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Holger Weinert in der "Hessenschau" (Bild: HR)

Moderator Holger Weinert ist empört über eine Frage im "Großen Hessenschau-Quiz", in dem auf seine Homosexualität angespielt wurde.

In der am Sonntag im HR-Fernsehen ausgestrahlten Show hat Moderator Jörg Bombach die Kandidaten gefragt, wer bereits Fastnachtprinzessin in Frankfurt gewesen sei. Als mögliche Antworten wurde neben den "Hessenschau"-Moderatorinnen Constanze Angermann, Barbara Müller-Geskes und Michaele Scherenberg (richtige Antwort) auch Holger Weinert genannt. "Das ist Mobbing!", empört sich der 59-jährige Journalist nun in der "Bild"-Zeitung. Er habe sofort seinen Anwalt angerufen, um seinen Heimatsender zu verklagen. Von diesem Vorhaben rückte er aber nach dem Gespräch ab: "Ich hatte immer ein gutes Verhältnis zum HR, seit nunmehr 25 Jahren. Ich untersage aber, die Sendung weiter zu verbreiten. Und ich erwarte eine Entschuldigung!".

HR: "Keine Absicht"

Diese erhielt er umgehend via "Bild": Fernsehdirektor Manfred Krupp versicherte, dass sich der Hessische Rundfunk nicht über die Sexualität Weinerts lustig machen wollte: "Dass man diese Frage auch als Anspielung auf sein Sexualleben verstehen kann, auf die Idee sind wir gar nicht gekommen. Das war keine Absicht", so Krupp. Die Frage wurde inzwischen herausgeschnitten und ist in Wiederholungen nicht mehr zu sehen.

Weinert gehört zu den populärsten HR-Gesichtern. Seit 1986 moderiert er das Regionalmagazin "Hessenschau", außerdem ist aus Sendungen wie "Holgers Waschsalon" oder "Rheinpartie" bekannt. Zusammen mit Luc Jochimsen und Michel Friedman betreute er das politische Magazin "3, 2, 1". Er engagierte sich auch über Jahre für die Aids-Hilfe. Für seine hoch gelobte ARD-Reportage "Ulis letzter Sommer" erhielt er 1990 den Journalistenpreis der Deutschen Aids-Stiftung. 2006 verpartnerte sich Weinert mit seinem Lebensgefährten Roland Klostermann im Frankfurt (queer.de berichtete). (dk)



11 Kommentare

#1 FloAnonym
  • 11.01.2011, 14:40h
  • Da kann ich ihm nur recht geben:
    hätte es das wirklich mal aus Jux gemacht, okay, aber ihn einfach so zwischen 3 Frauen für die Rolle einer Prinzessin zu nennen ist ein Beispiel übelster Homophobie!
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#2 wiederholspurAnonym
#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 11.01.2011, 14:57h
  • Ich hatte mir am Sonntag das Quiz angesehen und war schon etwas verwundert, daß Herr Weinert bei den Auswahlantworten dabei war. Gut, daß er die Entschuldigung seines Chefs angenommen hat!
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#4 RalfAnonym
  • 11.01.2011, 16:38h
  • Schwule als Frauen oder Transvestiten zu "verulken", ist das älteste schwulenfeindliche Klischee. So dumm kann niemand beim HR sein, dass er das nicht bewusst und ohne Beleidigungsabsicht getan habe.
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#5 Timm JohannesAnonym
  • 11.01.2011, 20:06h
  • Holger Weinert hat vollkommen Recht. Vollkommen taktlos und verantwortungslos, was dort die entsprechende Sendung veranstaltet hat.

    Der das sich ausgedacht hat, gehört entsprechend beruflich dort aus der Verantwortung. Wenn es eine Comedy-Sendung oder die Stunk-Sitzung gewesen wäre, ließe sich noch vielleich drüber diskutieren Wer mit so wenig Niveau, dort das Rätzel in diesem Kontext gestaltet, sollte besser seine Arbeit woanders machen.
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#6 hwAnonym
#7 Ilovelife
  • 12.01.2011, 00:41h
  • Fernsehen? Hessen? Da fällt mir irgendwie immer nur Opa Heinz Schenk und sein Club "Zum blauen Bock" ein. Und Äppelwoi natürlich

    Holger Weinert macht zumindest optisch eher einen fürsorglichen, mütterlichen Eindruck. Alle Männer brauchen eine Mutti, und falls sein Partner keine gehabt haben sollte, so hat er sie in vollendeter Verpartnerung vermutlich in seiner Person gefunden. Mögen die beiden auch nach der Zeit beim HR glücklich sein. Amen, jessushalleluja, trallalala!

    Habe den noch nie im TV wahrgenommen.
    Aber falls man(n) doch noch mal in die Medien will, sollte man es sich nicht mit etablierten, reiferen Herren gerade bei den öffentlich- rechtlichen verscherzen, nicht wahr?

    Übrigens sind diese Regional- Quizsendungen doch eigentlich alle kotzlangweilig, oder? Ich trauere da immer noch dem SAT1- Glücksrad der späten 80er/90er Jahre nach. Die kamen immer so schön "krachig" rüber (laute Musik, Ablenkung auf "Feen" wie Maren Gilzer), da behielt der Zuschauer die grottenschlechten Moderationen und unfähigen Studiogäste nicht so heftig in Erinnerung
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#8 Einer von denenAnonym
#10 KonstantinEhemaliges Profil
  • 12.01.2011, 17:49h
  • Ich finds lustig! Man/n muss auch mal über sich selber lachen können. Und normalerweise können Schwule das ganz gut!
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