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Kommentare zu:
Raddatz: Schwulsein Grund für Westerwelles Abstieg


#11 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 10.01.2011, 22:38h
  • Es ist erstaunlich, daß ausgerechnet Westerwelles Homosexualität dessen Abstieg ausgelöst haben soll. Wenn es so wäre, dann hätten Ole von Beust und Klaus Wowereit nach ihrem Coming-Out auch einen solchen gehabt, was aber nicht so war.
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#12 saltgay
  • 10.01.2011, 22:46h
  • Das absolut Unerheblichste an der Person Guido Westerwelle ist seine sexuelle Orientierung. Ich darf die Damen und Herren in diesem Forum an das Wahljahr 2005 erinnern, als ein Parlamentarier von "Schwesterwelle" sprach. Was schlug das hier für Wellen! Eilfertig versicherten die Neoliberalen Sparkassenschwuppen, dass die Homosexualität gar nichts mit der betreffenden Person zu tun habe. Das halte ich auch heute noch für richtig. Dass dieser Mann so unerträglich ist, liegt an seiner Persönlichkeit. Irgendwann konnte man auch den "Kaschmirkanzler" (Ausdruck v. W. Schäuble) nicht mehr sehen. Parvenues sind eben keine angenehmen Zeitgenossen. Was ist jedoch der Unterschied zwischen Schröder und Westerwelle. An Schröders Ehefrau bleibt nur zu bemerken, dass sie eine Bild-Zeitungsschreiberin war, was auf die charakterlichen Fähigkeiten schließen lässt, aber keinen Anstoß lieferte. Schröder ist eben als Proll authentisch und man nimmt es hin, dass dieser Mensch nur ein Ziel in seinem Leben hatte: ganz nach oben!

    Westerwelle jedoch ist der verklemmte Spießer mit dem Drang zum Höheren. Alles ist Fassade und verdeckt nur mühsam die geistige Armut dahinter. Da versucht jemand auf "fein" zu machen und merkt nicht, wie lächerlich er ist. Dazu kommt dieser unsägliche Hedonismus, die Asozialität seiner gesellschaftlichen Kompetenz. Er benimmt sich wie der Conferencier auf einer Werbeverkaufsveranstaltung, der Anti-Erdstrahlen-Matrazen verticken will. Die Verkaufsargumente werden ständig wiederholt, stichhaltige Begründungen werden durch nebulöse Behauptungen ersetzt. Alles ist Show. Ob unter den Schuhsohlen 18+ steht, oder der Besuch im Big-Brother-Container. Sein Weltbild heißt nur: "Gute Zeiten-schlechte Zeiten". Das ist seine Welt und die seiner Epigonen.

    Die älteren Mitbürger kriegen so jeden Tag ihre Erziehungsfehler auf das Butterbrot geschmiert. Denn dass diese Generation so egoistisch und abgestumpft gegenüber jeglicher sozialer Verantwortung ist, haben die Eltern zu verantworten. Die Generation Westerwelle hat den anstrengungslosen Wohlstand in ihren Anus geschoben bekommen, ohne auch nur das mindeste dazu selbst beizutragen.

    Ja, und da gibt es nun Übereinstimmungen mit den hedonistischen Sparkassenschwuppen. Dieses:"Genieße jeden Tag, als sei er dein letzter", verbunden mit dem "Nach uns die Sintflut", wobei dann Jene nach zehn JAhren erkennen müssen, dass leider keine solche Flut sie hinweg gespült hat. Sie werden dann zu den alternden Jammertucken, die sich im Bahnhofsumfeld und auf Klappen herumtreiben. Spätestens daran sieht man schon, dass es nur Ähnlichkeiten mit Guido Westerwelles Verhalten gibt. Insofern ist eine Verknüpfung von Homosexualität und Beliebtheit nicht zulässig.

    Der Mann ist einfach nur unerträglich, weil er so halbseiden wirkt. Im letzten Jahr hat er auch nichts ausgelassen, was diesen Eindruck bestätigt. Das ist sein Problem. Mich treibt jetzt vielmehr die Frage um: "Irgendeiner muss ihn doch gewählt haben? Aber Keiner will es jetzt gewesen sein."
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#13 MaikAnonym
  • 10.01.2011, 23:03h
  • Antwort auf #12 von saltgay
  • "Das absolut Unerheblichste an der Person Guido Westerwelle ist seine sexuelle Orientierung."

