Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?13569

Niki Lauda als Experte bei RTL

Der homophobe Ausfall des früheren Formel-1-Stars Niki Lauda wird keine Konsequenzen für ihn haben. Unternehmen, die mit ihm zusammenarbeiten, akzeptieren seine Empörung über ein rein männliches Tanzpaar in einer ORF-Sendung als persönliche Meinung.

Zwar wird die Facebook-Seite von flyniki von zahlreichen Postings bombardiert, in denen Kritik an den Aussagen von Niki Lauda laut wird, das Unternehmen steht aber zu seinem Mitbesitzer: "Nach Rücksprache mit Herrn Lauda werden wir die Fragen nicht beantworten, da es sich hier um eine persönliche Meinung handelt", sagte Pressesprecherin Milene Platzer auf eine Anfrage der österreichischen Agentur pressetext. Lauda hält 50,1% der Anteile an FlyNiki (den Rest trägt Air Berlin).

Kein Problem für deutsche Unternehmen

Der gleichen Agentur sagte der Finanzdienstleister Ing-Diba, für den Niki Lauda seit einigen Monaten in einer Werbekampagne wirbt: "Das erschienene Interview mit Niki Lauda spiegelt seine persönliche Meinung wieder. Die ING-DiBa wird keine Aussagen treffen, die sich auf seine privaten Einstellungen beziehen." Es gebe keinen Grund, das Engagement zu überdenken.

Auch der deutsche Sender RTL, bei dem Lauda als Experte unter Vertrag steht, äußerte sich entsprechend. Lauda habe sich in einer österreichischen Zeitschrift zu "einer uns nicht bekannten Sendung aus dem österreichischen TV geäußert", äußerte die Pressestelle gegenüber "Sat+Kabel". "Dies hat nichts mit seinem Engagement bei der Formel-1-Berichterstattung für RTL zu tun", weswegen man auch einen weitergehenden Kommentar ablehne.

"Homophobe Einstellungen"

Lauda hatte in der Tageszeitung "Österreich" gesagt, dass er nicht wolle, das seine Kinder ein Männerpaar beim Tanzen sehen, "und dass sie glauben, das nachmachen zu müssen" (queer.de berichtete). Grund ist die geplante nächste Staffel der Tanzsendung "Dancing Stars", an der der Entertainer Alfons Haider erstmals mit einem Tanzpartner teilnehmen will.

Die öffentliche Meinung richtete sich schnell gegen Lauda, auch hat eine Facebook-Gruppe gegen seine "homophoben Einstellungen" bereits über 1.850 Fans. Es gab aber auch Unterstützer: am Dienstag äußerten der Ex-Fußballprofi Toni Polster und Operndiva Dagmar Koller in "Österreich" ihr Unbehagen über das schwule Getanze (queer.de berichtete). (nb)



#1 Ilovelife
  • 25.01.2011, 22:39h
  • Tja, erst kommt das Fressen, dann die Moral.

    Wenn überhaupt.
    Wie war das bei Büchners Woyzeck? "Moral, das ist, wenn man moralisch ist." Also sparen wir uns das Moral- Geschwafel

    Ing-DiBa= Bank, sagt eigentlich schon alles

    RTL: bringt so tolle Formate wie "DSDS" oder das "Dschungelcamp". Entertainment halt. "Diversity" heißt bei denen "Quote", alles was darüber hinaus geht, raffen die nich

    flyniki? Gäbe es deren Partner airberlin nicht, würde die in Deutschland und dem Rest der Welt wohl niemand kennen...
  • Antworten » | Direktlink »
#2 UmschreiberAnonym
  • 25.01.2011, 22:50h
  • "Es gibt sowas wie gute Traditionen in unserer Kultur. Dazu gehört, dass Weiße nicht mit Schwarzen tanzen. Bald kommt die Zeit, da werden wir uns noch alle dafür entschuldigen müssen, dass wir weiß sind.

    Ich will nicht, dass meine Kinder im Fernsehen sehen, dass eine weiße Frau mit einem schwarzen Mann tanzt - und dass sie glauben, das nachmachen zu müssen. Seit Jahrhunderten tanzen weiße Männer mit weißen Frauen. Und das soll man nicht kaputtmachen. Quote ist nicht alles im Leben."

    Man darf sich fragen, ob bei derlei Ausführungen, die sich in keiner Weise von den Aussagen Herrn Laudas entscheiden, auch niemand einen Grund gesehen hätte, dessen "Engagement zu überdenken". Oder ihn wegen rassistischer Beleidigungen anzuzeigen.

