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Familienministerin Kristina Schröder (CDU) (Bild: Michael Panse / flickr / by-nd 2.0)

Offen lebende lesbische Spitzenfußballerinnen hätten "eine wichtige Vorreiterrolle übernommen", erklärte Familienministerin Kristina Schröder (CDU) im Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Focus".

"Aus meiner Kenntnis und durch meine Kontakte zur Frauenfußball-Nationalelf habe ich das Gefühl gewonnen, dass es inzwischen bei den Spielerinnen einen großen Stolz darüber gibt, gerade auch mit kritischen Themen wie Homosexualität unverkrampfter umzugehen als männliche Spieler", sagte die 32-jährige Politikerin aus Hessen. Für die Männer sei "der Weg in die Öffentlichkeit aktuell vielleicht noch schwieriger als für weibliche".

Grund für die Zurückhaltung seien teilweise "sehr seltsame Vorurteile", erklärte Schröder. Obwohl sich in Deutschland noch kein einziger Spitzenfußballer während seiner Profikarriere geoutet hatte, glaube sie aber nicht, "dass unsere Gesellschaft tatsächlich ein Problem im Umgang mit homosexuellen Fußballprofis" habe.


Nationaltorfrau Nadine Angerer (Bild: Wiki Commons / Hullu poro / CC-BY-SA-2.0)

Zuletzt hat sich Anfang Dezember Nationaltorfrau Nadine Angerer als bisexuell geoutet (queer.de berichtete). Auch die Nummer zwei im deutschen Tor, die für den FCR 2001 Duisburg spielende Ursula Holl, geht offen mit ihrer sexuellen Orientierung um. Allerdings warnt die Torhüterin, die sich vor einem halben Jahr mit ihrer Lebensgefährtin verpartnerte, Profifußballerinnen und -fußballer vor einem Coming-out: "Ich würde keinem Fußballer raten, sich zu outen. Je mehr du von deinem Privatleben bekannt gibst, desto verletzlicher bist du", so die 28-Jährige zur "Bild"-Zeitung. "Und der Fan im Stadion kann sehr, sehr grausam sein. Diese öffentlichen Anfeindungen wären nur schwer auszuhalten".

Bei den Männern outete sich bislang mit den englischen Profi Justin Fashanu nur ein Spitzenfußballer aus Europa während seiner Karriere als schwul - vor über 20 Jahren. Anderen Profis dient sein Schicksal jedoch als abschreckendes Beispiel: In den 1980er Jahren noch als einer der englischen Hoffnungsträger gefeiert, wurde er jedoch von Mitspielern und Trainern gemobbt, die von seiner Homosexualität erfuhren. Daraufhin versuchte Fashanu, sich dem Christentum zuzuwenden und mit Hilfe einer Therapie heterosexuell zu werden - natürlich ohne Erfolg. Seine Karriere versandete schließlich in zweitklassigen Clubs. Im Alter von 37 Jahren verübte er 1998 unter mysteriösen Umständen Selbstmord. (dk)



Homosexualität keine "Lösung der Benachteiligung der Frau"

Familienministerin Kristina Schröder (CDU) kritisiert im "Spiegel" eine "radikale Strömung" der Frauenbewegung.
Kristina Schröder: Auch Schwule können konservativ sein

Familienministerin Kristina Schröder (CDU) hat erklärt, dass auch gleichgeschlechtliche Paare konservative Werte - etwa bei der Kindeserziehung - leben könnten. Eine Gleichberechtigung im Adoptionsrecht lehnt sie aber weiter ab.
#1 FloAnonym
  • 24.01.2011, 14:26h
  • "Grund für die Zurückhaltung seien teilweise "sehr seltsame Vorurteile", erklärte Schröder."

    Vorurteile, die gerade auch aus ihrer Partei kommen und von ihrer Partei genährt werden...

    Es ist ja schön, wenn Leute viel reden. Aber dann soll sie auch handeln und in ihrer Partei dafür eintreten, dass diese "seltsamen Vorurteile" endlich aufhören und unsere Diskriminierung endlich aufhört - wir also rechtlich 100%ig gleichgestellt werden. (Aber das will sie vermutlich selbst nicht.)
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#2 MarekAnonym
  • 24.01.2011, 14:56h
  • "Daraufhin versuchte Fashanu, sich dem Christentum zuzuwenden und mit Hilfe einer Therapie heterosexuell zu werden - natürlich ohne Erfolg. (...) Im Alter von 37 Jahren verübte er 1998 unter mysteriösen Umständen Selbstmord."

    Ein weiterer Beleg dafür, welche schlimmen psychischen Schäden diese religiös motivierten Gehirnwäsche-Therapien haben.

    Übrigens etwas, was auch viele in der Union befürworten.
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#3 chrisProfil
  • 24.01.2011, 15:27h Dortmund

  • Das zeigt mal wieder die Schizophrenie unserer Poltiker. Ausegrenchnet diese grundbraune Alte will jetzt einen von Vorbildrolle Homosexueller erzählen und tut trotzdem alles dagegen, dass wir gleichgestellt werden? Also irgendwas stimmt in diesen Tagen nicht in Berlin.
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#4 loellieEhemaliges Profil
  • 24.01.2011, 15:28h
  • Seltsame Vorurteile, die natürlich nichts mit der von extremistischen Verschwörungstheoretikern erlogenen Homophobie zu tun haben.
    Wie denn auch.
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#5 eMANcipation*Anonym
#6 Tobi CologneAnonym
  • 24.01.2011, 15:37h
  • Diese Frau stimmt GEGEN jeden noch so kleinen Fortschritt für uns!!

    Und dann labert sie was von der Vorbildrolle lesbischer Fußballerinnen. Wahrscheinlich hofft sie, mit solchen Sprüchen (die aber nur heiße Luft sind und denen keine Handlung folgt) noch ein paar homosexuelle Wähler/-innen verarschen zu können.

    Statt nur zu labern, sollte sie lieber handeln. Aber wenn sie handelt, handelt sie immer GEGEN uns!!
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#7 alexander
#8 vingtans
  • 24.01.2011, 16:26h
  • ah da ist ja wieder meine lieblingsschnäpfe.

    wir sind im wahljahr also angekommen.
    ich freu mich wieder auf unterhaltsamen populismus.

    sie meinte ja auch, "deutsche schlampe" sei das lieblingsschimpfwort meiner generation,

    na wenn sie meint, die deutsche schlampe die.
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#9 jojoAnonym
  • 24.01.2011, 16:45h
  • ich warte ja nur drauf, dass die entdeckerin der "deutschenfeindlichkeit" irgendwann noch dahinter kommt, dass in wirklichkeit heterosexuelle am laufenden meter von bösen homos unterdrückt werden - und gleich ein entsprechendes hetenförderprogramm in die wege leitet...

    ich weiß echt nicht mehr, wer in diesem kabinett eigentlich die größte flachpfeife ist...
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#10 Katrin
  • 24.01.2011, 16:57h
  • Das typische Gehabe von christlich religiös beseelten Menschen: Das Gegenteil von dem Reden was man macht. Und feste glauben, dass alle so dämlich sind das nicht zu merken.
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