    Das sehen nicht wenige Leute anders:

    75 Prozent der Befragten an, die "offen gelebte Homosexualität" Westerwelles sei "kein Problem bei seiner Amtsführung"; 22 Prozent sahen hingegen ein Problem, der Rest war unentschlossen.

    Leute, es geht nicht darum das Westerwelle ein schlechter und unfähiger Politiker ist ( das ist er eindeutig), sondern darum das schwule Politiker zu sehr auf ihre Homosexualität reduziert werden. Allgemein, nicht nur Westerwelle.
    Egal ob es sich dabei um positive oder negative "Vorbilder" handelt.
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#14 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 10.01.2011, 23:07h
  • Übrigens, beim Voting "Welcher Schwule nervt am meisten?" fehlt ein Name: Volker Beck!
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#15 OliAnonym
  • 10.01.2011, 23:21h
  • Ich denke nicht, dass Westerwelles Unbeliebtheit etwas mit seiner Homosexualität zu tun hat. Sicher, für so manche mag das eine Rolle spielen, aber sicher ist da auch was dran, dass vielen die sexuelle Orientierung nur so lange egal ist, wie diese Person etwas tut, was ihnen nützt, zweifle ich auch nicht an.
    Aber nicht nur Westerwelle allein steht in der Schusslinie, sondern die ganze FDP. Und da Westerwelle nun mal Parteichef ist, steht seine Person doch automatisch ganz besonders in der Schusslinie. Das ist nun mal ganz normal. Dazu kommt, dass Westerwelle nun einfach kein warmherziger Sympathieträger ist, dem man so manches verzeihen würde. Das liegt aber nicht an seiner Homosexualität, sondern weil er nun mal so ist. Mich kann er abseits seiner Leistungen auch nicht gerade für ihn einnehmen.

    Die von Raddatz vertretene These stimmt - vielleicht für 22% der Menschen und auch für diese nicht ausschließlich. Westerwelles Homosexualität ist für diese auch nur ein Aspekt. Für den weit größeren Rest gibt es andere Gründe. Westerwelles Abstieg kann deshalb kaum als Zeichen für Homophobie gesehen werden.

    Und ehrlich gesagt, sind doch Schwule und Lesben mehrheitlich auch von seiner und der Arbeit seiner Partei enttäuscht, wenn es um die gebotene Gleichstellung geht: Nur umzusetzen, wass das Bundesverfassungsgericht entscheidet, ist noch keine Leistung.
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#16 LorenProfil
  • 11.01.2011, 01:28hGreifswald
  • Antwort auf #15 von Oli
  • Wsterwelle hat die FDP zu ihrem besten Wahlergebnis auf Bundesebene geführt, obwohl wohl jedem Wähler klar war, dass er schwul ist. Sein Abstieg begann nach meiner Erinnerung, als er von der Opposition in die Regierung wechselte und strategische Fehlentscheidungen traf (Hotel-Mehrwertsteuer, wobei es ihm nicht gelang zu kommunizieren, dass neben der FDP auch und insbesondere die CSU daran beteiligt war; als unanständig begriffene Diffamierungen von Hartz4-Beziehern - Stichwort: "spätrömische Dekadenz"; das Beharren auf nicht realisierbaren Steuersenkungen bei steigenden Staatsausgaben und "Schuldenbremse", das wohl selbst beim Koalitionspartner CDU als "Beratungsresistenz" empfunden wurde). Zudem hat er in seiner Amtszeit als Generalsekretär wie als Parteivorsitzender das Image der FDP auf das der marktliberalen Wirtschaftspartei verengt und ihre Wurzeln als Bürgerrechtspartei vernachlässigt, was der FDP insgesamt in den Zeiten der Finanzkrise alles andere als gut bekommt. Anstatt selbst als Motor einer Erweiterung der Themenpalette der FDP im öffentlichen Bewusstsein zu wirken, delegierte er dies an Lindner & Co., so dass nun der derzeitige Generalsekretär als Nachfolger einer erneuerten FDP gehandelt wird.

    Fazit: Als "Oppositions-Lautsprecher" im Bundestag und Wahlkämpfer aus der Opposition heraus war Westerwelle sehr erfolgreich - und zwar als in der Öffentlichkeit bekannter schwuler Politiker, aber für erfolgreiches Regierungshandeln und die mediale Vermittlung fehlen ihm Strategien, die sein Image in der Öffentlichkeit aufpolieren. Sollte er diese nicht schnellstens entwickeln, wird er wohl in nicht allzu ferner Zukunft den Weg von Schröder, Fischer, Koch u.a. beschreiten und seine Beziehungen zur Wirtschaft nutzen, um sein Leben nach der Politik zu gestalten.
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#17 herve64Profil
  • 11.01.2011, 08:28hMünchen
  • Unabhängig von der Person Westerwelles und seiner Amtsführung ist die These von Raddatz nicht von der Hand zu weisen. Der eigentliche Grund für Homophobie dürfte der Neid auf die Leute sein, die ihr Leben inklusive ihrer Sexualität frei und ungezwungen gestalten.

