine EINZIGE Partei, wie Du es bist, gebunden. Das hatte ich schon öfter geschrieben.

    Je nach Wahlthemen und Wahljahr im Laufe der Zeit oder ob es sich um eine Kommunal- Landes- oder Bundeswahl handelt, wähle ich unterschiedlich.

    Die letzte Bundeswahl gab es eine Stimme für die FDP und derzeit tendiere ich 2013 den Grünen die Stimme zu geben. 1990 bei meinen ersten Bundestagswahlen habe ich einmal die CDU gewählt, da damals die WENDE war und ich keinen Wechsel in jener Zeit bei den aussenpolitischen Ereignissen wollte ("damals war mir das Thema DEUTSCHE EINHEIT sehr wichtig und das hat Hellmut Kohl damals gut gemacht").

    1994 dann habe ich auch CDU gewählt, da damals der Asylmissbrauch und die hohen Asylbewerberzahlen nicht vertretbar und für Deutschland verkraftbar waren. Dann kam die gute Drittstaatenregel im Asylrecht- mit der CDU/FDP damals in der EU durchgekämpt - und die Asylbewerberzahlen gingen massiv danach zurück. Auf Kommunalebene hingegen habe ich meistens in jener Zeit die Grünen gewählt, da in meiner Heimatregion eine massive Domminanz in der Lokalpolitik durch die CDU besteht: da sind ein paar Grüne im Stadtrat sehr wichtig auf dem Lande.

    1998 wiederum habe ich auf Bundesebene die Grünen gewählt, denn Volker Becks Engagement für die Lebenspartnerschaft geriet zunehmend in mein Blickfeld; sowie hatte ich von Helmut Kohl damals "genug": es war Zeit für einen Wechsel.

    Meine Stimme als Wechselwähler wandert zwischen Grünen, FDP und CDU. Linkspartei und SPD habe ich noch nie gewählt. Die Linkspartei wird NIE meine Stimme bekommen, da ihre Wirtschaftspolitik katastrophal ist. Die SPD vielleicht ("bisher aber nicht").

    ---

    Und im gegenwärtigen Blickfeld befindet sich bei mir mit Ende 30 das Thema "Einkommenssteuer": das hat wohl mit meiner Berufstätigkeit und den hohen Einkommenssteuerabzügen zu schaffen und das ich lange kein Student mehr bin.

    So verschieben sich die Themenschwerpunkte im Laufe des Lebens ("EINHEIT ist längst Geschichte; heute ist es der Beruf und in meiner Altersklasse bei meinen Freunden, die Frage, wie Haus, Garten, Urlaub finanziert werden: und es ist halt ärgerlich, das verheiratete Heteropaare viel weniger Einkommenssteuer zahlen müssen als mein Mann und ich).

    Sollte die FDP eine vernünftige Einkommenssteuerreform hinbekommen und dort die Gleichstellung schaffen, gibt es ein Ja von mir 2013 und wenn sie es nicht schaffen, werde ich 2013 eher die Grünen wählen.

    ---

    Ansonsten zu Raddatz: habe den bissigen Kommentar von Karrasek auf Welt gelesen:

    *
    www.welt.de/kultur/article9638941/Hellmuth-Karasek-rechnet-m
    it-Fritz-J-Raddatz-ab.html


    Karrasek und Raddatz scheinen sich wohl überhaupt nicht zu mögen.
  • Antworten » | Direktlink »
#58 Timm JohannesAnonym
  • 12.01.2011, 16:43h
  • @stromboli
    ist das eine drohung die du verbreitets mit der behauptung einfluss im lsvd zu haben???
    Ich denke eher: geschwätz als pseudopolitverständnis verkleidet.

    --> Nee eine Drohung nicht. Und sicherlich auch kein "grosser" Einfluss im LSVD. Werde Mitglied im LSVD und treffe mich dort auf den Jahressitzungen in Berlin ("übrigens in Köln damals war es irgendwie gemütlicher, jetzt ist es sehr offiziell und formal geworden"...aber anderesrum die Entscheidung nach Berlin zu gehen, war richtig seitens des LSVD), dann erzähle ich es Dir vielleicht. Hier im Blog erzähle ich es Dir nicht.
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#59 Mariposa Anonym
  • 12.01.2011, 16:58h
  • Antwort auf #57 von Timm Johannes
  • Siehst Du, eher fallen mir die Hände ab, bevor ich CDU oder FDP wähle.... Einfach nur zum Gruseln - mir ist Soziales wesentlich wichtiger als Wirtschaft (leider hat es mir die Schröder-SPD nicht leicht gemacht). Da sind mir sogar die Realpolitiker in der Linkspartei wesentlich lieber, wäre bei mir auch in Sachsen oder Thüringen meine erste Wahl.

