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Für Niki Lauda ist mann-männlicher Tanz ein Anschlag auf seine Heterosexualität (Bild: Money Service Group/APA-Fotoservice/Pichler)

Der frühere Formel-1-Star Niki Lauda hat den ORF kritisiert, weil dort zwei Männer an einer Tanzshow teilnehmen wollen - die "quotengeile Schwulennummer" könne Kinder verwirren.

In der Tageszeitung "Österreich" sagte der 61-Jährige: "Ich bin empört, dass sich der öffentlich-rechtliche ORF, der ja von unser aller Gebühren finanziert wird, aus reiner Quotengeilheit dafür hergibt, schwules Tanzen zu propagieren". Es gehöre schließlich zu "unserer Kultur", dass Männer und Frauen miteinander tanzten - und nicht Männer mit Männern. Er spielt damit auf die sechste Staffel der Serie "Dancing Stars" an, an der der schwule Schauspieler und Moderator Alfons Haider erstmals mit einem gleichgeschlechtlichen (heterosexuellen) Tanzpartner teilnehmen will (queer.de berichtete).

Lauda: ORF hat schwulen Tanz erfunden


Alfons Haider (hier mit Dita von Teese beim Wiener Lifeball 2010) will nach Ansicht von Niki Lauda die Tanzkultur kaputt machen. (Bild: Wiki Commons / Manfred Werner - Tsui / CC-BY-SA-3.0)

Lauda erklärte, er sorge sich vor allem um den Nachwuchs, der auf dumme Gedanken kommen könne: "Ich will nicht, dass meine Kinder im ORF sehen, dass ein Mann mit einem Mann tanzt - und dass sie glauben, das nachmachen zu müssen". Es sei schließlich nicht Aufgabe des ORF, "der Jugend einen schwulen Tanzstil 'Mann tanzt mit Mann' zu propagieren, den es in Wahrheit nirgends gibt". Tanzexperte Lauda glaubt, dass der ORF diesen Tanzstil quasi erfunden hat: "Es tanzt ja nirgendwo ein Mann mit einem Mann - in keiner Disco, auf keinem Ball -, nur im ORF, weil der damit Quote schinden will".

Als Konsequenz fordert der Unternehmer den Generaldirektor der Fernsehanstalt auf, den Auftritt Haiders zu stoppen. Dieser müsse das Anliegen schließlich verstehen, denn er lebe "ja in aufrechter Ehe".

Persönlich habe er natürlich nichts gegen Homosexuelle, bekräftigt Lauda weiter. Immerhin habe er in seiner Fluglinie FlyNiki ja "jede Menge Schwule" eingestellt - "sogar als Ausbildner". Lauda hält 50,1% der Anteile an FlyNiki, Air Berlin 49,9%. Die von Niki Lauda einst gegründete Lauda Air ist mittlerweile im vollständigen Besitz der Austrian Airlines AG.

Niki Lauda befürchtet, dass Schwule - kommen sie erst mal an die Macht - einen Unterdrückungsapparat gegen Leute wie ihn aufbauen könnten: "Ich will auch nicht, dass ich mich eines Tages dafür entschuldigen muss, dass ich heterosexuell bin", so der 61-Jährige.

Die erste Folge von "Dancing Stars" soll am 7. März ausgestrahlt werden. (dk)



#1 RoggeAnonym
  • 24.01.2011, 11:18h
  • Boah! Soviel Homophobie in einer Person vereint, wie hält sich Lauda eigentlich selber aus?^^
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#2 Peter 1Anonym
  • 24.01.2011, 11:21h
  • jetzt bin ich mal genauso diskriminierend.
    bei den gesicht ist er wohl eher der kinderschreck als ein tanzendes schwules paar.

    ich
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#3 SideFX23
  • 24.01.2011, 11:26h
  • Hallo? Gehts noch Herr Lauda?

    Diese Aufregung ist absolut nicht zu verstehen. Es sind noch nie Kinder oder Jugendliche homosexuell "geworden", weil zwei Männer im Fernsehen zusammen tanzen. Ich stimme Ihnen zu, dass der ORF das Homo-Paar nur aus Quotengier tanzen lässt. Das finde ich auch sehr daneben. Allerdings zu behaupten, dass hierdurch das System unterwandert werden könnte und Homosexuelle die Weltherrschaft zur Unterdrückung der heterosexuellen Bevölkerung übernehmen könnte ist doch schon sehr utopisch und durchaus von homosexuellen Menschen nicht gewollt. Sie sollten vielleicht erst Ihr Hirn einschalten, bevor Sie so menschenverachtende Äusserungen von sich geben!
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#4 eMANcipation*Anonym
  • 24.01.2011, 11:27h
  • Offenbar weiß das deutsche Fernsehen, warum es noch nicht ein einziges Mal zwei Männer in einer "Tanzshow" gezeigt hat. Da wäre zweifellos mit ähnlichen, widerlich heterosexistischen Reaktionen zu rechnen.

    Herr Lauda will sich nicht für seine Heterosexualität entschuldigen müssen, aber schwule Jungs und Männer müssen sich weiterhin für ihre Homosexualität entschuldigen, oder was?