    Was Westerwelles Unbeliebtheit angeht: da dürften sowohl die These von Raddatz, als auch die des WAZ-Chefredakteurs Ulrich Reitz eine Rolle spielen. Es kommt halt auch immer darauf an, wer jemanden wegen was ablehnt.
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#18 alexander
  • 11.01.2011, 08:47h
  • es ist weitaus schlimmer gekommen, als vor der wahl erwartet ! wer die fdp politik seit ihrem bestehen verfolgt hat, weiss, diese partei sonnte sich immer in der rolle als zünglein an der waage. hatte allerdings auch "einzelne" fähige politiker zu bieten, die ihr dieses spielchen ermöglichte !
    seit westerwelle in dieser partei die leiter erklomm, war jedem denkenden bürger klar, dieser mann ist eine mogelpackung !
    hier wurden fast alle negativen seiten von ww angesprochen, dieser mann hat nur einen positiven zug : er ist ein halbwegs guter rhetoriker, aber das war es auch schon !!!

    lügen, charakterarmut und heuchelei, seien sie auch noch so vollmundig "präsentiert", haben bekanntlich "kurze beine" !

    zumal auch völlig klar war, dass die fdp ihr gutes wahlergebnis nicht ihrer position oder politik verdankte, sondern den unentschlossenen wählern, die mit unseren "volksparteien" uneins waren und sind !

    niemand konnte wirklich von ww erwarten, dass er nun offensive "schwulenpolitik" betreiben würde, schon gar nicht als aussenminister, aber das er gegen seine und unsere interessen stimmt, und im gleichen atemzug wie fürstin olga sein privatleben inszeniert, wohlgemerkt nach seinem zwangsouting, ist ein skandal !
    dadurch wurden alle schwulen in den dreck gezogen und gelten jetzt landläufig als unseriös und unglaubwürdig !

    wie abgebrüht er ist, beweist die tatsache, dass er sich wirklich einbildet er kann so weitermachen ?

    unterm strich hat dieses drama in erster linie nichts mit seinem schwulsein zu tun, im gegenteil er hat die community schamlos ausgenutzt und missbraucht ! denn jeder der erfolg hat, hat seine groupies, ob schwul oder hete !
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#19 herve64Profil
  • 11.01.2011, 08:58hMünchen
  • Was meine persönliche Ablehnung Westerwelles angeht basiert sie im Wesentlichen darauf, dass er als offen schwuler Politiker einerseits jeglichen emanzipatorischen Versuch in bezug auf Homosexualität mit allen Mitteln blockiert, seinen Einfluss, den er Kraft seines Amtes hat, hierfür ungenutzt verstreichen lässt, gleichzeitig aber jeglichen Vorteil, den andere erkämpft haben, wie z. B. die Homo-Ehe für seine eigennützigen Zwecke nutzt.
    Kurz: Westerwelle ist ein klassischer Opportunist, und so jemanden braucht niemand als Politiker.
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#20 Sebastian P.Anonym
  • 11.01.2011, 09:03h
  • Der Grund, weshalb Westerwelle (und übrigens auch der Rest der FDP) bei Schwulen wie Heteros gleichermaßen verhasst ist, ist die grenzenlose Inkompetenz und Unfähigkeit, die die wieder mal beweisen. Verbunden mit Lügen, dass sich die Balken biegen und peinlicher Arroganz.

    Das war bei der FDP übrigens noch NIE anders!! Nur waren sie jetzt halt sehr lange in der Opposition und dann scheinen manche Leute das zu vergessen bzw. es gibt dann Neuwähler, die die Zeit davor nicht kennen. Und dann glauben manche denen ihre geschliffene Rhetorik. Aber sobald sie dann nicht mehr in der Opposition sind, sondern in Regierungsverantwortung, reicht schön reden nicht mehr. Und dann zeigt sich die geballte Inkompetenz!

    Die FDP kann es einfach nicht. Die sind schlicht überflüssig! (Zumal die eh nur Schoßhündchen der Union sind, da können deren Wähler gleich das Original wählen.)
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