    Die FDP in der Opposition lasse ich mir vielleicht noch durchgehen, sie ist ja auch keine homofeindliche Partei (macht nur in der Regierung nix, da sie mit der Schwarzen Witwe paktiert). Bei der Union bleibe ich dabei: Auf Bundesebene und in vielen Bundesländern (zum Beispiel Baden-Württemberg, Hessen) ist sie für Schwule schlichtweg nicht wählbar - nur die dümmsten Kälber wählen ihre Metzger selbst. Die JU hat ähnlich reaktionäres Gedankengut wie Geis, Kauder und Konsorten..... Da nützen Deine Ergüsse über die Verdienste Kohls für die deutsche Einheit wenig...
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#60 Timm JohannesAnonym
  • 12.01.2011, 17:05h
  • Antwort auf #51 von Mariposa
  • @Mariposa

    Du hast Recht: Geis, Lohmann und Co mag ich überhaupt nicht und sie sind zutiefst hasserfüllte Personen.

    Gleichwohl entscheide ich letztlich immer in einer Abwägung von Sachthemen und was mir wichtig ist. Das ändert sich auch im Laufe der Jahre bei mir. Einst war ich Student, Single und BaföG-Bezieher und vom Lande...dann kam Coming-Out, Cruising bis zum "Abwinken" und dem Resultat, das Grosstadtleben schwuler Typen ala hannibal auch eine Form von bürgerlichen Ghettoisierung ist.

    Dann kam gottseidank mein Mann in mein Leben, mit dem ich ein Jahrzehnt bereits glücklich zusammen verbringe, das Haus, der Garten und die bürgerliche Idylle, die einige Grosstadthuschen hier sehr bissig im Forum bewerten.

    Wer hier der Lebensphilosphie hinterherrennt ("wer zweimal mit demselben pennt, gehört schon zum Establishment"), der soll dies gerne machen, mein heutiges Leben mit Ende 30 sieht gottseidank anders aus ("das habe ich mit Anfang/Mitte 20" auch gemacht). Heute würde ich nie wieder mit dem Singleleben und den Darkroomzeiten/tagelangen Cruisingsirrfahrten tauschen wollen. Eine harmonische Zweierbeziehung ist viel, viel schöner: ich bin dankbar dafür meinen Mann gefunden zu haben.

    Und so gesehen: bürgerliche Ideale und evangelisches Verständnis ("nicht katholisches !) von Ehe halte ich mit Ende 30 für richtig und gut. Da dies auch in den Reihen der Grünen ebenso zu finden ist (siehe Katrin Göring-Eckhardt beispielsweise als EKD-Vorsitzende) pendel ich in meiner Entscheidung zwischen Grünen und bürgerlichen Parteien. 2013 wird es eine Entscheidung für die Grünen geben, da sie die Gleichstellung in der Einkommenssteuer derzeit am Besten vorantreiben und ernsthaft umsetzen wollen. Und das Thema "Einkommenssteuer" interessiert mich derzeit schon als berufstätiger Mensch sehr: wenn mein Mann und ich die Einkommenssteuererklärung machen, bekommen wird jedesmal einen KOTZANFALL.
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#61 alexander
#62 GayreporterAnonym
#63 stromboliProfil
  • 13.01.2011, 00:17hberlin
  • Antwort auf #54 von Leo20mal6
  • hier noch mal ein beispiel wie der neue zukünftige politiker auszusehen hat der ein anrecht darauf hat von uns gestützt und gefördert zu werden..
    :27 Prozent der Befragten würden sich demnach für den 66-Jährigen entscheiden, der sich in den vergangenen Jahrzehnten lautstark für Homo-Rechte stark gemacht hat.
    ---
    "Norris setzt sich seit Jahrzehnten für Homo-Rechte ein"

