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Bei einer Anti-CSD-Demo in Stuttgart machen sich die Piusbrüder Gedanken um den Nachwuchs, der vor "Perversion" gerettet werden müsse. (Bild: Guido Klein)

Der saarländische Bildungsminister Klaus Kessler (Grüne) will zwei Saarbrücker Schulen der radikalkatholischen Piusbruderschaft schließen - und trifft auf Widerstand.

Kessler hat dem von der Priestervereinigung kontrollierten Don-Bosco-Schulverein die Betriebsgenehmigung zum 24. Januar entzogen. Die 61 betroffenen Grund- und Realschüler müssen sich daher eine neue Lehranstalt suchen. Kessler erklärte, dem Schulverein fehle die "erforderliche persönliche Zuverlässigkeit", um eine Schule zu leiten. Hintergrund ist die Schließung des Don-Bosco-Internats im vergangenen Jahr. Damals hatte das Bildungsministerium die Einrichtung geschlossen, weil 26 statt statt der genehmigten acht Internatsplätze besetzt wurden. Da sich der Schulverein hier über die Gesetze weggesetzt habe, bestehe auch in den anderen beiden Schulen eine "eine fortdauernde Gefährdung des Kindeswohls".

Die Pius-Bruderschaft ist in den letzten Jahren insbesondere durch ihre scharfe Rhetorik gegen Schwule und andere Minderheiten aufgefallen. So hat die 2009 von Papst Benedikt XVI. rehabilitierte Priestervereinigung wiederholt gegen den CSD in Stuttgart demonstriert (queer.de berichtete). Die Teilnehmer trugen Schilder mit Aufschriften wie "Rettet Kinder vor Perversion". Die Gläubigen fordern unter anderem die Wiedereinführung des Paragrafen 175 in der Fassung von 1935.

Auf Empörung stieß der britische Pius-Weihbischof Richard Williamson, der seit 1989 in Interviews den Holocaust leugnet. Williamson ist nach wie vor im Amt. Er wurde auch für sexistische Äußerungen kritisiert - etwa für die Aussage, dass höhere Bildung nichts für "richtige Mädchen" sei.

Streit geht vor Gericht - Etappensieg für Piusbrüder


Klaus Kessler ist seit November 2009 Bildungsminister in der saarländischen Jamaika-Koalition. Zuvor war er 17 Jahre lang Chef im saarländischen Landesverband der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft. (Bild: Grüne Saarland)

Die Kirchenschulen, die sich zu rund 90 Prozent aus öffentlichen Mitteln finanzieren, wehren sich gegen ihre Schließung - und erzielten einen ersten Erfolg vor dem Verwaltungsgericht des Saarlands. Die Richter gaben einem Eilantrag der Piusbrüder statt und erlaubten der Schule, vorerst geöffnet zu bleiben. Es hätten keine Mängel festgestellt werden können, daher bestehe auch kein öffentliches Interesse an einer Schließung. Noch ist unklar, wie das Ministerium auf diese Entscheidung reagiert.

Im Internet fahren die Pius-Unterstützer bereits schweres Geschütz auf und bezeichnen den Vorgang als "erste Schulschließung in Deutschland seit der NS-Zeit". Die beiden Schulleiter erklärten in einer Pressemitteilung, dass linke Seilschaften aus Prinzip gegen die Schulen vorgehen wollten: "Es handelt sich ganz offensichtlich um eine politisch-ideologische Entscheidung, denn auch als GEW-Vorsitzender forderte der heutige Bildungsminister Kessler widerrechtlich den Entzug der Finanzmittel und sogar die Änderung des Privatschulgesetzes, nur um unsere Schulen schließen zu können", so Harald Messmer und Christian Schneider. (dk)



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
#1 herve64Profil
  • 18.01.2011, 09:15hMünchen
  • Was mich regelrecht anwidert, ist der Umstand, dass ausgerechnet diejenigen, die eine Schwulenverfolgung im Geiste der NS-Zeit fordern, sich als Opfer einer "ersten Schulschließung seit der NS-Zeit" darstellen. Es sollten nicht nur die Schulen der Piusbruderschaft geschlossen werden, diese gesamte Sekte gehört als "kriminelle Vereinigung" verboten und unter besonderer Beobachtung des Verfassungsschutzes gestellt.
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#2 FDP-FanAnonym
  • 18.01.2011, 09:18h

  • Die Freiheit der Lehre ist in Gefahr. Ideologie statt Freiheit! So geht's nicht in unserem Land weiter, so kann Zukunft nicht gewonnen werden.
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#3 Green PowerAnonym
  • 18.01.2011, 09:50h
  • Antwort auf #2 von FDP-Fan
  • @FDP

    auch wenn ich davon ausgehe, daß du ein Faker bist um hier zu provozieren, denn ein echter Liberaler würde so einen Blödsinn nicht schreiben....

    Die Freiheit findet da ihr Ende, wo sie zur Verbreitung von Haß mißbraucht wird. Ein Kerngedanke unserer freiheitlichen Grundordnung und eine DER Lehren aus der Weimarer Republik.

