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Lance L. nahm sich nur wenige Monate vor seinem High-School-Abschluss das Leben. (Bild: FB)

Ein 18-jähriger schwuler Schüler aus Miltona (US-Bundesstaat Minnesota) hat sich am Wochenende das Leben genommen - Senator Al Franken verspricht nun ein Bundesgesetz, das Diskriminierung von Schwulen und Lesben an Schulen untersagt.

Lance L. wurde leblos am Samstagabend in seinem Elternhaus aufgefunden. Er wurde sofort in ein Krankenhaus gebracht, Ärzte konnten aber nur noch seinen Tod feststellen. Die Polizei hat bislang noch keine Angaben darüber gemacht, woran der Junge gestorben ist - er habe sich aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit selbst getötet. Bereits seit rund einem Jahr gibt es vermehrt Berichte über junge Schwule und Lesben, die von Teilen ihrer Umwelt nicht akzeptiert werden und daher den Freitod wählen.

Mitschüler von L. haben nach Angaben des regionalen TV-Senders KSAX erklärt, der 18-Jährige sei in der Schule wegen seiner Homosexualität tagtäglich gemobbt worden. Kurz nach seinem Tod haben Mitschüler eine Facebook-Kampagnenseite gegründet, in der sie Konsequenzen für Mobbing an Schulen fordern: "Wir sind hier, um uns für jeden einzusetzen, der Hilfe braucht. Die Lehrer beschützen uns nicht, also müssen sich die Schüler helfen."


Einst wurde Al Franken als Komiker in der TV-Serie "Saturday Night Live" bekannt - seit 2009 ist er US-Senator und gilt als einer der homofreundlichsten Politiker des Landes. (Bild: Jeff McEvoy, United States Senate)

Als Reaktion auf den Selbstmord hat der demokratische US-Senator Al Franken sein Beileid ausgesprochen und eine bundespolitische Initiative angekündigt: "Mein Herz ist bei Lances Familie und seinen Freunden", erklärte Franken. "Schwule und lesbische Kids brauchen mehr Schutz. Sie sind zwei bis drei Mal eher Mobbing ausgesetzt als heterosexuelle Jugendliche". Franken will sich daher verstärkt dafür einsetzen, ein Gesetz zum Schutz der Jugendlichen zu verabschieden.

Der Entwurf zum Student Non-Discrimination Act, der bereits seit einem Jahr intern im Parlament debattiert wird, würde Mobbing gegen Schüler aufgrund ihrer sexuellen Orientierung bundesweit verbieten. Dazu gehört etwa, dass Schulen, die weiterhin Schwule oder Lesben diskriminieren, sämtliche Bundesmittel gestrichen werden würden. Es ist allerdings unklar, ob das Gesetz auch von republikanischen Senatoren und Abgeordneten mitgetragen wird.

Lokale Aktivisten würden Bundesgesetze begrüßen, da gerade auf dem Land Diskriminierung an der Tagesordnung sei. So erklärte Shari Maloney von der Gruppe Diversity Resource Action Alliance, die sich für Toleranz zwischen den Kulturen einsetzt: "Wir sind hier in der Mitte Minnesotas. Bei uns gibt es keine multikulturelle Vielfalt wie in Ballungsräumen. Wenn man anders ist, zieht man viel mehr Aufmerksamkeit auf sich - und das ist nicht immer gut." (dk)



#1 vingtans
  • 18.01.2011, 18:40h
  • armer kerl.

    da hatte ich es gut in meiner schule, hab mich in der 9ten klasse geoute und sie probleme damit gehabt, im gegenteil..meine damalige deutschlehrerin hat sich immer darum gekümmert mich mit thomas mann texten zu versorgen^^
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#2 Linu86Profil
  • 18.01.2011, 18:42hAachen
  • Sowas macht mich wütend!!!