    "Norris ist seit 1987 Mitglied des Senats. Er gilt als erster offen Schwuler, der in Irland in ein politisches Amt gewählt wurde. Doch bereits 1983 sorgte er mit seiner Klage gegen das irische Homo-Verbot für Aufsehen. Zwar hielt der oberste Gerichtshof des Landes das damalige Gesetz aufrecht. Norris siegte aber fünf Jahre später vor dem Europäischen Menschenrechtsgerichtshof. Straßburg entschied im Fall "Norris v. Irland", dass ein Sex-Verbot für Schwule das Recht auf Privatsphäre verletze."
    ---
    "Auch Norris' Kritik an der katholischen Kirche könnte ihm im Wahlkampf schaden. So verglich das Mitglied der anglikanischen Church of Ireland 2006 Papst Benedikt XVI. wegen seiner Vourteile gegenüber Homosexuellen mit Adolf Hitler (queer.de berichtete). Ursache für die Diskriminierung von Schwulen und Lesben sei, so argumentierte er damals, die Religion."

    www.queer.de/detail.php?article_id=13488

    im deutschen ausser Beck ansonsten nur zögerliche epigonen incl. wowereit
    Alles sehr enttäuschend!
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#64 stromboliProfil
#65 stromboliProfil
  • 13.01.2011, 12:31hberlin
  • Antwort auf #60 von Timm Johannes
  • bleib uns erhalten, kotz dich aus am richtigen objekt, nicht am tanz ums goldene steuerkalb..

    Deine biographie hingegen hört sich ja höchst dramatisch an..
    Deine Odyssee durch die entwicklungsbedingten tiefen menschlicher einsamkeiten mit darkroom und singledarsein ist ein statistisch durchschnittlich schwuler werdegang.. und mit ende 30 bist du sowieso nur bedingt noch top of the night; da sucht man sich ein ruhigeres plätzchen. Schlußendlich suchen wir alle bindungen und fanden/finden sie auch mehrheitlich!
    Nun: großstadt ist schnelllebig und voll stress... hat man dir das nicht gesagt, als du aus der behüteten kleinbürgerlandgesellschaft in die dschungel homoerotischer gelüste abtauchtest...

    Seien wir ehrlich: probieren geht über studieren.. was will mir ein hansel von 18 sagen, der seine erste beziehung als maß der dinge schwulen lebens empfindet.... nichts , ausser was man sonst ins poesiealbum schreibt &

    Daraus nun aber eine ideologie machen zu wollen ist eher sonderlingen und ohnehin zu eskapismus neigenden zuzuordnen!
    Erklärt teilweise deine einengung auf glaube und dein übersteigertes zugehörigkeitsbedürfnis zu "klaren bekenntnissen". Da brauchts einer hilfe von aussen (partnerschaft?) um die dämonen innen zu bändigen.. lass sie raus, es kommt schon alles ins gleichgewicht.. erst das verhindern wollen, macht lebensplanung zur lebenqual!

    Jeder andere, normal denkende, fühlende, hat ein solch übersteigertes mitteilungsbedürfnis bezüglich seiner lebensplanungen... dass ist missionsverständnis pur.
    Das muss man feststellen wenn man dich verstehen will: du bist was du bist weil du dich über andere/anders definierst darstellst.. "ich bin glücklich weil meinen mann getroffen, glücklich weil in der lutheranischen nicht rkk .." usw.. ; erst mit vorhandensein von "zeugenschaft " seitens partner-religion funktioniert das ego.
    Ansonsten hat man beim lesen deiner beiträge und beichten das gefühl, als schliche ein getriebener durch die hölle der schwulen darkrooms irrfahrten .. passend hierzu die sprachwahl!
    Ich und andere hatten /haben das glück, nicht getrieben zu sein aber umtriebig spass zu konsumieren.
    Hier kann/sollte nun kritik am konsum einsetzen bei inteligenten weitsichtigen geistern... überprüfen was ist nützlich, was stört und was einfach überflüssig/lästig..
    Dabei beweg ICH mich schon auf einem hedonistischen selbstsüchtigen level, aber ohne die rücksichtslosigkeit des sozialschmarotzenden moralisten mir anzueignen .
    Gemeinsamkeit, teilen wollen, kam mir nie im zusammenhang mit steuererleichterung oder ähnlichem in den sinn, sondern als abwägung wieviel fun kann gemeinsam erlebtes im vergleich zum alleine erleben bringen.. da bin ich egoist und bevorzuge das gemeinsame !
    Und gegenseitige verantwortung braucht rechtlicher grundlagen aber keinen trauschein! Das ist kirchengedöns.

