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War von November 2003 bis Januar 2011 Gouverneur von Kalifornien: Arnold Schwarzenegger

Weil in seinem Kinderzimmer Poster mit halbnackten, eingeölten Muskel-Protzen hingen, ließ die Mutter von Kaliforniens Ex-Gouverneur Arnold Schwarzenegger einst den Arzt kommen.

Diese Anekdote enthüllte der gebürtige Österreicher und Ex-Bodybuilder jetzt in einem Interview mit dem Wiener Boulevardblatt "Krone": "Als Bub war mein Zimmer mit Fotos von Bodybuildern vollgepflastert. Nackte, eingeölte männliche Körper", sagte Schwarzenegger wörtlich. "Das hat die Mutti so besorgt gestimmt, dass sie eines Tages unseren Hausarzt gebeten hat, sich das anzuschauen. ‚Andere Buben hängen Bilder von Frauen auf, und meiner tut das!' Sie hat tatsächlich geglaubt, ich sei schwul. Ist ja nichts Schlimmes, für sie war's damals jedoch unvorstellbar."

Immerhin konnte der Arzt Arnies Mutter beruhigen: "Jeder habe Idole, andere würden Bilder von den Beatles aufhängen, das seien ja auch Männer", zitierte der Ex-Gouverneuer den Doktor im Interview: "‚Sehen Sie es so, Frau Schwarzenegger: Als Sportler fängt er sicher nicht mit dem Rauchen und Saufen an!' Das hat sie beruhigt. Die Sorgenfalten sind aber geblieben."


Kein "girlie-man": Nacktfoto von Schwarzenegger aus den siebziger Jahren

Auch wenn Schwarzenegger sich gegenüber der "Krone" tolerant gab, sein Verhältnis zur Homosexualität war und ist gespalten. So fuhr er in seiner siebenjährigen Amtszeit als Gouverneur in der Homo-Politik einen kaum nachvollziehbaren Zickzack-Kurs. Zum einen bezeichnete er im kalifornischen Wahlkampf 2003 die Demokraten als "girlie-men" (Schwuchteln), die es zu "terminieren" gelte, und gleichzwei mal legte er sein Veto gegen die vom Parlament beschlossene Öffnung der Ehe ein. Auf der anderen Seite unterschrieb er im vergangenen Jahr ein Gesetz, das den 22. Mai zum Gedenktag für den Homo-Aktivisten Harvey Milk erklärte, außerdem werden fortan auch außerhalb Kaliforniens geschlossene Homo-Ehen im Bundesstaat anerkannt.

In ihrem Buch "Arnold and Me - In The Shadow Of The Austrian Oak" schrieb Schwarzeneggers Ex-Freundin Barbara Outland Baker, dass schwule Sex-Angebote in Arnolds Bodybuilder-Tagen "an der Tagesordnung" gewesen seien. Allerdings habe er sich immer strikt dagegen gewehrt. "Das war nicht seine Welt", schreibt Baker. Nichtdestotrotz ließ sich Schwarzenegger gerne von schwulen Fotografen ohne Shirt und Schlüpfer ablichten: Die vor sieben Jahre im Wahlkampf wieder aufgetauchten alten Nacktbilder des Österreichers stammen aus dem Magazin "After Dark" aus den siebziger Jaren, fotografiert von dem schwulen Künstler Robert Mapplethorpe. Weitere Bilder mit sehr "hartem Inhalt" sind angeblich bei der Stiftung des 1989 verstorbenen Fotografen unter Verschluss. (cw)



