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Präsident Mahmud Ahmadinedschad verteidigt die Todesstrafe gegen Homosexuelle (Bild: Wiki Commons / Daniella Zalcman / CC-BY-2.0)

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat bekräftigt, dass in seinem Land Schwule und Lesben aus gutem Grund verfolgt würden.

Wie die Nachrichtenagentur AFP meldet, ging Ahmadinedschad bei einer Rede an lokale Würdenträger in der Stadt Yazd auf das Thema Homosexualität ein. Er erinnerte dabei an seinen Auftritt in der New Yorker Columbia University vor drei Jahren: "Dort haben sie mich gefragt, warum ich gegen Homosexuelle im Iran vorgehe. Ich habe geantwortet, dass wir nicht viele Homosexuelle im Iran haben, weil wir glauben, dass sich dieser Akt gegen den menschlichen Geist und die Menschlichkeit richtet".

Bei seinem umstrittenen Auftritt 2007 hatte Ahmadinedschad noch darauf beharrt, dass sein Land frei sei von Homosexuellen. Damals sagte er: "Im Iran haben wir keine Homosexuellen wie in Ihrem Land. Wir kennen dieses Phänomen nicht. Ich weiß nicht, wer Ihnen erzählt hat, dass wir so etwas haben" (queer.de berichtete). Nachdem diese Aussage weltweit als albern kritisiert worden war, sagte Ahmadinedschad, dass es im Iran nicht viele Schwule gebe, weil das Land moralische Regeln achte. Ein Jahr später beschrieb der Präsident im US-Fernsehen Homosexualität als "hässliche Sache", da die meisten Menschen diese "nicht mögen" (queer.de berichtete).

Gelebte Homosexualität wird im Iran mit dem Tod bestraft. Es ist unklar, wie viele Menschen nach diesem Gesetz hingerichtet wurden. Menschenrechtsorganisationen gehen davon aus, dass Gerichte gegen mehrere tausend Homosexuelle die Höchststrafe ausgesprochen haben. Viele schwule und lesbische Iraner versuchen daher, durch Flucht in den Westen dem Regime zu entkommen. Im vergangenen Jahr hat der oberste britische Gerichtshof entschieden, dass auch "diskrete" Homosexuelle im Iran gefährdet seien und Asyl erhalten müssten (queer.de berichtete). (dk)



#1 Mister_Jackpot
  • 24.01.2011, 13:33h
  • Ein Verbrecher, der hoffentlich nicht mehr ewig an der Macht sein wird. Was soll man dazu noch sagen? Und westliche Länder, die kein Asyl für Homosexuelle gewähren machen sich natürlich ebenso die Finger blutig.....
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#2 GeertAnonym
  • 24.01.2011, 13:45h
  • Homosexuelle werden nicht nur im Iran verfolgt, sondern auch in Nigeria, in Uganda, in Zimbabwe, in Kenia, in Saudi-Arabien usw usw. Wenn wir alle Männer, die behaupten, wegen ihrer Homosexualität in ihrem Land verfolgt zu werden, Asyl gewähren würden, würde dieses Land sehr schnell an die Grenzen des Machbaren stoßen.
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#3 Mister_Jackpot
  • 24.01.2011, 13:56h
  • Antwort auf #2 von Geert
  • Wenn wir es nicht tun sind wir Mittäter! Punkt aus!...sorry ich will dich mal sehen, wenn du als Schwuler in solchen Ländern leben müsstest, dann in den Westen flüchten würdest und dort dann wieder abgeschoben werden würdest mit der Begründung es sei ja nicht bewiesen, dass du homosexuell bist...
    Sorry für Kommentare wie deins fehlt mir jegliches Verständnis....unglaublich, dass grad ein schwuler Mann so denkt! Wär ich deine Mami würd ich sagen: Schäm dich!
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#4 FloAnonym
  • 24.01.2011, 14:23h
  • Hätte es nicht so dramatische Auswirkungen, wäre es eigentlich witzig, wie Homohasser immer krude Theorien aufstellen, die sich mit keinem einzigen Argument belegen lassen. Ganz im Gegenteil: alle Fakten belegen das Gegenteil.

    Da wird einfach behauptet, Homosexualität richte sich gegen die Menschlichkeit, aber mit keiner Silbe begründet, warum dem so sein soll.

    Dumm, einfach nur dumm. Nur: wenn sich Dummheit mit Macht paart, wird es echt gefährlich.
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#5 SchrottboykottAnonym
#6 goddamn. liberalAnonym
  • 24.01.2011, 14:55h
  • Antwort auf #2 von Geert
  • Na, haben wir da wieder einen kleinen Selbsthaßschub?

    Soviele Männer outen sich nämlich nicht, um Asyl zu bekommen und wenn sich einige wenige fäschlich outen sollten, ist ihr Umfeld wohl so 'verwestlicht', dass von ihnen bestimmt keine islamistische Gefahr ausgeht. Umkehrschluß: die 'echten' Schwulen können auch ruhig krepieren?

    Zu unserem iran. Klerikalfaschisten:

    "Alle Genüsse und Vergnügungen, die sie kennen lernen, führen sie bei sich ein; so haben sie auch von den Hellenen den Liebesverkehr mit Knaben angenommen." Herodot über die Perser 479 v. Chr.

    Die Gedichte des Hafis kennt der Kerl wohl auch nicht. Aber: die Zeit der Jakobiner kommt auch in Teheran!
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#7 vingtans
  • 24.01.2011, 16:20h
  • und religion richtet sich gegen sämtliche menschenrechte.

    man braucht sich ja nur stark religiöse länder anschauen.
    sind fast ausnahmslos länder in denen menschenrechte,wohlstand,frieden oder menschenrechte nicht grad hoch im kurs stehen.

    müsste ja eigentlich andersrum sein, würde einige teile der so heiligen bücher ernstgenommen.

    aber die kirche,islamische oman und jüdische dings nehmens ja nicht so genau mit liebe.
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#8 FrankAnonym
  • 24.01.2011, 17:25h
  • Der iranische Adolf H. bezichtigt andere gegen Menschlichkeit zu sein, wobei er selber einer der größten Verbrecher gegen die Menschlichkeit in der Gegenwart ist.
    Trotz seiner geistigen Fehleergüsse muss man ihm lassen das er ein guter Rethoriker sein kann und nicht uncharismatisch ist, was ihn umso gefährlicher macht.
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#9 Ilovelife
  • 24.01.2011, 18:40h
  • Mich ärgert in diesem Zusammenhang immer, dass wir in Deutschland, leider dank gut funktionierender Zensur, ziemlich wenig über LGBTs im Iran wissen und nicht wenige dieses Land lediglich auf seinen etwas verwirrten, aber gefährlichen "Führer" reduzieren...
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#10 jojoAnonym
  • 24.01.2011, 19:40h
  • Antwort auf #4 von Flo
  • richtig, es fehlt mal wieder jegliches echte argument. in sachen "wir definieren mal eben ganz spontan, wer auf seiten des bösen steht, verraten aber nicht, warum" können sich mister hausmeisterkittel und dieser römische knallkopf mit den roten schuhen echt die hände reichen.
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