Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?13506

Ronald McDonald hat so seine Probleme mit Coming-out-Webseiten... (Bild: danirubioperez / flickr / by-sa 2.0)

In Neuseeland bietet McDonald's freien WLAN-Anschluss an, blockiert aber gezielt internationale schwule Seiten, angeblich aus Jugendschutzgründen. Auch der LSVD und queer.de sind betroffen.

Seit Dezember können Kunden in rund 160 Filialen kostenlos und drahtlos auf das Internet zugreifen, allerdings mit vielen Einscränkungen: So sind nicht nur Casino-, Tabak- und Sexseiten unerreichbar, sondern auch viele schwul-lesbische Inhalte. Der Konzern beruft sich dabei auf den Jugendschutz.

Das Restaurant sperrt etwa viele Coming-out-Seiten oder das neuseeländische Informationsportal gaynz.com. Internationale Seiten werden auch blockiert: So ist queer.de nicht erreichbar, obwohl sich das Portal an die strikten deutschen Jugendschutzrichtlinien halten muss. Auch der deutsche Lesben- und Schwulenverband, der keinerlei erotische Angebote anbietet, ist dem amerikanischen Konzern zu heiß. Dagegen sind Webseiten von Zeitungsverlagen, die mit Pin-up-Girls werben, bei McDonald's erreichbar.

Nach Protesten einzelne Sperren aufgehoben


Wer sich in einem neuseeländischen McDonald´s-Restaurant über den LSVD informieren will, erhält nur eine Fehlermeldung. (Bild: Screenshot)

Die Restaurantkette erklärte, man benutze ein Standard-Filterprogramm und habe nicht die Absicht, gegen Schwule und Lesben diskriminieren. Nach scharfer Kritik von Homo-Aktivisten hat McDonald's aber Anfang der Woche einige schwul-lesbische Seiten wieder freigeschaltet. So darf das Jugendportal Rainbow Youth wieder von BigMäc-Fans betrachtet werden. Dagegen wird die Nachrichtenseite GayNZ weiterhin blockiert. "McDonald's hat noch Probleme mit Teilen der Inhalte, zum Beispiel bei der Werbung von Dritten", erklärte Restaurantsprecherin Christine Dennis. Zwar sind sämtliche Inhalte auf dem Portal jugendfrei, es wirbt aber etwa für schwule Saunen, die nur von Erwachsenen besucht werden dürfen.

In deutschen McDonald's-Restaurants gibt es auch W-LAN-Hotspots, in denen Kunden täglich bis zu eine Stunde kostenlos surfen können. Auch hier wird eine Filtersoftware eingesetzt, die aber nach Angaben des Konzerns lediglich pornographische, rassistische und gewaltverherrlichende Inhalte blockieren soll. Schwul-lesbische Informationsseiten sind dagegen gegenwärtig in Deutschland erreichbar. (dk)



#1 SideFX23
  • 14.01.2011, 14:40h
  • Who cares?

    Muss man denn unbedingt bei Mc.D. im internet surfen? Ist es denn unbedingt lebensnotwendig schwul-/lesbische Inhalte bei Mc.D. im Restaurant zu lesen? Ich denke hier wird mal wieder mit Bomben auf Spatzen geschossen... Diese überhebliche "political correctness" nervt doch echt nur noch! Kann man sich nicht mal wieder auf "Kerngeschäft" konzentrieren? Dann geht man eben nicht zu Mc.Doof zum internetsurfen und gut ist... Wo ist das Problem?
  • Antworten » | Direktlink »
#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 14.01.2011, 16:22h
  • McDonalds spricht mit gespaltener Zunge! Gut, daß die Proteste gegen die Sperrung erfolgreich waren!
  • Antworten » | Direktlink »
#3 vingtans
#4 JackyCGNProfil
  • 14.01.2011, 16:40hKöln
  • Ich bezweifle auch, dass dort gezielte Diskriminierung hintersteckt. Schließlich ist Mc Donald's keinesfalls als schwulenfeindlicher Konzern bekannt. Eher im Gegenteil - man denke an den französischen Mc-Donald's-Werbespot:
    www.youtube.com/watch?v=SBuKuA9nHsw
  • Antworten » | Direktlink »
#5 who cares?Anonym
#6 eMANcipation*Anonym
  • 14.01.2011, 17:09h
  • Antwort auf #1 von SideFX23
  • Diese überhebliche "political correctness"

    ...

    scheint zu DEM Kampfbegriff von Status-quo-Bewahrern und anderen Reaktionären geworden zu sein.