#1 kimbeaverAnonym
#2 gatopardo
#3 alexander
  • 16.01.2011, 18:48h
  • Antwort auf #2 von gatopardo
  • holla mein lieber,
    ich muss immer schmunzeln, wenn man an sich und anderen erfährt, wie manipulierbar der geschmack ist ?
    erinnere die zeit der "schlaghosen", damals unvorstellbar jemals wieder eine gerade geschnittene bux zu tragen.
    anfang siebzig konnte ich auf meiner mähne sitzen, musste sie ab und zu bändigen zur "knickschussbremse ".
    wenn ich heute die "anzugträger" mit schmaler oder gar "nickelbrille" und entsprechender frisur sehe, fühle ich mich oft an meinen grossvater erinnert, auch der (meist) strenge oder miesepetrige gesichtsausdruck stimmt.
    mich bringt unser verteidigungsminister immer wieder zum lachen, wenn K.T. von und zu guttenberg mit strenger, markiger miene und gegeltem haar abgelichtet wird, stelle ich mir die situation vor in der er seinen "blonden engel" (ehefrau) kennengelernt hat, auf der love parade berlin ?
    mag auch heute noch lange haare, aber ist wirklich ne altersfrage, denke ich.
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#4 gatopardo
  • 16.01.2011, 19:53h
  • Antwort auf #3 von alexander
  • Tja, da waren wir jung und heute sind wir versucht, diese Zeiten als viel besser zu beurteilen. Und da wir gerade von Guttenberg reden: Also ich kann Dir gar nicht sagen, wie mir das Lachen beim Anblick dieses flotten "Machers" vergeht, fast noch mehr als bei Familie Wulff. Und wie ich sehe, stehen sie alle in der Gunst der Deutschen ganz oben. In meinem Alter bleibt da nur noch die "innere Diaspora".
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#5 barely legalAnonym
#6 alexander
  • 16.01.2011, 20:53h
  • Antwort auf #5 von barely legal
  • na und, haben gott sei dank eine tolle jugendzeit erlebt, die wir euch heute mit sicherheit gönnen würden, da um etliches positiver !!! (auch noch einfacher).

    bitte, das ist nicht herablassend, erfahrungsschwanger gemeint, sondern, der berühmte, wenn auch sehr differenzierte, zusammenhalt wurde durch die äusseren zwänge schon sehr viel stärker gelebt, hatte somit auch vorteile.
    im grunde hat sich die rechtliche auffassung zum positiven verändert, aber um so mehr bricht das gemeinsamkeitsgefühl ein ! was ist nun eigentlich besser geworden ?
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#7 alexander
  • 16.01.2011, 21:15h
  • Antwort auf #4 von gatopardo
  • da muss ich dir "leider" recht geben.
    will sagen, diese merkwürdigen " newcomer ", "gestalten" mit charakterzügen die wir und unsere eltern alle schon mal kannten, bestürzen mich doch sehr !
    erinnert mich immer wieder an den satz meiner "oma " (1960) : junge, es kommt alles wieder !
    sie meinte es eher auf die mode bezogen, da hat sie mit sicherheit recht ! leider hat sie auch mit politischen entwicklungen recht !
    ich wehre mich immer gegen die " innere diaspora", (die macht alt) weil ich gerne positiv in die zukunft blicken möchte !
    aber es fällt mit der momentanen allgemeinen entwicklung immer schwerer etwas positives zu entdecken !
    manchmal bin ich froh , so alt zu sein, um nicht erleben zu müssen was die "zukunft noch bringt" ! ein widerlicher satz !
    aber nichts für ungut, ich hoffe doch, dass die "internationale menschenfront" sich irgendwann durchsetzt, jeder für jeden einsteht, soweit möglich, zumindest auf grund der einsicht, dass profitgier nicht das leben der menschheit bestimmen kann und darf !!!
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#8 gatopardo
  • 16.01.2011, 22:33h
  • Antwort auf #6 von alexander
  • Wie recht Du hast. Man könnte den Unterschied zwischen den 70ern und heute gar nicht besser beschreiben. Wobei ich jedoch eher behaupten möchte, dass wir auch vieles in einem verklärten Licht sehen, eben weil wir jung, schön und begehrenswert und sozial völlig abgesichert waren. An homosexuelle Gleichstellung war damals nicht zu denken, wurden aber von der Gesellschaft weitgehend als normale Mitbürger akzeptiert.
    Was ist besser geworden? Nun, einen doch sehr schönen Lebensabend als Rentner, solange man gesund bleibt. Mit jungen und gleichaltrigen Freunden verreisen oder sie zu uns einladen und jedes vergangene Jahr einen Schritt weiter zur Gewissheit, dass das Leben viel zu kurz ist, um diese Phase noch eine Ewigkeit zu geniessen.
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#9 barely legalAnonym
#10 gatopardo
  • 17.01.2011, 11:55h
  • Antwort auf #7 von alexander
  • Ja, aber dann erfüllt mich die Tatsache , dass grundsätzlich alles vergänglich ist, stets mit einer gewissen Traurigkeit. Da haben es Gläubige besser, die fest an ein Leben nach dem Tod glauben. Dann wiederum bin ich froh wie Du, eine ungewisse Zukunft voller ungelöster Probleme der Menschheit nicht mehr erleben zu müssen. Vielleicht wiederum auch ein egoistischer Gedanke , denn wir lassen ja unsere geliebten Jungs zurück, die damit allein fertig werden müssen ? Trifft man sich dieses Jahr in Berlin zusammen mit @stromboli ?
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