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Die Polizei veröffentlichte das Foto der Verdächtigen.

In Brasilien haben zwei Brüder zugegeben, ihren Vater lebendig begraben zu haben. Sie erklärten, dass der Pfarrer ihre sexuelle Orientierung nicht anerkennen wollte.

Wie Globo TV berichtet, haben der 19-jährige Alexandre und sein 21 Jahre alter Bruder Kleiton ausgesagt, ihren Vater Antonio L. am 29. Dezember in Timon (Bundesstaat Maranhão) getötet zu haben. Sie haben demnach den 57-Jährigen mit Schlaftabletten betäubt und anschließend vergraben. Der Mann ist inzwischen tot aufgefunden worden - eine Autopsie ergab, dass er erstickt ist. Auch ein Nachbar wurde verhaftet, weil er den mutmaßlichen Tätern beim Ausheben des Grabes geholfen haben soll.

Die Verdächtigen haben nach Angaben von Polizeichef Antônio Valente Filho ausgesagt, dass sie von ihrem Vater wiederholt geschlagen worden seien. Grund sei ihre Homosexualität gewesen, die der Pfarrer als Sünde angesehen hatte. Besonders brutal soll der Vater demnach nach Alkoholkonsum gegen seine Söhne vorgegangen sein. Die Polizei ermittelt gegenwärtig, ob es noch andere Gründe für den Mord gegeben hat.

Brasilien ist das gefährlichste Land für Schwule und Lesben auf dem amerikanischen Kontinent. In den letzten Jahren kam es aus Hass zu hunderten Morden an Schwulen und Lesben - und das trotz einer homofreundlichen Regierung. Laut Homo-Gruppen ist es wegen der Machokultur besonders für sexuelle Minderheiten aus der Unterschicht gefährlich, sich zu outen. Aktivisten haben deshalb bereits vor einem "Homocaust" gewarnt (queer.de berichtete).

Im letzten Jahr gewährten die USA sogar einen brasilianischen Schwulen Asyl, weil er in seinem Heimatland als sexuelle Minderheit systematisch verfolgt worden sei (queer.de berichtete). Vor zwei Monaten sorgte der tätliche Angriff auf den Autor einer schwulen Telenovela für Entsetzen: Der 24-jährige Daniel Sena wurde unter anderem gezwungen, Benzin zu trinken und Schmutz zu essen (queer.de berichtete). (dk)



15 Kommentare

#1 CabocloAnonym
  • 12.01.2011, 15:19h
  • Grund sei ihre Homosexualität gewesen, die der Pfarrer als Sünde angesehen hatte.

    evangelikaler pfarrer
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 12.01.2011, 15:21h
  • Die beiden Brüder sollten freigesprochen werden! Ich würde ihr Handeln als "Notwehr" durchgehen lassen. Sie hatten nämlich keinen anderen Ausweg mehr gesehen!
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#3 Linu86Profil
#4 dummfugAnonym
  • 12.01.2011, 16:22h
  • Antwort auf #2 von FoXXXyness
  • @2: Soviel Sympathie ich für andere Schwule habe, so wenig habe ich für Mörder. Wie Notwehr hört sich das nicht an. Schlaftabletten sind keine Affekt-Waffe, und mit 19 und älter kann man schon sein Elternhaus verlassen, auch wenn es schwer fällt.

    Hass ruft immer wieder nur Hass hervor. Die Haltung dieser Menschen, die durch ihren Glauben in die Irre geleitet werden, ist zutiefst verurteilendswert. Tödliche Handlungen dagegen aber sind nicht zu rechtfertigen.
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#5 TommAnonym
  • 12.01.2011, 17:07h
  • Also - mit 19 und 21 Jahren wird Man(n) sich doch gegen seinen alten Herrn "durchsetzen" können !! Und wenn nicht, hätte Man(n) es mal mit auf "eigenen Beinen stehen" versucht werden können !? Auch Brasilien ist mittlerweile ein "freies" Land was das reisen betrifft !!
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#6 dummfugAnonym
  • 12.01.2011, 18:03h
  • Antwort auf #5 von Tomm
  • Ich begreife hier die Rotfärbung nicht.

    Mehrere schreiben hier, eine Tötung könne nicht gut geheißen werden. Aber alle diese Beiträge sind rot gefärbt!

    Dann bitteschön schreibt hier doch mal, warum ihr Selbstjustiz in diesem Ausmaß für richtig haltet und setzt nicht nur einen roten Punkt! Wir leben doch in einem Land der Meinungsäußerung (fast hätte ich schon gesagt: Gott sei Dank, aber zumindest das Bodenpersonal hat ja gerade dazu nicht viel beigetragen...).

    Macht den Mund auf, macht davon Gebrauch und erklärt mir mal Eure Meinung! Ich glaube auch andere wüssten gern, warum man zu so drastischen und verbrecherischen Maßnahmen greifen darf.

    Ganz eindeutig: So ein Peiniger, der (seine) Kinder schlägt, demütigt und demoralisiert, gehört verurteilt. Aber mit Schlaftabletten betäuben und eingraben, das ist eindeutig keine Notwehr, keine Affekthandlung, sondern geplant. Diese Handlung in gewisser Weise nachvollziehen kann ich ja, aber gutheißen oder verteidigen - ganz entschieden nein!
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#7 hoppedotzAnonym
  • 12.01.2011, 18:39h
  • Antwort auf #6 von dummfug
  • mach dich mal locker. hartz IV ist keine notwehr,
    kein affekt, von langer hand geplant.
    das bundesverfassungsgericht kann diese handlungen nachvollziehen und beurteilt sie:
    menschenunwürdig.

    nichts passiert. man droht mit der simulation, es würde was passieren.

    die betreiben einfach selbstjustiz als gruppenevent.
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#8 TommAnonym
  • 12.01.2011, 20:05h
  • Antwort auf #6 von dummfug
  • @dummfug: Ähm - kannst du mal etwas konkretisieren, was du mit "Rotfärbung" meinst !?

    Ich habe in meinem Tread die Tat "indirekt" verurteilt, und andere "Problemlösungen" zwischen Vater und Söhnen aufgezählt - und sage hiermit noch einmal ein ganz klares NEIN zur Tat !!
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#9 loellieEhemaliges Profil
  • 12.01.2011, 22:49h
  • Sowas kommt von sowas.

    Evangelikaler Säufer
    Psychoterror seit frühester Kindheit
    Hirnwäsche seit frühester Kindheit
    Schläge und Brutalität seit frühester Kindheit

    Mutter?
    Geschwister?
    Abhängigkeit?

    Warum sollen sie ihre Familie diesem Monster ausgeliefert lassen, wenn sie doch eh in die Hölle kommen?

    Mord!
    Verurteilen!
    Auf eigenen Beinen!
    Calvin? Ausgerechnet hier?

    Es ist ja nicht so, als gäbe der Artikel brauchbare Informationen Preis, Notwehr kann dennoch nicht ausgeschlossen werden. Warum sich Menschen finden die sich, angesichts dieser traurigen Geschichte, in zutiefst evangelikalen Rachegelüsten suhlen und moralische Ueberlegenheit behaupten, erschliesst sich mir nicht.
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#10 carolo
  • 12.01.2011, 22:53h
  • "Brasilien ist das gefährlichste Land für Schwule und Lesben auf dem amerikanischen Kontinent."

    Das kann doch garnicht sein. Hat nicht gerade letztens noch die Regierung dort Homophobie ausdrücklich verboten?
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