    Ich lasse mir jedenfalls weder gefallen, dass immer und überall und immer mehr "Schwuchtel" und "schwul" als Schimpfwort gegrölt

    oder dieses Vokabular in welcher Form auch immer verbreitet wird

    noch dass "Schwuchteln" und andere gesellschaftliche Gruppen weiterhin folgenlos diffamiert und diskriminiert werden.

    Es geht hier ums Prinzip und um die Folgen für die Betroffenen, und Megakonzerne sind die Allerletzten, die wir bei der Einforderung von Gleichbehandlung schonen sollten.

    Das wäre nämlich FDP-"Logik" auf unterstem Niveau.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 SideFX23
#8 SideFX23
  • 14.01.2011, 17:30h
  • Antwort auf #6 von eMANcipation*
  • ...Ihr solltet Euch mal hören! Das ist ja zum heulen! Ihr solltet mal darüber nachdenken, das wir immer noch eine Minderheit sind und unsere Rechte nicht mit "brachial"-Gewalt einfordern können. Ich finde, dass zu einem vernünftigem Zusammenleben zwischen Homos und Heten etwas mehr dazu gehört, als bei MC.D. schwule Inhalte im Internet anschauen zu können! Ich verstehe diese übertriebene Hysterie nicht... Ihr tut ja gleich so, als wäre das der ausgesprochene Weltuntergang. Immer hübsch auf dem Tepich bleiben. Hierfür lohnt es sich nicht zu kämpfen! Deswegen sagte ich ja auch, dass man sich eher dem "Kerngeschäft" zuwenden sollte (christliche Fundamentalisten z.B. wie Kreuz.net und ähnliches). Da kann man seine Energie für verwenden. Aber doch nicht, dass man in NZ bei Mc.D. keine schwulen Inhalte über das kostenfreie W-LAN anschauen kann. Wenn ich etwas umsonst nutzen kann, dann sollt ich mal bedenken, wer das umsonst zu Verfügung stellt. Ich denke mal, es ist das gute Recht von Mc.D. zu sagen: "Lieber Kunde, Du darfst hier umsonst Internet surfen, aber zu unseren Konditionen." Ich denke da ist nichts verwerfliches dran!
  • Antworten » | Direktlink »
#9 eMANcipation*Anonym
  • 14.01.2011, 17:46h
  • Antwort auf #8 von SideFX23
  • Ja, ich merke schon, dass du dich mit "Geschäften" und Geschäftslogik auskennst.

    Wenn Konzerne wie McDonalds sich erlauben, schwule Inhalte gewissermaßen als nicht jugend- oder familientauglich hinzustellen,

    dann hat das in der gesellschaftlichen Realität und im Lebensalltag unter Umständen sehr viel größere Bedeutung als irgendwelches Geschreibsel bei kreuz.net.

    Bekämpfen sollten wir als Schwule und Demokraten beides.

    Es ist entlarvend, wie du Schwule auf ihre Position als "Minderheit" festnageln und sie offenbar davon abhalten willst,

    eine umfassende Gleichbehandlung ALLER sexuellen Identitäten ganz konkret im Lebensalltag einzufordern.

    Dass solche grundlegenden Menschenrechte für dich nichts anderes sind als geschäftliche Verfügungsmasse, die nach dem Recht des Stärkeren verteilt bzw. nicht verteilt wird, überrascht mich freilich nicht.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 HAL9KAnonym
  • 14.01.2011, 17:49h
  • Mal ganz ehrlich, was hat der Opener, in dem von "blockiert aber gezielt internationale schwule Seiten" mit dem Inhalt zu tun? Fühlt sich an wie bei der BILD Zeitung, leider ohne jeden konkreten Bezug.

    Das ein Unternehmen, dass einen kostenlosen WLAN Zugang bereitstellt die Nutzungsbedingungen vorgeben kann ist klar und da sie nicht nur schwule Seiten sperren, kann man wohl nicht von "gezielt" sprechen.

    Wären jetzt nur schwule Seiten betroffen, dann könnte ich Verstehen, wenn man sich darüber aufregt, so ist das aber eher ein Lückenfüller wie auch die meisten Kommentare zeigen.
  • Antworten » | Direktlink »