    Ein Grüner
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#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 18.01.2011, 10:00h
  • Schade, daß Herr Kessler mit der Schließung der Schulen keinen Erfolg hatte und die Meschpoke sie weiter betreiben darf. Mal gespannt, wie denn das Tauziehen dieses Jahr weitergeht!
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#5 himmel un ädAnonym
  • 18.01.2011, 10:12h
  • Ein Schwank aus meiner Jugend.

    Hier wurde per Wikipedia aus einem Kollaborateur, späteren putschenden Pariser Kriminalbeamten/Sitte gegen De Gaulle (OAS), ein Widerstandskämpfer gegen die Nazis gebastelt.
    An den Gymnasien seines deutschen Heimatortes organisierte er Pflichtbesuche in der Aula,
    stufenweise, um Botschaftern des rassistischen Südafrikas oder der Militärdiktatur Griechenlands
    zu lauschen zu müssen.
    Von ihm links eingestufte ev. Pfarrer/Religionslehrer stellte er unter strikte Observanz, um sie quartalsweise bei den Direktoren oder auf Elternabenden anzuschwärzen.
    Er mochte sehr, junge Katholiken.
    Seine gefakte Autobiographie* mußte aus den Schaufenstern der Buchläden ratzfatz entfernt
    werden. Das Hakenkreuz auf der Vorderseite seines Buches war zu groß! - dumm gelaufen.**

    de.wikipedia.org/wiki/Raymond_Arnette

    franz. Titel: De la Gestapo à l'O.A.S. L'itinéraire atypique d'un homme de Dieu

    Freitag, 29. Dezember 2006 21:51
    R.B.Stadler: @gastus

    Ja, Raymond Arnette war mein Beichtvater. Er war von der Ungültigkeit der V2 Priester und Bischofsweihen überzeugt. Mir persönlich hat er den Rat gegeben, nicht bei V2’lern zubeichten und nicht dort zu kommunizieren. Er war von den Pertus-Leuten nicht überzeugt und hat mir noch kurz vor seinem Tod geraten, die Kirche zu suchen. Er hat mir nicht gesagt, daß ich mich den Lefebvristen anschließen soll. von den sogenannten Päpsten, war er überzeugt, daß diese unrechtmäßig den Stuhl Petri besetzt halten und daß diese Antichristen waren und sind.
    Er hätte gern offen für die Kirche gekämpft, aber in der Gemeinde waren halt nur Schlappschwänze. Mittlerweile ist der größte Teil seiner ehemaligen Gemeinde in der Hand der V2’ler und der Petrus-Leute.

    www.kreuz.net/article.4446.html

    **"...Ferner wird durch die nicht unerhebliche Größe des Hakenkreuzes, die Innenbalken messen je 5 cm, was zu einer Gesamtausdehnung von mindestens 20 cm2..."
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#6 goddamn. liberalAnonym
#7 himmel un ädAnonym
#8 I.Ramos GarciaAnonym
  • 18.01.2011, 12:26h
  • wenn werden diese konservative Katholiker lernen, dass was der Bibel verurteile ist nicht Homosexualitaet, sondern tierische, bestialische, dreckige Lust? Immerhin, es gibt keine streng religioese Schule, von der keine Sexuelle Missbraeuche angezeigten haben
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#9 Nächstenliebe Anonym
  • 18.01.2011, 14:52h
  • Solange man glaubte, nur Gott könne irgendwann eine neue Erde und einen neuen Menschen erschaffen, hielt sich der WAHN vom Diesseitsparadies noch in Grenzen. Als man aber begann, zu glauben, der Mensch könne kraft seiner Vernunft dieses Werk selber und sogar besser vollbringen , wurde der WAHN grenzenlos. Man betete jetzt die selbsternannten Götter und Propheten der Vernunft an : Hitler, Stalin, Mao, Ho-Chi-Ming und Genossen.
    Mit schrecklichsten Folgen für die Christen und Juden und andere unerwünschte . Dieses Delirium ist keineswegs zuende ; es hat nach den schrecklichen Erfahrungen nur eine (vorerst) moderatere Form eines politisch korrekten Gesinnungsabsolutismus angenommen .
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#10 Timm JohannesAnonym
  • 18.01.2011, 14:57h
  • Hoffentlich werden die beiden Schulen nicht länger von der Piusbruderschaft kontolliert. Wer solche Aussagen zum Holocaust in der Öffentlichkeit tätigt, der ist nicht für einen Erziehungsauftrag geeignet.

    Es ist immer noch schlichtweg ein Skandal, das Ratzinger diesen Verein und solche rechtsradikalen Leute in die Katholische Kirche wieder hineinholt, weil ihm die alte liturgische Messe so wichtig ist. Wer aber solche Feinde der Demokratie hofiert, muss sich nicht wundern, wenn er Ratten im eigenen Haus hat.

    Und wenn solche Ratten auch noch Schulen leiten und Kinder indoktrinieren, wird mir regelrecht schlecht.

    Hoffentlich gewinnt der saarländische Kulturminister diesen Rechtsstreit.
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