    Ich vermute mal , forciert durch die rückkehr in die wohl ursprünglichen (erwünschten, erträumten...?) zustände deines ländlichen aufwachsens, lassen die reduktion auf die paar-zweier verinnerlicht bürgerliche landidylle zu, quasi als flucht vor dem moloch "Grosstadtleben (und) schwuler Typen ala hannibal ..." Nun sollte man das geschilderte nicht überbewerten, oft sind die betroffenen bereit zur übertreibung um eigens erfahrenem einen besonderen dramatischen wert abzugewinnen!
    Frühe hure , späte nonne ist so eine dramatisierung eigener, nicht gelebter erwartungen..
    Vieleicht hättest du Hannibal kennen lernen sollen und manches wäre dir erspart geblieben

    Wie lebensentscheidungen getroffen werden und warum, sind teil der antworten auf fragen die wir uns alle stellen.. Beziehung also nicht nur bei dir eine rolle spielt, sondern offensichtlich auch bei hannibal, mir und anderen! Nun aber die frage zu stellen ist: was unterscheidet euch/uns voneinander.. die gewonnen erfahrungen mit sicherheit!

    Entkrampft betrachtet liegen welten zwischen uns und doch gemeinsamkeiten wie eine grundsätzliche bereitschaft, auf etwas zu vertrauen.. nur in was; auch das macht hier den unterschied.
    Dem andern gegenüber die freiheit der wahl zu lassen, im vertrauen darauf, dass der die eigenheiten an mir zu schätzen und zu werten versteht.. das dann ist teil des zu erlernenden urvertrauens!
    Keine frage von treue im christlich abendländischen sinne! Auch nicht in der nachahmung der verbindlichkeit heterosexueller eheformen, die ihren sinn und ursprung in der brutaufzucht hat, nicht in "göttlichen" geboten.
    Gemeinsam teilen und planen.. auch hier bezüge und welten, die zwischen uns liegen: teilen die lust, das vergnügen, dass jeder für sich selbst fähig ist , leben zu leben, genüsse zu geniesen, ohne sich gleich die büßerrute geben zu müssen ( ausgenommen hiervon der gesunde maso!)

    Denkt man lebensläufe zu ende, kommt das alter hinzu, dass die genussfähigkeit einschränkt und einem "ruhiger" werden lässt.
    Was bei z.b. mir incl. gesundheit der fall ist. Aber mache ich nun eine lebensidiologie draus, in der nun allen monogamie oder entsagung abverlangt wird.. ? Verlange ich als hiv-positiver den kondom-zwangsgebrauch?? Als ex- raucher raucherfreie zonen?
    Das aber ist der punkt bei dir: deine "rolle gefunden, wird missioniert, werden "lebenhilfsangebote" verbreitet, die in die selbe richtung deiner entscheidungen führen sollen..

    Glaubst du wirklich , es ist ein guter rat , homosexuellen den wechsel der kirche anzubieten, ohne ihm eine grundlegende aufklärung über den umgang der religionen mit ihm zu verschaffen. Was bedeutet, nicht vom teufel zum beelzebub zu wechseln weil man ja mal bei der einen was findet, dass einem nützt und bei gelegenheit wieder bei der anderen seinen vorteil sucht, sondern sich grundsätzlich mit dem wesen der religion und ihre uneinvernehmlichkeit mit homosexuellem handeln im generellen auseinander setzen muss.
    Etwas , das auch über die pfarrhofsöffnungen für schwule nicht hinaustäuscht.: der restvorbehalt seitens der religionen gegenüber homosxualität bleibt bestehen!
    Nur so sind die "verlautbarungen zur "besonderen problematik" der homosexualität zu verstehen.. Es gibt keine " besondere problematik! Kannst du einem nachwachsenden mit wirklich ruhigem gewissen abverlangen, auf die kommend, schleichende veränderung im kirchenappertat zu warten, anstatt forderungen zu entwickeln und diese selbst zu leben , egal ob staat , ob kirche sich damit zufrieden gibt!

    Loren hat sinngemäß richtig geschrieben: .."zustimmung zu deinem beitrag weil, wo sich im innerkirchlichen meinungen reiben , wird es bewegung geben.."
    Von aussen , von uns müsste der druck sein , einen schutz im grundgesetz zu fordern/erzwingen, der einbindend alle aussenstehenden zwingt, sich in korrekter (!) art und weisse uns gegenüber zu verhalten.. kein "problematisches hineindenken" in fremde strukturen , kein ordnen wollen, wo vermeintlich chaos herrscht!
    Auch was die thesen der protestantischen kirche uns gegenüber betrifft!
    Das ist ein innerkirchlicher prozess der von uns schwulen nicht mitbestimmt wird, sondern allenfalls von schwulen christen .
    Was letztendlich dann meine position zur entwicklung kirche und homosexualität klärt: ich bin kein christ!
    Ich bewerte kirchliches handeln nur mit ethischen maßstab, und da versagt auch deine , von der rkk erst nicht zu sprechen, in wort und taten..
    Da ersetzt die schleichende öffnung nicht die enttäuschung darüber, dass sie mich und meine leute mit zweierlei maß misst!