    Wenn man noch an die hehren Worte von Menschenrechten in der EU glauben würde, wäre man jedes Mal aufs neue schockiert, was in einem Rechtsraum, in dem die Diskriminierung auf Basis der sexuellen Identität angeblich verboten ist (siehe EU-Antidiskriminierungsrichtlinien) weiterhin an offener Verbreitung von Menschenfeindlichkeit gestattet ist. Ohne jede Konsequenz für die Aggressoren, aber mit verheerenden Folgen für die Zielscheiben von deren Aggression.

    Immerhin macht Herr Lauda unabsichtlich darauf aufmerksam, dass wir zu einem wesentlichen Teil das öffentlich-rechtliche Fernsehen mitfinanzieren und deshalb auch beim Tanzen endlich Anspruch auf eine angemessene und regelmäßige Repräsentation haben.

    Abgesehen von seiner totalen kulturellen und kulturhistorischen Unkenntnis und Ignoranz ist es ihm offenbar völlig egal, wie gewalttätig er sich mit diesen Aussagen gegenüber homosexuell empfindenden Kindern und Jugendlichen verhält, die dringend auf schwule Identifikationsfiguren angewiesen sind.

    Hier übrigens nur ein Beispiel für einen Männertanz mit Tradition, der mir persönlich besonders gut gefällt:

    www.google.de/images?q=capoeira&um=1&hl=de&tbs=isch:1&ei=UVE
    9TY3AH4Sq4Qayovm0Cg&sa=N&start=0&ndsp=20


    Und überhaupt, Google bildet:

    www.google.de/images?q=men+dancing&um=1&hl=de&tbs=isch:1&ei=
    MlM9TeBkwojkBqfXrZYK&sa=N&start=0&ndsp=20
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#5 maaaartinAnonym
#6 gatopardo
  • 24.01.2011, 11:36h
  • Es ist immer dasselbe: Sie sind ungeheuer tolerant und beschäftigen sogar Schwule, wollen aber unter allen Umständen vermeiden, dass wir uns artikulieren, sondern uns schön gehorsam wie Heteros benehmen.
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#7 TimAnonym
  • 24.01.2011, 11:46h

  • Sorry,aber Herr Lauda präsentiert sich als zurück gebliebener Kleingeist mit großem Anteil Homophobie.Da kann er das noch so leugnen,er spricht etwas anderes aus! Offenbar lebt er in einer anderen Welt als ich :P
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#8 probondageProfil
  • 24.01.2011, 11:50hDortmund
  • Sind se nicht drollig, die Heten???

    Herrlich, wie sie aus lauter Political Correctnes von einem Fettnapf ins Nächste tapsen. Aber er darf das. Jede seine Meinung. Wir streben auch nicht die Weltherrschaft an und versuchen andere Menschen unsere sexuelle Orientierung aufzudrücken. So ein Unsinn, kann sich echt nur ne Stockhete ausdenken. Aber das habe ich schon öfter gehört ... Dabei wissen gerade wir, dass man sich die sexuelle Orientierung nicht aussuchen KANN, es geht nicht. Man ist so, wie man ist. Schwul sein kann man nicht lehren oder lernen. Gerade ich, mit meiner ausgeprägten Veranlagung zum BDSM sage ganz klar: Empfindest nicht wie ich? GUT! Dann lass die Finger davon! Ich kämpfe nicht darum, dass meine Sexualität geteilt wird, sondern das sie AKZEPTIERT wird. Und darum, Herr Lauda geht es. Selbstverständlich können Männer miteinander tanzen, kein Kind nimmt Schaden davon. Das ist Unsinn. Nein, sie wollen, dass ihre "heile" Welt so bleibt wie es ist. Und wir, kämpfen darum das unsere "heil" wird. Um Sichtbarkeit und das wir als selbstverständlich wahrgenommen werden, darum geht es uns. Auf ihre "Toleranz" können wir dabei getrost verzichten. Unsere Weg ist klar, absolute Gleichstellung in allen Lebenslagen. Das ist natürlich total totalitär, ja, totalitär menschlich und gerecht.

    Im übrigen, sie haben keine "Schwulen" eingestellt, sondern Mitarbeiter. Wie rührend, sogar in "Führungspositionen", wow. UND WARUM AUCH NICHT? Damit fängt Totalismus nämlich an, Menschen in Gruppen zu zwängen. Sie hat nur zu interessieren, kann der Mitarbeiter seinen Job oder nicht.
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#9 jochenProfil
  • 24.01.2011, 11:58hmünchen
  • Oje, soviel Ängste und Vorurteile aus der uralt verstaubten Klischeekiste. ......- Man sieht es gibt diese alten Vorurteile immer noch.

    Dass man jemanden zum Homosexuellen erziehen könnte.
    Wie sind denn früher bei der unerbittlichen Diskriminierung, Androhung von Gefängnis- bis Todesstrafe von Homosexuellen trotzdem Homosexuelle "entstanden"?

    Nein, wenn also Kinder sehen , dass auch Männer zusammen tanzen, werden diese Kinder später Homosexuellen eher mit normalen Verhalten oder Schulterzucken begegnen, als mit Verachtung und Hass.
    Denn Verachtung und Hass gegen über Schwulen und Lesben ist anerzogen und nicht natürlich.
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#10 protest&boykottAnonym