    "Focus on the Family", solche Organisationen haben das Blut unschuldiger Teenager an ihren Händen!!!
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 18.01.2011, 18:51h
  • Ich hoffe, daß die Mobber so schnell wie möglich an der dortigen Schule ausfindig und suspendiert werden! Außerdem bin ich dafür, daß die miesen Subjekte, die diesen jungen Mann in den Freitod getrieben haben, vor Gericht kommen und dafür verurteilt werden.

    Der Familie des jungen Mannes spreche ich mein aufrichtiges Beileid aus und ich hoffe, daß Senator Franken mit seiner Initiative Erfolg hat!
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#4 daVinci6667
  • 18.01.2011, 19:35h

  • It gets better? Für diesen Schüler wurde leider überhaupt nichts besser! Mich erschüttern solche Berichte immer wieder aufs Neue. Ob Senator Frankens Initiatve mit der neuen republikanischen Mehrheit durchgeht, ist leider zu bezweifeln. Nötig wäre sie dringend. Oder wieviele von uns sollen sich noch umbringen? Nicht wenige religiöse Amis hoffen auf unser aller Freitod. Doch diesen Gefallen machen wir ihnen nicht!
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#5 chrisProfil
  • 18.01.2011, 19:58hDortmund
  • Und wieder ein sinnloser Verlust. Er hätte die Hass-Heteros nicht gegen sich gewinnen lassen dürfen. So sehen sie uns halt am liebsten - tot.
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#6 BCAnonym
  • 18.01.2011, 20:16h
  • Das macht mich so traurig, ich kann noch garnicht richtig wütend sein, momentan bin ich einfach nur traurig...

    Jede(r) ist eine(r) zuviel!!

    ich würde mir zwar wünschen, dass das Gesetz durchkommt, aber kein Gesetz kann etwas in den Köpfen der Menschen ändern, das muss uns klar sein (wir lassen uns von diskriminierenden Gesetzen ja auch nicht umstimmen).

    Mein Beileid seinen Angehörigen, mein Beileid allen, denen es ähnlich geht wie ihm und meine Hoffnungen, dass sie nicht die selbe Entscheidung treffen!

    R.I.P.
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#7 MinkAnonym
  • 18.01.2011, 20:47h

  • Die Selbsttötungen von schwulen/lesbischen Jgdl. sind auch bei uns deutlich höher alls bei hetero Jgdl. Noch ist die Empörung bei uns viel geringer als in den Staaten. Auch die Jugendämter bei uns haben noch keine Konzepte, soweit mir bekannt. Löblich sind die Schuliinitiativen, wie z.B. Schlau NRW. Wir sollten uns kümmern. CSD-Thema-würdig!
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#8 CleverSmartAnonym
  • 18.01.2011, 20:48h
  • ich finde den ausdruck “Freitod wählen” immer noch unglücklich. das ist eher so´n political correctness sache. von wählen kann man eh nicht sprechen, weil viele faktoren zu diesem schritt führen und das wort impliziert willensfreiheit und FREItod, naja vielleicht, in dem moment erscheit einem nur der tod als freiheit.
    bleiben wir bei suizid!
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#9 FloAnonym
  • 18.01.2011, 20:53h
  • All die Politiker, Pfaffen und sonstigen Hetzer, die uns ständig als Menschen 2. Klasse darstellen sind mitschuldig. Die haben Blut an ihren Händen!!! Auch wenn sie immer auf unschuldig machen und so tun, als hätten sie nichts damit zu tun. Aber die Täter der Worte, die erst ein Klima schaffen, das solche Taten ermöglicht, sind genauso schuldig wie die, die tatsächlich mobben.

    Und eines muss jedem klar sein, der in der katholischen Kirche oder ähnlich totalitären Konzernen Mitglied ist: auch er/sie hat Blut an den Händen, weil er diese Hetzer, denen es nur um Geld und Macht geht, durch die Mitgliedschaft finanziell und moralisch unterstützt.
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#10 chrisProfil