    Aber was soll's? Die typische Schwulenfraktion wird lieber weiter Dschungelcamp bei RTL glotzen, als auf die Barrikaden zu gehen, bis Herr Lauda die gebührende Strafe für seine freiheitszerstörenden Angriffe auf die Persönlichkeitsrechte schwuler Bürger bekommt. Wie man sieht: Diskriminierung ist in der EU verboten, aber nicht wirklich.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 chrisProfil
#4 FloAnonym
  • 26.01.2011, 09:21h
  • Nee klar, mit Homophobie und menschenverachtenden Äußerungen hat die Wirtschaft nie ein Problem oder zieht sich wie RTL aus der Affäre und behauptet, man wisse gar nicht worum es da geht.

    Erst wenn es ans Geld geht und man solche Unternehmen boykottiert, erst dann haben sie ein Problem damit und erst dann gibt es Konsequenzen für Ewiggestrige wie Niki Lauda!

    Aber der durchschnittliche RTL-Zuschauer ist wohl eh hetero, homophob und wenig gebildet...
  • Antworten » | Direktlink »
#5 MarekAnonym
  • 26.01.2011, 09:55h
  • Wenn Niki Lauda gegen und hetzt und uns boykottiert, halte ich es nur für angemessen, dass wir auch ihn boykottieren - bzw. die Firmen, die mit ihm zusammenarbeiten!! (z.B. RTL)

    Denn die Sprache des Geldes verstehen sie alle...
  • Antworten » | Direktlink »
#6 Tim_ChrisProfil
  • 26.01.2011, 10:10hBremen
  • Ich hatte ja schon den Gedanken, diese Firmen zu boykottieren, aber da ich sowieso kein TV schaue, mir weder Flüge mit Lauda-Air, noch Air Berlin oder sonst was leisten kann/mag und mein Geld auch nicht bei DiBa aufbewahre, wäre das sinnlos, da es eh keiner merkt. Müssen also andere ran.

    Aber wie @Umschreiber schon sagt:
    Zitat -> "Es gibt sowas wie gute Traditionen in unserer Kultur. Dazu gehört, dass Weiße nicht mit Schwarzen tanzen.... Seit Jahrhunderten tanzen weiße Männer mit weißen Frauen. Und das soll man nicht kaputtmachen. Quote ist nicht alles im Leben." Man darf sich fragen, ob bei derlei Ausführungen, die sich in keiner Weise von den Aussagen Herrn Laudas entscheiden, auch niemand einen Grund gesehen hätte, dessen "Engagement zu überdenken". Oder ihn wegen rassistischer Beleidigungen anzuzeigen.

    Danke @Umschreiber, besser hätte man es nicht verdeutlichen können.
    Man könnte allerdings auch getrost Schwarze durch Juden ersetzen. Das Ergebnis wäre das selbe und der empörte Aufschrei in der Bevölkerung... Na, ihr wisst schon...
  • Antworten » | Direktlink »
#7 TommAnonym
  • 26.01.2011, 11:05h
  • Ich wage mal zu "bezweifeln", das sich die Vorstände und Aufsichtsräte (Entscheidungsträger)von AIR BERLIN, ING DIBA , RTL etc. wirklich mit den Aussagen von Lauda "auseiander gesetzt" haben !!

    Das sich Sender wie RTL mit dem Thema "Homosexualität" nur auseinandersetzen, wenn es gut für die "Quote" ist - wissen wir doch schon lange !!
  • Antworten » | Direktlink »
#8 palisadesProfil
  • 26.01.2011, 11:17hBerlin
  • Ich rate zur Gelassenheit.

    Wer sagt denn hier was? Ein angekokelter Ex-Autofahrer der sich als Experte grantig (wäre ich auch wenn ich so aussehen würde) durchs RTL-Renn-Programm stammelt.

    Ein Ex-Fußballer, gegen dessen intelektuelles Niveau Arnorld Schwarzenegger wie Einstein wirkt?

    Und eine abgehalfterte Ex-Opern-Diva die anscheinend Beschäftigung brauch nachdem Sie keine Krawattenhandschuhe mehr für Ihren Mann schneidern kann.

    Man(n) sollte diesen Untoten des Boulevard nicht zu viel Aufmerksamkeit zukommen lassen - sonst meinen Sie noch Ihre Meinung wäre relevant.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 eMANcipation*Anonym
#10 eMANcipation*Anonym
  • 26.01.2011, 11:55h
  • Antwort auf #6 von Tim_Chris
  • Es ist ein weiterer eindeutiger Beleg dafür, dass man sich mit uns jede noch so menschenverachtende Attacke erlauben darf, ohne auch nur die geringsten negativen Konsequenzen befürchten zu müssen.

    Insofern können wir Herrn Lauda fast dankbar sein, führt er uns doch einmal mehr unsere gesellschaftliche Position vor Augen, die wir zu einem großen Teil selbst zu verantworten haben.
  • Antworten » | Direktlink »