    Ergo , alle die nicht christen sein wollen, sollten sich kritisch mit dem angebotenen christentum auseinander setzen um vorsorge zu treffen für zeiten die sich ändern.. den der wolf wird nicht zum lamm.. besonder wenn er hunger hat oder in die enge gedrängt sich fühlt...
    Paranoides ist wiederum teil glaubens an/abhäniger charaktere..

    Das du, dein freund mit restvorbehalten leben könnt mag ja sein, aber als weg zur beseitigung der restvorbehalte dient solches wohlverhalten nicht! Deshalb gilt die regel; wer mitmacht, macht sich auch schuldig.. und unterstützer so wie so!
    Das ist z.b. eine der wichtigsten erkenntnisse aus den uns umgebenden emanzipationsbewegungen, wie der der schwarzen: nicht stehen bleiben bei der frage ob unterschiede zulässig sein können ; auch wenn sie nur zeitbeschränkt daher kommen.
    Also keine "white only " gedankenbestuhlung in grundsätzlichen fragen der gleichheit aller menschen! An dem punkt ist dann auch die -schritt für schritt- idologie mitverantwortlich für gedankliches festschreiben von "werten" , die gern als christlich / abendländich besonderen schutz einfordern.. du hilfst schlußendlich beim drehen des rads, mit dem der karren homophobie weiter transportiert wird..., in die eine oder andere richtung!

    Das ist auch das problem der schwulen vertretungen ..; mittlerweile unterwandert durch interessensvertretungen, die von aussen her schwule politik "mit bestimmen" wollen und eigentlich eigene "weltbilder" in ein lebenskonstrukt einbringen, dass mit den möglichkeiten, die homosexualität mit sich bringen könnte, nichts zu tun hat! Ein fataler schritt in abhängigkeiten zu tagespolitisch bestimmten handelns und einer anpassung assimilierung unter ein fremdsystem !

    Wenn lobbyisten aus parteien und kirchen einfluss suchen auf strategische überlegungen , muss die frage gestellt sein: wo enden diese überlegungen!
    Wir sehens an der fokussierung auf homoehe, es findet ein grundliberal-kirchlicher einbindungsversuch schwuler strukturen statt und damit ein eingriff in schwules befinden. DAs mag für einen 40-80 jährigen eine option sein, wie man verhindert einsam zu werden, für junge/jüngere , die erst mal leben, mal sensualität und sexualität zusammenfügen lernen müssen, ist das kirchliche angebot ein alter klammersack, wie ihn früher klemmschwestern beim verbergen ihrer "triebe nutzten...
    Erklärt mit dem "privaten bedürfnissen " kleinbürgerlicher existenzbildung.. das hört sich böse an, ist aber nun mal soziologenschnack.

    Dahinter steht der dann von dir sorgsam und wiederholt bis zum abwinken postilierte.. erst als ich meinen mann fand, kam sinn in mein leben.. "lösungsvorschlag"...

    Grauenhaft.. allein der gedanke an die end 30ziger frührentneridylle mit vorgarten kirchenbesuch und sonntagsbraten.. brrrrrr

    Wie ich schon sagte: ich würde dich wirklich gerne mal persönlich kennen lernen wollen.. einfach um mir ein bild solcher idylle machen zu können..
    Die "idyllen" die ich kenne , sind lähmend, sprach und trostlos.. bis auf wenige, die mit ironischer distanz ein bild leben, dass sie selbst gekonnt inzenieren.. und das mit liebe!

    Vieleicht ist ja trotz schreibmaske und tunnelblick bei dir nicht alles verloren... und hinter jeder maske steckt auch ein mensch...

    ps.: dein christlicher instinkt sollt dich eine angleichend hohe besteuerung kinderloser paare und alleinstehender single forden lassen.. das eingesparte in den topf von bildung geworfen hilft, zukünftigen studienabsolventen bei erlernen sozialer verantwortung, ebenfalls auf bevorteilung verzichten zu können, sondern dem gemeingut etwas zukommen zu lassen... wie gesagt: kotzen, ja ,wenn's um soziale ungerechtigkeit geht; aber nicht beim tanz ums goldene steuerkalb.. das ist durchschaubare gier, hedonistisch spätrömische dekadenz!
    schatzerl!
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