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Rock-Göre Avril Lavigne lässt es mit der neuen Single "My Happy Ending" krachen! Zum Album "Under My Skin" gibt es eine Review. Außerdem dürfen sich die Fans auf zwei exklusive Konzerte am 26. und 27. September in München und Düsseldorf freuen.

Von Jan Gebauer

Seit Montag holt Avril Lavigne zum nächsten großen Schlag aus: Die zweite Single aus ihrem Nummer-eins-Album "Under My Skin" wurde veröffentlicht und verspricht den Erfolg der Vorgängerin "Don't Tell Me" zu wiederholen. Dabei ist das Album randvoll mit potentiellen Hits. Die Sängerin macht den Eindruck, als ob sie schlechte Erfahrungen der letzten Jahre in ihren Texten und der teils düsteren Musik auf "Under My Skin" verarbeitet hat. Im Booklet zeigt sie sich als nachdenkliches Mädchen, das sich in düsterer Kulisse zwischen Tristesse und Einsamkeit bewegt und im Interview mit dem Radio-Sender EinsLive sagte sie unlängst, dass Musik für sie ohnehin therapeutische Wirkung hat. Avril Lavignes Musik klingt ungefähr wie sie oft im Fernsehen herüberkommt: Zickig und rotzig, als wenn sie uns sagen möchte: "Lasst mich Musik machen! Über alles andere, habe ich keinen Bock zu sprechen!" Sie rockt derbe, ihre Stimme keift dazu, obwohl sie gerade in den wenigen ruhigen Momenten auf "Under My Skin" entweder unschuldig oder verzweifelt klingt. Ein schönes Beispiel dafür ist der Song am Ende "Slipped Away" (über ihren kürzlich verstorbenen Großvater). "Don't Tell Me" oder auch "My Happy Ending" zeigen Avrils deutliche Verknüpfung vom Rock-Sound mit harmonischen Pop-Melodien. "Punk Light" bietet dagegen der Song "He Wasn't" bei dem sich die Sängerin wohl am Meisten auskotzt. Für Balladen-Fans hat Avril dann noch die Klasse-Nummer "How Does It Feel" im Gepäck, die sich im Winter wohl noch als nächste Single-Auskopplung anbietet. Insgesamt wirkt die Sängerin gereifter und kompakter und macht sich allmählich frei vom "Anti-Britney"-Image, dass ihr die Presse gerne in den letzten zwei Jahren nachsagte. Von ihr kann und darf man noch einiges in den nächsten Jahren erwarten.

Portrait:

Avril Ramona Lavigne wurde am 27. September 1984 in Napanee, Ontario, Canada geboren. Mit 16 Jahren zog die Sängerin nach Manhattan und begann Songs aufzunehmen. Ihr Debüt "Let Go" war mit sechs Millionen verkauften Einheiten eines der erfolgreichsten Alben 2002 und 2003. Die Singles "Complicated", "Sk8er Boi" und "I'm With You" machten aus dem zierlichen Mädchen einen Shooting-Star, der konsequent als rockiger Gegenpol zum Sex-Girlie Britney Spears aufgebaut wurde. Der Hype um Avril Lavigne war und ist enorm: MTV spielt sie kontinuierlich, 2003 wurde sie für fünf Grammys (unter anderem als 'Best Newcomer') nominiert und ihr Song "Sk8er Boi" soll nun sogar verfilmt werden. Damit sie weiter als "Wild Child" gefeiert wird, sorgt die Kanadierin auch weiterhin für Schlagzeilen: Während einem Auftritt in der MTV-Show "Total Request Live" antwortete sie auf die Frage von Moderator Damien Fahey, was sie von den Medien halte, mit ihrem ausgestreckten Mittelfinger. Im konservativen Amerika sorgt so etwas noch für einen Skandal. Mittlerweile lebt die Künstlerin übrigens wieder in Kanada (Toronto), da ihr das Leben dort besser gefällt.

22. Juli 2004, 15: 30