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Promo-Bild für "Glee" (Bild: FOX)

Eine High School in Toronto schlägt Alarm: Nach "Slushie"-Anschlägen auf Schwule, Lesben und Transsexuelle hat die Polizei ihre Präsenz erhöht.

Schüler der Jarvis Collegiate Institute sollen im nahe gelegenen Gay Village wiederholt halb-gefrorene Erfischungsgetränke ("Slushies") ohne Vorwarnung auf Anwohner geworfen haben. Die Rektorin der Schule hat bereits angekündigt, dass die Schule hart gegen die bislang unbekannten Täter vorgehen werde und die Polizei informiert habe. Ertappte Schüler müssten mindestens Toleranzseminare besuchen. Besonders hartnäckigen Tätern drohe sogar der Schulverweis, sagte sie gegenüber der Zeitung "Star".

Die Angriffe wurden mit der amerikanischen TV-Serie "Glee" in Zusammenhang gebracht, weil dort die Mitglieder des Schulchors wiederholt mit Slushies beworfen wurden. Die Außenseiterserie ist insbesondere unter Schwulen beliebt und hat bereits mehrere Preise sowohl von Kritikern als auch von Homo-Gruppen erhalten (queer.de berichtete).

Youtube | Slushie-Attacken bei "Glee"

Polizei spricht von möglichen Hassverbrechen


Das Jarvis Collegiate Institute ist die zweitälteste High School in Ontario

Polizeisprecher Geoff Hesse erklärte, dass die betroffene Schule bereits jetzt offen mit dem Thema Homosexualität umgehe. Er glaube, dass viele der Schüler die Tragweite ihrer Handlungen nicht verstünden: "Ich will diese Jugendlichen wachrütteln", so Hesse gegenüber der Tageszeitung "Toronto Sun". "Es handelt sich hierbei um eine Straftat, vielleicht sogar um ein Hassverbrechen".

Eines der Opfer der Attacken ist die transsexuelle Aktivistin Enza Anderson: "Wenn diese Terror-Teenager jemanden sehen, den sie für schwul halten, schlagen sie zu", erklärte die 46-Jährige. Auch der Blumenhändler Paul Windsor berichtet, wie er von zwölf Schülern als "Schwuchtel" beschimpft wurde. Anschließend hätten sie zwei teilweise gefrorene Getränke auf den 59-Jährigen geworfen. "Ein Getränk ist eine Sache - das verschmutzt die Kleidung und verletzt den eigenen Stolz. Wenn es aber eskaliert und auch große Eisstückchen geworfen werden, dann wird es gefährlich."

Nordamerikanische Homo-Gruppen haben in den vergangenen Wochen immer wieder davor gewarnt, dass eine negative Darstellung von Schwulen und Lesben in den Medien Gewalt hervorrufen könnte. Deswegen hat eine kanadische Aufsichtsbehörde zuletzt das Abspielen des Popsongs "Money for Nothing" verboten, weil es das Wort "Faggot" (Schwuchtel) enthält (queer.de berichtete). Kritiker bezeichnen das jedoch als Zensur. Sie warnen davor, dass Produzenten künftig auf schwule oder lesbische Figuren in Radio und TV verzichten könnten, um Homophobie-Vorwürfen oder Zensur-Bestrebungen zu entgehen. (dk)



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#1 eMANcipation*Anonym
#2 FloAnonym
  • 25.01.2011, 15:07h
  • Glee stellt Attacken gegen Schwule dar. Aber es lobt diese nicht und stellt sie auch nicht als akzeptabel dar.

    Dann dürfte man ja in Zukunft gar keine Gewalt gegen Schwule mehr darstellen, aus Angst, man würde für Nachahmer verantwortlich gemacht.

    Dabei muss gerade Mobbing und Gewalt gegen Schwule thematisiert werden!

    Stattdessen sollte jede Art von Mobbing, Gewalt oder andere Attacken gegen Schwule durch Aufklärung verhindert werden. Und wenn sie schon stattgefunden haben, müssen sie mit aller Härte bestraft werden!
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#3 sozialer todAnonym
  • 25.01.2011, 15:29h
  • Passend dazu:

    Die Macht von Facebook & Co. über Jugendliche:

    Im Mai des Vorjahres hat sich der 13-jährige Schüler aus Velden am Wörthersee das Leben genommen. An diesem Tag wurde er im Internetnetzwerk Facebook als homosexuell bezeichnet, schildert seine Mutter im ORF-Interview: "An diesem Tag hatte er auf seiner Facebook-Pinwand einen Link. Dieser führte zu einer Homepage, auf der er als schwul dargestellt wurde."

    Wie der 13-Jährige darauf reagierte, erfuhr die Mutter erst durch einen Freund ihres Sohnes, gemeinsam sahen sie sich den anonymen Eintrag des Users angesehen. Ihr Sohn war "zerstört, traurig und verzweifelt", sagt die Mutter: "Er hatte Angst, dass er in der Schule als homosexuell dargestellt wird. Das hat er überhaupt nicht verkraftet."

    kaernten.orf.at/stories/495006/
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#4 SvenAnonym
#5 vingtans
  • 25.01.2011, 20:01h
  • hm...ich liebe slushies!

    und irgendwie hab ich jetzt bock in der uni streitanzufangen....ich will auch slushies schmeißen.
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#6 Wyndakyr
  • 26.01.2011, 00:39h
  • Mich würde mal interessieren, wie dieses Gesocks guckt, wenn es vor der versammelten Klasse verhaftet wird und für'n paar Wochen oder Monate im Kittchen verschwinden.

    Mitschüler sollten während der Verhaftung mit ihren Slushies gut zielen, nicht, daß sie aus Versehen die Polizisten treffen...
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#7 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 26.01.2011, 16:55h
  • Ich kenne nur halbgefrorene Getränke aus meiner Lieblingsserie "Die Simpsons" und dort werden sie "Squishies" genannt. Damit jedoch jemanden zu bewerfen ist schon abartig!
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